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Herzinfarkt mit 24

V,igoilanxte hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hatte vor kurzem einen Herzinfarkt im Alter von 24 Jahren. Habe drei Stents bekommen.

Ich bin sportlich (zum Zeitpunkt des Infarkts 2-4x Fußball und Krav Maga), habe Normalgewicht, ausgewogen gegessen (nicht übermäßig gesund, aber auch nicht Ungesundes; Obst und Gemüse ist schon oft mit dabei, aber ich gönne mir auch mal ordentlich was), Nichtraucher (nur ganz gelegentlich mal Shisha, zum Zeitpunkt des Infarkts aber schon seit einem halben Jahr nicht mehr).

Ursache bei mir: Koronare Herzkrankheit infolge zu hoher LDL-Werte durch genetischen Defekt bzw. "familiäre Hypercholisterinämie". Ich hatte aufgrund des Alters in Absprache mit meinem Arzt vorher nie Medikamente genommen. Dazu kommt, dass mein Vater mit 34 einen Herzinfarkt hatte, also anscheinend eine weitere genetische Disposition.

Jedenfalls möchte ich zum einen Fragen, ob es hier Menschen gibt, die in einer ähnlichen Situation sind/waren und einfach mal ein bisschen über alles mögliche dazu berichten können.

Zum anderen habe ich zwei konkrete Fragen:

1. Lässt es sich eigentlich irgendwie vermeiden, dass niemand davon etwas mitbekommt, wenn man durch einen Herzinfarkt ohnmächtig wird? Damit ich, wenn ich alleine bin, zur Not selbst vorher noch jemanden informieren kann?

Sprich: Bekommt man vor dem Ohnmächtig werden die entsprechenden Symptome, oder kann man auch völlig unvermittelt von jetzt auf gleich ohnmächtig werden?

2. Wie sieht es aus mit der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit?

Ich habe Angst, dass sich bei mir noch mehr herausstellen könnte.

Ich habe mich eben erstmalig mit dieser Krankheit und den Symptomen beschäftigt und mir fällt auf, dass ich immer mal entsprechende Symptome hatte. Zum Beispiel habe ich bei schnellerem gehen und zu bestimmten Phasen beim Fußballspielen sehr oft starke Schmerzen im unteren Wadenbereich. Es kam auch schon vor, dass leichte Taubheitsgefühle im Fuß auftraten. Allerdings reichen diese Symptome schon weit zurück. Die hatte ich schon so 2007, 2008, so in dem Dreh. Dabei ist aber zu sagen, dass diese Symptome in den letzten 1-2 Jahren weniger geworden sind.

Ansonsten habe ich immer mal ebenfalls Symptome in den Unterarmen. Das ist dann so ein ziehender, stechender Schmerz bei Belastung, nicht im ganzen Unterarm, aber so auf der Oberseite und oft am Handgelenk. Die gleichen Schmerzen hatte ich beim Herzinfarkt im rechten Arm.

Ich habe erst am 20.09. wieder einen Termin bei meiner Kardiologin. Da werde ich sie auf jeden Fall fragen, aber vielleicht könnt ihr mir schon mal was dazu erzählen.

Jedenfalls, der Herzinfarkt war am 04.07. 2016. Aber außer Stentsetzung, Ultraschall und verschiedenste EKGs wurden bisher keine Untersuchungen bei mir gemacht, was ich ein bisschen seltsam finde. Zum Beispiel wird am 20.09. zum ersten Mal erst die Halsschlagader untersucht. Außerdem wurde bisher kein MRT bei mir gemacht.

Dabei sollte man doch eigentlich meinen, dass dies Dinge sind, die nach so einem Fall oberste und schnellste Priorität haben sollten. Denn anscheinend ist so überhaupt nicht zu sagen, was genau alles betroffen ist bei mir. Als ich im Krankenhaus war, hatte ich ab und zu noch ein leichtes Stechen im linken Bereich der Brust. Nachdem ich dem Arzt das gesagt hatte, meinte er, dass es sein könne, dass man nochmal eine Herzkatheteruntersuchung machen müsse, wenn das nicht weggeht.

Es ging nicht wirklich weg (was ich den Schwestern auch immer wieder gesagt habe), trotzdem wurde ich dann entlassen.

