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Ist dieses Belastungs-Ekg aussagekräftig?

c;ybevrcgnoxm hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Kurze Vorgeschichte: Meine Freundin (25 Jahre, sportlich) war vor ca. 2 Monaten für 2 Tage im KH, da sie unerklärliches Herzrasen (Puls immer bei 105-115) und ziemlich schwanken Blutdruck hatte. Dort konnte nichts diagnostiziert werden (Langzeit-EKG, Langzeit-BD, Blutgase, Lungenfunktion war ansheinend alles OK). Darauf hin wurde sie noch beim Kardiologen mit Ultraschall untersucht, aber auch hier war alles OK.

Die Ärztin hat aber zur letzten Sicherheit noch ein Belastungs-EKG angeordnet.

Die Dame hat sie einfach auf ein Liegefahrad gesetzt, ohne Erklärung, ohne Instruktionen. Dann hieß es nach 2-3 Minuten: Jetzt treten sie mal bitte los. Die Leistung wurde in 25W-Schritten alle 40-50 Sekunden erhöht.

Bei 150W, HF150 und BD 170/90 wurde die Untersuchung beendet. Das Ganze hat insgesamt keine 10 Minuten gedauert.

Laut Ärztin ist alles ok, allerdings habe ich ein wenig Zweifel, ob die Durchführung überhaupt Sinn gemacht hat.

Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass ein solches Belastungs-EKG nur dann aussagekräftig ist, wenn der Patient zumindest annähernd ausbelastet wird. Das war bei ihr definitv nicht mal ansatzweise der Fall. Außerdem werden meines Wissens nach die Belastungsstufen in 2-3 Minuten-Schritten erhöht. Kalt und im Liegen mal eben 150W treten ist halt nicht wirklich sinnvoll...

Die Frage ist auch, ob es bei einer sportlichen jungen Frau sinnvoll ist, auf so einem Sitz-/Liegefahrad zu treten!? Ich kenne es von mir selber, im Fitnessstudio bringe ich auf diesen Sitzdingern nicht die halbe Leistung (und dümpel HF-mäßig irgendwo bei 60% rum, deshlab wenn überhaupt nur zum Aufwärmen) wie auf einem "normalen" Fahrrad.

Da meine Freundin in letzter Zeit immer mal wieder über auftretende Atemnot beim Sport ("da musste ich schon wieder ganz schön pumpen") klagt, weiß ich nun nicht, ob wir nicht nochmal zu nem anderen Arzt gehen oder ne andere Untersuchungsmethode probieren sollten...

Vielen Dank für Meinung.

Antworten
P4As_ports


Deine Freundin hat den kompletten Basic Check bekommen der zur Verfügung stand.

Langzeit EKG, Langzeit BD, Lungenfunktionstest, EKG, Echo und Belastungs EKG.

Alles war o.B, anbetracht dessen und des jungen Alters deiner Freundin kann man davon ausgehen dass mit dem Herz alles in Ordnung ist.

Ich weiß aber nicht so recht was du mit "ohne Erklärung, ohne Instruktionen" meinst. So ein Belastungs EKG ist in der Regel eigentlich selbsterklärend. Die Anordnung auf welchen "Wert" das ganze gehalten werden soll wird die Ärztin sicher erwähnt haben, da bin ich mir sicher.

Ich denke mal dass die Ärztin das Belastungs EKG bisschen verkürzt hat weil die Werte im Verlauf ok waren und abzusehen war das auch bei weiterer Belastung nichts auffälliges auftritt. Da spielen halt auch die Erfahrungswerte der Ärzte mit rein.

"Kalt mal eben 150W treten ist halt nicht wirklich sinnvoll"

Warum denn nicht? Wenn sich der Patient vorher aufwärmt dann pendelt sich auch die HF ein. Ziel ist u.a aber die Herzfrequenz zu sehen bei plötzlicher steigender Belastung.

Die Atemnot bei Sport hat vielleicht die Ursache in der falschen Atmung während der sportlichen Betätigung.

Gäbe es ein Problem am Herz oder an der Lunge wäre dies bei den o.g Untersuchungen mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgefallen.

Klar könnt ihr noch bei einem anderen Kardiologen ein Belastungs EKG machen wenn ihr zweifelt, ich bezweifel aber sehr stark das dort irgendein Befund erhoben werden kann.

c`yberng0nom


Also zunächst einmal: während des Tests war keine Ärztin anwesend. Alles wird von einer sehr wortkargen Arzthelferin durchgeführt.

