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Extrasystolen und versch. Arten körperlicher Belastung

M2arvoxlo hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum,

Ich suche Rat zu einem Thema, das mich etwas beschäftigt und ich traue es mich nicht ganz so explizit beim Kardiologe anzusprechen.

In 2 Wochen habe ich meinen letzten Kontrolltermin beim Kardiologe, da wäre die Möglichkeit, es noch zu erwähnen, aber ich dachte, ich suche erst mal hier Auskünfte.

Und zwar:

Mir fällt auf, dass es bei mir offensichtlich einen Unterschied macht, welche Art von körperlicher Anstrengung vorliegt, damit ich bei mir Herzrythmusstörungen bzw. Extrasystolen wahrnehme.

Es wurde vor ein paar Wochen beim Kardiologe ein Belastungs-EKG gemacht (bis 150 Watt, dann musste ich aufgrund körperlicher Erschöpfung / habe bislang nicht wirklich bewusst Sport getrieben, abbrechen). Dieses war laut Befund unauffällig. Im Arztbericht stand auch vermerkt, dass sich während und auch danach in der Abkling-Phase keinerlei Extrasystolen zeigten. So war das bislang auch bei früheren Belastungs-EKGs.

Allerdings fällt mir auf, dass ich gerade z.B. bei der Selbstbefriedigung (in der Phase vor dem Höhepunkt) manchmal (nicht jedes Mal!) Extrasystolen wahrnehme. Bislang war es meist so, dass diese alle in der Phase vor dem sex. Höhepunkt auftraten, danach habe ich eigentlich nie etwas gespürt und der Herzschlag war zwar schnell, aber regelmäßig.

Vor kurzem dann war mir allerdings so, als hätte ich zum ersten Mal nun auch nach dem sex. Höhepunkt etwas vernommen, also in der Phase wo der Herzschlag/Puls ziemlich hoch war. Das hat mich total verängstigt, weil mein Kenntnisstand ist, dass es unter körperlicher Belastung nicht zu Extrasystolen kommen sollte.

Ich traue mich eigentlich manchmal schon gar nicht mehr zur Selbstbefriedigung, weil ich jedes Mal immer ganz intensiv meinen Fokus darauf lege, ob alles (insbes. nach dem Höhepunkt) regelmäßig und ohne Extrasystolen schlägt.

Wie gesagt weiß ich nicht genau, wie ich diese Thematik beim Kardiologe ansprechen soll. Beim letzten Langzeit-EKG hatte ich mich auch bewusst einmal selbstbefriedigt, damit auch diese Phase auf dem EKG sichtbar sein würde, habe es allerdings natürlich nicht als Selbstbefriedigung betitelt, sondern als "Sport".

Damals trat in der Phase allerdings nichts auf, daher war das dann auch auf dem EKG nicht sichtbar.

Meine Frage nun: macht es denn einen Unterschied, ob ich auf dem Belastungs-EKG mich tot-strample oder sonst irgendwie draußen renne oder Sport mache und ob ich mich in einer sexuellen erregten Phase bzw. Höhepunkt befinde? Da ich dort in diesen Phasen in unregelmäßigen Abständen Extrasystolen wahrnehme beunruhigt mich das, denn im Prinzip ist das doch auch nichts anderes als körperliche Belastung

Hatte ich daher bei den Belastungs-EKGs bislang immer nur "Glück", dass dort keine Extrasystolen auftraten, oder macht es tatsächlich einen Unterschied zwischen herkömmlicher körperlicher Belastung und sexuelle körperliche Erregung mit anschließendem sex. Höhepunkt?

Ich würde diesem Punkt gerne auf den Grund kommen, weil ich weiß nicht, ob ich diese Frage genau so beim Kardiologe stellen kann? |-o

Ich hoffe auf erkenntnisreiche Antworten.

Liebe Grüße

Antworten
blayjala hat geantwortet


Ich lese hier mal mit, mir passiert das auch ab und an, bis auf die scheinbar logische Erklärung der allgemeinen körperlichen Belastung durch Erregung und co. bin ich noch auf keine einleuchtende Antwort gestoßen. Wie dich beunruhigt mich das, weil ich ebenfalls die Verbindung zwischen ES und körperlicher Belastung als gefährlich empfinde.

Bin dieses Jahr hoffentlich noch beim Kardiologen, Überweisung liegt vor, Termin muss noch vereinbart werden - bin mal gespannt was rauskommt. ???

M:arvolxo hat geantwortet


Nun, bei mir kommt es unter regulärer Belastung nicht zu Extrasystolen (meine Belastungs-EKGs waren ja bislang alle immer ohne Probleme) - auch sonst nehme ich keine Extrasystolen "spürbar" wahr. Die einzige Situation, wo ich wirklich mal 1 oder 2 Extrasystolen wahrnehme - und die bilde ich mir dann nicht ein, die spüre ich dann schon deutlich - ist eben in den Phasen der sexuellen Erregtheit, meistens allerdings vor dem sexuellen Höhepunkt, da ist der Pulsschlag auch noch nicht so schnell.

Nach dem sexuellen Höhepunkt, wenn der Puls dann deutlich schneller schlägt, gab es bislang noch keine Extrasystolen, nur einmal "war" mir mal so, aber ich kann nicht sagen, ob ich mir das nur eingebildet habe. Deswegen würde ich gerne wissen, ob es logisch ist, dass unter sexuellen Erregung mehr Extrasystolen möglich sind als normal.

