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Stromschlag auch nach gezogenem Stecker?

S3terAnenvlichtx90 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

gerade ist mir etwas ganz komisches widerfahren. Ich habe gerade mehrere Stecker aus einer Mehrfachsteckerleiste (die allerdings schon ziemlich alt ist) gezogen, habe das Licht aber nicht vorher ausgemacht. Man kann ja auch so die Stecker einfach ziehen.

Jedenfalls hing mein TV, der im Standby war (rotes Licht am TV war an), auch dran und mit der einen Hand habe ich meinen Laptop-Ladestecker gezogen, danach mit der linken Hand den TV stecker. Der Stecker war schon aus der Dose draußen, ist dann aber mit den 2 Kontakten auf meine linke Hand-Außenfläche drauf. Daraufhin fühlte sich das komisch an. Ganz schwer zu beschreiben, irgendwie etwas warm, aber dennoch fast so, als wäre es ein leichter Stromschlag gewesen.

Da der Stecker ja aber schon aus der Leiste gezogen war und er erst dann nach dem Ziehen meine Hand berührt hat, kann ein Stromschlag doch eigentlich fast nicht sein, oder macht es etwas aus, dass sich der TV im Standby befand (und da war trotzdem noch Strom auf dem Stecker)?

Ich bin eh zurzeit etwas beunruhigt bezüglich Herz und möchte jetzt deswegen nicht noch eine weitere Baustelle haben. Was meint ihr dazu?

Antworten
ahuchsxo)eine hat geantwortet


Keine Sorge, ein Stromschlag war das nicht und gefährlich war es auch nicht.

Es kann sein, daß ein sich im Gerät eingebauter Kondensator (Ladungsspeicher) noch nicht vollständig entladen war. Nun hat der Stecker deine Hand berührt und in diesem Moment hat er sich über deine Hand entladen, da die Hand bzw. Haut einen elektrischen Widerstand bildet. Das passiert manchmal und ist weder schlimm noch gefährlich, man erschreckt sich halt nur kurz, weil man damit nicht rechnet.

Also, keine Panik! Du bist heil - und das Gerät auch! :)^ @:)

ReighFtNxow hat geantwortet


Das kann passieren bei einigen Geräten. Habe ich zum Beispiel bei meinem Föhn oder Ladegerät fürs Handy. Ich erkläre es mir so, ganz laienhaft, das man ja den Stromfluss unterbrochen hat der ja trotz Standby noch passiert. Da es in der Regel Reststrom ist der da durch fließt sollte da nichts passieren. Mir ist ja auch nichts passiert nachdem ich das bestimmt schon an die 20 Mal aus getestet habe ;-D

Meist war es Unachtsamkeit nach dem Raus ziehen des Steckers. Mach dir keine Sorgen.

G;regHQouxse hat geantwortet


Hallo,

ja das kann passieren. Der Stecker ist ja an einem elektronischen Gerät angebracht. In diesem Gerät befinden sich elektronische Bauteile welche die elektrische Energie speichern können (z.B.: Kondensatoren).

Die gespeicherte Energie wird zwar nach dem Ziehen des Steckers abgebaut, dass dauert aber eine Zeit. Beobachte mal das Standby-Licht an einem Gerät. Wenn Du den Stecker gezogen hast, bleibt das Licht noch eine Zeitlang brennen.

Der Stromschlag ist meiner Meinung nach nicht schlimm, da es nur ein kurzer Energiestoß ist (ähnlich wie bei einem "Kuhzaun"). Bei einem Stromschlag während einer Netzverbindung wird die Energie allerdings ständig nachgeführt (sehr gefährlich; z.B. defektes Metallgehäuse ohne Erdung).

Ich denke nicht, dass Du Dir sorgen machen musst.

P.S.: ein Stromschlag durch die "Steckdose" erfordert im übrigen immer eine ärztliche Untersuchung.

