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Blutdruckmedikamente nach Bedarf?

EmumeMltiUer hat die Diskussion gestartet


Hallo,

aufgrund verschiedener Dinge (abgenommen, Schlafapnoe behandelt) scheint mein Bluthochdruck nicht mehr so hoch zu sein wie früher.

Ich nehme eine relativ hohe Dosis, Telmisartan/Hydrochlorothiazid 40/12,5 morgens, abends Telmisartan 40.

Damit war der Blutdruck immer so bei 130/85.

In letzter Zeit war mir öfter mal schwindelig. Ich habe mit meinem Hausarzt schon abgeklärt, daß wir mal eine Langzeit-Blutdruck-Messung machen.

Heute abend war mir auf einmal ganz schwach - Blutdruck 117/70....

Ich habe nun erstmal beschlossen, die Tablette heute abend wegzulassen, sonst falle ich noch ganz um ;-D

Nun frage ich mich, ob das überhaupt funktioniert? Kann man die Blutdruck-Tabletten nach Bedarf nehmen, wie schnell wirken die?

Oder ist das eher ein Langzeit-Effekt und wenn ich mal eine Tablette weglasse, dann ändert das gar nichts?

Gruß,

Martin

Antworten
Eehemalviger Njutzer {(#46719x3)


Heute abend war mir auf einmal ganz schwach - Blutdruck 117/70....

Das ist ein optimaler RR-Wert. Das ist weder hoch, noch zu niedrig.

Sartane (und damit auch Telmisartan) haben aber im Nebenwirkungsprofil Schwindel und Kopfschmerzen - kann also gut sein, dass es daher kommt.

Kann man die Blutdruck-Tabletten nach Bedarf nehmen, wie schnell wirken die?

Das hängt von den Medikamenten ab - empfohlen wird es generell nicht, da es zu Rebound-Effekten führen kann (stärkerer RR-Anstieg nach plötzlichem Absetzen der Medikation). Davon hätte ich aber bei Sartanen noch nichts gehört (was aber nicht heißt, dass es das nicht gibt).

Ob du da spontan was merkst, gute Frage - wage ich zu bezweifeln. Telmisartan hat einen Halbwertszeit von 24h und eignet sich daher wohl kaum zur 'Spontantherapie'.

Emume2ltieQr


Zehn Minuten später war mein Blutdruck auf 130/81 und der Schwindel war weg.

Schwindel als Nebenwirkung kann ich mir jetzt nicht vorstellen, da ich die Tabletten seit zwei Jahren nehme und der Schwindel erst seit einigen Wochen auftritt.

Vorhin war es nicht nur Schwindel, sondern regelrecht Schwäche.

Naja, ich bin eh demnächst wieder bei meinem Hausarzt, mal gucken was der dazu sagt.

Rnubixnax


Ich nehme täglich 16 mg Candesartan und 12,5 mg HCT. Meine Erfahrung ist, dass ein Variieren der Einnahme nach Bedarf nichts bringt. In den sommerlichen Hitzeperioden hatte ich 2 mal versucht, die halbe Dosis zu nehmen, da ich schon recht schlapp war und meine Blutdruckwerte auch sehr niedrig. Das hat mein Befinden nicht verbessert, aber nach ungefähr 5 Tagen ging der Blutdruck so flott hoch, dass ich sofort zur normalen Dosis zurückgekehrt bin. Ich hatte in dieser Zeit auch einen ganz starken Schwindel, was mich sehr beunruhigt hat. Aber das war wohl infektbedingt - meine Schwester erzählte mir später, dass mehrere Leute das hatten.

Meine Erfahrung ist, dass der Blutdruck eine stark schwankende Größe ist. Bei mir in der Früh etwa 130/70. Am Spätvormittag bei intensiver geistiger Arbeit etwa bei 150/80 (der Puls ist dann niedriger). Nach dem Abendessen und Duschen dann durchaus bei 110/60.

Als ich noch 5 mg Ramipril und 12,5 mg HCT einnahm, hatte ich erheblich mehr Probleme mit Schwindel. Mit 8 mg Candesartan und 12,5 mg HCT wurde das erheblich besser und mit dem Übergang auf 16 mg Candesartan und 12,5 mg HCT ist es nochmals besser geworden, wobei ich anfangs allerdings schon Umstellungsschwierigkeiten hatte (Schwindel). Ob das nun an der besseren Medikation liegt, weiß ich nicht. Es kann auch sein, dass ich mich besser an den nun niedrigeren Blutdruck gewöhnt habe. Oder dass es einfach ein positiver Langzeiteffekt der Medikation ist.

HCT ist übrigens noch träger in der Reaktion. Laut Medikamenteninformation etwa 5 Tage bis zur Wirkungsänderung.

Eine Einzelmessung ist recht wenig aussagekräftig. Aussagekräftig wäre nach Professor Martin Middeke der Tagesmittelwert (er fordert < 135/85 mmHg). Diese Messwerte erhalte ich durch eine Selbstmessung am Handgelenk alle 2 Stunden über 8 Arbeitstage hinweg (wegen der Vergleichbarkeit), worauf ich dann die Mittelwerte berechne. Im Herbst letzten Jahres ergab sich bei mir damit 130,4/70 mmHg. Im Hochsommer (wegen der Hitzeperiode) 123,5/69 mmHg. Dieses Verfahren der Selbstmessung ist mir dann doch lieber als eine 24 Stundenmessung.

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