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Herzrhythmusstörungen oder doch etwas anderes? Bitte Meinungen!

M"ar=v|olo hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

ich bitte euch, dass ihr euch etwas Zeit nehmt für meinen Beitrag hier, denn es quält mich in letzter Zeit nur noch. Im Voraus sage ich schon einmal ganz herzlichen Dank für eure Zeit und Mühe, aber eure Meinungen würden mir wirklich helfen - natürlich schätze ich jede Antwort und Meinung hier, würde mich aber auch über Meinungen von den alten "Herzprofis" hier im Forum freuen, die sich da ziemlich gut auskennen.

Ich versuche, alles so kurz wie möglich zu schildern, damit es kein zu langer Text gibt. Ich möchte euch auch von Herzen bitten, diese Anfrage ernst zu nehmen, auch wenn die Schilderung vielleicht etwas ungewöhnlich klingen mag! Aber ich würde gerne endlich dahinter kommen, was mich plagt.

Kurz zu mir: männlich, 26 Jahre, nicht wirklich übergewichtig, allerdings bislang auch gar kein aktiver Sport, noch nie Alkohol und noch nie geraucht.

Seit einiger Zeit spüre ich immer mal wieder etwas komisches in meiner Brust. Es ist nicht ganz leicht zu beschreiben, weshalb ich auch beim Kardiologe meine Probleme hatte, ihm genau zu berichten, was ich verspüre...

Ab und an verspüre ich eine Art Gefühl, wo es mir für 2 oder 3 Sekunden in die Brust fährt, aber ohne Schmerz und in den 3 Sekunden spüre ich einfach deutlich den Herzschlag. Nicht Stolpern oder Aussetzen, sondern einfach plötzlich 2 oder 3 Schläge lang spürbar in der Brust. Dieses "In-die-Brust-Fahren" fühlt sich eventuell am ehesten so an, als würde man beim Trepp-Abgehen eine Stufe verpassen, nur dass es einem dann nicht in den Bauch fährt, sondern bei mir in die Brust im Herzbereich. Ich denke deshalb, dass es vom Herz kommen muss.

Dieses komische Gefühl trat bis vor kurzem nur ganz selten bei mir auf - im letzten Jahr z.B. habe ich es zum ersten Mal gespürt und da war es in einer Phase der sexuellen Erregung (also noch vor dem sexuellen Orgasmus, da war der Puls noch nicht so hoch wie dann nach dem sexuellen Orgasmus). Nach dem Höhepunkt trat dies aber nicht mehr auf und der Herzschlag war stets regelmäßig, zwar erhöhter Puls, aber kein Stolpern oder sonstiges. Auch bei normaler Belastung (z.B. Belastungs-EKG) ist der Herzschlag regelmäßig und schnell.

Da ich auch sonst nie Extraschläge oder Stolpern (bewusst) gemerkt habe, war damals meine erste Vermutung: das muss vielleicht irgendwie mit der Phase der sexuellen Erregung zusammenhängen. Werden da vielleicht gewisse Hormone oder Enzyme frei, die soetwas auslösen könnten? Aber wenn das so ist, warum kommt es dann nicht jedes Mal und man könnte es damit bewusst auslösen oder provozieren? Denn dies ist nicht der Fall, es ist nicht so leicht reproduzierbar.

Damals hatte ich das bereits schon so dem Kardiologen erklärt, so gut beschrieben wie es eben ging, habe mich auch nicht gescheut zu sagen, dass ich es eben erstmals in der Phase der sexuellen Erregung gespürt habe, auch wenn das ja ein etwas ungewöhnliches Thema ist.

Er hat die Standarduntersuchungen damals gemacht: Belastungs-EKG, Ultraschall, Blutprobe, Lungenfunktionstest, Langzeit-EKG.

Alles unauffällig. Im Zeitraum des Langzeit-EKGs erinnere ich mich heute noch, dass glaube ich 2 dieser komischen Empfindungen mal auftraten, diesmal auch außerhalb der sexuellen Erregungsphase. Ich habe gleich die Uhrzeit notiert, damit es auf dem EKG leichter zu finden wäre. Bis auf die 2 komischen Empfindungen habe ich aber nichts aktiv gespürt, so meine Erinnerung.

Die Auswertung des Langzeit-EKGs ergab damals dann laut Kardiologe: "auch alles super", scheinbar in 24h 6 Extrasystolen.

Mehr sagte er nicht dazu. Er ging auch nicht auf die von mir extra mit Uhrzeit notierten Empfindungen ein. Ich war zwar sehr froh, andererseits kam ich immer noch nicht dahinter, was das sein sollte. Zudem war ich verwirrt: 6 Extraschläge, aber alles was ich aktiv wahrgenommen hatte waren ca 2 von diesen komischen Empfindungen??!

Danach waren dann sogar diese Empfindungen plötzlich weg und es war alles wie immer.

Vor ca 4 Wochen dann musste ich allmählich eine Art Herzangst entwickelt haben, auch aufgrund äußerer Umstände, wenn ich hier und da mal was im Bekanntenkreis gehört hatte bezüglich Herz/Herzerkrankungen.

Ich wurde unruhig innerlich und bekam Angst und prompt kamen diese oben genannten Empfindungen wieder - nur diesmal öfter und regelmäßiger als im letzten Jahr und selbstverständlich auch außerhalb der sexuellen Phasen.

Dies trieb mich noch mehr in die Angst. Letztes Jahr hat mir mein Kardiologe Tromcardin empfohlen, was ich nehmen könnte - da alles letztes Jahr kurz nach dem Langzeit-EKG aber von alleine weg war, habe ich es damals nicht genommen.

In den letzten Wochen habe ich es mal eine Woche lang genommen und ich meine zu glauben, dass diese Empfindungen weniger wurden. Habe es dann aber wieder abgesetzt, weil ich nicht wusste, wie lange ich diese nehmen soll. Darin enthalten ist Kalium und zuviel Kalium sei genausowenig gut wie zu wenig, las ich.

Diese Empfindungen und meine Unruhe und Angst bezüglich Herz ließen nicht nach und schließlich bin ich letzte Woche wieder zum Kardiologen (da ich vermutete, dass dies eine Kopfsache wäre und dann endlich durch den positiven Befund wieder Ruhe haben würde, wenn ich wüsste, alles wäre in Ordnung).

Ich habe ihm diese komischen Empfindungen wieder beschrieben und auch, dass ich in den letzten Wochen ziemlich unruhig und ängstlich war (da waren auch Schwindel, Müdigkeit und hoher Puls, erhöhter Blutdruck mit dabei als Begleiterscheinungen).

Er hat die gleichen Untersuchungen wieder eingeleitet wie letztes Jahr, Belastungs-EKG war scheinbar ohne Auffälligkeit, das Herzecho konnte er aber beim ersten Termin nicht machen, da mein Puls ziemlich hoch war (vor Aufregung und noch vom Belastungs-EKG, wo sie mich direkt danach gleich zum Ultraschall brachten).

Gestern war also der zweite Termin, vom Ultraschall - das war laut seinen Worten auch unauffällig, obwohl er mittlerweile auch von meiner Nervosität und Unruhe bezüglich Herz weiß.

Während den Untersuchungen traten diese Empfindungen natürlich nicht auf, wie immer, wenn man beim Arzt ist. Der Vorführeffekt!

Allerdings gab es eine Auffälligkeit: Bei der Blutprobe dieses Mal war im Vergleich zu letztem Jahr alles ähnlich/im Rahmen, außer beim Schilddrüsenwert wäre dieser "leicht erhöht". Er hat mir die Blutprobenauswertung nicht mitgegeben, aber ich erinnere mich, dass der Grenzwert bei 17 lag, meiner aber bei 19,5.

Er verwies mich daher zu seiner Frau, die sich darauf spezialisiert habe und ich nächste Woche zum Echo soll. Woher der plötzliche Anstieg des Werts kam und ob es sich hierbei um eine Über- oder Unterfunktion handelt - ich habe keine Ahnung. Vor einem 3/4 Jahr waren alle Blutwerte noch OK.

Das einzige was kam, war vor 4 Wochen die innere Unruhe und Angst und eine Erkältung hatte ich auch Anfang Juni. Ob dies den Wert verändern kann?? Keine Ahnung.

Ich solle weiterhin Neurexan für die Beruhigung nehmen und in 4 Wochen wäre ein allerletzter Kontrolltermin und wenn ich wollte, würde er dann auch nochmal ein Langzeit-EKG machen, falls bis dahin diese Empfindungen immer noch nicht weg wären, die er vermutlich der Psyche/dem Kopf/der inneren Unruhe zuschreibt und ich eigentlich auch.