1.) durch das 50 Hz-Netz können auch Stunden später Herzrhythmusstörungen auftreten

2.) v.a. bei Gleichstrom, aber auch bei Wechselstrom kann auch nach Stunden noch das Blut "umkippen", was man selbst erst bemerkt, wenn es schon zu spät ist

Beste Grüße

H]erzhaf^txer hat geantwortet


Je nachdem, wann der Stecker gezogen wird, ist noch für kurze Zeit eine kleine Restladung im Gerät, die innerhalb einiger Sekunden abgebaut wird. Diese Ladung kann spürbar sein, ist aber unbedenklich.

D:asWarWxohlNix hat geantwortet


Das sind meist Kondensatoren, die noch reststrom hatten. Mir passiert das bei dieser 80+ scheisse in neueren PC netzteilen. Da bekomme ich mal öfters von den Platin dingern eine gescheuert.

SMternehnliXcht90 hat geantwortet


Ihr beruhigt mich gerade sehr. Also ich muss mir nun keine Sorgen bezüglich Herzrhytmusstörungen oder so machen? Ich gebe Stromschlag bei Google ein und prompt kommen Meldungen, das könnte selbst 24h später noch zu Rythmusstörungen kommen und man solle nun in der Notaufnahme 24h lang am EKG hängen zur Sicherheit. :-o ":/

G refgHoEus~e hat geantwortet


Nein Du musst Dir keine Sorgen machen. :)^

Wie gesagt, dass mit dem EKG nur dann, wenn ständig Energie nachgefördert wird und dazu muss das Gerät noch an der Steckdose stecken.

Beste Grüße

S3terneOnlichQt90 hat geantwortet


Ich danke euch allen! @:)

Dann werde ich diesen Vorfall mal ad-acta legen. Natürlich fühlt sich die besagte Stelle auf meiner Hand prompt immer noch komisch an, aber da läuft wohl mein Kopf gerade wieder Amok %-|

CWom?ran hat geantwortet


Es war nur Spannung, aber so gut wie kein Strom. Da kann nichts passieren, denn Spannung ist allein nicht schädlich. Ein Kamm bei trockenen Haaren kann schon paartausend Volt haben, aber auch da passiert nichts (außer dass es "bitzelt" und die Haare in alle Richtungen stehen).

Genauso ist es mit diesen winzigen Entstör-Kondensatoren, die oft bei solchen Geräten in der Stromversorgung eingebaut sind. Einen kleinen Schlag kann man davon kriegen, der aber vom "Pieksen" abgesehen völlig ungefährlich ist. Es ist wie bei Scherzartikeln dieser Art.

S-terneBnlichtx90 hat geantwortet


Hallo, was mich nur etwas verunsichert, war die Aussage eines Kardiologen in einem Online-Medizin-Portal, bei dem ich vorhin nach dem Ereignis auch eine Anfrage zeitgleich startete. Die Antwort darauf war:

Es kann noch sog. "Kriechstrom" in dem Stecker gewesen sein!

Bösartige Herzrhythmusstörungen entstehen normalerweise sofort beim Stromschlag und nicht erst danach. Sollte ihr Puls jetzt regelmäßig und kräftig sein, so besteht kein Anlass zur Sorge, ansonsten oder sollten Sie nicht sicher sein, müssen Sie noch heute ein Ruhe-EKG durchführen lassen.

Finde ich jetzt etwas verwirrend ":/

G=regH9ouse hat geantwortet


Du musst Dir wirklich keine Sorgen machen.

Die gespeicherte Ladung (wie mein Vorredner schon sagte) war mit Sicherheit gering (Ladungsunterschied = Spannung). Zur weiteren Beruhigung, bei einem Stromschlag (was Dir passiert ist würde ich nicht einmal so nennen) ist auch noch der Stromweg durch den Körper entscheidend. Bei Dir war die Strecke extrem kurz, da der "Strom" immer den Weg des geringsten Widerstandes nimmt (am einen Pin raus, etwas über die Haut, am anderen Pin wieder rein).

