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Hyperkalzämie, erhöhte alkalische Phosphatase, Vitamin-D-Mangel

M`aj/a27 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wegen Verdacht auf Psoriasis-Arthritis wurden von meinen Rheumatologen einige Blutwerte bestimmt.

Dabei wurde festgestellt, dass Kalzium und alkalische Phosphatase erhöht waren. Zudem habe ich einen Vitamin-D-Mangel.

Die Werte waren

- Kalzium 2,7 ( Referenzbereich 2,2-2,6)

- Alkalische Phosphatase 109 (Referenzbereich 35-104)

- Vitamin D 16,1 (Referenzbereich über 30, Idealwert 50-60)

- Parathormon 24,6 (Referenzbereich 15-65)

Alle anderen Werte waren in der Norm.

Wenn man nach Ursachen für erhöhte Kalziumwerte sucht, landet man fast immer bei Krebs bzw. Knochenmetastasen, insbesondere da das Parathormon nicht erhöht ist.

Ich hab jetzt ziemlich Angst, da Krebserkrankungen in meiner Familie häufiger vorkommen.

Zudem hat mir der Arzt ein Vitamin D Präparat aufgeschrieben, aber bei Hyperkalzämie darf man das wohl nicht nehmen, weil durch Vitamin D der Kalziumspiegel ansteigt und zu hohes Kalzium ja sehr gefährlich ist.

Weiß jemand, welche Ursache die Hyperkalzämie und die erhöhte alkalische Phosphatase trotz Vitamin-D-Mangel noch haben können?

Beim googeln kommt immer, das bei normalen Parathormon Krebs die häufigste Ursache ist.

Danke schonmal!

Lg

Maja

Antworten
Wrille{s_tnur4_v]erstxehen


Hey,

geh mit den Werten doch einfach zum Hausarzt und spreche sie mit ihm durch. Sowas kann dir wohl kaum jemand über das Internet diagnostizieren. Sorry :/

Jedoch, solang kein Krebs bei dir diagnostiziert wurde, würde ich mir keine Gedanken machen.

M%ajax27


Danke für deine Antwort.

Ich hoffe einfach, dass jemand schonmal ähnliche Werte hatte und mir etwas dazu sagen kann.

Beim Hausarzt habe ich erst in einer Woche einen Termin und bis dahin dreh ich hier noch durch:(

mCusicuusx_65


Hallo,

wie Du ja in einem anderen Faden schon geschrieben hast, ist die Blutabnahme bei Dir wegen "schlechter Venen" schwierig. Der Calciumwert könnte durch langes Stauen nach oben hin verfälscht sein. Vielleicht liegt er in Wirklichkeit innerhalb des Referenzbereichs.

Zu den Ca-Referenzbereichen ein Zitat aus dem Vitamin-D-Buch von Dr. med. von Helden:

Regelmäßig steigt nach der Anfangstherapie der Calciumwert in den oberen Normbereich. Viele deutsche Labore bewerten dabei schon Werte über 2,60 mmol/l als krankhaft erhöht. In internationalen Studien werden jedoch erst Werte über 2,75 mmol/l als problematische "Hypercalcämie" angesehen. Eine Forschergruppe aus Paris sieht keine Gefahr, sofern der Calciumspiegel unterhalb von 3,00 mmol/l bleibt. -- Es gibt keine Quellen, die für den Bereich von 2,6 bis 3,0 mmol/l eine Gefahr beschreiben. Die für Deutschland typische Obergrenze von 2,6 mmol/l reflektiert nur die Folgen des landesweiten Vitamin-D-Mangels. Die zu großen Teilen erkrankte Bevölkerung zieht den Streubereich für Vitamin D und Calcium nach unten. Deshalb gilt es, den Vitamin-D-Spiegel zu normalisieren und sich dabei nicht von "erhöhten" Calciumwerten irritieren zu lassen, solange diese unter 3,00 mmol/l bleiben. Dadurch besteht auch keine Gefahr für die "Verkalkung" der Blutgefäße.

(aus "Gesund in sieben Tagen", 18. Auflage 2015, S. 86)

Wobei von Heldens im Zitat erwähnte "Anfangstherapie" ja eher eine Hauruck-Methode ist, um den Vitamin-D-Spiegel schnell nach oben zu bringen. Rund 300.000 IE (oder mehr) innerhalb weniger Tage.... Die meisten Leute scheinen das gut zu vertragen, aber man kann es auf jeden Fall auch etwas langsamer angehen.

Zum Thema "Blutgefäße" steht in o.g. Buch:

Viele Patienten klagen über kalte Hände und Füße. Mitunter werden die Fingerspitzen und sogar die Hände weiß. Dies ist oft auf die krampfartige Verengung der Ringmuskeln der Blutgefäße unter Adrenalin-Einfluß zurückzuführen. Auch hier tritt nach der Vitamin-D-Behandlung eine Besserung ein. -- Oft habe ich erlebt, daß Patienten, die keine geeigneten Venen für eine Blutentnahme hatten, nach Monaten der Vitamin-D-Zufuhr wieder einwandfreie Venen bekamen.

Noch zu Deinem leicht erhöhten AP-Wert (Alkal. Phosphatase): Wenn Leber und Gallenwege o.k. sind (worauf normale "Leberwerte" im Blut hindeuten), würde ich auf eine Erhöhung der Knochen-AP tippen, welche oft durch Vitamin-D-Mangel bedingt ist. Dr. von Helden schreibt hierzu: "Nach ein bis zwei Jahren Vitamin-D-Therapie gehen die AP-Werte meist auf etwa 50 bis 70 U/l zurück."

Welches Vit.-D-Präparat wurde Dir verschrieben?

MYajxa27


Vielen Dank für deine Antwort. Ich glaube, das Buch sollte ich mir auch mal besorgen.

Wäre ja super, wenn sich Vitamin D auch auf meine Venen positiv auswirken würde. Mir wurde Dekristol verschrieben. Ich soll alle zwei Wochen eine Kapsel nehmen.

Das mit dem Calcium hat mich einfach sehr verunsichert, weil Google einem sagte, dass erhöhtes Calcium ohne Vitamin D Überdosierung fast immer Krebs ist. Wenn mein Calcium aber jetzt schon über 2,6 liegt und noch ansteigt, könnte ich dann nicht bei über 3,0 landen?

Weißt du, wie schnell und stark der Calciumwert durch Vitamin D steigt?

Msajxa27


Ich hatte ja nochmal Blut nehmen lassen. Dabei war das Calcium wieder minimal erhöht. Aber das ionisierte Calcium ist normal bzw. sogar eher niedrig.

Ist der erhöhte Calciumwert nun egal, solange das ionisierte Calcium okay ist? Könnte ich nun problemlos Vitamin D einnehmen?

cxhi


weil Google einem sagte, dass erhöhtes Calcium ohne Vitamin D Überdosierung fast immer Krebs ist

Schau mal nach "sekundärer Hyperparathyreoidismus". Das hatte ich mal, nachdem mein Vitamin D lange Zeit bei 0 stand, bzw einfach nicht mehr messbar war. Da steigt dann das Parathormon an und auch der Calcium-Wert. Sobald das Vitamin D wieder normal ist, normalisieren sich auch die anderen beiden Werte. Infos dazu gibts ganz grob bei Wiki, den Rest muss dein Arzt mit dir besprechen. Auf jeden Fall MUSS das kein Krebs sein, meistens liegen die Ursachen in einem total ungefährlichen Bereich.

c^h"i


Ach, ich seh grad, dein Parathormon ist okay und das Calcium kann tatsächlich von der Stauung bei der Entnahme kommen - ist ja auch nur ein winziges bisschen erhöht. Dann ist doch soweit alles okay, bis auf den Vitamin D Mangel, der ja heutzutage irgendwie normal scheint.

MQannr04f2


Wenn man sich versch. Quellen im Internet zum Thema Vitamin D anschaut, so gibt es eine Vielzahl von Leuten, die im Zusammenhang mit Vitamin D auch immer die Einnahme von Vitamin K2 empfehlen. Denn zum Knochenaufbau würde zusätzlich dieses Vitamin K2 benötigt werden. Ohne würde das Calcium eventuell in den Blutgefäßen abgelagert.

Dass dem so ist, deuten auch Produkte an, bei denen Vitamin D immer mit Vitamin K2 kombiniert ist. Die Hersteller dieser Produkte müssen sich ja etwas dabei denken, wenn sie beide Vitamine miteinander kombinieren.

D.h. mit Hilfe von Vitamin D und Vitamin K2 sollte das Calcium im Körper da landen, wo wir es dringend brauchen, im Knochenbau. Wo wir es nicht brauchen ist als Ablagerung in den Arterien und Venen. Ich bin Laie und möchte nur mal auf diesen Umstand hinweisen. Du solltest dich selber schlau machen und deinen/deine Arzt/Ärzte in dieser Hinsicht mal löchern. Ich habe den Eindruck die Schulmedizin ist sich in diesem Punkt, wie auch in anderen Punkten, nicht einig.

mjusiecZusx_65


Wenn mein Calcium aber jetzt schon über 2,6 liegt und noch ansteigt, könnte ich dann nicht bei über 3,0 landen?