Ich kam daher gestern aus der Praxis und dachte jetzt finde ich endlich wieder Ruhe - ich glaub(t)e auch, dass diese Empfindungen vielleicht nicht direkt vom Herz kommen, sondern woanders ihren Ursprung haben, vielleicht wegen meiner Unruhe und Herzängste und das veg. Nervensystem diese dann auslöse.

Allerdings, trotz des Wissens, dass gestern auch das Herzecho ohne Befund war, habe ich diese komische Empfindung heute wieder schon 2x gespürt und ich glaube auch - und das wäre neu - dass auch ein Stolperer dabei war. Diese habe ich bislang nämlich nie aktiv gespürt. Ich freute mich gestern, dass jetzt vielleicht endlich wieder alles "back to normal" wäre und auch diese komischen Palpitationen/Empfindungen weg wären, da ich nun definitiv weiß, dass alles OK ist, aber leider sind sie noch da.

Ich würde einfach gerne dahinter kommen, was diese Empfindungen zu bedeuten haben und will endlich das Kind beim Namen nennen können. Wenn es eine reine Kopfsache wäre, dann müssten die doch jetzt, da ich weiß, dass alles in Ordnung war, nachlassen? Aber ich habe trotzdem gestern Abend wieder eine Art Engegefühl auf der Brust gehabt, atme dann flacher und diese Empfindungen kommen dennoch ab und zu. Schlafen kann ich allerdings tief und fest und ruhig.

Noch dazu nun dieser auffällige Schilddrüsenwert, den ich mir nicht erklären kann.

Bitte gebt mir eure Meinungen/Ratschläge - was könnte das sein? Kommt es von der Schilddrüse? (aber unwahrscheinlich, denn letztes Jahr war diese Empfindung auch bereits da, wie oben beschrieben und da waren alle Blutwerte OK). Ist es durch die Angst/Unruhe? (Möglich, aber letztes Jahr hatte ich keine Unruhe/Angst und da kam diese Empfindung trotzdem, zwar selten aber doch z.B. auch bei der sexuellen Erregung).

Ich will einfach total gerne dahinter kommen, wissen was es ist und woher es kommt. Auch habe ich Sorge bezüglich des Stolperers, den ich vorhin wahrnahm, bzw. glaubte ihn wahrgenommen zu haben - habe sonst bislang immer komplett beschwerdefrei gelebt und vom Herz her nie etwas bewusst wahrgenommen, nicht einmal den Herzschlag oder Puls, deswegen bin ich beunruhigt, dass ich es fortan ständig wahrnehmen MUSS. Ich war bislang froh, dass ich nie etwas gespürt habe und will es auch künftig nicht spüren müssen!

Liebe Grüße und herzlichen Dank für eure Zeit und Mühe!! @:) :)_

Antworten
B7enitCaB. hat geantwortet


Je mehr man sich drauf eicht, jeden Extraschlag auch zu registrieren, um so mehr Aufmerksamkeit man den Dingen widmet, um so mehr macht man sich verrückt.

Statt als Fakt anzunehmen, das man das einfach haben kann, ohne jemals auch nur ansatzweise dabei krank zu sein - und dies freudig zu verinnerlichen, macht man sich verrückt mit Kopfkino.

Bei mir löst schon ein Verdicker im Eis oder Joghurt solche Sachen aus.

Nie, nie nie wird ein Arzt bei jemanden, wo er das Herz als gesund betrachtet, irgendeinen Spürsinn entwickeln, warum wieso und überhaupt.

Es wäre auch für die Seele entspannter, die Tatsache der Gesundheit zu akzeptieren und einfach damit zu leben... Vielleicht sogar bis zum 100.

A/nkxa101 hat geantwortet


Schilddrüsenwerte können sich vorübergehend durch Infektionen oder Stress verändern.

Das pegelt sich von alleine wieder ein.

Extrasystolen können ganz verschiedene Auslöser haben. Zum Beispiel Nervosität. Aber auch

wenn sich der Puls plötzlich ändert (z.B. beim Sport), wenn man völlig in Ruhe ist, wenn man sich

bückt und dadurch das Zwechfell hochgedrückt wird, wenn man ängstlich auf die nächste Extrasystole

wartet usw. usw.

