» »

Herzstolpern,ES,unregelmäßiger Puls. Psychisch oder körperlich?

slatel(li22 hat die Diskussion gestartet


Ich brauche dringend Rat.

Vor 1 1/2 Jahren fing alles an. Ich habe zum ersten mal ES verspürt und außerdem ein knacken beim schlucken. Hab erstmal versucht es zu ignorieren. Bis ich dann 2-3 Wochen später im Bett Herzrasen (aber richtig) bekam (Panikattacken?). Dazu noch Herzstolpern und ES und Todesangst. Am nächsten Tag wurde es nicht besser mit den "Anfällen" und deswegen bin ich zum Arzt gefahren.Ruhe Ekg ok bis auf einen zu hohen Puls, Blutwerte ok (auch die Schilddrüsenwerte) und beim Röntgen von den Bauchorganen (oder wie auch immer man die nennt ":/ ) kam auch nichts raus. Erste Diagnose: Panikattacken wegen meinen schweren Familienverhältnissen. Hab die ES dann für ein paar Wochen ignoriert, es wurde nicht besser, und bin dann wieder zum HA. Noch ein Rkg + Schilddrüse geröntgt und erneut Blutabnahme: Alles ok. "Rhythmusstörungen hat jeder Mensch mal" hieß es. Als ich noch ein paar mal mehr bei ihm war schickte er mich zum Röntgen (Thorax) und zum Herzecho. Alles ok und der Kardiologe sagte, das mein Herz das Stolpern aushält. Dann bin ich erneut zu meinem Hausarzt gefahren und bestand auf einem Langzeit- und einem Belastungs Ekg. Er sagte, dass man da nichts finden wird, aber wenn es mir helfen würde... Ergebnisse: Lz Ekg: Alles normal bis auf gehäuften supraventrikulären ES die nicht behandelt werden müssten. Belastungs Ekg: Alles gut, hab auch gut was geschafft, aber mein Puls war, auch schon vorher etwas zu hoch. Außerdem hat er mich noch zum einrenken (BWS) zum Orthopäden geschickt. Wieder ein paar Wochen später hat mein HA mich erneut zum Röntgen geschickt. Diesmal die Wirbelsäule. Diagnose: Skoliose im bws/lws Bereich. "Die ist nicht so schlimm" meinte der HA und er meinte auch, dass die Herzbeschwerden davon nicht kommen könnten, da die Skoliose nicht ausgeprägt genug dafür ist. Nach den ganzen Untersuchungen hab ichs erst aufgegeben und gedacht, dass das wirklich eine Angststörung mit Panikattacken sein kann. Die Tabletten die der Arzt mir gegeben hat (Lorazepam) habe ich aber nicht genommen.

Also habe ich wieder versucht alles zu ignorieren was aber nur bedingt klappte. Aus Angst vor den ES habe ich keinen Sport mehr gemacht und nichts Anstrengendes. Ich lag nur noch rum (was übrigens aktuell noch genauso ist). Nach einem 3/4 Jahr rumliegen bekam ich auf einmal, als ich vor meinem Laptop war, eine Art Atembeklemmung mit anschließendem Herzrasen und Stolpern. Bin also wieder zum HA gefahren, weil ich wissen wollte woher das kam. Der hat mir wieder Blut abnehmen lassen (alles ok), Ruhe Ekg schreiben lassen (ok), Langzeit Ekg (alles normal bis auf 500 Fehlschläge, aber mein niedrigster Puls war bei 53 was in Ruhe oder im Schlaf laut Arzt normal wäre, aber woher will er denn wissen wann ich geschlafen habe??), das Belastungs Ekg war diesmal auch nicht gut. Ich hatte aus irgendeinem Grund einen Puls von 155 schon in der 2. Stufe! Ich war weder außer Atem noch hatte ich irgendwelche Beschwerden. Beim Kardiologen wurde dann erneut ein Herzecho gemacht und siehe da: Mitralklappenprolaps (wohl ohne Insuffizienz). Der Kardiologe hat sich nochmal die Aufnahme vom letzten mal angesehen und da wurde der ebenfalls aufgezeichnet. "Sie werden damit alt" und "Sie müssen mit den Rhythmusstörungen leben" hieß es. Sonst war alles i.o. (Pumpfunktion 70% usw.) Habe meinem HA das am nächsten Tag gezeigt, und er meinte, dass das keine Bedeutung für mich hat und dass das wohl viele haben, die das nicht mal bemerken. Also hat er mir einen Termin in einer Psychosomatischen Klinik gemacht, wo ich wohl irgendwann demnächst hinkomme. Aber die Symptome werden schlimmer. Die ES, die Atembeklemmungen (oder Atemnot). Schmerzen und Zucken in der Brust (überwiegend links), im linken Arm und im Rücken (Bws Bereich).

