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Herzrythmusstörungen Katheterablation fehlgeschlagen

tyhe|i hat die Diskussion gestartet


Hi,

Ich bin selbst nicht betroffen, allerdings meine Mutter...

etwas zur Vorgeschichte, meine Mutter hatte vor 4 Jahren Brustkrebs, dieser wurde bis jetzt erfolgreich behandelt, dann kam ein künstliches Knie dazu (angeblich wurde wohl von der Chemo das Knorbelgewebe zerstört).

Aktuell hat Sie seit ca. 1,5 Jahr Herzrhythmusstörungen die wohl mit Marcumar "behandelt" wurden...

Letztes Jahr um die Zeit war meine Mutter zum Herz "anschieben", also über Elektroschock. Das hat nicht funktioniert!

Jetzt aktuell war Sie zu einer Katheterablation im Krankenhaus, zuerst waren wir sehr optimistisch das diesmal alles gut geht... Aber es hat wieder nicht geklappt!

Es ist meiner Meinung nach sogar zu schlimmen Komplikationen gekommen und zwar ist wohl der Katheter in der Vene geplatzt! Noch bevor das Herz überhaupt behandelt wurde, stattdessen wurde dann eine Bauch OP durchgeführt um die Reste vom Katheter zu entfernen, dabei verlor meine Mutter ziemlich viel Blut, das Ihr aber zum Glück wieder zugeführt wurde. Also keine Transfusion mit Fremdblut.

Aktuell ist meine Mutter noch auf der Intensiv Station und mit dem Nerven ziemlich am Ende, genauso wie mein Vater, ich und meine Frau...

Kennt ihr einen ähnlichen Fall? Man liest im Internet immer nur von evtl. Gerinselbildung als Komplikation.

Soweit ich mitbekommen habe, werden Ihre Medikamente jetzt umgestellt.

Wäre es eine Alternative den Rest seines Lebens Tabletten zu "fressen"?

Antworten
PwAsGportxs hat geantwortet


Hi thei,

Die Informationen die du gibst sind sehr dürftig.

Um welche Herzrhytmusstörungen handelt es sich? Ist das Herz dabei zu schnell oder zu langsam? Oder was passiert da?

Und was bedeutet Herz anschieben? War es zu langsam?

Denkbar wäre dass du möglicherweise eine Kardioversion meinst, da wird das Herz ähnlich wie bei einem Defribillator geschockt damit es quasi rebootet und dann (wenn alles gut läuft) im normalen Rhytmus weiterschlägt. Das macht man z.b bei Vorhofflimmern so damit dies aufhört. Hab das selber schon mitmachen dürfen.

Funktionieren kann es, muss es aber nicht.

Es ist meiner Meinung nach sogar zu schlimmen Komplikationen gekommen

Und laut Meinung der Ärzten? Will dich nicht hinterfragen, ist nur Interessehalber.

und zwar ist wohl der Katheter in der Vene geplatzt!

Wundert mich jetzt sehr, hätte nicht gedacht das Katheter platzen können.

Kennt ihr einen ähnlichen Fall? Man liest im Internet immer nur von evtl. Gerinselbildung als Komplikation.

Also Komplikationen gibt es aufjedenfall mehrere die auftreten KÖNNTEN.

Ich hatte schon zahlreiche Herzkatheteruntersuchungen und muss aus meinem persönlichen Eindruck heraus sagen dass Herzkatheter nicht so ungefährlich sind wie es Ärzte gerne mal sagen.

Bei einem Herzkatheter wurde die Arterie verletzt, ich verlor auch ne Menge Blut und das musste natürlich erstmal versorgt werden bevor es dann hoch zum Herz ging.

Ich hatte bei 2 Herzkathetern Komplikationen, bei einem davon sogar Lebensbedrohliche. Da landete ich auch auf der Intensiv.

Mittlerweile bin ich auf dem Standpunkt dass ich erstmal keinen Herzkatheter mehr machen lasse und stattdessen schön weiter Tabletten nehme.

Soweit ich mitbekommen habe, werden Ihre Medikamente jetzt umgestellt.

Wäre es eine Alternative den Rest seines Lebens Tabletten zu "fressen"?

Es kommt halt drauf an um welche Herzrhytmusstörung es sich handelt. Aber was dir / euch auch klar sein sollte: Ein Herzkatheter bringt nicht immer Erfolg, erst recht nicht beim ersten mal. Unter Umständen muss man es 2-3 mal machen lassen bis sich eine Besserung zeigt. Aber selbst das kann auch ausbleiben.