Manche Extrasystolen spürt man gar nicht, andere besonders heftig. Auch Salven (mehrere Extraschläge kurz hintereinander) machen sich markant bemerkbar. Klar, am Anfang ist das alles sehr beunruhigend.

Das ging mir auch so. Aber wenn sich beim Langzeit-EKG zeigt, dass diese Extrasystolen harmlos sind,

müsste man eigentlich seine Angst verlieren. Übrigens: Viele Leistungssportler haben Extrasystolen.

Der Wunsch, sein Herz nie zu spüren ist zwar verständlich, aber das kann man nicht erzwingen.

Ich habe ca. 300 Extrasystolen am Tag, von denen ich unterschiedlich viele bewusst wahrnehme.

An manchen Tagen, wenn ich mein Herz als besonders unruhig empfinde, nervt es mich manchmal auch.

Dann fluche ich ein bisschen, denke aber nicht weiter darüber nach.

Wenn Du weiterhin Dein Herz so akribisch beobachtest, gerätst Du in einen Kreislauf, aus dem Du nur

schwer wieder rauskommst. Akzeptiere diese kleine Befindlichkeitsstörung und wende Dich wichtigeren Dingen zu.

Gruss

Anka

MJa\rvolxo hat geantwortet


Vielen Dank schon einmal.

Das aufreibende ist halt für mich, dass ich bis vor kurzem mein Herz wirklich nie gespürt hatte. Das ist nicht untertrieben, weder Extrasystolen noch sonstiges.

Und selbst bei den Extrasystolen waren es letztes Jahr laut Langzeit-EKG nur 6 in 24h.

Ich befürchte, dass das momentan viel mehr ist und hoffe, dass dies wieder weggeht und so wird wie es vorher war.

Zudem würde ich gerne dahinter kommen, was dieses komische Gefühl ist, was ich immer in der Brust verspüre und wo ich dann für 2 Sekunden stark den Puls spüre. Ich würde einfach gerne wissen, ob man das auch zu den Extrasystolen zählt oder ob es womöglich ganz woanders herkommt...

A:n?kya10m1 hat geantwortet


Lieber Marvolo,

die Ansprüche an Dein Herz, es nie zu spüren , sind etwas unbescheiden und auch unrealistisch.

Dieses Organ reagiert halt auf alles Mögliche, und das in der Regel spürbar. Das ist normal.

Dein komisches Gefühl in der Brust könnten Salven sein. Das sind ein paar besonders starke

Extraschläge kurz hintereinander. Da Du gut untersucht wurdest kannst Du davon ausgehen,

dass sie harmlos sind.

Jetzt etwas Beruhigendes: ich bin davon überzeugt, dass es bei Dir wieder so wird wie früher.

Vorausgesetzt, Du achtest nicht mehr so auf Dein Herz, denkst nicht ständig darüber nach

und lebst einfach so unbeschwert wie früher. Wenn das Herz sich wieder meldet, ignoriere

es einfach. Du musst loslassen !!!! Dann hast Du die Chance, wieder der "Alte" zu werden.

Glaube es mir, ich weiss wovon ich rede. Aber ich kann Dir nicht versprechen, dass Dein

Herz nie vor Freude klopft.

Gruss

Anka

Mqar"voxlo hat geantwortet


Liebe Anka,

vielen Dank für diesen Beitrag!!

Ich vermute nicht, dass es Salven sind, denn das wären ja Schläge außerhalb des Taktes bzw. Rhythmuses. Und ich spüre bei diesen Episoden, dass der Herzschlag nicht aus dem Takt ist, sondern eben einfach plötzlich deutlich spürbar für 2 oder 3 Schläge, dann ist es wieder weg.

Ganz schwer zu beschreiben, ich weiß. Deswegen hoffe ich, dass ich diese "Episoden" vielleicht doch einmal während eines Langzeit-EKGs aufgezeichnet bekomme, dann wird sich ja zeigen, ob diese überhaupt auf dem EKG zu sehen sind oder nicht. Falls nicht, würde es mir vielleicht leichter fallen, die künftig zu ignorieren, denn dann wüsste ich ja, dass sie nicht vom Herz her kommen.