Aber ich meine, es kann doch nicht sein, dass immer erst was passieren muss oder dass man eine Katheteruntersuchung machen muss, nur um herauszufinden, ob es noch andere Verengungen gibt. Warum gehört es nicht zur Standardprozedur, so schnell wie möglich ein MRT des gesamten Körpers zu machen?

Antworten
Vzigilpanxte


Noch etwas anderes. Natürlich begleitet einen nach so einem Vorfall permanent die Angst, dass es wieder passieren könnte. Meine Kardiologin meinte, dass es sich wahrscheinlich sehr ähnlich anfühlen würde wie beim ersten Mal.

Was ich mich immer frage, wie sieht es eigentlich mit Blutdruck und Puls aus? Ich habe mir ein Blutdruckmessgerät angeschafft. Allerdings scheinen da die Meinungen auch auseinanderzugehen.

Als ich den Infarkt hatte, hatte ich wohl einen sehr hohen Blutdruck und Puls.

Im Internet liest man, dass das bei allen unterschiedlich ist, man aber bei starken Veränderungen sofort den Notarzt rufen sollte.

Aber, und das ist die eigentlich wichtige Frage für mich, bedeutet das dann auch im Umkehrschluss, dass alles in Ordnung ist, solange der Puls und der Blutdruck im persönlichen Normbereich sind?

XUiraxin


Ich würde auf jeden Fall auf Abklärung beim kardiologen bestehen. MRT sehe ich da aber eher nicht, wie kommst du genau auf MRT?

Und all diese Fragen zum Blutdruck kannst du ihr dann auch stellen.

Herzinfarkte können sich halt auch etwas unterschiedlich zeigen. Du wirst nicht zwingend ohnmächtig.

Mein Vater ist noch 5Stunden lang rumgerannt, bis meine Mama meinte, das geht so nicht...und er hatte auch einen doppelten Infarkt.

Soweit ich gehört habe, gibt es auch Unterschiede zwischen Vorder und Hinterwand-Infarkt...

Einer von beide soll sich weniger stark zeigen wodurch man damit noch "rumlaufen" kann.

Wie sehen denn deine Blutdruckwerte aus?

VIigilEantxe


Ich würde auf jeden Fall auf Abklärung beim kardiologen bestehen. MRT sehe ich da aber eher nicht, wie kommst du genau auf MRT?

Weil man mit MRT und CT genau sehen kann, wie die Durchlässigkeit der Gefäße ist. CT geht bei mir nicht, weil die Stents dann Störsignale senden. MRT wäre eine Option. Mein Hausarzt wollte diesbezüglich noch mit einem Radiologen sprechen.

Außerdem kennt meine Mutter einen anderen relativ jungen Mann, der einmal im Jahr ein MRT bekommt, um die Gefäße zu überprüfen.

Herzinfarkte können sich halt auch etwas unterschiedlich zeigen. Du wirst nicht zwingend ohnmächtig.

Ich weiß, ich wurde ja bei meinem auch nicht ohnmächtig, war allein und habe selbst den Notarzt gerufen und denen die Tür aufgemacht. Vermutlich hatte ich auch zwei Tage vorher schon einen Herzinfarkt, bei dem ich nichts unternommen habe. Jedenfalls hatte ich da genau die gleichen Symptome und genau die gleiche Intensität der Schmerzen, allerdings ist das im Verlauf des Tages verschwunden.

Ich hatte einen Vorderwand-Infarkt.

Meine Blutdruckwerte sehen gut aus. Sind im Moment relativ niedrig, weil ich Blutdrucksenker nehme (im Schnitt so ca. 100/60). Und der Puls auch, ich hab nen Ruhepuls von 60-65.

Vorher war mein Blutdruck aber auch im Normalbereich. Die Blutdrucksenker sind wohl nur ne Vorsichtsmaßnahme.

XQiraMin


Für deinen Blutdruck würde ich töten ;-D

Also der Stand ist doch aus Metall oder? Ein MRT sendet Magnetwellen aus, deswegen frag ich mich halt wieso MRT...

Ich hätte jetzt an ein Kontrastmittel CT gedacht, aber ich bin KEIN Arzt. Hab wie gesagt nur die Erfahrung mit meinem Papa.

Also mein Blutdruckmessgerät zuhause hat angeblich so ne Funktion, die nennt sich "Herzrythmusstörungsfinder" Angeblich soll dann eine Lampe leuchten...

