» »

Blutdruckunterschied zwischen linkem und rechtem Oberarm?

MZarvgolxo hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

jetzt habe ich mich wochenlang nicht mehr zum Blutdruck-Messen hinreißen lassen und vorhin dachte ich, ich schau mal wieder zur Abwechslung nach, da mir so war, als hätte ich einen etwas höheren Puls.

Nun kann ich nicht sagen, ob mein schon etwas älteres digitales Blutdruckmessgerät spinnt, aber bei der ersten Messung (allerdings im Liegen) hatte ich eine Differenz zwischen linkem und rechtem Oberarm von einmal 15 und einmal sogar 20 (Systolischer Wert)

Eine schnelle Recherche im Internet ergab, dass die Differenz nicht über 10 liegen sollte, sondern eigentlich weniger als 10 sein sollte.

Beim Messen gerade eben (allerdings nun nach längerem Sitzen) ergab sich:

Rechter Oberarm: 128:79, aber Puls 99

Linker Oberarm: 122:80, Puls 100

Dass der Puls auch nach längerem Sitzen so hoch ist, beunruhigt mich auch etwas, aber ich denke, das wird nun wohl auch etwas die Unruhe wegen der ganzen Thematik sein?

Wie gesagt, ich weiß nicht, ob es an meinem alten digitalen Blutdruckmessgerät liegt, aber selbst nach mehrmaligem Messen war anfangs der Blutdruck am rechten Arm um über 15 größer.

Macht es eine Unterschied, ob ich im Liegen oder Sitzen messe?

Kann mir jemand etwas zur Blutdruck-Differenz zwischen links und rechts sagen? Ich bin Nicht-Raucher, nie Alkohol, allerdings auch so gut wie kein Sport, aber nicht wirklich dick.

Ich laß im Internet, dass eine zu hohe Differenz über eine Arterienverengung hinweisen würde. Ich bin seit einer Weile am oberen Rücken / Schulterbereich ziemlich verspannt und habe auch seitdem öfters einen leichten Kopfschmerz. Könnte daher so eine Verengung rühren, oder wäre das ausgeschlossen?

Lieben Dank für eure Meinungen

Antworten
m5aWr|ipoRsa hat geantwortet


aber selbst nach mehrmaligem Messen war anfangs der Blutdruck am rechten Arm um über 15 größer.

Der Blutdruck ist selten völlig konstant, und da Du nur mit einem Blutdruckgerät misst, ist das Ganze auch noch zeitversetzt.

Wie kommt man bloß darauf, an beiden Armen zu messen?!

Mach Dir keine Gedanken und hör auf mit der Messerei. Wer viel misst, misst Mist.

MIajRa27 hat geantwortet


Also erstmal schwankt der Blutdruck ständig. Ob der Blutdruck tatsächlich unterschiedlich ist, könnte man nur durch gleichzeitige Messung feststellen. Und selbst wenn er unterschiedlich wäre, ist er es ja anscheinend nicht immer. Denn du hast ja eine Messung mit 128 und 122 und der Unterschied ist völlig normal.

Das dein Puls erhöht ist, liegt sicher an der Anspannung. Mein Puls ging teilweise vorm Blutdruckmessen auf 150 hoch vor Aufregung.

Leg das Blutdruckmessgerät weg und vergiss Puls und Blutdruck. Du treibst deine Werte nur selbst in die Höhe.

MEaGrbvolxo hat geantwortet


Danke für deinen Beitrag!

Zu deiner Frage, wie man darauf kommt, an beiden Armen zu messen: Es heißt doch immer, man solle generell an dem Arm messen, an dem der Blutdruck höher ist. Um das herauszufinden, muss man ja dann allerdings an beiden messen.

Zudem habe ich gerade gelesen, dass die Praxis, an beiden Armen zu messen, immer mehr von der Ärztekammer durchgesetzt werden soll - gerade weil man so angeblich arteriellen Verkalkungen oder Verengungen auf die Spur kommt, wenn der Unterschied zwischen links und rechts zu hoch ist.

Leider, so die Quelle, machten das immer noch viel zu wenige Ärzte, sondern würden nur an einem Arm messen.

LaiveGr4pwool hat geantwortet


Zu deiner Frage, wie man darauf kommt, an beiden Armen zu messen: Es heißt doch immer, man solle generell an dem Arm messen, an dem der Blutdruck höher ist. Um das herauszufinden, muss man ja dann allerdings an beiden messen.

Diese Aussage an sich zeigt doch schon, dass Blutdruckunterschieden an den Armen offensichtlich nichts ungewöhnliches sind.

Bedenklich wäre es, wenn man wirklich 20 mmHg Unterschied messen würde.