bin deswegen in den letzten 2 Monaten wieder 3 mal zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst und 2 mal in die Notaufnahme (Blutwerte und EKG ok also ab nach hause). Bin dann noch zu 3-4 anderen Ärzten gegangen was aber nichts gebracht hat.

Aktuell sitze ich hier grad auf meinem Sofa und jedes Aufstehen macht mir Angst, da ich beim Aufstehen oder auf im Stehen öfters das Gefühl habe, dass mein Puls für 4-5 Schläge langsamer wird und dann wieder normal schlägt. Und währenddessen habe ich auch so ein beklemmendes Gefühl. Mein HA sagte, dass das auch von den Wirbelblockaden und von der Psyche kommen kann. Stimmt das? Oder kommt das alles doch von dem Mitralklappenprolaps?

Reichen die Untersuchungen die bei mir gemacht wurden? Oder ist da doch noch was (KHK oder so)? Bin ich jetzt körperlich gesund oder nicht? Ich fühle mich jedenfalls ziemlich krank.

Ich mich auch schon im Krankenhaus einweisen lassen, zum duchchecken, aber ich werde immer wieder nach hause geschickt.

Ich bin erst 22 und jetzt schon schwer depressiv.

Ich könnte mal einen Rat gebrauchen. Oder habt ihr Erfahrungen mit sowas? Was habt ihr für einen Eindruck?

Antworten
K>unib]ertoxs hat geantwortet


Hallo satelli22

Erstmal kommen mir die Symptome sehr bekannt vor. Was ich dir empfehlen kann, ist mal einen anderen Arzt aufzusuchen, um dir eventuell dies alles bestätigen lassen von ihm.

ES ist zudem in den meisten fällen ungefährlich, weil ich damit nun seit mehr als 4 Jahren lebe(bin 24 Jahre alt), war schon im Krankenhaus, Hausarzt etc. Bei einem Spezialisten war ich bisher noch nicht, aber meine ganzen EKG's sind absolut in Ordnung. Mich würde es mal interessieren, wie dein Blutdruck ausschaut? Und du darfst dich nicht so hineinsteigern, dein Körper braucht Bewegung, sonst kann es sein, dass die Symptome sich durchaus verschlimmern.

Grüße.

sXate|lli2x2 hat geantwortet


Hi Kunibertos

Sorry für die späte Antwort.

Ich hatte noch keine Langzeit Blutdruckuntersuchung. Aber die brauche ich laut meinem HA auch nicht, da mein Blutdruck immer gemessen wurde, wenn ich da war. Ich hatte zwar 1-2 mal leicht erhöht, aber das kam laut HA von der Psyche und/oder der BWS.

Kannst du mal erzählen, wie du die ES erlebst?

KnuniJbertxos hat geantwortet


Wie ich die ES erlebe? Zwiegespalten ehrlich gesagt.

Weil ich ganz genau weiß, wenn ich damit zum Arzt gehe, und mich untersuchen lass das es wieder darauf zurückführt wird, dass es "Im grunde" ungefählichl ist. Leider können Leute, die sowas nicht haben verstehen, wie gefährlich das für uns anfühlt.

Ich muss dazu sagen, dass ich leicht übergewichtig bin und noch rauche.

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/722450/]]

Darfst dort gerne mal lesen, nur die Umstände sind etwas anders.

Vielleicht hilft es dir ein wenig mit der Situaion klar zu kommen.

Wenn du es gelesen hast, dann weißt du wie ich mich eigentlich fühle. Aber ich versuch trotzdem Positiv zu bleiben, auch wenn es sehr schwer ist.

Ich würde dir aber von Tabletten abraten, ich hab jetzt knapp 3 Monate Opipram genommen, die haben überhaupt nicht gewirkt. Daher lass dich nicht so einfach abwimmeln, ansonsten versuch es mal auf Planzlicher Basis (Baldrian) z.B. Dieses Zeug kann wirklich wunder bewirken, nur leider bei mir nicht.

Grüße.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH