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Wpw-Syndrom Erfahrungen? Demnächst Ablation

aflina.2p91x2 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben *:)

Ich habe diesen Beitrag bereits in einem anderen Form geschrieben, worauf jedoch niemand aufmerksam wurde, deswegen versuche ich es hier nochmal.

Mein Name ist Alina und ich bin 15 Jahre alt, mein Leben hat sich Montag ziemlich plötzlich verändert da ich erfahren habe das ich einen angeborenen Herzfehler habe, nämlich das WPW Syndrom. Dies wurde bei einem Ruhe EKG eindeutig. Nun steht mir am 18.01.16 ein Langzeit EKG + Belastung EKG bevor und dann in der nächsten Zeit muss ich nach Bremen in die Klinik links an der Weser und eine Ablation durchführen, dies wird meine 1. Operation in Vollnarkose sein und ich habe wirklich eine riesige Angst davor. Ich habe mir viel im Internet durchgelesen mit der Hoffnung mit jemandem schreiben zu können der das alles schon durchgemacht hat, leider erfolglos. Egal wann ich an die OP denke, (und das tue ich im Moment sekündlich) ich sehe mich immer nur in den Op reinfahren, aber nie auch gesund wieder rauskommen, es mag komisch klingen und das finde ich auch, aber ich kann es nicht ändern. Bitte schreibt mir, ich brauche wirklich irgend jemanden, egal wie alt egal oder woher ihr seid, einfach jemand der fühlt oder gefühlt hat wie ich, danke und ich wünsche euch allen ein gesundes Leben. :-( :)_

Antworten
Mvr. DForeoski_n


Hallo Alina,

ich selber habe seit meiner Jugend Tachykardien (Herzrasen), andere Ursachen als WPW.

Bis zu meinem 45 Lebensjahr konnte ich gut damit umgehen, aber plötzlich wurde es unerträglich. Die Ärzte rieten mir zu einer Ablation.

Bei der Ablation (ohne Narkose) wurden dann 2 Ursachen festgestellt von denen aber nur eine behandelt werden konnte. Aber immerhin konnte die zweite Ursache so gut Untersucht werden, dass sie mit Medikamenten behandelt werden kann.

Die Ablation ohne Narkose war sicherlich nicht angenehm, aber besonders riskant ist sie nicht.

Grüße,

M@r. F/ore8sxkin


Weiter geht's. :-)

Hast Du denn Herzrasen durch WPW, oder "nur" ein ungewöhnliches EKG?

Ich kann Deine Ängste gut verstehen, habe die Ablation lange vor mir hergeschoben.

Die Vorstellung, dass im Herzen Nerven verödet werden ist sicherlich beängstigend.

Letztlich muss man immer Nutzen und Aufwand abwägen, deshalb meine Frage, ob Du Beschwerden hast.

Ich bin seit der ganzen Prozedur Beschwerdefrei und sehe sie deshalb positiv.

Grüße,

a9lina2x912


Das Herzrasen habe ich durch das WPW Syndrom, hat der Arzt mir direkt erklärt, gelegentlich schließt sich ein Kreislauf der gesunden und kranken Nerven in meinem Herz und das verursacht das Herzrasen. Ich kann mich leider nicht mehr wirklich lange vor der Ablation drücken da es passieren kann das sich der Kreislauf endgültig schließt und das wäre ein zu großes Risiko.

95% Erfolgschance, habe schon gehört das manche 5 mal eine Ablation durchführen mussten und auf sowas hat natürlich niemand Lust.

Am liebsten hätte ich das Ganze schon morgen hinter mir, andererseits würde ich es gerne die nächsten 10 Jahre noch aufschieben, bekomme keinen klaren Kopf seitdem ich Bescheid weiß, hoffe sehr das auch ich danach Beschwerdefrei sein werde.

Liebe Grüße

M0r. 6ForIeskixn


Wie gesagt, ich kann gut verstehen, dass Dich die Situation bedrückt.

Das Herz ist ja ein zentrales Organ und Probleme damit machen einen traurig, das ist eine normale Reaktion vom Gehirn um es zu schützen.

Vielleicht wäre es eine Option mit dem behandelndem Arzt oder Deinem Hausarzt darüber zu reden, ob eine psychologische Unterstützung helfen könnte.

:)*

MVelC7x7


Hallo liebe Aline 2912

Ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich habe zwar nicht dasselbe wie Du gehabt. Bin jedoch ebenfalls eine Herz Patientin.

Ich hatte gerade mal 30 Jahre Alt, einen Herzinfarkt, also ebenfalls wie Du eine Erkrankung am herzen, die man eigentlich in diesem Alter noch nicht hat.

Mich hat es auch sehr geängstigt, ist unser Herz doch unser Motor schlecht hin, ohne das herz eht gar nichts in unseren Körpern.

Nun musste ich mich eine Katheter - Untersuchung unterziehen, bei dem gleichzeitg drei Stents gelegt wurden.

Alles eine sache, die nach dem Aufklärungsbogen, den ich vor der OP unterschreiben musste, Riskant sein kann,

aber eben nur kann, also nicht muss.

In den Tagen vor dem Eingriff, es lagen zwischen der Infarkt und der Op knapp 4 Wochen, warum das ist eine andere geschichte, die hier jetzt zu erläutern, den Rahmen sprengen würde und stark vom Thema abweicht, habe auch ich keinen klaren Kopf mehr bekommen können. Ich habe dies mit meinem Kardilogen besprochen und schon die gespräche alleine mit ihm haben etwas geholfen.