Und dass man das Herz immer mal spürt, ist mir natürlich auch bewusst. Was ich meinte war eher darauf bezogen, dass ich vorher eben nie diese "Episoden" gespürt habe und auch keine Extrasystolen oder ähnliches. Natürlich spüre ich wenn der Herzschlag mal schneller geht beim Sport oder ähnlichem, aber das empfand ich bislang nie als merkwürdig oder komisch, oder gar bedrohlich.

A9nka1x01 hat geantwortet


Lieber Marvolo,

leider fällt mir zu Deiner komischen Empfindung nichts mehr ein. Aber Du könntest mal beobachten,

ob sie von Deiner Körperhaltung abhängig ist. Vielleicht immer dann, wenn Dein Oberkörper

gebeugt ist ? Dann könnte es sich um ein orthopädisches Problem handeln.

Ansonsten bin ich mit meinem Latein am Ende.

Ich möchte Dir aber noch einen Tipp geben. Wenn Du wieder mal ein Langzeit-EKG machen lässt,

frage die Assistentin, die Dir das Gerät anlegt, ob die Uhrzeit richtig eingestellt ist.

Ich habe es nämlich erlebt, dass ich während dem Langzeit-EKG eine sehr schmerzhafte Extrasystole

hatte und nun wissen wollte, was da passiert ist. Der Arzt hat bei meinem angegebenen Zeitpunkt

gar keine Extrasystole gesehen und wir haben uns etwas in die Haare bekommen, weil ich eben

genau wusste, dass ich eine hatte. Ich liess mir das ganze EKG ausdrucken und stellte fest,

dass die Uhrzeit am Gerät gar nicht gestimmt hat. Somit war für mich die ganze Untersuchung

umsonst.

Na ja, wo Menschen arbeiten werden halt Fehler gemacht. Aber wie man so schön sagt:

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser !

Gruss

Anka

Fuix 6unud Foxxie hat geantwortet


@ Marvolo:

Ich kann mir in ungefähr vorstellen, was du meinst. Es ist so ein Gefühl, wenn einen ein Schreck durch die Glieder fährt, oder? Ich kenne dieses Gefühl auch, habe das manchmal, wenn ich kurz vorm Einschlafen bin, sonst eher selten. Habe das beim Arzt nie erwähnt. Da ich eh 1 x im Jahr zum Kardiologen zur Kontrolle muss u. da außer Extrasystolen und ein leichter Mitralklappenprolaps nichts ist, ist dieses Gefühl sicher auch nichts gefährliches. Du hattest ja nun schon mehrere EKG' s u. nie wurde was gefunden. 6 Extrasystolen in 24 h sind übrigens gar nichts, da kannst du froh sein. Versuche mal, wieder ein bisschen runterzufahren u. tief und ruhig durchzuatmen u. dich nicht so auf dein Herz zu konzentrieren. :)* :)* :)*

Schilddrüsenwerte müssen nicht, nur, weil sie letztes Jahr noch gut waren, dieses Jahr auch wieder gut sein. Vllt. hast du auch wirklich was mit der Schilddrüse, gerade schneller Puls würde da auch zu einer Überfunktion passen. Bei mir waren anfangs die Werte auch noch alle in Ordnung, hatte da aber trotzdem schon ein Struma, aus dem sich später Hashimoto entwickelt hat. Wenn die Ärztin sich auf die Schilddrüse spezialisiert hat, bist du ja da in den guten Händen. Denn nicht immer erkennt man an den Schilddrüsenwerten, ob die SD krank ist. Dazu gehört auch ein Ultraschall u. evtl. auch Szintigrafie beim Radiologen.

F(ix undv Foxixe hat geantwortet


bist du ja da in den guten Händen

Das "den" bitte streichen... :=o

MZarvpol"o hat geantwortet


Ganz lieben Dank ihr beiden!! @:)

@ Fix und Foxie:

Ja, deine Beschreibung geht da schon in die richtige Richtung - ich kann es ja selber nicht genau beschreiben. Aber ja, es ist so eine Art Ziehen, nur nicht in sämtlichen Gliedern, sondern eben im Brustbereich und daraufhin fühle ich halt dann für 2 Schläge lang spürbar den Herzschlag. Wie als wenn man beim Treppabgehen eine Stufe verpasst und es einen dann so in den Magen fährt, nur bei mir eben in die Brust beim Herz.