Wenn deine Symtome auch Herzrhytmusstörungen beim Herzinfarkt beinhalten, würde ich mir auf jeden Fall so ein gerät mit Erkennung anschaffen.

Das ganze Thema ansich ist halt so komplex, dass selbst Betroffene es nicht 100%ig begreifen...

k>a+tha26


Bist du sicher, dass nicht vielleicht eine CT-Angiographie bzw. eine MRT-Angiographie gemeint ist? Gut, du hast recht, das ist eigentlich wie CT oder MRT mit Kontrastmittel. Die Stents sind aber eigentlich eher beim MRT ein Problem, da ja aus Metall. Dem CT machen die Stents nichts - meine sieht man immer sehr schön.

Wegen des Verdachts auf PAVK soll dich dein Hausarzt bitte zu einem Angiologen (oder einem Gefäßchirurgen) überweisen, das ist der Spezialist dafür.

Wie hoch ist denn dein LDL?

Für deinen Blutdruck würde ich auch töten ;-). Ein normaler Blutdruck ist leider keine Garantie, dass alles in Ordnung ist, wie auch ein sehr hoher oder niedriger Blutdruck nichts Schlimmes bedeuten muss. Wenn dein Blutdruck so gut ist, fang jetzt bloß nicht an, jeden Tag wie verrückt zu messen. Ein- bis zweimal in der Woche oder so reicht. Man kann sich mit ständigem Messen total verrückt machen (was auch nicht gut für den Blutdruck ist). Und wenn er doch mal hoch ist, miss nicht gleich nach, sondern entspanne dich und miss in ein paar Stunden nochmal nach. Natürlich nur, wenn du sonst keine Symptome hast.

Woilles_gnur_!verstDehen


Hey,

tut mir leid zu höhren. Mit dem Stent kannst du ein MRT machen, das ist kein Problem. Ein ganzkörper MRT mit Kontrastmittel wäre schon ganz gut, um möglich arterielle Verschlüsse zusehen.

Kriegst du Post Infarkt Medikamente?

Blutdruck ist sehr variabel. Unter Schmerzen und Panik geht er hoch, wenn zu viel des Herzmuskels abgestorben ist, geht er runter.

Wie waren den dein erster Herzinfarkt? Symptome wären mächtige Schmerzen. Daran solltest du es als erstes erkennen.

Zu den Ärzten im Klinikum: Naja, es gibt solche und solche. Am besten zu einem niedergelassenen Kardiologen. Der nimmt sich mehr Zeit. Ein CT müssten sie doch gemacht haben, oder? Um zu sehen welche Gefäße betroffen sind?

Durch den Herzinfarkt wirst du erst Ohnmächtig, wenn den Herz nicht mehr genug Blut auswirft. Davor solltest du sehr starke austrahlende Schmerzen haben. Außerdem noch Übelkeit, Atemnot und große Angst. Da kannst du schon den Notarzt informieren.

Die Blutdrucksenker sollen dem Herzen ein bisschen die Arbeit abnehmen, bis es wieder etwas fitter ist. Aber mit dem Hausarzt hinter dem MRT herbleiben, sowas sollte man schon machen

Alles Gute :)

WrillesC_nur_+v;erstexhen


Nochmal eine Quelle das ein MRT klar geht:

[[http://www.herzstiftung.de/MRT-nach-Stent.html]]

Vpigilxante


Bist du sicher, dass nicht vielleicht eine CT-Angiographie bzw. eine MRT-Angiographie gemeint ist? Gut, du hast recht, das ist eigentlich wie CT oder MRT mit Kontrastmittel. Die Stents sind aber eigentlich eher beim MRT ein Problem, da ja aus Metall. Dem CT machen die Stents nichts - meine sieht man immer sehr schön.

Also mein Hausarzt ist Internist und der hat mir das genau umgekehrt gesagt. Dass die Stents beim CT Störsignale senden und deshalb eher ein MRT infrage kommt. Weil ich ihn konkret nach einem CT gefragt hab (mit Kontrastmittel), weil meine Tante das kurz vorher auch hatte (die hat aber keine Stents).

Ich hab auch vorhin im Internet ne Quelle gehabt, in der ein Arzt gesagt hat, dass MRT bei Stents gemacht werden kann.

Wie hoch ist denn dein LDL?

