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Bisoprolol absetzen: Rebound-Effekt? Verapamil als Hilfe?

Nfico_M'eier hat die Diskussion gestartet


Morgen :)

Ich nehme jetzt seit ca. einem Jahr wieder Bisoprolol 2,5 mg gegen Supraventikuläre Extrasystolen (da mir die als ich 15 war schonmal dagegen gut geholfen haben, und ich vergleichsweise "viele" SVES an ein paar Tagen hatte, d.h. fast jede Minute einen Spürbaren)

Da es mir jetzt wieder besser geht und ich von den Bisoprolol blöde Nebenwirkungen habe (Schleim in der Lunge, leichte Antriebslosigkeit) möchte ich sie absetzen - doch das gestaltet sich leider nicht sonderlich einfach.

Ich hatte - bevor ich die Bisoprolol eingenommen habe - einen völlig normalen Puls und Blutdruck - nun schießt mein Puls und Blutdruck aber in die Höhe, wenn ich die Bisoprolol absetze, obwohl es eine winzige Dosis ist.

Mein Hausarzt hat mir jetzt Verapamil verschrieben (da die diese Nebenwirkungen nicht haben) und ich weiß jetzt nicht, ob ich das Bisoprolol langsam ausschleichen, oder direkt abrupt absetzen, das Verapamil nehmen und das ausschleichen soll ":/

Gibt es bei Verapamil (aufgrund der anderen Wirkweise) den gleichen Rebound-Effekt wie bei Bisoprolol, oder kann das meine "Absetzerscheinungen" solange dämpfen, bis ich es einfach weglassen kann?

Vielen Dank schon im Voraus!

Lg

Antworten
F>reererdb6ird


Hallo Nico,

sag mal, müssen Deine Extrasystolen überhaupt medikamentös behandelt werden?

Falls nicht (und die Dich nur stören) wäre es m.E. besser auf derlei Medikamente zu verzichten - da zahlst Du meist immer einen gesundheitlichen Preis (Nebenwirkungen,Abhängigkeit...).

Ich würde auschleichen, und (falls Du die Medikamente nur symptomatisch nimmst) den Fokus eher darauf legen, mit den ES leben zu lernen.

Eventuell mit Hilfe einer Therapie?

Alles Gute!

MCajam2x7


Hast du die Bisoprolol ausgeschlichen oder abrupt abgesetzt?

Verapramil würde ich nur wegen Extrasystolen nicht nehmen. Das ist doch nochmal ein anderes Kaliber als Bisoprolol, insbesondere von den möglichen Nebenwirkungen her. Ich würde jedenfalls kein Medikament, das als mögliche Nebenwirkungen Herzstillstand hat, bloß wegen harmlosen Extrasystolen nehmen.

N2ico_Meeier


sag mal, müssen Deine Extrasystolen überhaupt medikamentös behandelt werden?

Vermutlich nicht - das haben mir sowohl mein Hausarzt, ein Internist und auch der Kardiologe versichert (letzterer auch nach Ruhe- und Belastungs-EKG sowie Herzecho)

Das Problem ist einfach, dass ich normal vielleicht zwei Stolperer am Tag oder so hab (womit ich ohne Probleme klarkomme), aber wenn ich auf einmal die Stolperer richtig "anfallsartig" mehrmals pro Minute habe und die Stolperer so stark sind, dass ich dabei teilweise wie einen Schlag ins Herz empfinde, dann bekomme ich [leider] Todesangst, egal ob mein Arzt mir versichert ob sie ungefährlich sind oder nicht...

Deswegen auch die Bisoprolol 2,5mg - die im Übrigen super geholfen haben :)

da zahlst Du meist immer einen gesundheitlichen Preis (Nebenwirkungen,Abhängigkeit...)

Das habe ich jetzt auch feststellen müssen - obwohl ich es schonmal jahrelang genommen habe, ohne jegliche Nebenwirkungen...

Hast du die Bisoprolol ausgeschlichen oder abrupt abgesetzt?

Abrupt abgesetzt - das liegt daran, dass ich schonmnal Bisoprolol 2,5mg genommen habe und nach über zwei Jahren auf Anraten des Internisten mit 17 oder 18 auch abrupt abgesetzt habe :)

Dieses Mal scheint es aber nicht so gut zu funktionieren - ich kann die Tabletten theoretisch nur auf 1,25mg teilen, daher kann ich ja nur über 2,5 -> 1,25 -> 0 ausschleichen, da ja "einen Tag und nehmen und einen Tag nicht" bei einem Spiegelmedikament wie Bisoprolol eher wenig Sinn macht...

Ich würde jedenfalls kein Medikament, das als mögliche Nebenwirkungen Herzstillstand hat, bloß wegen harmlosen Extrasystolen nehmen.

Besser als die Absetzerscheinungen von Bisoprolol und die Nebenwirkungen von Bisoprolol werden sie schon sein, vor allem wenn ich sie nicht dauerhaft nehmen möchte, sondern nur als "Überbrückung" für das Absetzen.. das ist halt das Fragliche an der Geschichte :)

Deswegen auch meine Frage, ob Verapamil die gleichen Entzugserscheinungen wie Bisoprolol hat...

M2aRja2~7


Ich würde mir eher Bisoprolol 1,25 mg und einen Tablettenteiler besorgen. Von 2,5 auf 1,25 mg war bei mir kein Problem. Aber dann musste ich langsamer runter dosieren. Ich hab dann zwei Wochen eine halbe Tablette genommen und nochmal zwei Wochen eine viertel Tabletten. Danach ging das Absetzen.

Das wäre auf jeden Fall sinnvoller als der Weg über Verapramil. Und soweit ich weiß sollte man auch Verapramil ausschleichen.

F0reeregdbirxd


dann bekomme ich [leider] Todesangst, egal ob mein Arzt mir versichert ob sie ungefährlich sind oder nicht...

Genau hierbei würde Dir eine gute Psychotherapie helfen.

Opfer willst Du lieber auf ewig Tabletten nehmen, die Dir zusätzlich schaden?

Ngico_fMeiexr


Hm, dann verstehe ich meinen damaligen Internisten nicht wirklich, der Bisoprolol 2,5mg damals einfach abrupt abgesetzt hat... ich dachte immer, die Dosis wäre so niedrig, dass ich es eben nicht ausschleichen muss ":/

Ich versuchs mal :)

N=icoh_Meixer


Bin jetzt lustigerweise ne Woche bei 1*1,25 mg und tatsächlich gehen die Lungensymptome die ich hatte (Kurzatmigkeit, Schleim, ...) fast komplett zurück - Bisoprolol ist ein Teufelszeug.

Wie lang sollte ich eurer Meinung nach auf 1,25mg dosiert lassen, bevor ich... die hälften nochmal halbiere und auf 0,625mg (was vermutlich fast schon eine homöopathische DOsis sein wird :D) runtergehe?

Mvaj8a27


Das kann man so pauschal nicht sagen. Ich bin zwei Wochen bei 1,25 mg geblieben. Aber mehr aus Angst und wahrscheinlich wäre es schon früher gegangen. Du kannst es ja mal probieren. Man merkt eigentlich recht schnell, ob es klappt oder zu früh war.

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