Komisch ist nur, dass dieses Gefühl letztes Jahr das erste Mal in Ruhe während der Phase sexueller Erregung aufgetreten ist - damals hatte ich es ganz sicher mit dem Herz in Verbindung, denn es kam sonst nie, nur sporadisch während diesen erregten Momenten. Ich vermutete, dass irgendwelche Sexualhormone Einfluss auf das Herz hätten.

Dann in den letzten Wochen kam es eben wieder, aber auch erst nachdem der Angststrudel begann und ich mir ohnehin Sorgen um mein Herz machte.

@ Anka:

Vielen Dank für deinen Tipp bezüglich der EKGs. Ich hatte selbst schon an so etwas gedacht, denn das letzte Mal hatte ich diese Episoden auch ganz deutlich markiert, aber mein Kardiologe ging leider gar nicht Uhrzeit-spezifisch auf das EKG ein, hat es auch nicht ausgedruckt, sondern mir nur mündlich gesagt, es seien in 24h 6 Extrasystolen aufgetreten, alles sei OK.

Das war zwar sehr beruhigend, aber ich bin letzten Endes dennoch nicht dahinter gekommen, was diese wahrgenommenen Episoden gewesen sein könnten. Zudem traten während des letzten Langzeit-EKGs nur 2 dieser komischen Episoden auf, die ich sofort uhrzeitmäßig markiert hatte.

Ansonsten habe ich in den ganzen 24h überhaupt nichts wahrgenommen, nicht mal das schlagende Herz, so wie sonst auch. Das Ergebnis waren dann aber die besagten 6 ES, obwohl ich nur 2x meine "Episoden" wahrnahm.

Nach meiner Logik also waren diese Episoden entweder gar nicht im EKG vermerkt, oder aber sie waren Teil dieser 6 ES, dann frage ich mich aber, woher die anderen 4 kamen...

A*nka10x1 hat geantwortet


Lieber Marvolo,

wie ich ja schon erwähnt habe, können verschiedene Umstände Extrasystolen auslösen.

Darunter gehört natürlich auch sexuelle Erregung. Aber auch freudige Erregung oder wenn man

erschrickt. Praktisch alles, was den Puls beschleunigt. Da das Herz auf alle stärkeren Emotionen sofort

reagiert, hat man früher ja auch angenommen, Gefühle würden im Herzen entstehen.

Nicht umsonst ist das Herz auch ein Symbol der Liebe.

Aber auch körperliche Haltungen können Extrasystolen begünstigen. Wenn man sich bückt oder

wenn man zuviel gegessen hat wird das Herz etwas bedrängt weil das Zwerchfell hochgedrückt wird.

Deshalb haben Schwangere öfter mal Extrasystolen. Und nicht zuletzt die "Genussgifte" wie Alkohol

und Zigaretten. Und natürlich einen Elektrolyt-Mangel. Und und und......

Beim Sport können Extrasystolen auftreten, weil sich das Herz erst an den schnelleren Puls

gewöhnen muss.

Und bei einer Herzkatheter-Untersuchung kommt es zu einer stärkeren Extrasystole genau dann, wenn der Katheter ins Herz geschoben wird. Da wird man zuvor vom Kardiologe drauf hingewiesen.

Nicht jede Extrasystole spürt man. Von meinen 300 Extraschlägen nehme ich höchstens 50 wahr.

Manche Menschen wissen gar nicht, dass sie davon betroffen sind.

Die Extrasystolen sind für Dich ja auch kein Problem, sondern nur die komischen Episoden,

die Du fast nicht beschreiben kannst.

Ich kann das ja gut verstehen. Nur Sorgen solltest Du Dir keine machen. Es ist mit Sicherheit harmlos

und vergeht ganz bestimmt auch so, wie es gekommen ist.

Gruss

Anka

S}heiQlagh hat geantwortet


Herzneurose *:)

Dein Ansprechpartner sollte ein Psychotherapeut oder ein Psychiater sein.

Beim Kardiologen hast Du nix mehr verloren oder zu gewinnen.

Alles Gute für Dich! :)*

MNarvoxlo hat geantwortet


Danke für die bisherigen Meinungen!!

