» »

Im Internet über Krankheiten lesen + Hypochonder sein

WBillesl_nur_lverstehVen hat die Diskussion gestartet


Guten Abend liebe Mitglieder,

ich wollte mal was ansprechen: Wir alle sind hier, weil wir uns entweder für Medizin interessieren oder weil wir leider Krank sind. Viele Mitglieder schreiben hier täglich ihre fragen und erhoffen sich antworten. Was sie unter anderem auch machen, ist dass sie Bestätigung suchen. Bestätigungen, hervorgerufen durch Verdachts- Diagnosen, welche selbst gestellt worden sind. Das Internet bittet eine breite Masse an Wissen an, so groß dass man sie kaum messen kann. Wenn man sich jetzt mit einer Krankheit auseinander setzt (besonders Kardiovaskuläre Krankheiten und Krebserkrankungen) stößt man auf eine riesen Masse, welche man als Laie nicht so einfach verarbeiten kann. Was passiert? Man bekommt Angst! Man wird verunsichert! Man bildet sich Sachen ein! Wenn man davon ließt, das ein Pharynxkarzinom sich auf die Lymphknoten ausbreiten kann, und es eine riesen Sache wird, kriegt man selbstverständlich Angst, wenn man zuhause einen Hubbel im Rachen entdeckt. Oder wenn man ließt das sich eine Prinz-mentale Angina zu einem Myokardinfarkt entwickeln kann.

Jetzt lautet die Frage, weshalb schreibe ich das?

- Weil ich nichts zu tun habe? - Vielleicht :D

- Weil mir langweilig ist? - Möglich :D

Aber hauptsächlich um euch zu erzählen, dass man vorsichtig mit den Informationen aus dem Internet seien muss. Wenn man sich mit einer Krankheit auseinandersetzen will, oder leider muss, dann sollte man sich erstmal mit der Gesunden Funktion des Organes beschäftigen. Danach sollte die Enstehung von Krankheiten dran sein. So konnte ich Beispielweise verstehen, dass meine Funktionele- Dyspepsie (Reizmagen, l

Luft im Bauch, Bauchschmerzen, sehr unangenehm) in Stress ihre Ursache findet, und ich mit Vermeidung Gott sei Dank Abhilfe finde. Oder das ein paar Extrasystolen rein Physiologisch sind.

Unabhängig was ihr habt, versucht zu verstehen wie es normalerweise laufen sollte und was bei euch falsch läuft und, egal was ihr lest, lasst euch keine Angst machen vom Internet.

Wenn ihr Aufklärungs- Hilfe braucht, fragt eure Ärzte! Und wenn sie sich keine Zeit zum Erklären nehmen, sucht euch neue!!!

Der Hausarzt hat meist mehr Zeit und erklärt auch lieber als Fachärzte, um ein Beispiel zu nenne!

Weiterer Punkt den ich ansprechen möchte:

Hypochonder:

Es ist keine Schande einer zu sein, es ist aber eine sein Leben damit zu vergeuden! Ihr müsst mit eurer Krankheit (ja es ist tatsächlich eine, und sie wird auch als diese von Ärzten angesehen) leben. Such euch HILFE!!! Geht zu eurem Hausarzt, erzählt ihm das ihr euch vor Krankheiten fürchtet und lasst euch helfen. Es gibt nicht umsonst Spezialisten (Psychiater, Therapeuten und Co.)

In diesem Sinne:

Schönnen Abend noch :)

Antworten
A8rnex M.


Ich sehe es grundsätzlich auch so, dass man den Arzt fragen sollte.

Ich hatte auch schon 1xHodenkrebs und 1x Aderhautmelanom durch das Internet :-|

Aber andererseits: Es gibt auch einige Krankheiten (wie eben Krebs) wo man vielleicht bei gewissen Anzeichen ohne google gar nicht erst zum Arzt gegangen wäre, weil man keine Angst gehabt hätte. Wenn ich damals nicht gegoogelt hätte, dass eine erbsengroße Verhärtung im Hodensack u.U. ein Tumor sein könnte, wäre ich wohl nicht sofort zum Arzt und hätte das abgeklärt. Insofern bin ich da zwiegespalten, also es muss nicht nur Fluch sein, das Internet.

Ngina23r86


Mir wurde vom Hausarzt Ciprofloxacin wegen eines Harnwegsinfekts verschrieben. Im Internet suchte ich nach Erfahrungen mit dem Antibiotikum und fand NUR Negatives. Die Berichte erschienen mir seriös und glaubwürdig. In den USA ist das Medikament mittlerweile mit einer warnenden Black Box versehen, da es potentiell bleibende Nebenwirkungen und dauerhafte Schäden des Nervensystems mit sich bringen kann. Mit einer bereits chronischen Krankheit wäre das Medikament für mich eine Art Todesstoß gewesen. Ich habe Internetberichten sehr viel zu verdanken, davon bin ich überzeugt, denn ich habe mir direkt ein verträgliches AB verschreiben lassen und kein Chemotherapeutikum.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH