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Angst vor Herzkatheteruntersuchung mit nur lokaler leistenbetäu

P!1nkxy hat die Diskussion gestartet


Also - ich habe seit ein paar jahren hohen Blutdruck. wobei die Arzthelferin neulich meinte, so hoh sei der gar nicht ^.^ er ist regelmässig bei 190 / 110. davor hatte ich Jahrzehnte viel zu niedrigen; 90 / 45 idR. jedenfalls hatte ich nun Probleme wie luftnot, Herzschmerzen, beklemmungsgefühl in der Herzgegend, schwindel- mein Hausarzt stellte im EKG fest das ich einen *linksschenkel* hätte ":/ , was mir natürlich nix sagte. bin nach 4 Monaten Wartezeit :)= dann endlich zum Kardiologen gekommen. - Ultraschall, belastungskardiogramm ... es kam dort heraus das ich den besagten linksschenkel habe, ausserdem schon einen Infarkt im Vorhof hatte %-| und mein herz ein alter von 75 / 89 jahren, ausserdem wohl die Kranzgefäße teilwise dicht seien.

er hat dann direkt in der nächsten Woche einen Termin im Krankenhaus vereinbart zum Herzkatheter.-

ich habe ihm gleich gesagt das ich grosse angst davor hätte. zumal das ja ohne Narkose gemacht wird :-o er hat das abgetan - meinte, die Narkose wäre quatsch; bis die wirke, seien die schon fertig usw.. hat mich bzw meine angst nicht ernst genommen. ausserdem, so meinte er, sei das ja *nur ein Ultraschall im herz* ":/ aha.

meine ganze Verwandtschaft väterlicherseits hatte herzprobleme bzw sind alle an Herzinfarkt verstorben. zuletzt mein vater 2014. habe also genetische Vorbelastung. ich nehme das schon ernst, weiss, dass die Untersuchung sein muss.... aber !!! :-(

ich muss wohl nicht sagen ds ich de Termin abgesagt habe :-/ wegen meiner grossen angst.

nun habe ich mich mit einigen unterhalten, die schon einen katheter gemacht haben. sie sagen unisono es sei nicht schlimm, nicht schmerzhaft, man spüre nur leichten druck .hm.

ich weiss ich bekomme in der leiste eine leichte Betäubung und dann wird der schlauch eingeführt ... ich hab mir im inet das *gerät* angesehen wo man wol draufliegt ährend der Untersuchung .. sieht ja spooky aus :-o

das ich dann eine nacht im KH bleiben muss ... also das es mir angst macht das ich nicht weiss, was passiert macht mir keine angst !

denke eigentlich das ich gut informiert bin. Aber ! :°(

man könne wohl so eine LMAA pille bekommen. denke mal das wird diazepan sein ???

das ding ist nur das ich in Substitution bin, und grade mit benzos grossen missbrauch *betrieben* habe :-( ausserdem wäre mein take home weg, wenn in der UK das dann positiv getestet würde. auch wenn ich meiner Ärztin vorher gesagt habe das ich diesen eingriff machen muss / machen ließ. das spielt bei ihr keine rolle :-( sagte sie.

auch habe ich angst das durch meinen vorherigen jahrelangen benzokonsum so eine *poplige* 5mg dia mir gar nicht hilft ! mein körperist ja ganz andere mengen / dosen gewöhnt... aber die können mir im KH ja nun nicht wegen meines einzelfalls da kine Ahnung wieviel dias geben -.-

ich hoffe, jemand versteht mein Dilemma, meine angst ! ? ! hab vlt durcheinander geschrieben .... hoffe man steigt durch ":/

kann mir jemand sagen was ich machen kann ?

ob es vlt doch ne mögichkeit gibt das unter Narkose machen zu lassen ?

ich habe ja Beschwerden, die ganze zeit - aber meine angst ist einfach zu gross :°(

Antworten
c'rinecharMlie


mein schwager ist kardiologe und zwar der, der im katheterlabor die stents setzt etc.. hat auch schon viel notaufnahme geleitet. das herz selbst spürt keinen schmerz. die stelle, an der der schlauch durchgeschoben wird, wird betäubt, aber das ist der einzige pieks-schmerz. man bekommt auch nicht viel mit. die ärzte hocken auf der anderen seite der glaswand, beobachten das herz im computer und wenn es sein muß, lassen sie den roboter was machen.

er meint, mit narkose machen sie das grundsätzlich nicht. egal, in welchem krankenhaus er schon gearbeitet hat. er meint, da der patient keinen schmerz spürt und auch sonst nichts passiert, ist das normale risiko einer narkose zu hoch.

