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Überblähte Lunge

S+hif:t90 hat die Diskussion gestartet


Guten Abend,

Bin 23, ab und zu geraucht , aber nicht viel.

Sehr viel Sport gemacht bis die Symptomatik begann.

Von Ärzten diagnostizierte Syptome :

-überblähte Lunge in Ruhe (Rv Werte seit Monaten über 200%)

-Bronchoskopie zeigte Anzeichen für Dyskrinie, Curschman Spiralen und eine hyperämisierte Bronchialschleimhaut

- "diskrete" Diffusionsstörung

Subjektive Empfindungen

Bekomme seit 6 Monaten sowohl in Ruhe als auf in Bewegung schlecht Luft, Sowhl ein wie ausatmen fällt schwer, fühlt sich nicht frei an.

Ich kann auch nie ganz bis zum Anschlag einatmen.

Druck in der Brust mal mehr mal weniger , aber kongruent zu den Atembeschwerden.

Auch der Bauch ist meist ungewollt rausgestreckt und kann nicht eingezogen werden.

Macht ja auch irgendwo sinn, irgendwo muss sich die Lunge ja Platz schaffen.

In den letzten 6 Monaten haben sich die Symptome 3 mal für ca 12,4 und 6 Stunden ganz plötzlich aufgelöst. Ich kann dafür leider keine Faktoren ausmachen und es nicht reproduzieren.

Die Ärtte haben die oben genannten Fakten als ein " allergisches Asthma"diagnostiziert.

Habe allerdings mehrere Monaten entzündungshemmende und Bronchien erweiternde Mittel genommen, die 0 Besserung brachten.

Ich hatte auch vorher in meiner Allergie Zeit (Mai-Juli) nie Atembeschwerden.

Jetzt soll ich auf einmal Ende August plötzlich ein Asthma entwickeln was 6 Monaze lang Beschwerden verursacht, im Winter??

Macht für mich keinen Sinn.

Hat vlt jemand noch Ideen , was man noch Machen kann?

Vielen Dank im Voraus.

Antworten
KQleineHdexe2x1 hat geantwortet


Naja... DIESEN Winter hatten Allergiker gar keine Ruhe. Da ging es nahtlos über.

K'lxeineHwexex21 hat geantwortet


Edit: Warst du mal in ner Uniklinik mit den ganzen Diagnosen?

Syh(iftx90 hat geantwortet


Diese Diagnosen wurden in einer Diagnostik Klinik gemacht.

Leider haben die ihre Diagnose auf einer falschen Anamnese aufgebaut , in der ich angeblich Atemmbeschwerden in Mai und Juni hatte.

Was ich allerdings explizit erklärt hatte, dass es eben nicht so war...

t<hes-cavexr hat geantwortet


Asthma muss nicht unbedingt allergisch sein.

RV kann man ja nur im Bodyplethysmographen bestimmen und Kliniken die so was haben, haben in der Regel auch gut ausgebildetes Personal für die Messung. Trotzdem die Frage: Hast Du beim Text wirklich *maximal* ausgeatmet? So lange, bis absolut gar nichts mehr rausgehen würde, auch wenn dir jemand ne Pistole an den Kopf hält?

Interessant wären die kompletten Lufu-Werte am besten incl. der Kurven. Gibt es vielleicht mehrere Messungen zu Zeitpunkten wo es Dir unterschiedlich gut ging?

nOajan~aguxt hat geantwortet


Ist orthopädisch alles in Ordnung? Ich denke an ausgerenkte Rippen oder verrutschte Wirbel, das macht manchmal auch ganz komisch-diffuse Beschwerden.

S&hYi"ftx90 hat geantwortet


Danke für eure Antworten.

Ich habe natürlich in den 6 Monaten in denen ich diese Probleme habe einige Lufu Tests gemacht.

Beim ersten KKH Aufenthalt im August (erstes Auftreten) war der Rv Wert bei 145%. 3 Tage nach Entlassung hat mich mein Hausarzt wieder eingewiesen weil es von Tag zu Tag schlechter wurde. Dieses Mal war der RV Wert bei über 200%.

Bei jedem Test den ich seitdem gemacht habe war ich nie unter 200.

Orthopädische Ursache war auch meine erste Vermutung damals, war bei einem Ortopäden und lange in Osteopatischer und Physiotherspeutischer Behandlung.

Hat für die Atembeschwerden aber nich S gebracht.

tShel-cavxer hat geantwortet


Dieser Anstieg ist in der kurzen Zeitspanne eher ungewöhnlich. Aber ohne komplette Werte ist er nicht interpretierbar. WAs sagt das Röntgenbild?

S8hRiftP9x0 hat geantwortet


Röntgenbilder laut berichten immer ohne Befund.

t3he-cRavxer hat geantwortet


Das passt schon mal nicht sehr gut zusammen. Aber da du offenbar keine kompletten Werte posten willst oder kannst, ist keine weitere Aussage möglich. Bin dann mal weg

Srh9iftx90 hat geantwortet


Hier einer der Lungenfunktionstests:

TLC 9,6l (120,9% vom soll)

FEV1 5,94l (121,6%)

FEV1%VCmax 92,40

Gesamtatemwegswiederstand normal

Residualvolumen 3,19 (179%)

VC 6,41l (104,8%)

Das ist der aktuellste,aber auch einer der besten Tests die ich hatte. RV war sonst meist bei ca 3,8-3,9l.

t&he-)cavexr hat geantwortet


Da du offenbar das Wort "komplett" auch nach drei Anläufen nicht verstehst, sind alle weiteren Kommentare wohl sinnlos.

