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Wunde heilt nicht - was tun?

F~roscVh1969 hat die Diskussion gestartet


Ich habe mich am 26.9. verletzt. Die Wunde liegt vorne am Schienbein, mehr zur Außenseite des Beins hin und recht weit unten (einige Zentimeter oberhalb der Höhe des Knöchels). Die Ärztin im Krankenhaus hat die Wunde genäht. Im Bericht war von einer ca. 3 cm langen klaffenden Wunde die Rede.

Zwei Tage später war ich bei meiner Hausärztin zum Verbandswechsel. Der Verband wurde durch ein Pflaster ersetzt. Ein weiterer Wechsel alle 2-3 Tage, wie im Arztbrief empfohlen, sei nicht nötig ("eigentlich brauchen Sie jetzt schon kein Pflaster mehr"). Eine Tetanusspritze gab's auch (im Krankenhaus war ich noch der Meinung, ausreichend geschützt zu sein).

Die Fäden wurden am 8.10. gezogen. Die Ärztin sagte zu mir, dass alles gut aussieht. Mich irritierte ein zielich dunkler Streifen. Sie meinte, das sei abgestorbene Haut, deswegen könne sie mir auch keine schöne feine Narbe versprechen.

Der Streifen verbreiterte sich, was mir auch komisch vorkam. Es war dann wohl Schorf. Am 19.10. hatte ich wieder Schmerzen und bemerkte auch eine Rötung um die Wunde herum. Beim Arztbesuch zwei Tage später bekam ich eine Salbe verschrieben, die ich übers Wochenende benutzen sollte. Da es nicht besser wurde, bekam ich am Montag Amoxicillin verordnet, was ich 10 Tage lang eingenommen habe. Danach sah's besser aus, bei der Kontrolle 14 Tage später war alles ok. Jedoch verschwand der Schorf nicht und es tat sich kaum etwas. Die Ärztin führte das auf meinen Diabetes zurück.

Anfang Dezember war ich erneut in der Praxis, weil ich wieder Rötungen bemerkt hatte. Am 4.12. wurde der Schorf entfernt (ging ganz leicht in einem Stück ab) und darunter war es eitrig. Die Ärztin klebte ein Silberpflaster auf mit einer Beschichtung, die die Wundheilung fördern soll. Sie sagte mir, ich könnte das ruhig 3-4 Tage drauflassen.

Nach dieser Zeit war ich wieder dort. Es sah laut Ärztin "nicht so schlecht" aus, ich sollte so weitermachen: alle zwei Tage mit Octenisept desinfizieren und ein neues Silberpflaster anbringen. Das weißlich-gelbe, was mir immer noch Angst machte, war ihrer Ansicht nach Fibrin.

Außerdem meinte sie, ich hätte ein wenig Wasser in den Beinen, was der Heilung ebenfalls nicht zuträglich wäre. Sie vermutet ein Lymphödem und hat mir (ohne weitere Diagnose) ein Rezept für Kompressionsstrümpfe mitgegeben. Diese wollte man mir wegen der nicht gesicherten Diagnose im Sanitätshaus nicht herausgeben. Wenn es ein Lymphödem ist, bräuchte ich außerdem eine Verordnung für Lymphdrainage. Ich will das abklären, aber mit der Hausärztin komme ich da wohl nicht weiter.

Ab ca. 29.12. war die Wunde wieder schmerzhaft. Am 5.1. hatte ich einen Arzttermin, bei dem mir wieder eine (andere) Salbe verordnet wurde. Beim Verbinden in der Praxis hat mir die Ärztin eine zähe gelbliche Salbe aufgetragen (sah aus wie die, die ich im Oktober hatte). Sie sagte, ich soll die Wunde immer mit Wasser ausduschen, wenn ich neu verbinde. Das war mir neu, ich dachte, es soll kein Wasser drankommen. Sie meinte, das reduziert die Keimanzahl.

Ich habe am 6. und 7.1. ausgeduscht. Beim ersten Mal hatte ich das Gefühl, die gelbe Salbe sitzt hartnäckig in der Wunde. Ich habe noch mit Kompressen nachgeholfen, hatte jedoch den Eindruck, es ist ein Rest zurückgeblieben. Da ich ab dem 7. abends Schmerzen hatte, war ich am 8.1. erneut bei der Ärztin. Sie hat sich entschlossen, die Salbe wieder wegzulassen und zu den Silberpflastern zurückzugehen. Außerdem wird sie einen Abstrich nehmen.

Ich habe auf ihren Rat hin einen Termin in einer diabetischen Fußambulanz vereinbart. Bis dahin dauert es aber noch etwas. Meine Ärztin scheint nicht so recht zu wissen, was sie machen soll.

Hat hier jemand Erfahrung? Was tun, was vermeiden?

Antworten
DKrIeamvs201x5


Ich weiß nicht, welche Salben alles verordnet wurden, aber bei einer Entzündung und Wundheilungsstörung wäre eine Antibiothika-hälftige Salbe richtig. Vielleicht sind die Silber-Pflaster nicht ausreichend, um den Keim zu töten?

Ob man die Wunde abduschen soll oder nicht, weiß ich leider nicht.

PHet-erfrwancfe


Die Bemerkung der Ärztin es hängt mit dem Diabetes zusammen dürfte der Hauptgrund sein. Die Diabetische Fußambulanz ist sehr gut! Schlecht heilende Wunden sind ein typische Zeichen für schlecht eingestellten Diabetes.

Was die spezielle Behandlung der Wunde angeht kann dies nur richtig beurteilt werden bei einer in intensiven Untersuchung was hier natürlich nicht möglich ist.

Kontrollieren Sie regelmäßig die Zuckerwerte (täglich mind. 2x morgens nüchtern und sonst eigentlich 4 St. nach dem Essen) ? Sehr wichtig das diese Werte 4 Stunde nach dem Essen nicht höher als 140 mg/dl sind, besser noch sie liegen darunter, alles was über 160mg/dl ist schädigt auf dauer die Nieren.

Die geschwollen Beine könnten auch auf eine Herzschwäche hinweisen, wenn die Beine z.B. am Morgen dünn sind und erst im laufe des Tages anschwellen. Viel bewegen und tägl. mind. 1/2 -1 Stunde spazieren gehen!

Vielleicht wäre der Gang zu Facharzt für Innere Krankheiten Kardiologen auch nicht falsch.

Gute Besserung

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