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Fall für den Rettungsdienst?

P|Aspo6rtxs hat die Diskussion gestartet


Ich plage mich seit geraumer Zeit mit meinem Herz herum, ich hab seit geraumer Zeit einen permanenten Ruhepuls von 130 - 140 und mein Blutdruck ist ständig im Keller.

Vertrage dadurch meinen Betablocker auch nicht so gut.

Mir ist sehr häufig schwindelig, fühle mich einfach so als würd ich gleich umkippen. Wenn ich aufstehe, verliere ich häufig das Gleichgewicht und muss mich irgendwo abstützen.

Beim Spazieren gehen hab ich auch das Gefühl, das ich gleich im nächsten Moment auf den Boden liege.

Herzrhythmusstörungen sind schon bekannt und Herzerkrankung wurde auch schon diagnostiziert.

Ich plage mich immer mit dem Gedanken, das es so nicht weitergehen kann und spiele häufig mit den Gedanken den Rettungsdienst zu rufen aber ich lass es dann doch immer sein weil ich Sorge habe es wäre nicht gerechtfertigt obwohl ich mich elendig fühle. Und ich bin auch wenn es wohl jeder von sich behauptet überhaupt kein wehleidiger Mensch.

Antworten
m+usiPcus_x65


Wenn Du - insbesondere abends/nachts und an Wochenenden - nicht direkt jemand "kommen lassen" möchtest, wäre es vielleicht eine Option, den "Ärztlichen Bereitschaftsdienst" aufzusuchen, den es in vielen Städten gibt, oder aber die Notaufnahme eines Krankenhauses.

Übrigens solltest Du, auch im Hinblick auf Herzfunktion und Kreislaufregulation, vermutlich darauf achten, keinen starken [[http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/?sid=823796 Vitamin-D-Mangel]] zu haben.

t\he-pcav~exr


Was soll daran ein Fall für den Rettungsdienst sein, wenn seit *geraumer Zeit* der Ruhepuls so hoch isat? Dafür ist der Arzt zuständig, der dich auch sonst wegen des Herzens betreut, bzw. der Hausarzt

sGt]er\nke


Zuerst mal stellt sich mir die Frage ob du wegen des hohen Ruhepuls schon beim Arzt warst. Wurden schon Untersuchungen veranlast. Du hast ja einige Vorerkrankungen, da wartet man erst recht nicht lange.

Ob es ein Fall für den Rettungsdienst häst hängt ja von der Situation ab, wenn es dir plötzlich schlechter geht und du das Gefühl hast es sei nötig, dann hast du natürlich das Recht dir Hilfe zu rufen.

Mir sagte man lieber einmal zu viel als einmal zu lange gewartet. Nun bin ich ja auch eher zurückhaltend mit Arztbesuchen und erst recht damit den Rettungswagen zu rufen. So habe ich beim letzten schlimmen AP Anfall letztes Jahr bis zum Morgen abgewartet, hab dann beim Hausarzt einen Termin gemacht, mich ins Wartezimmer gesetzt und bin um halb 11 dran gekommen. Hat mir einen Einlauf vom Doc eingebracht, aber dadurch das ich in allem so ruhig geblieben war war er der Meinung ich schaffe es auch wenn mein Mann mich nach Bad Oyenhausen fährt (400km). Abends um 6 war ich dann da, am anderen morgen kathetert und mal wieder den verengte Stent aufgedehnt. Ist nicht unbedingt zur Nachahmung geeignet.

B}lackVTonxi


Das Rettungsdienstpersonal sieht es nicht so gerne Patienten mit chornischen Erkrankungen zu transportieren, wenn diese durchaus in der Lage sind ihren behandelnden Arzt oder am Wochenende einen ärztlichen Bereitschaftsdienst aufzusuchen oder mit dem Taxi in die nächste Klinik fahren könnten. So zumindest ist es aus dem Gespräch mit den Kollegen herauszuhören. Es ist einfach eine Kostenfrage; klar zahlst du als Kassenpatient in Deutschland nur deine 10€, aber der Einsatz kostet 500€ und mehr (je nach Bundesland, ob RTW oder KTW mit oder ohne NEF)! Wenn natürlich aus deiner Grunderkrankung (z.B. KHK) plötzlich ein akuter Notfall (z.B. Infarkt) wird ist das etwas anderes und du solltest zügig den Notruf wählen!

Ist es den notwendig, während der Fahrt von medizinischem Personal überwacht zu werden? Handelt es sich um einen aktuen Notfall bei dem du nicht mehr in der Lage bist selbsständig zum Arzt/in die Klinik zu gehen oder dich fahren zu lassen? Hast du das mit deinem behandelnden Kardiologe schon mal besprochen? Ich denke das ist der beste Ansprechpartner!

Ansonsten aber mal alles Gute und ein hoffentlich stressfreies Wochenende =)

BwenitxaB.


Welch ein Aufwand.500 € Kosten, Notaufnahme. Kurze Untersuchung, wahrscheinlich kein Notfall. Bericht an behandelnden Arzt zur weiteren Abklärung. Und büdde schön, ab nach Hause.