Ärzte messen durchaus an beiden Armen Blutdruck, allerdings eher wenn auch begründeter Verdacht vorliegt. Bei einem jungen Mann ist das eher nicht der Fall.

MEarhvolxo hat geantwortet


Danke, Liverpool für deine Einschätzung. Im Prinzip denke ich ähnlich. Da ich Nichtraucher bin und auch kein Alkohol oder sonstwas trinke, glaube ich nicht, dass es schon verkalkte Arterien gäbe.

Allerdings stand dort auch zu lesen, dass ein Unterschied über 10 entweder auf verkalkte Arterien oder aber eingeklemmte/verengte Artieren hindeuten könnte.

Zu allem Unglück bin ich letztens beim Sport mit einem Mitspieler unglücklich zusammengestoßen, sodass wir beide stürzten und er mir irgendwie auf den oberen Rücken fiel. Seitdem bin ich am oberen Rücken bzw. zwischen den Schultern total verkrampft und verspannt und habe deswegen seitdem auch öfters leichte Kopfschmerzen.

Obwohl ich es für unwahrscheinlich halte, kam da trotzdem vorhin kurz die Sorge auf, ob denn irgendetwas eingeklemmt sein könnte :|N :-(

Ptlüsch)bixest hat geantwortet


Kleiner Tipp, schmeiß dein Blutdruckmessgerät weg. :)z

P9Asporxts hat geantwortet


Lass das Googeln und recherchieren sein und verlass dich auf die Aussagen von deinem behandelnden Arzt.

Selber Recherchieren ist das schlechteste was man machen kann wenn man zu schnellen Ängsten neigt.

F<i$x u{nnd FoCxie hat geantwortet


Marvolo, ich kann dir wirklich nur eins raten: Denke darüber nach, eine Psychotherapie zu machen, denn alleine scheinst du da nicht mehr rauszukommen. Deine Herzangst nimmt ja immer mehr Ausmaße an! Und du glaubst auch nicht, wie du sagst, den Ärzten, die dich nun schon mehrmals herztechnisch durchgecheckt haben. Denn sonst würdest du nicht dauernd darüber nachdenken, dass mit deinem Herz was nicht stimmt.

Mqatrvo6lo hat geantwortet


Danke, Fix und Foxie, für deine Meinung!

Ich will nicht abstreiten, dass ich in den letzten 6 Wochen so eine Art Herzangst entwickelt habe, allerdings würde ich sagen, dass es nicht soweit ist, dass ich den Ärzten nicht mehr glaube. Ich habe ja bislang keinen der Befunde angezweifelt oder?

Außerdem ging es in diesem Faden rein um's Blutdruck-Messen und wer nach Anleitungen zum "korrekten Blutdruckmessen" googlet, der wird 100% über den Hinweis stolpern, dass man an beiden Armen messen sollte, um herauszufinden, an welchem Arm der Wert höher ist und fortan dann am höheren Arm messen.

Und dabei sind mir eben die etwas hohen Unterschiede aufgefallen und auch da würde sich jeder normal-denkende und nicht unbedingt herz-ängstliche Mensch fragen: wie kann es sein, dass solche Unterschiede zwischen links und rechts zustande kommen?

Oder ist das Ganze jetzt zu weit hergeholt? Dass alles nun auf die Herzangst abzuwälzen, finde ich etwas übertrieben. Wenn mir morgen der Fuß weh tut, dann würde ich das doch auch nicht auf meine Herzangst abwälzen oder damit in Verbindung bringen, oder?

Lkiverkpool hat geantwortet


Und dabei sind mir eben die etwas hohen Unterschiede aufgefallen und auch da würde sich jeder normal-denkende und nicht unbedingt herz-ängstliche Mensch fragen: wie kann es sein, dass solche Unterschiede zwischen links und rechts zustande kommen?

Das sind keine großen Unterschieden sondern minimale physiologischen Schwankungen.

Der Körper ist nunmal keine Maschine sondern ein riesiges Zusammenspiel diverser Einflussfaktoren und der Blutdruck niemals konstant sondern ein "fließender" Wert.

Und ja, das ist weit hergeholt.

Mhar_volxo hat geantwortet


Dem stimme ich ja auch zu, liverpool, aber google doch einfach selber mal, wenn du Lust hast und du wirst feststellen, dass diese Unterschiede zwischen links und rechts scheinbar eben nur bis zu einer gewissen Differenz normal sind, und die beträgt angeblich 10. Alles was darüber hinaus geht, würde angeblich auf verkalkte oder eingeklemmte Arterien schließen lassen, was ja auch Sinn machen würde, denn wenn du links einen Blutdruck von 110 hast und rechts auf einmal 160 dann würdest du das vermutlich auch nicht mehr ganz so als "normal" hinnehmen, oder doch?

