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ST-Senkung im Ruhe Ekg

a~nou"kx99 hat die Diskussion gestartet


Letzten Donnerstag beim Check up Termin in meiner Hausarztpraxis sollte ein Belastungs-EKG geschrieben werden. Leider wurde schon beim Ruhe-EKG eine T Abflachung in Brustwandableitung, ST Senkung mit T Neg. v4-6 festgestellt. Einen Termin zur kardiologischen Abklärung habe ich erst Ende nächster Woche erhalten. Die Hausärztin hat noch Blutwerte bestimmen lassen, diese waren aber in Ordnung (Troponin etc). Mir wurde empfohlen, mich zu schonen und den Termin abzuwarten.

Vor etwa 2 Monaten war ich wegen anderer Beschwerden in selbiger Hausarztpraxis, dort wurde zur Sicherheit auch ein Ruhe-EKG geschrieben, welches keinerlei Auffälligkeiten zeigte.

Ich fühle mich inzwischen sehr verunsichert. Das Kopfkino läuft und ich kann mich kaum ablenken. Die Angst ist mittlerweile ständig präsent. Im Gespräch mit der Ärztin wurde ich auch zu evtl. Beschwerden wie Stechen oder Engegefühl in der Brust befragt. Dies konnte ich verneinen, aber ist das wirklich so? Ich hatte öfters Beschwerden im geringen Maß mit Ziehen im linken Rippenbereich, Brustmuskel etc. Hatte es auch vorher schon mal der Hausärztin gegenüber erwähnt. Aber es wurde immer auf Verspannungen der HWS, BWS "geschoben". So habe ich auf derlei Beschwerden auch nichts mehr gegeben. Zumal die Stiche immer weniger wurden, wenn ich mich gestreckt bzw. über die "Black Roll" gerollt habe.

Wie kann ich mich die restlichen Tage bis zum Termin beim Kardiologen wirksam ablenken? Walken gehen darf ich momentan nicht, trau mich irgendwie allein jetzt auch nicht wirklich raus.

Antworten
LsaR_ucoWla


Hast Du denn irgendwelche Beschwerden, ausser dem Ziehen, unter Belastung? Schmerzen, unfit, Luftnot?

ajnoukN99


Unfit geht so, war aber grad dabei, meinen Fitnessgrad wieder zu steigern. Hatte Ende letzten Jahres eine Gebärmutterentfernung und durfte mich nach der OP nicht wirklich belasten. War aber in den letzten Wochen immer gut zu Fuß unterwegs ohne Luftnot oder ähnliches. Habe auch beim Walken nie irgendwelche Beschwerden gehabt.

Als ich nach meiner OP-bedingten Arbeitspause im Januar wieder mit Arbeiten begann, hatte ich gleich nach dem ersten Tag eine Krise (Ärztin sagte zu früh wieder mit Arbeiten begonnen). Ich hatte hohen BD (150:100) und Schwindel sowie Druck auf Ohr und Ohrgeräusche. Darauf hin verschrieb sie mir gleich Bisoprolol 5,0 mg (1/2 morgens und 1/2 abends). Davon ging der BD natürlich wieder in Normbereiche. Aber ich bekam nach ca. 6 Wochen heftigste Nebenwirkungen (Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Muskelkrämpfe - soweit, dass ich den Kopf nicht mehr bewegen konnte - trockene Haut und Augen, Müdigkeit, Verwirrtheit, Schwindel, Alpträume, Atemprobleme im Liegen und depressive Verstimmungen. Nein, ich hatte den Beipackzettel extra nicht gelesen. Erst als mir meine Symptome wirklich komisch vorkamen, habe ich ein wenig recherchiert. Meine Ärztin hatte dann nicht lang gefackelt und mir geraten, das Medikament auszuschleichen. Ca. 10 Tage nach letzter Einnahme ging es mir wirklich wieder richtig gut. Hatte das Gefühl, Bäume ausreißen zu können, war hochmotiviert und entspannt. Und der BD ist immer noch super, auch ohne Beta-Blocker.

Genau in der Phase, wo es mir super gut ging, war das Ruhe-EKG wie oben beschrieben. Das finde ich eben so komisch.

LvaRucoxla


Deine Ärztin scheint mir etwas voreilig. 150:100 ist definitiv keine Krise sondern kann bei Streß etc halt mal vorkommen. Deswegen, wenns einmal passiert, Betablocker zu verschreiben, ist voreilig.