Besonders an Wochenenden wird sich im Krankenhaus die ohnehin notdürftige Personalbesetzung freuen auf jemanden, der das schon länger hat...

Und wer glaubt, dort intensivst an Wochenenden untersucht zu werden, irrt.

cZla8irxet


Warum gehst du nicht am Montag zum Arzt und schilderst deine Symptome?

Ein Fall für den Rettungswagen ist das meiner Meinung nach nicht.

o(nod@isexp


Hallo!

Die vorherrschende Meinung scheint hier zu sein, kein Krankenwagen, aber dringende Behandlungsbedürftigkeit. Was Du da beschreibst, könnte eine Sinustachykardie sein, die mit speziellen, "selektiven" Betablockern der neuen Generation gut behandelbar ist - was Dein Arzt aber anscheinend nicht macht. Außerdem spricht man von einem Schockzustand, wenn Dein Puls höher als der erste Blutdruckwert ist, was bei Dir der Fall zu sein scheint. Puls 140, Blutdruck 110 = Schock. Das ist dann wirklich dringend behandlungsbedürftig und ich empfehle Dir einen Arztwechsel! (Allerspätestens zum baldigen, neuen Quartal). Was Vitamin D damit zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Zusammen mit Calzium dient es dem Knochenaufbau und sonst nichts. Ein Allheilmittel ist es keinesfalls. Leider hast Du weder Dein Alter, noch Dein Körpergewicht angegeben.

ZAwerg8enfxrau


Da du hier offensichtlich noch schreiben kannst und die Beschwerden schon länger hast, brauchst du keinen Rettungsdienst. Auch im Krankenhaus werden sie dir am Wochenende nicht groß helfen - die werden dich nach kurzer Untersuchung wieder nach Hause schicken und zu deinem Facharzt überweisen. Und sich darüber hinaus bedanken.

Weshalb hast du nicht längst deinen Haus-/Facharzt konsultiert? So dringend scheint das Ganze dann nämlich nicht zu sein.

L!isPchensxwelt


Meine Mutter hatte das auch. Irgendwann war der Puls morgens schon bei 150.... sie entschied sich gegen den Rettungsdienst und ging zur Arbeit. Dort ist sie mit Kammerflimmern bei einer Frequenz von 270 bei einem Puls von 80/60 zusammengebrochen. Sie musste defibrilliert werden und hat es überlebt. Bekam dann aber eine Katheterablation und seitdem ist es mit Betablocker sehr gut.

Also zum Arzt solltest du dringend und wenn du das Gefühl hast, du fällst in Ohnmacht, kannst du schon den Rettungsdienst rufen.

P!Asp;orts


Das Ganze ist bereits beim Hausarzt und beim Kardiologen bekannt und es wurde und wird versucht das Ganze medikamentös und operativ zu beheben, was bislang aber scheiterte.

Der Umstand besteht schon längere Zeit ja, dennoch gibt es Tage an denen man dies schlechter toleriert als bei anderen.

Der Hausarzt kann in solchen Fällen nichts machen da er kein Kardiologe ist.

Beim Facharzt war ich selbstverständlich auch und dieser hat mich in ein Herzzentrum für einen operativen Eingriff angemeldet den ich auch durchführen ließ.

Nach dem Herzzentrum war ich wieder bei ihm und er meinte man müsse nun abwarten bis sich das Herz von dem Eingriff erholt und sehen wie es sich entwickelt und er meinte dies brauch seine Zeit. Er sagte auch wenn ich starke Probleme habe solle ich mich entweder an das Herzzentrum oder an die nächste Klinik wenden.

Es ist nicht so als hätte ich nen Faulen gemacht und wär nie beim Arzt gewesen. Gestern war die Situation äußerst beschissen und ich hab mich innerlich gefragt was ich mache wenn es morgen (also heute) genauso läuft.

Mir sind solche Beiträge wie dieser hier offengesagt ein wenig Suspekt:

Besonders an Wochenenden wird sich im Krankenhaus die ohnehin notdürftige Personalbesetzung freuen auf jemanden, der das schon länger hat...

Das klingt etwas nach dem Motto da hat jemand seit 3 Wochen Schmerzen im Knöchel und war Werktags zu Faul zum Arzt zu gehen.

Mag sein das es an meiner subjektiven Sicht liegt aber ich find die Antworten "Der und die werden sich freuen" sehr sonderbar.

Der Tenor klingt mir sehr danach dass ich wenn es mir am Wochenende sehr schlecht geht bis Montag warten muss da es erst dann wieder legitim ist um Hilfe zu bitten.

Hier ging es nicht um die Frage ob es gerechtfertigt ist im Krankenhaus vorstellig zu werden sondern um die Frage ob in solchen Fällen ein Rettungsdienst gerechtfertigt wäre weil Selberfahren wohl ne schlechte Idee wäre.

Der Tipp mit dem Taxi ist gut, danke. Darauf bin ich nicht gekommen.