Nun hatte ich ja glücklicherweise beim Messen verschiedene Werte zwischen links und rechts. Einmal in der Differenz nur 6 oder 8, aber einmal auch fast 20.

Vielleicht ist da einfach mein Blutdruckgerät nicht mehr so präzise... Oder gar defekt...

F}iZx Ound Fboxixe hat geantwortet


Ich will nicht abstreiten, dass ich in den letzten 6 Wochen so eine Art Herzangst entwickelt habe, allerdings würde ich sagen, dass es nicht soweit ist, dass ich den Ärzten nicht mehr glaube. Ich habe ja bislang keinen der Befunde angezweifelt oder?

Indirekt schon, du hast zwar geschrieben, dass du den Ärzten glaubst, machst hier aber weiterhin munter Fäden auf, in denen es um dein Herz geht. Blutdruck und Herz gehören ja in gewisser Weise zusammen. ;-)

Oder ist das Ganze jetzt zu weit hergeholt? Dass alles nun auf die Herzangst abzuwälzen, finde ich etwas übertrieben. Wenn mir morgen der Fuß weh tut, dann würde ich das doch auch nicht auf meine Herzangst abwälzen oder damit in Verbindung bringen, oder?

Na ja, Herz und Fuß sind ja zwei paar verschiedene Schuhe - Herz und Blutdruck nur bedingt. Und du hast ja anfangs sogar geschrieben, dass du nur gemessen hast, weil dir der Puls zu hoch vorkam. Das hat nun mal was mit dem Herz zu tun, das kannst du nicht abstreiten. Und ja, das Ganze ist zu weit hergeholt.

Dem stimme ich ja auch zu, liverpool, aber google doch einfach selber mal, wenn du Lust hast und du wirst feststellen, dass diese Unterschiede zwischen links und rechts scheinbar eben nur bis zu einer gewissen Differenz normal sind, und die beträgt angeblich 10. Alles was darüber hinaus geht, würde angeblich auf verkalkte oder eingeklemmte Arterien schließen lassen,

Deshalb soll man ja auch nicht googlen, gerade, wenn man weiß, dass man sich dann noch mehr verrückt macht. Unter den tausenden von Antworten steht im Netz auch tlwse. viel Mist. Und wie Liverpool schon schrieb: Der Mensch ist keine Maschine.

Ich bin auch noch nie auf die Idee gekommen, links und rechts zu messen. Wenn ich mal messe, messe ich links, weil da das Herz liegt. So steht es auch in den Bedienungsanleitungen von Blutdruckmessgeräten. ;-) Nur beim Kardiologen messen sie beidseitig u. da habe ich mir noch nie Gedanken über unterschiedliche Werte gemacht.

L4ive6rp6ool hat geantwortet


Dem stimme ich ja auch zu, liverpool, aber google doch einfach selber mal, wenn du Lust hast und du wirst feststellen, dass diese Unterschiede zwischen links und rechts scheinbar eben nur bis zu einer gewissen Differenz normal sind, und die beträgt angeblich 10. Alles was darüber hinaus geht, würde angeblich auf verkalkte oder eingeklemmte Arterien schließen lassen, was ja auch Sinn machen würde, denn wenn du links einen Blutdruck von 110 hast und rechts auf einmal 160 dann würdest du das vermutlich auch nicht mehr ganz so als "normal" hinnehmen, oder doch?

Ich brauch das nicht googlen, ich hab eine medizinische Ausbildung plus fast 6 Jahre Berufserfahrung und außerdem bereits 7 Semester Medizin studiert ;-)

Natürlich ist es nicht normal, wenn man links 110 mmHg hat und rechts 160 mmHg und ja, das kann auf Arteriosklerose hinweisen. aaaaaber: das ist bei dir einfach nicht der Fall. Du hast minimale Differenzen, die völlig normal sind und nichts, gar nichts aussagen.

Nochmal: der Mensch ist keine Maschine und der Blutdruck niemals konstant. Der ändert sich einfach jede Sekunde.

Und als junger, normalgewichtiger, nichtrauchender Mensch ohne schwerwiegenden Erbkrankheiten (und nein, du hast keine, dann hättest du ganz andere Probleme...) wirst du keine Arteriosklerose entwickeln.

Mda&rvxolo hat geantwortet


OK, vielen Dank euch allen für eure hilfreichen Beiträge - ich wollte hier ja Meinungen und eventuell auch Beruhigungen bekommen, die habe ich ja nun gekriegt! *:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH