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Hilfe...laut Ekg Wpv-Syndrom in Verbindung mit Vorhofflimmern!

H4ot2ty8x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich wende mich einfach mal an euch in der Hoffnung, dass vielleicht jemand einen Rat, eine Erfahrung oder vielleicht sogar eine kleine Beruhigung für mich hat.

Kurz zu mir, ich bin 36, männlich 1,83 und 75 kg. Nichtraucher. In den letzten Jahren vor allem nervlich sehr angegriffen durch jobbedingten und privaten Stress. Burnout gehabt, immer wieder mal zwischendurch leicht depressive Episoden, Ängste und Hypochondrie.

Seit bestimmt 15 Jahren habe ich unregelmäßig kleine Attacken von Herzrasen, die sich immer sehr unangenehm anfühlten. Allerdings hat sich über die Jahre gezeigt, dass die kleinen Attacken immer nach kurzer Zeit genauso wie sie aus dem Nichts kamen auch dahin wieder verschwinden.

In dieser Sache war ich zugegebenermaßen immer recht sorglos, da es schon lang auftritt und ich es kontrollieren konnte. Somit war ich damit nie bei einem Arzt, da ich es irgendwann nicht mehr als echte Bedrohung wahrnahm. Zudem bildete ich mir ein, ich habe es durch regelmäßigen Sport, sowie regelmäßige meiner geliebten Saunagänge irgendwie in den Griff bekommen und es tritt seltener auf.

Am letzten späten Donnerstag-Abend nun erwischte mich (aus dem Sofaschlaf heraus) eine ganz merkwürdige dieser Attacken, die sich anders anfühlte als die bisherigen. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass ich mich zusätzlich sehr schlaftrunken und verwirrt fühlte, was die Angst noch verstärkte. Jedenfalls fühlte es sich zerstörerisch und gefährlich an, und ich hatte kurz Todesangst. Ich schaffte es aber in die Küche, trank ein Glas Wasser und es trat etwas Besserung ein. Allerdings hatte ich noch fast die ganze Nacht ein Holpern im Herzschlag, was mich vor lauter Angst und Panik nicht schlafen ließ und es zog sich bis in den frühen Morgen hinein. Dann bin ich morgens sofort zum Arzt zum EKG, während die Rhythmus-Störung noch immer da war. Mit besorgter Miene bei Betrachtung des EKG-Ergebnisses (hinzu kam erhöhter Blutdruck und Puls) wurde ich sofort ins Krankenhaus geschickt, wo ich dann auch gleich dabehalten wurde.

Folgendes wurde gemacht:

-erneut EKG

-24 Stunden Beobachtung mit EKG und Blutdruckmessung

-Blutentnahme

-Ultraschall mit Herz-Echo

-Thorax-Röntgen

Am nächsten Vormittag wurde ich dann entlassen, EKG, Blutdruck und Puls waren in den 24 Std. komplett unauffällig und auch die anderen Werte schienen soweit ok zu sein.

Allerdings bestünde ein Verdacht auf ein sogenanntes WPW-Syndrom, eine behandelbare Herz-Rhythmus-Störung, von der ich selbst als hartnäckiger Google-Hypochonder noch nie etwas gehört hatte. Desweiteren sagten die Ärzte, dass sie versuchen einen Termin in einer Spezialklinik für mich zu bekommen um die Störung zu beheben. Erstmal nur Termin kriegen, ob ich ihn dann wahrnehme ist ja dann immer noch meine Entscheidung, schliesslich hätte ich ja wahrsch mein ganzes Leben schon damit verbracht. Klang also alles erstmal nicht so dramatisch und die Freude über die Entlassung überwog. Für 4 Tage bekam ich noch Betablocker mit, die ich 1x täglich morgens nehmen sollte.

In den Folgetagen stellte ich dann eine Recherche über das WPW-Syndrom an, die Sachen die man so im Internet las, schwankten von "harmlos" bis "gefährlich und muss behandelt werden" Zudem belas ich mich über die Behandlungsmethoden EPU und Katheterablation, welche es mir nur beim Lesen schwarz vor Augen werden ließen. Jedenfalls wuchs die Unruhe und Angst wieder in mir, und rückwirkend machte ich mir auch wieder Gedanken über die Schwere dieser abendlichen Attacke.

Am Dienstag Abend nun Anruf aus dem Krankenhaus, Termin für EPU und ggf. Ablation ist bereits nächste Woche Dienstag am 25.05….ich druckste ein wenig ängstlich herum in der Hoffnung zu hören, dass ich auch verschieben kann weil es erstmal nicht so dringend ist.

Das Gegenteil war der Fall….ich hörte dass die Behandlung so schnell wie möglich gemacht werden soll und ich dankbar für den relativ schnellen Termin sein soll.

Schliesslich hätte ich eine komplizierte Kombination aus EKG und Vorhofflimmern (wohl laut dem EKG morgens beim Hausarzt) was mich bei Nichtbehandlung irgendwann das Leben kosten würde. Mit dieser Aussage entliess man mich in den Abend. Jetzt überschlagen sich natürlich die Ängste in mir und ich weiss gar nicht wovor ich mehr Angst haben soll. Ich bin grad völlig überfordert.

Ich fühl mich grad wie eine tickende Zeitbombe mit den zwei Herz-Rhythmus-Störungen, die jede Sekunde hochgehen kann.

Ich weiss gar nicht was ich jetzt bis nächsten Mittwoch machen soll und darf, nachts traue ich mich gar nicht die Augen zu schließen weil die letzte Attacke ja auch aus dem Schlaf heraus kam. Wenn dann der Mittwoch da ist, dann natürlich die grosse Panik vor der EPU bzw. Ablation.

Ist das Ganze nicht mit dem Verdacht auf zwei Herz-Rhythmus-Störungen einfach nur mega-gefährlich ? Was, wenn die während des Eingriffs beide auslösen ?? Kriegen die das in den Griff bei dieser Prozedur ?

Welche der beiden Störungen beseitigen die dann eigentlich ?? (eher VHF oder WPW ?, laut Web ist ja WPW das risikoärmere und auch das mit höherer Erfolgsquote zu beseitigende)

Oder gleich beide ? Und wie schmerzhaft, unangenehm oder traumatisch ist dieser Eingriff ?

Hat evtl jemand Erfahrungen und kann mir zumindest ein klein bisschen erklären, was auf mich zukommt und wie gefährlich das alles gerade ist.

Über ein paar Antworten trotz des unverhältnismäßig langen Textes (kann mich schlecht kurz fassen) würde ich mich sehr freuen

Hotty

Antworten
H"ot9tyq80


korrigierend noch zum Text,weil es etwas irreführend rüberkommt beim Lesen:

Bei dem Anruf aus dem KH wurde mir eine komplizierte Mischung WPW-Syndrom und VHF mitgeteilt.

Was mir bei der abschließenden Visite mit Entlassung aus dem KH so nicht gleich mitgeteilt wurde.

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