Ich bin ehrlich dankbar für die Antworten. Ich finde aber man sollte sich mit Einschätzungen wie "Personal wird sich freuen" zurückhalten.

Bezweifel stark dass Ärzte und Schwestern angesäuert wären wenn ich dort um Hilfe bitte immerhin wissen die ja über mich bescheid durch div. OPs und Aufenthalte.

@ sternke

auch wenn mein Mann mich nach Bad Oyenhausen fährt (400km). Abends um 6 war ich dann da, am anderen morgen kathetert und mal wieder den verengte Stent aufgedehnt. Ist nicht unbedingt zur Nachahmung geeignet.

War auch zuletzt in Bad Oeynhausen für eine OP. Bad Oeynhausen ist ein Fabelhaftes Herzzentrum x:)

@ onodisep

Was versteht man denn unter selektiven Betablockern? Bisher kam Bisoprolol in der maximal Dosierung zum Einsatz.

Wäre nett wenn du die Zeit hast mir zu sagen was mit selektiven Betablockern der neuen Generation gemeint ist, dann würd ich das Thema mal mit meinem Kardiologen durchsprechen.

Ich bin ende 20 und bin Sportlich / Schlank. Es besteht auch keinerlei Konsum von Alkohol, Tabak oder Drogen.

Danke nochmals an alle die sich an der Diskussion beteiligt haben.

s=terxnke


@ PAsports ,

ja in Bad Oeynhausen ist man in den besten Händen.

Ich verstehen übrigens dein Anliegen sehr gut. Das gesundheitliche Level ist eh nicht so hoch, man arangiert sich irgendwie damit und plötzlich geht es noch weiter nach unten. Dann kommt die Angst dazu und man überlegt ob man ärztliche Hilfe braucht.

Ich bin der Meinung wenn du denkst jetzt geht es mir so beschixxen, jetzt brauche ich dringend Hilfe, dann solltest du nicht über ein Taxi nachdenken sondern 112 anrufen. Deine Unterlagen ( Arztberichte, Krankenhausberichte) hast du griffbereit liegen?

Ich wünsche dir gute Besserung. Das Wetter ist auch nicht herzfreundlich, aber machen wir das Beste draus.

L2ive9rpxool


Hier ging es nicht um die Frage ob es gerechtfertigt ist im Krankenhaus vorstellig zu werden sondern um die Frage ob in solchen Fällen ein Rettungsdienst gerechtfertigt wäre weil Selberfahren wohl ne schlechte Idee wäre.

Der Rettungsdienst ist dann angebracht, wenn dein Gesundheitszustand so schlecht ist, dass er sofortiger medizinischer Behandlungs bedarf und du bereits auf der Fahrt ins Krankenhaus dringend medizinisch überwacht und bereut werden musst.

Wenn es nur darum geht, dass du nicht selbst fahren kannst/willst, kannst du dir ein Taxi nehmen oder dich von Freunden/Verwandten fahren lassen.

Die Frage ist: was erwartest du vom Rettungsdienst? Was sollen die mit dir machen? Benötigst du für die Fahrt medizinische Betreuung oder Behandlung?

Außerdem spricht man von einem Schockzustand, wenn Dein Puls höher als der erste Blutdruckwert ist, was bei Dir der Fall zu sein scheint. Puls 140, Blutdruck 110 = Schock.

Nenene, sooo simpel ist das dann auch wieder nicht. Es ist durchaus richtig, dass ein Schock mit niedrigen Blutdruckwerten und erhöhter Herzfrequenz einhergeht aber nicht jeder, dessen Puls mal über den systolischen Wert ansteigt, befindet sich automatisch in einem Schockzustand. Würde man nach dieser "Fasutformel" gehen, hätte ständig Menschen einen Schockzustand. Allerdings ist der Schock ein lebensbedrohliches Krankheitsbild mit welchem man nicht mehr vorm PC sitzt und überlebt ob man zum Arzt sollte oder nicht. Ein Schock ist auch kein Zustand, mit dem man tagelang rumläuft und der mal kommt und mal geht. Das ist eine akute Erkrankung, die sich innerhalb kürzester Zeit dramatisch verschlechtert. Und für die es bestimmte, schwerwiegend Ursachen braucht. Das tritt nicht einfach mal eben so auf.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Schock_(Medizin) Wikipedia Schock ]]

L'iver,pooxl


[[https://de.wikipedia.org/wiki/Schock_(Medizin) Wikipedia Schock]]

Irng1efaexra


So jung und sportlich und so herzkrank? Vielleicht hast du eine Form der Re-Entry-Tachykardie, z. B. ein Wolff-Parkinson-White-Syndrom (hat nichts mit dem bekannteren Parkinson-Syndrom zu tun). Hierbei bestehen zusätzlich zu den natürlichen elektrischen Leitungsbahnen im Herzen weitere, sodass zu viele elektrische Reize übertragen werden. Grob gesagt. Das kann man z. B. dadurch behandeln, dass mit einem Herzkatheter die zusätzlichen Bahnen vernarbt werden und somit nicht mehr leiten (Ablation).

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