ich war da auch schon öfters dabei, wenn ich ihn von der arbeit abgeholt habe.

mein mann hatte die untersuchung bei laufendem infarkt auch schon selbst, er meint, das war so harmlos, dass er sich gar nicht mehr daran erinnern kann.

c@riech!arlixe


wenn du noch einen herzinfarkt hast und es überleben willst (und man dich erwischt) mußt du eh rein und selbst dann gibt es keine narkose. never-ever gibt es da eine narkose. das ist im protokoll einfach nicht vorgesehen.

deswegen mach' es lieber im vorfeld freiwillig.

hgerzetnsguxte69


ich hatte einen schweren herzhinterwandinfarkt u da wurde das auch bei mir gemacht u ein stent gesetzt. das tut gar nicht weh u mein doc hat mir das gleichzeitig alles erklärt u immer mal gefragt ob es drückt , weh tut und wie es mir geht. ich fand das ganz interessant u war auch froh, dass mir geholfen wurde.

s>tSernkxe


Ich habe seid Dezember 2013 sieben Herzkatheteruntersuchungen machen lassen müssen. Und ich kann dich beruhigen, es ist wirklich nicht schlimm.Die Leiste wird lokal betäubt und dann wird der Katheter eingeführt. Du spürst den Stich von der Betäubung und danach höchstens einen leichten Druck. Ich persönlich habe vom Stent setzen garnichts mitbekommen, erst als man sich zur Punktlandung gratuliert hat hab ich es mitbekommen.

Hier in meinem Faden steht einiges zu den Untersuchungen, auch hat Chatu mir da irgendwo ganz genau erklärt wie es abläuft( ich hatte auch beim 3. ganz schön Angst davor). [[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/672642/]]

Es ist wichtig das du die Untersuchung machen läßt, sie kann dein Leben retten.

SMapi?ent


die ärzte hocken auf der anderen seite der glaswand, beobachten das herz im computer und wenn es sein muß, lassen sie den roboter was machen.

so ein unsinn.

die ärzte stehen nicht hinter einer glaswand, sondern neben dem patienten am tisch. ggf haben sie einen schutz vor sich, damit sie a) kein blut abbekommen, was beim einführen von schleuse und katheter mal mehr und mal weniger stark austritt und b) zum möglichen schutz vor röntgenstrahlung. ein roboter macht da gar nichts, alles wird manuell durch den arzt gearbeitet. das legen von schleuse, das vorschieben von katheter und auch das ggf notwendige einsetzen von stens oder dilatieren von stenosen. auf einem monitor, der direkt am tisch installiert ist und auf monitoren, die im vorraum sind, sehen die ärzte die röntgenaufnahmen der herkranzgefässe, welche durch zuhilfenahme von kontrastmittel sichtbar gemacht werden. ein arzt steht die ganze zeit direkt neben dem patienten und spricht ggf auch mit ihm. der patient selbst kann, wenn er will, auch auf den monitor schauen. im vorraum gucken ggf weitere ärzte mit auf den monitor, wenn ein nicht ganz klares befundungsbild vorliegt und man sich ggf besprechen will. das erstmal dazu.

zum thema angst:

es nützt dem TE vermutlich wenig, wenn man sagt "das tut nicht weh, keine angst". angst ist ja oftmals irrational und nicht kontrollierbar. ich weiss auch, dass zahnarzt nicht weh tut dank betäubung - und trotzdem habe ich eine scheiss riesen angst. %-| da hilft nur: sich vorher drauf programmieren. und dann augen zu und durch.

und an den TE:

bei deiner anamnese und bekanntem linkschenkelBLOCK (einen linksschenkel hat jeder, nennt sich tawara-schenkel und ist für die reizweiterleitung am herzen zuständig, bei einem sog "block" stoppt dort die reizweiterleitung, was man in einem EKG durch eine typische veränderung im QRS-komplex erkennt) solltest du die untersuchung auf jeden fall durchführen lassen. denn sonst kannst du dir an 2 fingern abzählen, was dir zukünftig droht. @:)

Sga8pi-enxt


never-ever gibt es da eine narkose. das ist im protokoll einfach nicht vorgesehen.

das hat nichts mit "protokoll" zu tun, sondern u U muss der patient dem untersucher auch mal fragen beantworten während der untersuchung. (ob es in der brust brennt, ob ihm schwindelig ist, ob er luftnot hat etc) und dazu muss er bei bewusstsein bleiben. abgesehen davon gibt es in einem herzkatheterlabor regulär keine anästhesisten.

hSer]zen:sgupte6&9


bei mir wurde es am unterarm gemacht und nicht in der leiste (bei den meisten ist es aber wirklich die leiste) u der arzt steht neben einem und nicht hinter einer glaswand.