Eine elektrische Spannung ist immer genau über zwei Punkte definiert. Bei einem Stromunfall (Steckdose) ist die max. Spannung an dem Phasenleiter und bei nicht intakter Erdung der "Nullpunkt" am "Boden/Wand". Dann muss der Strom durch Deinen Körper, von der Steckdose bis zur Berührung von Wand oder Boden.

Nach dem Gesetz: Elektrischer Widerstand = Spannung / Strom => Strom = Spannung / Widerstand.

Es gibt viele Punkte die den Widerstand des Menschen beeinflussen (nasse Hände; Schuhwerk; Gewicht;...). Deshalb müsste man einen Widerstandsbereich angeben (Pauschalwert = 1500 Ohm).

=> bei einem Stromschlag gehen dann ca. 150 mA durch Dich hindurch (ab 2 mA merkt man es; ab 20 mA kann es gefährlich werden); zudem kommt noch die Einwirkdauer und die Frequenz

Fazit: bei Dir war die Einwirkdauer extrem gering; auch die Spannung und somit die Stromstärke war mit Sicherheit ebenfalls gering; zudem noch der Stromweg über die Hand => es ist meiner Meinung nach "alles" i.O.

Beste Grüße

S8ter8nenhlicTht90 hat geantwortet


Nochmals recht herzlichen Dank für die ausführliche Antwort!! @:)

Dann versuche ich mich mal nun zu beruhigen. Das einzige, was mich eben umtrieb oder umtreibt, ist, dass es auch noch Stunden später zu HRS oder Kammerflimmern kommen könnte und man das vielleicht nicht einmal merkt. Das sagen die einen - und dieser Kardiologe oben, dessen Antwort ich verlinkt habe, meinte ja nun, dass wenn überhaupt diese HRS direkt nach dem Schlag kämen und nicht erst danach.

Sehr widersprüchlich, das alles. Aber dann versuche ich mal wieder herunterzukommen. So etwas ist mir aber wirklich noch gar nie passiert, und ich habe schon weiß-gott-wieviele Stecker gezogen... %-|

uTn8k7owmp&liz=iexrt hat geantwortet


noch meine 5 Cent

Wie Greghouse ja beschrieben hat, spielt der Weg des Stromes eine große Rolle. Spielst du an der Steckdose rum und hast du in der einen Hand die 220V Phase und in der anderen den N-Leiter, dann fließt der Strom durch die Hand, den einen Arm, über den Oberkörper, durch den anderen Arm und aus der Hand wieder raus. Das ist gefährlich und das schüttelt dich auch gewaltig. Aber selbst da muss es nicht, kann aber zu Herzproblemen kommen. Sofern so etwas am Arbeitsplatz passiert muss laut Berufsgenossenschaft ein EKG gemacht werden.

In deinem Fall kam der Strom nicht aus der Steckdose. Es war zwar eine hohe Spannung, aber nur ein geringer Strom. Vor allem floss der Strom nur die paar Zentimeter über deinen Handrücken. Absolut keine Gefahr !!

M0ann64k2000 hat geantwortet


Zusammenfassend:

- Stromschlag, weil das Gerät vom Netz war

hier kann man einen Stromschlag aus den im Gerät befindlichen Bauteilen bekommen...

Abhilfe: sich angewöhnen, wenn man den Stecker zieht, erst einmal die beiden Steckkontakte des Steckers über ein Metallteil kurzschließen wobei man das Metallteil selber nicht in der Hand hält.

- Stromschlag, weil das Gerät am Netz ist oder weil man an elektrischen Leitern arbeitet

hier kommt der Stromschlag direkt aus dem E-Werk! Besonders gefährlich!

Abhilfe: Bevor man an elektrischen Geräten hantiert, Netzstecker ziehen und mit Metallteil die Steckkontakte des Steckers kurzschließen... Auch hier das Metallteil nicht anfassen!

Wenn man an festinstallierten Lampen, Steckdosen und Schaltern hantiert, vorher die Sicherung im Sicherungskasten raus, prüfen mit einem Stromprüfer (sehr günstig in jedem Baumarkt) ob noch Strom drauf ist... Dabei keinenfalls Metallteile jeglicher Art berühren...

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