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Ventrikuläre Extrasystolie 1%

WzolWke8x3 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag

Ich habe eine ventrikuläre Extrasystolie 1%. Leider spüre ich jede vorzeitige VES (starker Schlag wie Druckwelle, beim Sport schmerzhaft).

Alle Wirkstoffe von Betablocker / Antiarrhythmika habe ich durch ohne Einfluss auf Rhythmus.

Ich wünsche eine Ablation, daher durfte ich mich bei einem "Star" Chirurgen unserer Region spezialisiert auf Ablationen vorstellen. Er hat nicht grosses Verständnis dafür dass mich das stört, er findet es extrem wenig und das werde sehr selten abladiert.

ich verstehe es, dass es für ihn als Kardiologe 1% ist, jedoch für mich als Patient ist es 80-200 mal in der Stunde ein "gerumpel in der Brust", das mich kaum einschlafen lässt und ich mich nicht entspannen kann. Am liebsten laufe und bewege ich mich den ganzen Tag damit ich es weniger wahrnehme, das kann es doch aber nicht sein mit 33 Jahren.

ich weiss und habe absolut Keine Angst vor den VES, es beunruhigt mich in keinster Weise. Es ist einfach nur mühsam 80-200 mal das zu spüren. Ich will endlich wieder mal irgendwo sitzen und nichts spüren.

Meine Frage, ist es wirklich so unüblich 1% zu behandeln ? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, bei wie vielen VES wurde behandelt ?

Danke für eure Antworten

Antworten
P+AspMortxs


Hi Wolke,

1% ist sehr sehr sehr wenig, es ist in der Tat unüblich da zu intervenieren. Und meistens geht man sowieso da nicht sofort mit Ablationen ran, das ist meistens erst der Fall nachdem man ohne invasive Eingriffe alles ausgeschöpft hat.

Vorallem kannst du selber gar nicht beurteilen ob die auftretenen Extrasystolen nun Ventrikulär oder Supraventrikulär sind. Ich bin mir sicher dass nämlich auch SVES aufgezeichnet wurden.

Vorallem ist es bei ES Patienten häufig so dass sie zu sehr in ihren Körper horchen und deswegen auch vermehrt Symptome verspüren.

Ich frag mich aber warum du dich bei einem "Star" Chirurgen vorstellst und dann seinem Urteil nicht traust?

Ich bin jünger als du und kann dir aus eigener Erfahrung sagen dass Ablationen nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten, sie gelten zwar als Routineeingriffe mit geringen Risiko, aber ich hatte bei meinen 5-6 Ablationen ganze 2 Ablationen mit Komplikationen. Darunter eine die auf der Intensiv Station endete weil mein Zustand akut Lebensbedrohlich war während des Eingriffs. Und das war nicht bei nem Provinz Krankenhaus sondern bei hoch rennomierten Herzzentren.

Vorallem muss einem Patienten auch bewusst sein das Ablationen keine Superwaffen sind, das bedeutet eine Ablation heißt nicht dass du hinterher Beschwerdefrei bist. Häufig müssen Ablationen ein paar mal wiederholt werden bevor sich eine Besserung zeigt.

Bei manchen zeigt sich keine Besserung, bei manchen verschlimmert es den Zustand sogar.

Ablationen sind auch relativ teuer deswegen muss ein Eingriff schon problemlos gerechtfertigt sein. Ich musste auch 2-3 Jahre warten bis bei mir eine Ablation erfolgte (und ich hab nicht nur ES sondern auch Erkrankungen wie Vorhofflimmern etc.)

Ich denke mit 33 Jahren und geringen VES wirst du kaum eine Klinik finden die sich da auf nen Invasiven Eingriff einläßt, zumal ich da wie gesagt sowieso von abraten würde.

Von daher solltest du dich nach anderen Möglichkeiten informieren.

grüße

WZo3lkHe8x3


Danke für die Antwort.

Es sind ausschliesslich VES keine einzige SVES.

Natürlich glaube und vertraue ich der Meinung des Kardiologen.

Es hätte mich nur interessiert, ob jemand dies auch so stark spürt und deswegen leidet.

Ich finde es sehr viel wenn man jede einzelne VES , also 200x in der Stunde dieses unangenehme Gefühl wahrnimmt.

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