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Copd - Raucherlunge

Tmhor1x403 hat die Diskussion gestartet


Hallo med1-Gemeinde,

ich suche Rat für meine Freundin. Wir sind erst seit einem halben Jahr zusammen und ich weiß nicht, wie ich mit ihr in Bezug auf ihre Erkrankung umgehen soll.

Sie ist 41 und hat seit gut einem Jahr als Diagnose COPD Stadium 1. Soweit schlimm genug, raucht sie weiter jeden Tag etwa 20 bis 30 Zigaretten. Sie weiß genau, dass sie aufhören muss aber sie tut es nicht. Sie sagt, sie sei schwer abhängig. Ich selbst bin Nichtraucher und habe auch noch nie geraucht. Mich stört es normalerweise nicht, wenn jemand oder speziell meine Partnerin, raucht. Nur hier geht es mir nicht um ihre Sucht oder ihren Genuß, sondern um ihre Gesundheit. Sie ruiniert diese sehenden Auges und das macht mich verrückt. Ihr Arzt sagte ihr, sie müsse umgehend mit dem Rauchen aufhören. Auch ich bitte sie darum regelmäßig. Sie sagt, dass sie diese Entscheidung alleine treffen muss und das wir uns nur streiten werden, wenn ich darauf bestehe. Sie sagt, sie muss von sich aus aufhören und kann Druck, schon gar nicht von mir, nicht gebrauchen. Im Prinzip gebe ich ihr damit sogar recht. Allerdings tut sie nichts dafür, das Rauchen einzustellen oder wenigstens zu minimieren. Bisher habe ich sie, außer der Bitte aufzuhören, gewähren lassen aber es fällt mir mit jedem Huster und jeder Zigarette schwerer. Das sie mit ihrem Verhalten auch mein Leben beeinflußt und auch das ihres Sohnes (der ist gerade 17) weiß sie . . . aber auch das ändert nichts. Auch geht sie nur unregelmäßig zum Arzt. Sie handelt so, als ob das Problem nicht da ist, wenn man es nur genügend ignoriert.

Ich bin völlig ratlos.

Ich kann sie ja nicht zum Arzt schleppen oder laufend die Zigaretten vernichten. Das ist alles Blödsinn.

Wie kann ich sie überzeugen?

Wie kann ich ihr wirklich helfen?

Ich möchte nicht bei ihren langsamen Verfall zusehen müssen . . .

Bitte nur ernstgemeinte Ratschläge . . .

Vielen Dank

:°(

Antworten
M;arvDolco hat geantwortet


Lieber Thor1403,

Eine ziemlich schwierige Situation. Im Prinzip hast du es ja schon selbst erkannt: zwingen kannst du sie zu nichts (das würde nur Stress geben), reinprügeln kannst du es genauso wenig in sie. Letztendlich muss es in IHREM Kopf "Klick" machen, in keinem anderen. Natürlich ist das jetzt leichter gesagt als getan. Wer schwer süchtig ist, der wird das eventuell ohne Fremde Hilfe nicht schaffen. Vielleicht wäre das eine Art Ansatz, dass sie sich professionelle Hilfe zur Abgewöhnung des Rauchens sucht?

Aber auch das geht natürlich nur, wenn sie es von sich aus will und bereit ist dafür. So wie du es beschreibst, scheint sie eher (noch) nicht bereit zu sein.

Wenn sie selbst nicht realisiert, was sie sich und ihrem Körper damit antut, noch dazu da ja nun schon eine ernsthafte Diagnose gestellt wurde, wüsste ich nicht, was man sonst noch tun könnte. Sicherlich hast du ganz ernste Gespräche schon versucht, in denen du eindringlich auf die Dringlichkeit hingewiesen hast?

Es gibt doch auch so Nikotinpflaster oder andere Abgewöhnungsmittel. Die sind immer noch besser und leichter als ein direkter kalter Entzug. Vielleicht wäre das (natürlich nach Rücksprache mit dem Arzt) eine Möglichkeit, dass sie so langsam vom Rauchen wegkommt?

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