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Angina pectoris mit 15?

wJuhuxi hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Tut mir leid falls ich meine Frage in einen AP- Thread hätte posten müssen, habe aber keinen allgemeinen dazu gefunden.

Zu meiner Frage:

Ich bin 15 Jahre alt, nicht übergewichtig und einigermaßen sportlich (ca. 1-3 Mal pro Woche, darunter Tennis, Laufen und Fahrrad fahren). Ich rauche nicht und konsumiere auch nicht exzessiv Alkohol (schätze im Schnitt seltener als 1 Mal im Monat) oder Cannabis.

Seit etwa 4-5 Jahren habe ich, besonders beim Laufen, nach einigen Minuten starke Brustschmerzen auf der linken Seite, die in der Regel in Arm, Nacken und selten zwischen die Schulterblätter ausstrahlen, außerdem verspüre ich dabei normalerweise eine recht starke Übelkeit. Dass das nicht normal ist weiß ich erst seit ca. 1 Jahr, vorher dachte ich, das seien normale Belastungserscheinungen. Mit etwa 12 Jahren bin ich beim Laufen zusammengebrochen und war ca. 30 Sekunden mehr oder weniger bewusstlos.

Durch Zufall bin ich vor einigen Wochen auf AP- Symptome bzw. eigentlich ja AP als Symptom gestoßen. Diese Beschreibungen treffen eigentlich zu fast 100% auf meine Beschwerden zu. Allerdings habe ich keinerlei Angstzustände o.ä., und kann auch kein signifikantes Fortschreiten beobachten wie es ja offenbar bei einer stabilen Angina pectoris der Fall sein sollte. Außerdem hört der Zustand in der Regel innerhalb von wenigen Minuten auf, noch schneller wenn ich die Belastung stoppe. Abgesehen davon gehen, falls das überhaupt damit in Verbindung gebracht werden kann, den Beschwerden so gut wie immer eine leichte Atemnot voraus. Nach dem Sport habe ich außerdem manchmal einen Hustenreiz wenn ich tief einatme, der sich anfühlt wie das Atmen beim Sport draußen im Winter.

Wie wahrscheinlich ist es, in meinem Alter (und noch jünger) Angina pectoris- Anfälle zu erleiden oder können die Schmerzen auch andere Ursachen haben?

Ich möchte selbstverständlich keine Diagnose, einen Kardiologen werde ich ja wohl sowieso noch aufsuchen müssen.

Danke schon mal für Antworten :-)

Antworten
Wwilles_nur_v&erstehexn hat geantwortet


Hey,

erstmal großes Lob an deine Schreibweise :) Für einen 15 jährigen echt top :)^ Man geht in jungen Jahren eher wenig von Kardiovaskulären Problemen aus, jedoch ausschließen kann man sie leider nicht. Es könnte eine AP sein, aber auch Herzrhythmusstörungen oder auch Probleme im Blutbild. Ich würde gleich am Montag zum Hausarzt. Der macht mal ein ruhe Ekg und ein Blutbild. Beim Kardiologen würde ich, wird er sicher auch so sehen, ein Belastungs EKG machen, um dein Herz mal unter Belastung zu testen. Desweiteren wird er sich dein Herz im Ultraschall anschauen. Ich würde sagen, bis du beim Arzt warst, meidest du lieber Belastungen, da es unklar ist was du hast und, wenn es blöd verläuft, du einen schlimmeren Anfall kriegen kannst, wodurch dir noch was ernstes passiert.

Persönlich würde ich auch eher auf einen AV Block hindeuten oder Herzklappen Probleme. Beide führen schlussendlich dazu, dass das Herz zu wenig Blut auswirft und dadurch das Herz an sich minder durchblutet wird und dadurch schmerzt.

Bin gespannt was rauskommt und wünsch dir Alles Gute :)

WCi'llesn_nPur_versxtehen hat geantwortet


Upps, ich wollte schreiben Probleme mit dem AV Knoten :)

Könnte ein AV Block sein, aber auch sowas wie Reentry Tachykardie. Müsste man aber alles im EKG differenzial diagnostizieren

wNuhu-i hat geantwortet


Hallo,

Danke für die schnelle Antwort!

In dem Fall dass ein Herz(-klappen)fehler diagnostiziert werden sollte: Werden diese zwangsweise stationär oder auch ambulant behandelt (jetzt von einer OP mal abgesehen)? Auf einen Krankenhausaufenthalt bin ich ehrlich gesagt nicht sonderlich scharf :[] :|N

PPATspoxrts hat geantwortet


@ wuhui

Lass dich von Leute wie Willes_nur_verstehen nicht irritieren oder auf die falsche Fährte leiten.