Und da ist halt auch bei jedem Herzkatheter nen Risiko dabei.

Da muss man halt Fragen ob man mit Tabletten die Herzrhytmusstörungen im Rahmen halten kann bzw. erträglich machen kann oder nicht.

Klar sind Medikamente auch schädlich, aber das sind Operationen unter Umständen auch.

Ich will Herzkatheteruntersuchungen nicht verteufeln, auch wenn es Komplikationen gab hat sich teilweise ne Besserung eingestellt. Aber es gehört halt immer ein Risiko dazu.

grüße

t"hvei hat geantwortet


Hallo,

Erstmal danke das du mir / uns geantwortet hast. @:)

Mit "anschieben" ist denke ich tatsächlich die "Kardioversion" gemeint. Also wohl Vorhofflimmern.

Ich bin leider bei beiden Versuchen die Störung(en) in den Griff zu bekommen nie selbst dabei gewesen, da ich und meine Frau ca. 100km weit weg wohnen, so muss ich mich auf die Aussagen meiner Eltern verlassen. (die halt ab und zu auch etwas nicht so ganz verstehen bzw. durcheinander bringen...) |-o

Auch bei Besuchen (im KH), die meist nur am Wochenende möglich sind trifft man leider eher selten einen Arzt an...

Was die Ärzte zu der Komplikation sagen, weiß ich nicht. Es ist halt meine Meinung das es schlimm ist, denn wie du selbst schon geschrieben hast, hättest du ja nicht gedacht das so ein Katheter platzt und wir genauso wenig!

Wenigstens geht es Ihr jetzt dem Umständen entsprechend relativ gut, obwohl Sie auch auf der Intensiv liegt.

PMAspoxrts hat geantwortet


Hi thei,

Erstmal danke das du mir / uns geantwortet hast. @:)

Sehr gerne.

Also wohl Vorhofflimmern.

Vorhofflimmern würd zu Marcumar passen, das wird häufig in dem Fall verabreicht um das Schlaganfall Risiko zu verringern.

Und bei Vorhofflimmern werden häufig Herzkatheter gemacht, bin selber trotz jungen Alters ein davon geplagter Mensch.

Medikamentös ist das eigentlich gut zu kontrollieren, eingesetzt wird häufig Flecainid welches allgemein gut verträglich ist.

(die halt ab und zu auch etwas nicht so ganz verstehen bzw. durcheinander bringen...) |-o

Das kann man nachvollziehen ;-D Vorallem das Mediziner Kaudawelsch ist manchmal sehr zum abgewöhnen weil es so untransparent ist.

Auch bei Besuchen (im KH), die meist nur am Wochenende möglich sind trifft man leider eher selten einen Arzt an...

Das stimmt allerdings.

Was die Ärzte zu der Komplikation sagen, weiß ich nicht. Es ist halt meine Meinung das es schlimm ist, denn wie du selbst schon geschrieben hast, hättest du ja nicht gedacht das so ein Katheter platzt und wir genauso wenig!

Ich würde 2 dinge anraten:

1.) Sofern deiner Mutter es Recht ist solltet ihr mal versuchen zumindest den behandelnden Arzt telefonisch an die Strippe zu bekommen damit ihr mal erfragt was da genau passiert ist.

2.) Würde ich mir das OP Protokoll geben lassen und mit dem niedergelassenen Kardiologen das ganze besprechen. Solche Dinge helfen immer falls in Zukunft mal erneut ein Herzkatheter angeraten wird, dann kann man besser beurteilen ob man das Risiko nochmal eingehen will.

Wenigstens geht es Ihr jetzt dem Umständen entsprechend relativ gut, obwohl Sie auch auf der Intensiv liegt.

Ich drücke die Daumen dass deine Mutter sich schnell erholt und bald die Intensiv verlassen darf.

Mal gucken ob noch jemand hier ähnliche Erfahrungen mit einem geplatzten Herzkatheter gemacht hat, das würd mich echt Interessieren weil ich echt noch bisschen Fassungslos bin das sowas überhaupt passieren kann.

Wünsche deiner Familie aber viel Kraft die belastende Situation gut zu überstehen, kann mir vorstellen das ihr nervlich fix und fertig seid.

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