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Hohes Ferritin, Erfahrungen zu Aderlass?

GUrDacexy88 hat die Diskussion gestartet


Nach 1,5 Jahren ständiger Quälerei durch den Alltag, bin ich anscheinend auf dem Weg des Rätsels Lösung.

Habe zu hohen Ferritinwert. Ich hab bisher nur am Telefon mit der Ärztin gesprochen, da noch ein Wert der etwas anderes betrifft untersucht wird, danach hab ich das Endgespräch.

Ich werde aber um den Aderlass nicht rum kommen, finde ich auch nicht schlimm, aber wer macht das dann?

Der Hausarzt?

Oder direkt beim Endokrinologen, wo alles festgestellt wurde? Ich will nicht mehr ewig warten nach dem Endgespräch ,hab jetzt lang genug alles mit rum geschleppt. Geht sowas kurzfristig? Würde mich über Erfahrungsberichte freuen.

Antworten
SJchrFunxd hat geantwortet


Ein Aderlass wird normalerweise angewendet, um die Eisenspeicher der Körpers zu entleeren. Wenn das bei dir als Mittel der Wahl feststeht, dann kann das auch der Hausarzt machen. Du musst dann bevor es losgeht, in der Apotheke das entsprechende Zubehör besorgen. Das wird dir der Arzt dann aber schon aufschreiben, was alles gebraucht wird. Es geht dabei um Kanülen, Leitungen und Behältnisse.

SLandyIErgxo hat geantwortet


Mein Mann muss, aufgrund seiner Erkrankung, auch regelmäßig zum Aderlass. Ihm wurde gesagt, dass er damit auch zum Blutspendedienst gehen kann. Er war bis jetzt schon 2 mal dort - natürlich beim gleichen. Ging problemlos.

o<nodaisxep hat geantwortet


Hallo! Der Aderlass ist eine alte, bewährte Form der Behandlung, z.B. von zu dickem Blut. Der Zusammenhang mit Ferritin leuchtet mir nicht ein. Natürlich entschwindet dabei ein kleiner Teil des Eisens im Blut, aber das meiste steckt ja als Reserve in irgendwelchen Fettgeweben, und wird vom Körper sofort ins Blut nachgefüllt. Wie schon gesagt ist eine Blutspende eine nützliche Möglichkeit, 0,5 Liter Blut los zuwerden und dabei noch was Gutes zu tun. Einen Keks und ein Glas Tee für Dich springt dabei auch noch heraus. Besser als wenn der Beutel Blut einfach weggeworfen wird!

Als Behandlung würde ich mich vorher bei einem anderen Arzt doch erkundigen, ob es da heute nichts besseres gibt, was länger den gewünschten Erfolg verspricht. Z.B. gar nicht erst soviel Ferritin in Dich aufzunehmen, d.h. anders essen.

Der "Endokrinologe", der alles festgestellt haben soll, ist eigentlich Facharzt für Hormonkunde. Wie kam der auf Ferritin? Ich glaube, da ist noch Gesprächsbedarf!

S+chrrun2d hat geantwortet


Der Zusammenhang mit Ferritin leuchtet mir nicht ein.

Auch wenn es dir nicht einleuchtet, es gibt Erkrankungen, die zu schweren Störungen des Eisenstoffwechsels und zu einer pathogenen Ablagerung von Eisen in den Organen, namentlich der Leber führen können. Die einschlägige Erkrankung heißt Hämochromatose. Ob diese Diagnose bei der Fadenerstellerin gestellt wurde, weiß ich nicht. Das Mittel der Wahl ist bei dieser Erkrankung der gute, alte Aderlass. Der kann die Krankheit nicht heilen, er kann dem Betroffenen aber ein weitgehend normales, beschwerdefreies Leben mit einer normalen Lebenserwartung ermöglichen. Das ist die gute Nachricht. Der Wermutstropfen besteht darin, dass diese Behandlung in regelmäßigen Abständen permanent wiederholt/fortgeführt werden muss, da die Krankheit nicht geheilt werden kann.

GZraUceyx88 hat geantwortet


Jap, es ist so wie Schlund beschrieben hat, es wird in regelmäßigen Abständen gemacht und ist hierfür die beste Möglichkeit, dass zu behandeln

wjintejrsonnxe 01 hat geantwortet


Ich dachte, das hat man nur im Mittelalter gemacht oder etwas später noch und es wäre längst bewiesen das es nichts bringt ":/

E,hemal0iger? Nuptzer (#S43631x3) hat geantwortet


"gar nicht erst so viel Ferritin aufnehmen, bzw. anders essen".

Autsch! 1.) Ferritin nimmt man üblicherweise nicht mit der Nahrung auf, es ist vielmehr ein Speicherprotein für Eisen(-Ionen) im Körper für die eher (!) kurzfristige Speicherung. 2.) Dieses Problem lässt sich nicht einmal Ansatzweise durch eine Ernährungsumstellung regeln, wenn überhaupt durch komplettes Fasten auf jegliche Nahrung. Der Dünndarm gesunder Menschen nimmt nur einen Bruchteil des in der Nahrung enthaltenen Eisens auf. Bei der Hämochromatose ist dieser Aufnahmemechanismus insoweit gestört, dass viel zu viel Eisen aufgenommen wird. Um diesen Wert auf ein Normalmaß zu drücken, müsste der Patient nahezu täglich auf Nahrungskarenz gesetzt werden!

3.) Eisen wird weniger im Fett, sondern vielmehr in der Leber gespeichert. Daher sind auch regelmäßige Aderlässe nötig, um ein Leberzellkarzinom zu umgehen!

4.) ein regelmäßiger Aderlass ist tatsächlich das Mittel der Wahl, da so jedes Mal prozentual eine relativ hohe Menge Blut dem Körper entnommen wird. Blut ist extrem Eisenhaltig. 98% des Eisenbestandes findet sich im Hämoglobin gebunden, also im Blut. Der Rest (Speichereisen) in der Leber (bei gesunden Menschen). D.h.: bei einer Blutentnahme von 0,5 Litern und 5 Litern Gesamtblutvolumen im Körper, entnimmt man einem nicht erkrankten Menschen bereits knapp 10% seines Gesamt-Eisens!

LG

CBafe$duN4oxrd hat geantwortet


Hallo!

ich weiß aus Erfagrung, dass der Aderlass sehrwohl etwas bringt. Wichtig ist, dass der Eisenspeicher erstmal geleert wird, dies geht nur, wenn man anfangs alle paar Wochen zum Aderlass geht. Meines Wissens nach ist es allerdings von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, nicht alles Blutspendedienste akzeptieren Hämochromatose-Blut ! Das Blut wird also dann meist beim Hausarzt abgenommen und verworfen, da es als "krank" dient und nicht weitergegeben werden darf. Leider.

Wenn die Eisenspeicher erstmal genug geleert sind, reicht meist ein Aderlass alle 6 Monate bzw einmal / Jahr. (Zumindest bei Frauen, bei Männern wird das wahrscheinlich öfter der Fall sein , da der Blutverlust durch Menstruation ja weg fällt ;-))

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