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veränderte Blutgasanalyse

ccatrmten1u12119x70 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

man verzeihe mir, das ich hier noch einen neuen Beitrag eröffne, aber es geht hier um eine grundsätzlich andere Sache und da wollte ich nicht, das es im anderen Thread untergeht. Wenn so nicht erwünscht, bitte löschen.

Im Rahmen der Kontrolle eines erhöhten D-Dimerewertes wurden auch die Blutgaswerte kontrolliert. Wie schon so oft, waren sie etwas auffällig. Im Jahr 2013 war ich mit einer metabolischen Alkalose und starken Krämpfen in der Klinik. Die Veränderungen in der BGA sind bekannt, werden aber nicht weiter beachtet.

Jetzt ergab die Untersuchung folgende Werte: pH - 7,48 (7,35-7,45), pCO2 - 44 mmHg (32-43), pO2 - 62 mmHg (65-100), HCO3 - 33 mmol/l (22-26), Base Exzess - 8,1 mmol/l (keine Norm), O2-Sättigung - 91 % (90-96). Ein zu niedriger Kaliumwert ist schon öfter, und auch dieses Mal, auffällig. Wie mir gesagt wurde, sinkt das Kalium als Kompensation.

Meine Frage wäre jetzt, sind diese Werte jetzt so auffällig, das man der Ursache nachgehen müsste? Wie sähe eine Behandlung aus? Braucht es überhaupt eine? Könnten Verwirrtheitszustände von einer veränderten BGA kommen?

Viele Grüße Carmen

Antworten
E/hemalig#er Nutz4er (x#469485) hat geantwortet


kailläre oder arterielle Werte'?

c,arPmen112$11x970 hat geantwortet


aus dem Ohrläppchen

E!hemaligerp Nut'zer (#469&48x5) hat geantwortet


also kapillär. Dann würd ich mit dem Arzt erstmal reden ob er mal arterielle bestimmen kann. Das geht ganz gut am Handgelenk abzunehmen.

Bei den kapillären hängt es immer von der Abnahme ab, ob die Werte ok sind. Wenn das Blut nicht wirklich frei aus dem Ohrläppchen fließt, sondern eher rausgedrückt werden muss, sind die Werte oft nicht wirklich verwertbar.

c{armen8112'119x70 hat geantwortet


Das werde ich machen. Aber kann das Ergebnis ständig durch die Abnahme verfälscht sein? Meine BGA ist IMMER so in diesem Rahmen.

B9enjitEaBx. hat geantwortet


Eine Blutgasanalyse aus dem Ohr ist eh wohl ohne größere Aussagekraft.

Arteriell oder schön nix.

E_hemalige3r Nu;tz|er (#.46948x5) hat geantwortet


Mit dieser BGA wärst Du beatmungspflichtig wenn die arteriell wäre und keine Lungenerkrankung vorliegt

cGarmeun11(2119x70 hat geantwortet


Bei mir wird immer nur eine BGA aus dem Ohrläppchen gemacht.Sagt diese denn jetzt gar nichts aus? :-o ???

E>hemalligler `Nutzer (#v4694x85) hat geantwortet


Naja, wenn die Werte schon immer so waren, kann man es als Verlaufskontrolle nehmen, aber ansonsten ist sie wirklich nicht verwertbar.

Hab das bei uns in der Klinik auf Intensiv oft genug erlebt.

BGA schlecht, Kommentar vom Arzt, naja, für eine kapilläre BGA sind die Werte ja noch ganz gut.

Ähm, die BGA ist arteriell. OH, dann müssen wir den Patienten wohl beatmen.

Um eine halbwegs verlässliche kapilläre BGA aus dem Ohrläppchen zu erhalten darf an dem Ohrläppchen in keinster Weise rummanipuliert werden.

Kein Reiben ums wärmer zu bekommen, kein Drücken um Blut zu erhalten, etc

Das OP ganz locker zwischen den Fingern halten, einstechen und dann muss das Blut einfach nur so raustropfen und zwar ohne, dass man auch nur ganz leicht drückt.

Durch den Druck, auch leichten, platzen die roten Blutkörperchen und das führt dann zu verfälschten Werten.

