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Blutspenden bei Citaloprameinnahme 20mg

FNute:nxt hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Mir wurde von einer Spendeinstitution versichert, dass ich trotz Medikation spenden darf. Bekomme das Medikament auf Privatrezept und habe deswegen keinerlei diesbezügliche Einträge in meiner Krankenkassenakte. Habe ich in Bezug auf meine berufliche Zukunft irgendetwas zu befürchten, wenn meine Medikation in irgendeiner Spenderkartei steht? Wer hat in welchem Fall Zugriff darauf bzw. kann diese einsehen? Wenn die bei guten Blutwerten sowieso meine Spende nehmen, spielt es eine Rolle, ob ich das das Medikament nehme? Wird meine Spende besonders gekennzeichnet? Wenn nicht, könnte ich verschweigen, dass ich was nehme? Hätte ich deswegen abgesehen vom Spendeausschluss etwas zu befürchten?

Viele Fragen, ich wäre dankbar, wenn jemand ein paar Antworten hätte

Mit freundlichen Grüßen

Antworten
E{hemal&igMer Nutzer *(#46h7193) hat geantwortet


Habe ich in Bezug auf meine berufliche Zukunft irgendetwas zu befürchten, wenn meine Medikation in irgendeiner Spenderkartei steht?

Das halte ich für unwahrscheinlich. Dein Blutbild bzw. der Spenderfragebogen wird genauso vertraulich behandelt, wie andere Krankenakten/Befunde/gesundheitsrelevante Daten. Ein Arbeitgeber hat da, im Regelfall, keinen Zugriff darauf.

Wo das schlagend werden könnte, unabhängig von Blutspende oder nicht, wäre zB die Verbeamtung. Da weiß ich aber nicht wie das in Deutschland abläuft. Bilde mir aber mal ein gehört/gelesen zu haben, dass man da gewisse Befunde etc. offenlegen muss.

Wenn die bei guten Blutwerten sowieso meine Spende nehmen, spielt es eine Rolle, ob ich das das Medikament nehme

Ja. Weil du explizit am Fragebogen nach Vorerkrankungen/Medikamenteneinnahme etc. gefragt wirst. Selbst wenn deine Blutwerte sonst gut sind, kann es sein, dass das du dann als potentieller Spender nicht in Frage kommst.

Wird meine Spende besonders gekennzeichnet?

Nein. Wenn du für eine Spende, aus welchen Gründen auch immer, von vornherein nicht in Frage kommst, nimmt man dir gar kein Blut ab bzw. leistest du keine Spende.

Wenn nicht, könnte ich verschweigen, dass ich was nehme?

Das würde ich, an deiner Stelle, unterlassen. Was erhoffst du dir davon?

Die Angaben auf den Zettel sollen, sowohl im Hinblick auf den Spender (dich) als auch auf den möglichen Empfänger (Patient) wahrheitsgetreu ausgefüllt werden. Darauf wird man glaube ich auch explizit hingewiesen.

Hätte ich deswegen abgesehen vom Spendeausschluss etwas zu befürchten?

Nein, nicht das ich wüsste.

SSunflfowerx_73 hat geantwortet


Zum einen sind lediglich sehr spezielle Einstellungsituationen überhaupt Grund für Recherche in der Krankenakte (konkret: Verbeamtung). Darüber hinaus erfragen auch Versicherungen (z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung) den Gesundheitsstatus. Zum anderen schützt Dich auch das Privatrezept nicht, denn wenn jemand nachhakt, geht es um die Dinge, die in Deiner Krankenakte stehen. Dass es kein Kassenrezept ist, d.h. nicht über die Krankenkasse und KV abgerechnet wird, ist ziemlich irrelevant. Denn bei einer Krankenkasse (wichtig: Ich spreche von der GKV, nicht PKV'en mit Indvidualpolice!) fragt niemand nach, aber bei behandelnden Ärzten. In entsprechenden Situationen muss man a) entweder behandelnde Ärzte angeben und vn der schweigepflicht entbinden oder b) selber wahrheitsgemäße Angaben ggü. der entsprechenden Stelle machen.

Ansonsten:

Spenderdaten werden auf keiner Ebene mit Arzt-/Krankenkassendaten kombiniert. Da gibt es keine Schnittstellen. Du solltest aber zu DEINEM Schutz und zum Schutz möglicher Empfänger wahrheitsgemäße Angaben machen. Wenn Du so unbedingt spenden willst, dann bleib' wenigstens ehrlich - und riskiere ggf. den Ausschluss. Der dann aber erfolgt, bevor Du das Blut spendest, d.h. es entstehen eh keine weiteren Daten zur Spende, weil die nicht existiert. Weitere Folgen hat ein Ausschluss nicht.

Und jetzt mal ganz grundsätzlich:

Du nimmst NUR Citalopram. Abgesehen von Verbeamtung und Berufsunfähigkeitsversicherung steckt da keine Diagnose hinter, die irgendwie problematisch wäre. Hilfreich wäre natürlich bei allem eine grobe Angabe, in welchem Bereich Du tätig bist. Ich bin in einem Bereich tätig, wo ich mit diesem Thema sowohl beruflich als auch quasi persönlich betroffen bin (u.a. durch umfassende Einstellungsuntersuchungen und best. Zulassungskriterien). Da wird nach diesen Aspekten nicht mal gefragt.

S^un[flo0w%er_73 hat geantwortet


Abschließend:

Wenn Du SO VIELE Bedenken hast, dann lass' es mit dem Spenden doch einfach.

F>utNexnt hat geantwortet


Danke Ihnen beiden für die Ratschläge, sehr hilfreich!

@ sunflower -> Momentan Student,

später höchstwahrscheinlich etwas in der freien Wirtschaft.

SOunfl/omwexr_73 hat geantwortet


Dann ist die Citalopram-Einnahme (außer bzgl. BU-Versicherung) eh irrelevant. Und wie gesagt: Das Privatrezept kannst Du Dir sparen...

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