Also, soweit bin ich nun mit meinen Recherchen gekommen und ich denke, es könnte schon durchaus oder teilweise Sinn ergeben:

Exogene Ursache: Psychische Angst/Stress (plötzliche Herzangst) & ständige innere Angespanntheit --> setzt allerlei Stresshormone frei --> Dies widerum hat bzw. KANN, wie ich nun gelesen habe, zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen, daher auch der ganz plötzlich leicht erhöhte Schilddrüsenwert in meinem ansonsten (laut Kardiologe) unauffälligen großen Blutbild. --> Ein gesteigerter Schilddrüsenwert kann sich in erhöhtem Blutdruck (bei mir der Fall; im Vergleich zu letztem Jahr um mindestens 10 oder 15 erhöht) und auch Herzrhytmusstörungen äußern.

Diese Wahrnehmungen am Herzen widerum bekräftigen die Ängste & Sorgen --> Ein Teufelskreis.

Zu klären wäre halt jetzt nur noch, ob diese "komischen Wahrnehmungen, die ich habe" tatsächlich Extrasystolen sind, also Herzrythmusstörungen, oder doch nicht. Das wird wohl nur via Langzeit-EKG gehen, denn in der Arztpraxis traten die, natürlich, nie auf.

Soweit mal meine Einschätzung nach Recherchieren. Es würde die Tatsache bekräftigen, dass es hoffentlich wirklich nicht organisch ist, sondern exogene Ursachen hat, deswegen aber nicht mindergefährlich, denn auf Dauer kann dies das Herz tatsächlich auch schädigen. (Wer z.B. ständig ein hoher Puls hat, selbst wenn es nur psychische Gründe sind, der braucht irgendwann auch Betablocker)

Nächste Woche nun erstmal der Termin zum Schilddrüsen-Ultraschall und dann ist hoffentlich endlich mal wieder ne Weile Ruhe. Diese Arztrennerei will ich gar nicht erst anfangen. :(

Mla+rLvhoxlo hat geantwortet


Hallo,

sorry, dass ich nochmal stören muss hier, aber mir liegt noch mal etwas "auf dem Herzen" (ungewollte thematische Metapher):

Immer mal wieder ist mir, als würde bei geringer sportlicher Aktivität (z.B. beim Treppensteigen) eine Extrasystole oder Stolperer einsetzen. Richtig spüren tue ich es nicht, auch weiß ich manchmal nicht, ob ich es mir nur einbilde oder ob ich es mit diesem komischen Zieh-Gefühl in der Brust verwechsle, aber jedes Mal vorm Treppen-Steigen denke ich daran, ob das jetzt nicht gleich wieder kommt und werde unruhig.

Allerdings habe ich doch schon ein Belastungs-EKG hinter mir, da war scheinbar alles OK und während des Belastungs-EKGs spürte ich auch keine Extrasystolen oder Stolperer. Wie kann es denn sein, dass während dem Belastungs-EKG nichts auftritt, aber dann zuhause bei Aktivitäten wie schnellerem Laufen oder Treppen-Steigen? Zumindest kommt es mir manchmal so vor... Messen kann ich das ja mangels tragbarem EKG nicht. :-(

Es war früher, bis eben diese Phase der Unruhe in den letzten Wochen eingesetzt hat, sonst auch immer alles in Ordnung und ich habe auch bei Aktivitäten wie Treppensteigen oder ähnlichem nie irgendetwas wahrgenommen. Manchmal fällt es mir doch ziemlich schwer zu glauben, dass das wirklich alles vom Kopf oder der Psyche her kommen soll, wo ich doch nun beim Kardiologe war und mittlerweile weiß, dass soweit alles OK sein sollte (das Langzeit-EKG steht halt noch aus in 3 Wochen)...

Solangsam sollte doch dann eigentlich alles wieder "back to normal" sein??

AAnka1x01 hat geantwortet


Der menschliche Körper ist keine Maschine, die physikalischen Gesetzen unterworfen ist.

Insofern ist es müssig darüber nachzudenken, warum nun beim Belastungs-EKG keine Extrasystolen

aufgetreten sind, aber zuhause beim Treppensteigen dagegen schon.

Kardiologen wissen sehr gut, dass es oft schwierig ist, diverse Episoden im EKG zu sehen.

Warte doch mal Dein Langzeit-EKG ab. Es gibt Menschen, die haben berechtigte Sorgen, und es gibt Menschen, die machen sich unnötige Sorgen. Und zu Letzteren gehörst Du. Ich denke, Du weisst eigentlich gar nicht,

wie gut es Dir geht. Denk doch mal an wichtigere Dinge. Dein Herz ist ok und Du bist gesund !!!!

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