Smeanext7or hat geantwortet


Sorry Joker, aber die Indikation zur Beatmung stellt man nicht nur aus einer Blutgasanalyse. Zudem sind die hier aufgeführten Komponenten isoliert betrachtet auch nicht sooo schlecht. Weder die Oxygenierung ist ein Indikator (pO2 >55mmHg) noch ist die Decarboxylierung übermäßig schlecht (pCO2 44mmHg) und der pH ist grenzwertig ausgeglichen.

Das Bicarbonat und der Base-Excess würden mich schon stutzig machen,allerdings muss man hierfür schon den gesamten Kontext sehen, das könnte auch nur der chronische Ausgleich für das pCO2 sein, aber ohne z.B. das Lactat zu kennen kann man das nicht sicher sagen.

Ohne den Gesamtkontext zu kennen, ist es auch fraglich, was man mit einer arteriellen BGA erreichen möchte. Für die auffälligen metabolischen Werte reicht eine venöse BGA (wobei man natürlich sagen muss, dass ein pO2 von 62 mmHg schon deutlich erniedrigt ist und dafür schon eine Erklärung her muss, ich meine mich aber zu erinnern, dass du eine ausgeprägte Vorgeschichte hast, die durchaus zu einer Lungenerkrankung führen kann).

Gruß

E;hema4liFger Nuttzer (#4x69485) hat geantwortet


Das ist mir schon klar, dass NUR die BGA keine Beatmungsindikation darstellt. Ich schrieb ja z.B. auch, dass ein Asthmatiker oder anderweitig Lungenerkrankter durchaus so eine BGA auch arteriell haben kann und druchaus gut damit lebt.

Ich weiß zwar auch dass die TE eine gewisse Vorgeschichte hat, aber nicht alles und ehrlich gesagt, hatte ich auch keine Lust dazu, mal wieder alte Fäden zu durchforsten und deshalb habe ich mich nur auf die BGA-Werte eingelassen.

cParme|n11210197x0 hat geantwortet


Hallo,

danke für Eure Hilfe.

Diese BGA wurde letzten Freitag im Rahmen der Kontrolle des vorher zu hohen D-Dimerewertes gemacht. Der D-Dimere war aber zum Glück dort in Ordnung.

Der CO2-Wert in der BGA ist bei mir oft zu hoch. Auch in der Schlafapnoeuntersuchung wurde nachts ein deutlich zu hoher CO2-Wert gemessen. Vor Jahren bei einer Spiroergometrie ebenfalls.

Auch die Bicarbonatwerte sind bei mir meistens so. Der O2-Wert auch oft leicht zu niedrig. Es steht dann immer nur da Hypoxämie. 2013 dann die metabolische Alkalose mit schweren Krämpfen.

Ich habe Mastozytose aber einen Zusammenhang ist laut Ärzten ausgeschlossen. Deshalb habe ich nur nach der BGA gefragt. Ich wollte wissen, ob sie auffällig ist. Es wird halt immer einfach so gelassen und nichts dazu gesagt. Probleme bestehen im Rahmen von Belastungsluftnot (NYHA II)und Krabbelhusten bei Belastung.

Könnten diese Werte bei der BGA für eine weiter fortbestehende metabolische Alkalose wegen dem oft zu hohen CO2 sprechen? Müsste man bei diesen Werten irgendwie reagieren? Wie gesagt, sie bestehen nachweislich schon länger so.

Elhemal;iger .Nutzer T(#4~69485x) hat geantwortet


So gut kenne ich mich dann nicht damit aus.

Ich würde Dir empfehlen mal die wichtigsten Informationen in eine PN zu packen und Dicih damit an TheCarver zu wenden. Der ist Anästhesist.

Hier ist sein Profil

[[http://www.med1.de/Nutzer/5tkyg/]]

Der ist echt nett, kennt sich super aus und hilft Dir bestimmt weiter.

cDarme(n118211970 hat geantwortet


Danke Dir. @:)

EPhemailige=r Nutz0er (#4689x485) hat geantwortet


gerne.

Bringt ja nix, wenn ich jetzt irgendwas zusammengoogle was dann doch nicht stimmt.

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