S5hiBftx90 hat geantwortet


Das sind leider alle Werte, die auf dem mir vorliegenden Bericht zu sehen sind.

t,he-2cavexr hat geantwortet


Na gut, dann spekulieren wir mal ein bisschen (mehr kann man bei den lückenhaften Infos nicht tun):

Wenn ein Asthma eine Überblähung macht, dann aufgrund der Atemwegsverengung (Obstruktion). Die hast Du aber nicht, jedenfalls nicht in relevantem Ausmaß (sonst wäre FEV1%VC erniedrigt und bei einer erheblichen Obstruktion auch der Widerstand erhöht). Um das genau zu beurteilen bräuchte man natürlich noch die MEFs und den exspiratorischen Widerstand (Rex).

Die gute FEV1 ist ein Hinweis auf ausreichend gute Mitarbeit bei der Untersuchung, aber reicht zur Beurteilung nicht aus - man bräuchte dafür den PEF, dazu die in- und exspiratorische VC (VCin und VCex) und am besten die Kurve. Nochmal die Frage: hast Du bei der maximalen Ein- und Ausatmung wirklich *alles* gegeben?

Interessant wird's, wenn wir uns die Volumina anschauen: Dein gesamtes Lungenvolumen (TLC) liegt bei 121% der "Norm" (wobei der 100%-Wert ja nur ein nach Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht berechneter Wert ist, wie alle Lufu-Normwerte). Auch ohne Taschenrechner kommt man also ziemlich leicht darauf, dass da ziemlich genau 1,8Liter "zuviel" sind (wie gesagt: Dieses "zuviel" bezieht sich nur auf einen berechneten Mittelwert). Schauen wir ans andere Ende des Lungenvolumens: Das Residualvolumen (also die Menge an Luft, die du auch bei aller Anstrengung nicht aus deiner Lunge rauspressen kannst) liegt mit 3,2l bei ca.180% der Norm. Jetzt mal sicherhaitshalber *mit* Taschenrechner, und siehe da: Das sind ziemlich genau die selben 1,8l "zuviel".

Dazwischen ist sowohl in puncto Volumen (Vitalkapazität VC, also das Volumen, dass du maximal mit einem Atemzug bewegen kannst) und Durchfluss (FEV1%VC, Widerstand) alles normal. Ein bisschen klarer wird dir das ganze vielleicht, wenn du dir klar machst, dass TLC=RV+VC, mit anderen Worten: Dein gesamtes Lungenvolumen setzt sich zusammen aus dem Volumen, das imm drin ist (RV) und dem, was du maximal reinatmen kannst (RV).

Und damit drängt sich eine *Vermutung* auf: Deine Lunge ist einfach ein bisschen größer, als sie laut Berechnung theoretisch sein sollte. Die Atemmechanik selbst funktioniert ja völlig normal (keine Obstruktion, keine Restriktion). Mit anderen Worten: Genug Luft geht ungehindert rein und raus.

Deine Normwerte weisen darauf hin, dass du nicht gerade klein bist - ist deine Anatomie vielleicht irgendwie ungewöhnlich? Da kommen auch die Lufu-Normwerte irgendwann an ihre Grenzen.

Kurz gesagt: *Diese* Lufu-Werte erklären deine Atemnot nicht. Einschränkend muss man sagen, dass die Werte nichts über den Gasaustausch zwischen Luft und Blut sagen, dafür bräuchte man die Diffusionskapazität (kann man auch im Bodyplethysmographen messen, das ist dann aber schon gehobene technisches Niveau). Außerdem ist Lufu immer nur eine *Moment*aufnahme - die Werte sagen zwar, dass zum Messzeitpunkt nicht der Schatten eines Asthma-Anfalls da war, das kann aber natürlich zu anderen Zeitpunkten anders aussehen.

Mag sein, dass es irgendwelche Lungenerkrankungen gibt, die auch ohne Obstruktion und Restriktion zu einer Zunahme des RV und zu Atemnot führen, aber so spontan würde mir keine einfallen. Auf jeden Fall sollte man andere Ursachen der Atmnot im Auge behalten (Herz? Psyche?). Aber wie gesagt, aus der Ferne und vor allem mit unkompletten Daten sind keine klaren Aussagen möglich.

Manchmal bedauere ich es, dass ich keine Anästhesie mehr mache - Lufu-Rätsel machen Spaß... ;-D

CJind8ere@lla6x8 hat geantwortet


Vielleicht "einfach" ein falsches Atemmuster angewöhnt, und das über etliche Jahre beibehalten ....? Das mit dem Bauch, den du nicht einziehen kannst, macht mich etwas stutzig.

Evtl. liegt auch eine psychische Ursache zugrunde.... In dem Lungenforum, in dem ich öfter bin, gab es kürzlich auch so einen Fall. Alle LUFU-Werte top, aber ein RV von 200. (Du wärst damit also keinesfalls der einzige.)

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