Die einzigen Sätze waren: bitte freimachen, ich zeige das (ruhe)ekg kurz der Ärztin, jetzt lostreten, jetzt aufhören.

Absolut lustlos und genervt...

Und selbsterklärend ist dieser Test meiner Meinung nach überhaupt nicht.

Worum geht es?

Wie genau läuft es ab?

Worauf muss geachtet werden?

Ab wann ist der Test aussagekräftig?

Ja, es wurden alle Grundtests gemacht. Getestet werden kann viel, wenn ein Test schon nicht ganz korrekt abläuft, woher sollen wir wissen, ob alle anderen richtig waten?

Meinem Verständnis nach, und so wie es mir bei meinem Test erklärt wurde, ist das Ziel eines Belastungs-EKGs klar definiert: der Patient soll so nah wie möglich an seine Belastungsgrenze (max. HF) geführt werden um eventuelle Probleme unter Belastung zu entdecken. Und NUR wenn es in Richtung max HF geht, ist eine aussagekräftige Diagnose möglich.

Da frage ich mich dann, welche Aussage der Arzt bei dem genannten test machen kann, wenn nicht mal ansatzweise eine Ausbelastung in Sicht war?

Und das liegt natürlich auch an der Durchführung. Belastungssteigerung alle 40-50 Sekunden ist einfach zu schnell. Bei mir waren es 2-3 Minuten auf jeder Stufe.

Wie bereits erwähnt, kann eine maximale belastung auch nicht auf so einem Liegefahrrad erzielt werden.

Mal zum Vergleich: wenn diese unangenehme kurzatmigkeit/brustdrücken bei ihr auftritt ist sie in einem Pulsbereich von 180+, was sie bisher immer über längere zeit ohne Beschwerden ausgehalten hat.

LQaRucxola


ja mei, dann geht zum Hausarzt und macht noch so ein Ding.. Termin dafür ist schneller vereinbart als hier so ein Text geschrieben ;-).

LkaRucxola


Also, konkret ist der Sinn dieses Fadens unklar. Du stellst im Titel zwar eine Frage, aber Du bist ja nicht wirklich bereit, darüber zu diskutieren, ob das EKG sinnvoll war. Deine Meinung steht fest. Was soll man da noch sagen?

cmybergnxom


Für mich steht nicht FEST, wie die Untersuchung zu bewerten ist. Wenn dem so wäre, würde ich entsprechend handeln.

Ich sage nur, dass es MIR persönlich seltsam vorkommt. Zum einen aus eigener Erfahrung, zum Anderen durch "Recherche" im Internet.

Nur mit einer Antwort "die Ärztin wird schon wissen was sie tut" kann ich halt nicht viel anfangen. Wenn dem so wäre, könnte man das ganze Forum hier dicht machen und blind auf alles vertrauen, was ein Arzt sagt...

Sfilve2rPeSarxl


Ich würde mal die Blutwerte Deiner Freundin anschauen, falls das im KH nicht gemacht wurde. Die schauen nämlich nur seltenst nach Werten wie TSH und Ferritin, was beides ein Grund für die Atembeschwerden und das Herzrasen sein könnte.

Ansonsten kenne ich das Belastungs-EKG auch anders. Ich hab die selber durchgeführt und normalerweise wird in 2 Minuten Schritten erhöht und alle 2 Minuten auch der Blutdruck gemessen und das so lange, bis der Patient von selber nicht mehr kann oder aber die Werte eben nicht mehr vertretbar sind.

Außer natürlich man hat nen Spitzensportler vor sich, den man in der Praxis nicht ausbelasten kann. Hatte ich auch schon.

P!A3sportxs


Also zunächst einmal: während des Tests war keine Ärztin anwesend. Alles wird von einer sehr wortkargen Arzthelferin durchgeführt.

Bei einem Belastungs EKG muss kein Arzt anwesend sein. Es reicht wenn ein Arzt in greifbarer Nähe ist.

Ich schrieb Ärztin weil aus deiner Schilderung eher hervor ging als wäre eine anwesend gewesen.

Ich find es etwas kurios das du anprangerst man hätte deiner Freundin keine Infos gegeben, wenn dem Patienten fragen auf der Zunge liegen dann kann sie doch fragen oder?

Durch meine Herzerkrankung hab ich schon einige Belastungs EKGs gemacht (u.a ein paar in einer rennomierten Herzklinik) und da wurden solche Fragen auch nicht besprochen. Denn es dürfte für jeden Anwesenden klar sein dass erwachsene Menschen bei Unklarheiten fragen stellen können.