Und auch Dein EKG kann aus sonstwelchen Gründen so sein.. also einfach Elektrode etwas verschoben oder so. Vermutlich hast Du einfach gar nix. Hat sie denn irgendeinen Verdacht geäussert?

adnoukx99


So versuche ich ja auch zu denken. Das Problem ist halt, dass es eine Arztpraxis mit ca. 10 Ärzten ist. Und die Behandlung natürlich nicht konsequent von einem Arzt durchgeführt wurde, sondern von verschiedenen. Ich wollte auch nicht diesen Betablocker, aber ihr Argumentation hatte mich dann doch überzeugt. Das absetzen desselben hat dann eine andere Ärztin veranlasst und den Checkup Termin hatte ich wiederum bei einer anderen Ärztin. Diese ist sehr jung, aber ich halte sie für sehr gründlich. Das ausgedruckte EKG hatte sie dann mit wiederum einer anderen Ärztin besprochen und auch diese war wohl ihrer Meinung, dass das unbedingt vom Kardiologen abgeklärt werden muss. Das am selben Tag geplante Langzeitblutdruckmessen wurde dann vorsichtshalber abgesagt, da sie schon merkte, wie sehr ich mich da aufrege.

Sie hat nur gesagt, dass diese ST-Senkung mehreres oder auch nichts bedeuten kann. Durchblutungsstörungen, Herzmuskelentzündung oder eben nichts. Aber da sie mir dringend empfahl mich zu schonen, bin ich eben auch total verunsichert.

L.ayRucoxla


Also ausserordentlich relevant ist neben dem EKG einfach die Frage, ob Du subjektiv Beschwerden hast. Eine Herzkrankheit, bei der keine Probleme unter Belastung (vor allem Luftnot, zweitrangig dann Schmerzen) auftreten, ist schon eher unwahrscheinlich. Wenn sich alles normal verhält (also Ruhepuls, Puls unter Belastung, Blutdruck, Belastbarkeit) wird wohl auch alles ok sein. Ich würd als erstes nochmal ein zweites Ruhe-EKG machen, aber der Kardiologentermin ist ja schon bald. Bis dahin musst Du halt durchhalten.

a&nouxk99


Danke für deine aufmunternden Wort, LaRucola.

L2aRu?colxa


naja, berichte dann mal :-)

a(noukx99


ok, werde ich auf jeden Fall machen.

a]nouYk79x9


Wollte mich ja auf jeden Fall nochmal zu Wort melden. Kardiologin konsultiert. Diese hat erneut ein EKG geschrieben, welches immer noch eine leichte ST-Senkung aufzeigte. Das auch durchgeführte Herz-Echo war wie folgt von ihr umschrieben: "Herzhöhlen von normaler Größe. Gute links-ventrikuläre Pumpfunktion. Keine regionalen oder globalen Kinetikstörungen. Leichtgradige linksventrikuläre Hypertrophie mit diastolischer Compliancestörung. Herzklappen degenerativ verändert, dopplersonographisch kein relevantes Vitium. Kein Nachweis pulmonaler Hypertonie. Kein Perikarderguss. Aorta ascendens normal weit. Der Ventrikel wirkt in der Kontraktilität steifer."

Auf Nachfrage erklärte sie mir, dass es wahrscheinlich eine Herzmuskelentzündung sei. Weitere Untersuchungen (Kardio-MRT und evtl. Stress-Echo). Habe aber bislang noch keine Rückmeldung von der Uniklinik wegen eines Termins.

Soll mich weiterhin schonen. Das mache ich. Trotzdem bin ich erschrocken über den Befund. Hatte in den letzten 8 Monaten keine Erkältung, so kann ich eine solche auch nicht verschleppt haben.

Hat jemand schon mal ähnliches gehabt und kann mir da ein bisschen den weiteren Verlauf erklären?

L4aRuGcoIla


Hm, allzu schlecht ist der Befund doch nicht.. meint sie eine akut bestehende HME oder eine, die in der vergangenheit war (und leichte Spuren hinterlassen hat)? Ich finde es klingt eher nach letzterem.

a;no!ukx99


Sie vermutet, dass die Akutphase vor kurzer Zeit gewesen ist, da ja letzte Woche noch das EKG erheblich schlechter ausgefallen ist.

L@aRucFolxa


und Du hattest keine subjektiven Beschwerden währenddessen!?

ahn}ou:kx99


Nein, eben nicht. Das irritiert mich an der Sache selbst sehr. Bis auf die oben beschriebenen Symptome, die meine Hausärztin dann auch als Nebenwirkungen des ß-Blockers abtat. Aber vielleicht ergibt ja so das Ganze ein Bild. Trotzdem alles ziemlich verwirrend. Als ich letzte Woche beim Check-Up das schlechte EKG hatte, ging es mir schon einige Tage zuvor wieder richtig super. Hatte mehrere Projekte in Angriff genommen einschließlich Großputz usw. Deswegen war ich ja auch so geschockt. Die letzte Woche (Wartezeit auf Kardiotermin) war schwer, da hatte ich auf einmal auch alle Symptome wie Stechen usw. Aber das war einfach meine Psyche und Dr. Google.

L:aRuc<olxa


Ja in der Tat etwas komisch.

Was genau sollen denn die weiteren Untersuchungen bringen?

Und was ist die Konsequenz?

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