Du schreibts am 18. ist die Vorntersuchung, soll der Eingriff dann am nächsten Tag erfolgen?

Wenn ja, dann ist es sicherlich eine kurze Zeitspanne um noch einen Psychologen ambulant auf zu suchen,

deshalb mein rat, morgen in der Klinik an zu rufen und dort nach fachlich Kompetenter Hilfe zu fragen.

Die haben meist jemanden innerhalb des hauses, der sich deinber sofort annehemen kann.

Ich bin in Gedanken bei Dir und sende Dir ganz viele Kraftsterne

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

P1exddi


Hallo Alina,

ich bin Mama eines Herzkindes, meine Tochter ist auch 15, heißt auch Alina. :)z

Also, eine Ablation ist für Dich sehr sehr schlimm, da neu und Du kennst es nicht. Du wirst dabei schlafen. Und ich hab das schon oft bei anderen mitbekommen, wir Eltern sitzen ja immer zusammen, wenn unsere Kids im OP sind. Der Dok hat Recht, die Erfolgsaussichten sind sehr hoch. Dir wird es danach besser gehen. Wenn Du es magst, schreib weiter, oder rede mit Deiner Mutter, oder auch mit dem Kardiologen.. Ansonstenhttp://www.jemah.de/cms/, das sind Junge Menschen, denen geht es wie Dir, die haben auch ein Forum.

Ups, hier link nochmal [[http://www.jemah.de/cms/]]

Alles alles Gute. *:)

aBlUina29x12


Vielen lieben Dank an alle die mir schreiben, wirklich jede Nachricht muntert mich zurzeit so sehr auf und gibt mir Kraft :)_

Ich hoffe ihr lebt alle ein langes gesundes Leben und deiner Tochter, Peddi, was ein Zufall das sie heißt wie ich, wünsche ich auch alles Gute und vielen Dank für den Link, ich werde dort direkt mal schauen wer sich so auffinden lässt zum schreiben.

Was die psychologische Hilfe angeht die vorgeschlagen wurde, möchte ich sagen das ich seit bald einem Jahr bereits zur Therapie gehe, da es auch viele private Probleme innerhalb meiner Familie gab, ist auch eine wirklich große Hilfe.

Ich finde jedoch mit Menschen zu schreiben denen es ähnlich geht gibt mir immer noch mal ein ganzes Stück mehr Mut/Kraft da sie sich wirklich bereits in dieser Situation befanden und das Ganze noch besser nachvollziehen können.

Also, vielen Dank für jede Antwort, alles Gute und viele Grüße, Alina :-)

T<OFxU


Wie geht es Dir ? *:) @:) :)*

Nfinx77


Hallo Alina,

wurde die Ablation schon durchgeführt?

Ich hatte tatsächlich genau das, was du auch hattest. WPW. Ist bei mir aber erst mit etwa 29 Jahren aufgetreten, da hatte ich Herzrasen mit bis zu 230 Schlägen pro Minute. In Ohnmacht gefallen bin ich nie, aber es war ein komisches Gefühl. So, als ob man gerade einen Marathon gelaufen hat, nur eben dass man sich eigentlich im Ruhezustand befindet. Ich bin auch schon mal mit besagten 230BPM in die Notaufnahme gelaufen um mich wieder "runterspritzen" zu lassen (bei WPW-Anfällen hilft da nur "Ajmalin"). Obwohl ich insgesamt nur 3 solcher Anfälle hatte, war das Grund genug, mich abladieren zu lassen.

Moderne Kliniken haben meist ein magnetgesteuertes Katheterlabor, da sieht es aus wie in einem Raumschiff, viele Monitore an der Wand und hinter einer Glasscheibe mehrere Ärzte mit Computern, die sich dann per Joystick durch das Herz manövrieren, ein 3D-Bild davon machen, wie sich die Signale im Herz ausbreiten und die fehlerhaften Leitungen veröden.

Mittlerweile ist das schon etwa 9 Jahre her und seitdem hatte ich keinen einzigen Anfall mehr.

Es dauert aber einige Zeit, vielleicht 1-2 Jahre, bis sich das Herz an den neuen Zustand gewöhnt. Das bedeutet lediglich, dass man ab und zu Herzstolpern hat, manchmal in Gruppen (Also 3-4 Schläge hintereinander), oft nach Anstrengung. Das ist aber normal und man sollte sich keine Sorgen machen.

Bei mir wurde übrigens noch AVNRT gefunden, das ist etwas ähnliches wie WPW, auch eine Tachykardie (Herzrasen), aber aufgrund anderer Ursachen - wurde gleich mit behandelt und behoben. Beide Störungen auf einmal hätten evtl. gefährlich werden können, wenn sie gleichzeitig auftreten.

Schon nach 2 Nächten konnte ich nach Hause, musste mich aber eine Zeit schonen. Okay, ich habe dann doch mal das Fahrrad die U-Bahn Treppen heruntergeschleppt, als ich auf dem Weg zur Arbeit war, so etwas sollte man nicht unbedingt tun. Denn direkt nach der OP reagiert das Herz auf so etwas mit sehr vielen Herzstolperern, die meist ungefährlich, aber eben manchmal unangenehm sind.

Aber vielleicht hast du das alles schon hinter dir :)

TAOFxU


Ich hoffe die Ablation ist gut verlaufen :)* :)_

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