Das was du beschreibst klingt eher nach simplen eingeklemmten Nerven und Verspannungen.

Die Übelkeit kann man mit Überbeanspruchung erklären. Der Zusammenbruch mit 12 kann vers. Ursachen haben.

Ein kardiologisches Problem würde ich als letztes vermuten da du sehr Jung bist und sehr Wahrscheinlich in vers. Situationen die Probleme hättest und nicht nur beim Sport.

Zusätzlich muss man betrachten dass du noch im Wachstum bist, das und die falsche sportliche Belastung ist da durchauß wahrscheinlicher.

Du solltest die Sache bei deinem Hausarzt ansprechen und mal ein Basic Checkup beim Kardiologen (EKG, Ultraschall und Belastungs EKG) machen. Gerade das Belastungs EKG wäre dann Interessant.

Aber lass dir weder vom Internet noch von irgendwelchen Leuten jetzt einreden "Das klingt wie dieses Kardiologische Problem oder wie dies und jenes". Das ist blödsinn.

Viele Menschen verspüren in der linken Brust Schmerzen, das Herz ist aber bei den wenigsten Fällen dafür verantwortlich.

mqusiMcusx_65 hat geantwortet


Zusätzlich muss man betrachten dass du noch im Wachstum bist, das und die falsche sportliche Belastung ist da durchauß wahrscheinlicher.

Wobei das Laufen ja so ziemlich die natürlichste Sache der Welt ist und für einen so jungen Menschen normalerweise keine "falsche Belastung". (Natürlich können Beschwerden entstehen, wenn die individuelle Leistungsfähigkeit überschritten wird... aber regelmäßig schon nach ein paar Minuten?)

Werden diese zwangsweise stationär oder auch ambulant behandelt?

Normalerweise wird niemand zu einer Behandlung gezwungen, die er nicht möchte (selbst wenn sie medizinisch mehr oder weniger notwendig ist). In Deinem Fall haben allerdings die Eltern bzw. Sorgeberechtigten ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.

Wenn man - nach gründlicher Diagnostik - unsicher ist bzgl. einer empfohlenen Behandlung, kann es sinnvoll sein, von einem anderen Arzt (möglichst Spezialist) eine Zweitmeinung einzuholen.

wBuhxui hat geantwortet


Hallo,

Danke für den Hinweis!

Trotzdem kann ich Verspannungen eher ausschließen. Ich habe noch nie von Verspannungen gehört, die sich nur während des Sports bzw. körperlicher Anstrengung bemerkbar machen, ganz zu schweigen davon, dass sich diese innerhalb von mehreren Jahren nicht gebessert haben.

Abgesehen davon wäre es ja allein von der reinen Schmerzlokalisation und Symptomatik her eine interessante Anreihung von Zufällen.

Trotzdem natürlich noch mal danke, ich werde versuchen, solche Informationen zu hinterfragen :)^

PDAs{portxs hat geantwortet


@ musicus

Klar aber wenn man zu viel Läuft, nicht genug trinkt, nicht weiß wann man eine Pause einlegen muss und wie viel Zeit man zwischen den einzelnen Aktionen lassen sollte kann man auch bei simplen Dingen wie Laufen (wir sprechen ja hier eher von Joggen wie ich das interpretiert habe) eine Überbeanspruchung hervorrufen. Bin natürlich kein Hellseher aber klingt mir Wahrscheinlicher als ein kardiologisches Problem.

@ wuhui

Hab den Abschnitt ganz übersehen

In dem Fall dass ein Herz(-klappen)fehler diagnostiziert werden sollte: Werden diese zwangsweise stationär oder auch ambulant behandelt (jetzt von einer OP mal abgesehen)? Auf einen Krankenhausaufenthalt bin ich ehrlich gesagt nicht sonderlich scharf :[] :|N

Ambulant kannst du da knicken, kann ich dir schon so direkt sagen.

Vor Herzeingriffe wird man in der Regel mindestens 1 Tag stationär Überwacht. Dann kommt der OP Tag und dann folgen noch weitere Liegetage.

Mal als Beispiel:

Ich hatte vor ein paar Monaten einen Herzkathetereingriff und lag 5 Tage im Krankenhaus, davon einen auf der Intensiv.

Nach Herz Eingriffe ist das Beobachten immenz wichtig.

w"uhuoi hat geantwortet


Ach so, zwangsweise war wohl kein guter Ausdruck. Was ich eigentlich meinte war, ob eine stationäre Behandlung in solchen Fällen üblicher ist als eine ambulante.

wZuUhxui hat geantwortet


Ich trinke eigentlich immer recht viel, und laufe nie so lange, dass ich eine Pause bräuchte. Gegen eine Überbeanspruchung würde doch eigentlich auch sprechen dass die Schmerzen in gleichem Tempo von alleine wieder verschwinden, oder?

Danke, das hatte ich mir schon gedacht. Beobachtung nach der OP ist klar, aber ich hätte nicht gedacht dass man vor einem Eingriff so lange beobachtet wird.

WVille$s_nur_Lverestehxen hat geantwortet


Hey,

Jo das muss dann wohl im Krankenhaus gemacht werden. Wird dich einige Tage kosten. Man muss aber auch sagen das abhängig vom Eingriff (Klappenstenose, Insuffizienz oder sogar ein Loch in der Herzscheidewand) sich die Zeit länger oder weniger betragen kann. Wenn man bei einer Komplett Kaputten Herzklappe (wo ich bei dir jetzt mal nicht ausgehe) eine OP vielleicht am offenen Herzen machen muss, unterscheidet es sich zu einem Loch in der Herzscheidewand, welches (abhängig von der Größe) meist im Herzkatheter Labor geschlossen wird.

Orthopädisch könnte natürlich sein, aber wieso sollten diese nur bei Belastung auftreten? Außerdem würde sich was Orthopädisch (seien es Verspannungen oder eingeklemmter Nerv) nach Jahren etwas verändern.

Seit etwa 4-5 Jahren habe ich, besonders beim Laufen, nach einigen Minuten

Wenn einige Minuten wirkliche einige Minuten heißt, ist Überbeanspruchung wirkich unwahrscheinlich, da wie du sagst, eigentlich ziemlich Sportlich bist.

Ich würde mir jetzt aber erstmal echt keine Sorgen machen, aber am Montag definitiv zum Hausarzt. Vielleicht hört er schon beim Auskultieren (mit dem Stethoskop abhören) was raus oder er schickt dich zum Kardiologen.

Alles Gute und halt uns definitiv auf dem laufenden! :)

w&uhuxi hat geantwortet


Wenn ich beim Doc/im KH war werde ich hier noch mal ein Update posten. Ansonsten wären meine Fragen damit ja alle geklärt, bis zu dem Update in schätzungsweise maximal 4 Wochen (falls ich das hier aus irgendwelchen Gründen vergessen sollte) bedanke ich mich schon mal bei allen vielmals für die hilfreichen Antworten und interessierte Beteiligung an der Diskussion ;-)

WdilleEs_nur'_vers[tehexn hat geantwortet


Hey,

das hört sich sehr gut an :) Aber tue dem Facharzt ein "gefallen" und geh erstmal zum Hausarzt. Vielleicht kann der Hausarzt schon etwas diagnostizieren oder eine Verdachts Diagnose stellen und so einen potenziell unnötigen Besuch ausschließen. Kenne Hausärzte, die so gut ausgestattet sind, dass sie selbst auch schon Belastungs EKG's durchführen. Zum Kardiologen müsstest du dann nur bei einem Befund. Außerdem kriegst du beim Hausarzt einen früheren Termin ;-)

P6Asporxts hat geantwortet


@ wuhui

Gegen eine Überbeanspruchung würde doch eigentlich auch sprechen dass die Schmerzen in gleichem Tempo von alleine wieder verschwinden, oder?

Nein weil der Körper auf Aktionen reagiert und Gefühle nicht immer nach Schema F ablaufen.

Wenn was mit dem Herzen nicht stimmen würde, würd der Schmerz auch mit hoher Wahrscheinlichkeit weitgehend konstant vorhanden bleiben und nicht mal da sein und mal verschwinden.

Das Herz wird bei stetigen Tempo ja weiterhin gefordert.

Beobachtung nach der OP ist klar, aber ich hätte nicht gedacht dass man vor einem Eingriff so lange beobachtet wird.

So lange? Ein Tag ist doch nicht lang.

Natürlich nimmt das Krankenhaus sich vor der OP ausreichend Zeit um via Monitorüberwachung zu schauen wie sich das Herz so verhält. Denn wenn es zu Zickereien neigt sind das Informationen die während einer OP wichtig sein könnten da man sich darauf vorbereiten kann bzw. vor der OP Medikamentös darauf einwirken kann um das Risiko zu minimieren.

Ein Krankenhaus bekommt im Vorfeld vom Kardiologen (sofern es kein Erstereignis ist und schon mal ein Kardiologe aufgesucht wurde) nur Momentaufnahmen.

Wenn ich beim Doc/im KH war werde ich hier noch mal ein Update posten.

Wäre sehr Interessant zu erfahren was dabei rausgekommen ist.

WEil}les_nur@_vedrsxtehen hat geantwortet


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