Vor dem Infarkt (3 Wochen vorher war ich beim Hausarzt) war es bei 274. Nach 8 Tagen Krankenhaus war es nur noch bei 100 und bei der letzten Abnahme in der Reha bei 82. Ziel sind unter 70 bei mir. Ich nehme Tioblis 10/80 (Kombipille mit Atorvastatin und Etizimib) und habe am Dienstag nächste Blutabnahme. Ich hoffe, dass es dann unter 70 ist.

Für deinen Blutdruck würde ich auch töten ;-). Ein normaler Blutdruck ist leider keine Garantie, dass alles in Ordnung ist, wie auch ein sehr hoher oder niedriger Blutdruck nichts Schlimmes bedeuten muss. Wenn dein Blutdruck so gut ist, fang jetzt bloß nicht an, jeden Tag wie verrückt zu messen. Ein- bis zweimal in der Woche oder so reicht. Man kann sich mit ständigem Messen total verrückt machen (was auch nicht gut für den Blutdruck ist). Und wenn er doch mal hoch ist, miss nicht gleich nach, sondern entspanne dich und miss in ein paar Stunden nochmal nach. Natürlich nur, wenn du sonst keine Symptome hast.

Ok :) Nein, ich messe nicht jeden Tag. Nur manchmal, wenn ich ein komisches Gefühl habe.

VPigilxante


Kriegst du Post Infarkt Medikamente?

Morgens je 1x:

- Efient 10mg

- Irbesartan 75mg

- ASS 100mg

- Eplerenon 25mg

- Pantoprazol 40mg

Abends 1x Tioblis (10mg Ezetimib, 80mg Atorvastatin)

Die meisten davon soll ich für ein Jahr nehmen, ASS und Tioblis für immer.

Wie waren den dein erster Herzinfarkt? Symptome wären mächtige Schmerzen. Daran solltest du es als erstes erkennen.

Genau. Es waren starke brennende Schmerzen, die genau hinter dem Brustbein am stärksten waren, sich aber über den ganzen Brustkorb verteilt haben (das ist wichtig anzumerken, weil mir der Arzt in der Reha gesagt hat, dass stechende/ziehende Schmerzen, die man genau lokalisieren kann, ein sicherer Hinweis darauf seien, dass es nichts mit dem Herzen zu tun habe).

Ansonsten bin ich am frühen Morgen wachgeworden (auch zwei Tage vorher, als ich die gleichen Symptome hatte; ich habe gelesen, dass 40% aller Infarkte in den frühen Morgenstunden auftreten), hatte kalten Schweiß und Schmerzen im rechten Arm.

Zu den Ärzten im Klinikum: Naja, es gibt solche und solche. Am besten zu einem niedergelassenen Kardiologen. Der nimmt sich mehr Zeit. Ein CT müssten sie doch gemacht haben, oder? Um zu sehen welche Gefäße betroffen sind?

Nein. Ich war im Krankenhaus nur einmal beim Röntgen. Ansonsten nur Ultraschall.

Durch den Herzinfarkt wirst du erst Ohnmächtig, wenn den Herz nicht mehr genug Blut auswirft. Davor solltest du sehr starke austrahlende Schmerzen haben. Außerdem noch Übelkeit, Atemnot und große Angst. Da kannst du schon den Notarzt informieren.

Die Blutdrucksenker sollen dem Herzen ein bisschen die Arbeit abnehmen, bis es wieder etwas fitter ist. Aber mit dem Hausarzt hinter dem MRT herbleiben, sowas sollte man schon machen

Alles Gute :)

Gut. Danke :)

PbAs^portxs


Hi Vigilante,

Wie wäre es denn mit einer Duplex Sonografie? Da kann man die Arterien und Venen überprüfen auf ihre Durchlässigkeit und Beschaffenheit. Das ist nicht so aufwendig wie ein MRT und ein guter Anhaltspunkt um eine Übersicht der wichtige Bahnen zu bekommen.

Allgemein gesprochen hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie du (bin ende 20), ich hatte zwar noch keinen Herzinfarkt, dafür aber div. andere Herzprobleme mit extremen Herzrhytmusstörungen und Tachykardien.

Herzkathetereingriffe hatte ich schon sehr viele.

In den Krankenhäusern trifft man manchmal auf sehr sehr bemühte Ärzte die echt die ganze Parlette an Untersuchungen ausschpfen, andere wiederrum nehmen dich nicht besonders ernst weil du ja noch so jung bist und halten ihre Energy für Patienten zurück die schon jenseits der 90 Jahre sind.