L/aRuc9ola


Selbstverständlich kannst (mussst !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) Du mit den Ärzten über Deinen Drogen-/Benzo-Vorgeschichte reden !!

Und warum sollten sie Dir dann nicht ggf eine etwas stärkere Diazepam-Dosis verabreichen? Ich wüsste da jetzt keinen Grund gegen.

cGrie|cha.rlie


das hat nichts mit "protokoll" zu tun, sondern u U muss der patient dem untersucher auch mal fragen beantworten während der untersuchung. (

das ist ja das protokoll..... :-/

c[riecha:rliYe


arzt steht neben einem und nicht hinter einer glaswand.

ja, aber hinter der wand sind auch mind. 2 leute und mind. einer davon arzt.

S apiHenxt


das ist ja das protokoll..... :-/

soso.... :=o :=o :=o

ja, aber hinter der wand sind auch mind. 2 leute und mind. einer davon arzt.

du hast zwar nicht wirklich ahnung, möchtest aber trotzdem etwas dazu sagen, richtig? hinter der "wand" ist der schaltraum, welcher auch der vorraum ist. dort sitzt während der untersuchung gelegentlich ein pfleger/eine schwester und kommuniziert über lautsprecher mit dem arzt. wenn nötig, ziehen die sich auch einen bleischutz an und gehen mit an den untersuchungstisch, um zu assistieren, katheter und anderes material anzureichen oder auch mal dem patienten händchen zu halten. bei normalen, einfachen und/oder elektiven untersuchungen ist nicht regulär ein zweiter arzt anwesend. ggf wird einer dazu gerufen. die meisten untersuchungen macht ein arzt alleine mit hilfe einer pflegekraft.

Ssapiexnt


bei mir wurde es am unterarm gemacht und nicht in der leiste (bei den meisten ist es aber wirklich die leiste) u der arzt steht neben einem und nicht hinter einer glaswand.

mittlerweile werden immer mehr untersuchungen radial, sprich über den unterarm, statt femoral (leiste) gemacht. das hat einfach den vorteil, dass die patienten hinterher sofort mobil sind und nicht noch einige stunden liegen müssen, um die einstichstelle abdrücken zu lassen damit keine blutung erfolgt. es gibt zwar auch verschlusssysteme, dennoch muss der patient bei der femoralen untersuchung oftmals anschliessend eine ganze zeit lang liegen. beim zugang über den arm kann er aufstehen, alleine zur toilette gehen etc. bei einigen patienten jedoch kollabieren die arterien beim radialen zugang oder der katheter geht aus anderen (anatomischen) gründen nicht vor, dann muss auf femoral gewechselt werden. der nachteil beim radialiskathetern ist, dass es höhere durchleuchtungszeiten gibt, sprich die strahlenbelastung ist höher. und man sollte darauf achten, an einen sehr erfahrenen kardiologen zu gelangen. ich würde mich nicht radial von einem "anfänger" untersuchen lassen, auch wenn es auf den ersten blick als die komfortablere methode erscheint. ebenso können bestimmte katheter und instrumente nicht radial eingeführt werden, so muss im fallen des notwendigen gebrauchs auch auf femoral gewechselt werden.

beide untersuchungsmethoden haben also vor- und nachteile.

und nochmal, lieber TE,

such dir ein krankenhaus mit vielen interventionellen eingriffen und erfahrenen kardiologen - das wird dir deine angst vielleicht ein bisschen nehmen. grundsätzlich ist ein eingriff nicht schlimm. schlimmer ist, wenn du tatsächlich konsequenzen aus der nicht erfolgten untersuchung erleben musst! *:)

h~erzen6sgute69


ja, aber hinter der wand sind auch mind. 2 leute und mind. einer davon arzt.

ich hatte da einen herzinfarkt u hatte andere probleme, als zu schauen was in nebenraum ist.. ich fand es gut bei der untersuchung wach zu sein und dass der doc da war u mit mir redete ... das hat abgelenkt u auch beruhigt.

Sapient

ich finde es super, wie gut du das alles erklärst....

und liebe te

so eine untersuchung rettet oft leben und ist wichtig ... ein herzinfarkt ist kein spaziergang und die Zeit danach auch nicht.

lieber untersuchen lassen und vorbeugen.

cOriecShar(lie


ich hatte noch nie einen herzinfarkt, war aber eben schon öfters in so einem nebenraum, während ein patient im katheter lag. zumindest in dem herzzentrum, wo ich öfters bin, sind hinter der wand an den monitoren auch leute, davon mind. 1 anderer arzt.

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