FUix wund *Foxxie hat geantwortet


Marvolo, ich glaube, du hast schon eine Herzphobie entwickelt. Diese Selbstbeobachtung auf dein Herz ist nicht mehr normal. Du bist nun umfassend untersucht worden, hattest in sehr kurzer Zeit zweimal hintereinander ein LZ-EKG. Und festgestellt wurde nichts! Diese 3 - 4 Extrasystolen, die du in der ganzen Zeit hast, sind überhaupt nichts! Wenn du dich nicht so auf dein Herz fokussieren würdest, würdest du die paar ES gar nicht merken. Betätige dich körperlich, mache Sport und gehe deinen Hobbys nach, um dich mal von deinen Körpersymptomen abzulenken. Sei froh, dein Herz ist gesund!

MParvo_lo hat geantwortet


Marvolo, ich glaube, du hast schon eine Herzphobie entwickelt. Diese Selbstbeobachtung auf dein Herz ist nicht mehr normal. Du bist nun umfassend untersucht worden, hattest in sehr kurzer Zeit zweimal hintereinander ein LZ-EKG. Und festgestellt wurde nichts! Diese 3 - 4 Extrasystolen, die du in der ganzen Zeit hast, sind überhaupt nichts! Wenn du dich nicht so auf dein Herz fokussieren würdest, würdest du die paar ES gar nicht merken. Betätige dich körperlich, mache Sport und gehe deinen Hobbys nach, um dich mal von deinen Körpersymptomen abzulenken. Sei froh, dein Herz ist gesund!

Vielen Dank, Fix und Foxie.

Ja, ich bin sehr froh darüber, das kannst du mir schon glauben.

Ich kann euch nicht sagen, woher diese Selbstfixierung kommt und ich plötzlich so versteift bin auf mein Herz. Vor 6 Wochen war das alles noch nicht und alles war ganz normal.

Es hat mir sehr geholfen, dass ich beim Arzt auf dem EKG sehen konnte, dass dieses ziemlich komische und schwer zu beschreibende Brustgefühl (das ja ursprünglich meine Herzangst und meine Sorgen ausgelöst hat) nicht auf dem EKG sichtbar war und es daher nicht vom Herz kommt.

Dieses "Wissen" hat mir schon sehr geholfen und seitdem ist auch dieses Gefühl weniger geworden, obgleich es trotzdem immer mal wieder kommt, aber nun kann ich es klassifizieren und weiß, dass es nicht vom Herzen kam. Im Gegensatz zu manch anderen Hypochondern kann ich mir durchaus eingestehen, dass ich nicht ernsthaft krank bin, bzw. akzeptiere diese Botschaft nur zu gerne.

Allerdings plagen mich trotzdem immer noch Symptome - seit dieses merkwürdige Gefühl weniger wurde kam an dessen Stelle nun täglich ein ganz leichtes difuses Brennen im linken Brustbereich und mein linker Arm fühlt sich ständig irgendwie "eingeschlafen" bzw. taub an. Ich weiß, dass mein Herz untersucht wurde, aber es nervt mich, dass ich diese Symptome immer noch verspüre.

Wenn doch alles gut ist, warum ist es dann nicht wieder wie vor 6 Wochen bevor die ganze Schei** angefangen hat? Ich will einfach wieder jeden Tag beschwerdefrei leben können...

Dass im Langzeit EKG nur so wenige Extraschläge verzeichnet waren, die ich ja auch allesamt (die SVES zumindest) überhaupt nicht wahrgenommen habe, dafür bin ich täglich dankbar. Denn ich habe in den letzten Wochen hier und in anderen Foren erfahren müssen, dass es auch Leute gibt, die zwar herzgesund sind, aber am Tag über 1000 Extrasystolen haben und diese allesamt auch noch spüren müssen

Ich wüsste nicht, was dies mit mir anstellen würde, wenn ich die alle auch noch wahrnehmen müsste. Von daher bin ich schon wirklich dankbar.

Aber ganz beschwerdefrei bin ich leider immer noch nicht. Ständig dieses Brustbrennen und ich merke auch, dass ich meinem Körper immer noch nicht vertraue und mich vor zu starker Belastung scheue, aus lauter Angst, ich könnte dabei wieder irgendwas wahrnehmen.

An alle Mitleser hier: ich habe in einem anderen Thread hier gelesen oder lesen müssen, dass es noch weitaus drastischere Angstpatienten geben kann, die nicht einmal mehr die positive Nachricht von Seiten des Arztes glauben können. So ist es bei mir nicht. Dass so ein Verhalten die User hier irgendwann derart nervt, dass manche hier schon Tipps geben á la "bloß keine Plattform hier mehr bieten" kann ich teilweise verstehen, allerdings möchte ich an dieser Stelle hier auch mal betonen, dass zumindest ICH mir diese Unsicherheit und die Ängste nicht ausgesucht habe. Vor 6 Wochen war alles wunderbar und dann zack saß ich in diesem Alptraum.

Von "Ausnutzung des Gesundheitssystems", wie es hier in Threads auch immer mal wieder getönt hat, würde ich jetzt nicht unbedingt sprechen, schließlich spülen ja auch Angstpatienten Geld in die Arztkassen. Ich für meinen Teil will es nicht soweit kommen lassen, dass ich wöchentlich beim Arzt hocke, so stelle ich mir mein Leben nicht vor.

Ich möchte aber einfach, dass auch dieses Brennen oder sonstige Beschwerden wieder weg sind und einfach da machen, wo ich vor 6 Wochen aufgehört habe. Weiß nicht, wie ich dieses In-Mich-Hineinhören stoppen kann.

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