Ja, es wurden alle Grundtests gemacht. Getestet werden kann viel, wenn ein Test schon nicht ganz korrekt abläuft, woher sollen wir wissen, ob alle anderen richtig waten?

Woher willst du das denn beurteilen dass der Test "schon nicht ganz korrekt abgelaufen" ist?

Vorallem besprechen wir hier gerade ein subjektives Patienten empfinden welches möglicherweise auch nicht so ganz objektiv ist.

Wenn trainierte junge Menschen vor einem sitzen weicht man von den grundlegenden Richtlinien auch mal ab um etwas Zeit zu sparen, das heißt aber nicht dass die Untersuchung dann nicht korrekt abgelaufen ist.

Wird schon nen Grund gegeben haben wieso das ganze bei 150 Watt beendet wurde und wie gesagt, nur weil es subjektiv für deine Freundin ggf. zu früh war heißt es nicht dass es objektiv gesehen ebenfalls so ist.

Das Herz ist nicht erst bei der maximalen Herzfrequenz belastet, die Belastung wird kontinuierllich gesteigert und anhand dessen sieht man wie sich das Herz verhält.

Das Herz fängt nicht erst bei der maximalen Herzfrequenz an zu streiken, 150 watt entsprechen schon einer starken körperlichen Belastung (im medizinischen Sinne).

Wie bereits erwähnt, kann eine maximale belastung auch nicht auf so einem Liegefahrrad erzielt werden.

Sagt wer? Weil du beim Fitness Sport solche Erfahrungen gemacht hast?

Ich sage nur, dass es MIR persönlich seltsam vorkommt. Zum einen aus eigener Erfahrung, zum Anderen durch "Recherche" im Internet.

Euch steht es doch frei zu einem Niedergelassenen Kardiologen zu gehen und das ergebnislose Basic Check-Up wiederholen zulassen.

Ich find es nur ein wenig kurios dass der Patient meint entscheiden zu können welche Untersuchungsmethode gewählt wird.

Auch Ärzte im Krankenhaus schießen sich ihre Zulassung nicht auf der Kirmes. Wenn man meint sich lieber auf das Internet verlassen zu müssen, bitte. Nur zu.

LeaRrucoxla


Die Frage kann man doch nur mit "jein" beantworten.. eine gewisse Aussagekraft hat das natürlich, aber auch nicht 100% der Weisheit letzter Schluss.

Ich seh da echt kein Diskussionspotenzial.

Bzen`itaxB.


... und hier steht nicht, dass die Freundin den hohen Puls auch bei sportlichen Aktivitäten hat. Sonders es trat dann wohl eher aus dem Nichts auf. Das kommt so auch psychosomatisch vor.

Da keine Krankheit gefunden wurde, würde ich sehr dankbar sein, statt sich um Gegebenheiten einer Untersuchung zu kümmern, die ja wohl von Fachleuten genau soooo entwickelt wurde.

Bei Vorhandensein eines wirklich kranken Herzens hätte sich sicherlich ein Befund ergeben.

mNnef


Einen Puls von etwas über 100 würde ich nich nicht Herzrasen nennen und 2 Tage in KH gehen, aber gut.

Von welchen Blutdruckwerten reden wir hier und wer hat sie in welcher Situation gemessen?

Nimmt deine Freundin die Pille oder andere Medikamente? Ernährung sieht wie genau aus? Eisenmangel ausgeschlossen?

auftretende Atemnot beim Sport ("da musste ich schon wieder ganz schön pumpen")

Zwischen wirklicher Atemnot und dem eher flapsigen "Da musstei ch aber ganz schön pumpen" liegen Welten. Seit welchem Zeitraum hat sie wie starke Leistungseinbußen genau?

Also zunächst einmal: während des Tests war keine Ärztin anwesend. Alles wird von einer sehr wortkargen Arzthelferin durchgeführt.

Die einzigen Sätze waren: bitte freimachen, ich zeige das (ruhe)ekg kurz der Ärztin, jetzt lostreten, jetzt aufhören.

Absolut lustlos und genervt...

Normaler Ablauf, bringt nichts wenn der Arzt höchstpersönlich daneben stünde. Eine genervte Arzthelferin ist zwar nicht prickelnd, aber letztlich auch schnuppe. Ihr wollt ja nicht beste Freunde werden.


Macht deine Freundin sich auch einen Kopf oder geht das eher von dir aus?

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