Halte ich für sehr unwahrscheinlich. Nicht jede Vitamin-D-Einnahme führt automatisch zu einer Erhöhung des Calciumspiegels im Blut. Überdies wurde Dir das Dekristol 20.000 in einer sehr "vorsichtigen" Dosierung verordnet: 1 Kapsel alle 14 Tage entspricht rechnerisch rund 1.400 IE pro Tag (de facto möglichweise noch weniger, da bei höheren Einmalgaben die Resorption weniger vollständig sein soll als bei kleinen Dosen). Ob Du mit dieser Dosierung einen Vit.-D-Blutspiegel von 30 ng/ml erreichst, ist nicht sicher (hängt u.a. auch vom Körpergewicht ab - eine Person von 95 kg braucht mehr Vitamin D als eine, die bspw. nur 55 kg wiegt).

Bei von Heldens Aussage "Regelmäßig steigt nach der Anfangstherapie der Calciumwert in den oberen Normbereich" ist zu bedenken, daß diese "Anfangstherapie" darin besteht, 15 bis 20 Kapseln Dekristol innerhalb weniger Tage zu schlucken; und das bei Patienten, deren Körper oft seit Jahren an den Zustand des starken Vitamin-D-Mangels gewöhnt sind...

Noch ein Zitat von Uwe Gröber aus einem 3 Jahre alten Interview: "Und keine Angst, dass Sie überdosieren könnten. Studien haben gezeigt, dass man ohne Gefahr 10.000 I.E. Vitamin D täglich einnehmen kann, ohne Vergiftungserscheinungen zu bekommen." ([[www.netzwerk-frauengesundheit.com/deutschland-das-vitamin-d-mangelland-interview-mit-uwe-groeber Quelle]] - Diese Aussage gilt für Erwachsene und bezieht sich auf langfristige Einnahme, d.h. wenigstens über einige Monate hinweg. Allerdings besteht bei den meisten Menschen keine medizinische Notwendigkeit für eine so hohe Dauereinnahme.)

Wer das Buch "Gesund in sieben Tagen" kaufen möchte - bis auf ein paar Stellen, die mir etwas fragwürdig erscheinen, finde ich es ziemlich gut - , sollte darauf achten, die neueste (mindestens 18.) Auflage zu erhalten.

MGa&jaQ27


Danke euch Beiden @:)

Wenn man sich versch. Quellen im Internet zum Thema Vitamin D anschaut, so gibt es eine Vielzahl von Leuten, die im Zusammenhang mit Vitamin D auch immer die Einnahme von Vitamin K2 empfehlen. Denn zum Knochenaufbau würde zusätzlich dieses Vitamin K2 benötigt werden. Ohne würde das Calcium eventuell in den Blutgefäßen abgelagert.

Da werde ich mich auf jeden Fall nochmal informieren! Ich finde das ganze Thema echt interessant. Zumal ich mich wohl nicht sehr Vitamin K reich ernähre, weil mein Familie wegen Gerinnungsmedikamenten nur wenig Vitamin K zu sich nehmen soll.

Bei von Heldens Aussage "Regelmäßig steigt nach der Anfangstherapie der Calciumwert in den oberen Normbereich" ist zu bedenken, daß diese "Anfangstherapie" darin besteht, 15 bis 20 Kapseln Dekristol innerhalb weniger Tage zu schlucken; und das bei Patienten, deren Körper oft seit Jahren an den Zustand des starken Vitamin-D-Mangels gewöhnt sind...

Ach so, dann ist meine Dosierung ja wirklich sehr niedrig. Dann werde ich das Dekristol anfangen zu nehmen.

Weißt du, wie es ist, wenn das Gesamtcalcium erhöht ist, aber das ionisierte Calcium eher normal bzw. niedrig ist? Ist dann nur das ionisierte Calcium relevant?

Mwann"04x2


Noch ein kleiner Hinweis. Sehr oft wird allgmein von Vitamin K gesprochen/geschrieben, aber das was man allgemein unter Vitamin K versteht teilt sich bei näherer Betrachtungsweise in drei Teile auf. Vitamin K1, K2 und K3.

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