Das ist einfach so, kann man nicht vermeiden.

Und der Puls auch, ich hab nen Ruhepuls von 60-65.

Der ist Top, nimmst du ausser den Blutdrucksenkern noch andere Medikamente?

Was ich mich immer frage, wie sieht es eigentlich mit Blutdruck und Puls aus? Ich habe mir ein Blutdruckmessgerät angeschafft. Allerdings scheinen da die Meinungen auch auseinanderzugehen.

Hast du ein Handgelenk oder Oberarmmessgerät?

Im Internet liest man, dass das bei allen unterschiedlich ist, man aber bei starken Veränderungen sofort den Notarzt rufen sollte.

Jaein, sicher ist das eine gute Möglichkeit aber falls dich das Thema sehr belastet und du z.b Ängstlich bist mein Messen dann könnte es passieren dass Puls und Blutdruck da sehr beeinflußt wird. Dann würdest quasi gar nicht mehr rauskommen aus dem Notarzt rufen.

Ich würd den Notruf eher von den Gefühlen / Symptomen die du verspürst anrufen anstatt anhand bloßer Werte. Gerade Heimmessungen sind häufig nicht ganz so zuverlässig.

Als ich im Krankenhaus war, hatte ich ab und zu noch ein leichtes Stechen im linken Bereich der Brust. Nachdem ich dem Arzt das gesagt hatte, meinte er, dass es sein könne, dass man nochmal eine Herzkatheteruntersuchung machen müsse, wenn das nicht weggeht.

Es ging nicht wirklich weg (was ich den Schwestern auch immer wieder gesagt habe), trotzdem wurde ich dann entlassen.

Die Patienten Wahrnehmung ist natürlich subjektiv, die Ärzte haben sich wohl aufgrund des Monitoring welches sicher gelaufen ist und den anderen Untersuchungsergebnissen dazu entschieden das ganze erstmal zu beobachten.

Ein Herzkathetereingriff ist zwar ein Routineeingriff aber du weißt ja selber dass es trotzdem keine kleine Sache ist. Daher kann ich es schon verstehen dass der Arzt nicht direkt wieder ein Eingriff durchführen wollte.

Grüße

V!ig4ilanxte


Herzkathetereingriffe hatte ich schon sehr viele.

Alle über das Handgelenk? Und in welchen Abständen?

Bei mir sieht man immer noch den Einstich als eine Art kleine Narbe. Würde man da einen erneuten Herzkathetereingriff auf der anderen Seite oder über die Leiste machen? Oder ist das kein Problem, nochmal an der gleichen Stelle reinzugehen?

In den Krankenhäusern trifft man manchmal auf sehr sehr bemühte Ärzte die echt die ganze Parlette an Untersuchungen ausschpfen, andere wiederrum nehmen dich nicht besonders ernst weil du ja noch so jung bist und halten ihre Energy für Patienten zurück die schon jenseits der 90 Jahre sind.

Ja. Aber den Eindruck habe ich leider vor allem bei meinem Hausarzt. Ich war ja drei Wochen vorher bei ihm, weil ich Belastungsabhängige Angina Pectoris hatte. Er war sich ganz sicher, dass das vom Bewegungsapparat kommt. Und selbst jetzt danach habe ich irgendwie nicht den Eindruck, dass er mich zu 100% ernst nimmt.

Der ist Top, nimmst du ausser den Blutdrucksenkern noch andere Medikamente?

Ja, siehe ein Post weiter oben.

Hast du ein Handgelenk oder Oberarmmessgerät?

Oberarm

Jaein, sicher ist das eine gute Möglichkeit aber falls dich das Thema sehr belastet und du z.b Ängstlich bist mein Messen dann könnte es passieren dass Puls und Blutdruck da sehr beeinflußt wird. Dann würdest quasi gar nicht mehr rauskommen aus dem Notarzt rufen.

Ja, das stimmt. Aber ich bin auch nicht bei jedem Messen ängstlich. Manchmal habe ich nur ein flaues Gefühl im Magen, weil ich gerade zu sehr daran denke oder so.

Aber es ist nicht so, dass mich das im Alltag irgendwie groß belastet. Ist nur ab und zu mal.

Ein Herzkathetereingriff ist zwar ein Routineeingriff aber du weißt ja selber dass es trotzdem keine kleine Sache ist. Daher kann ich es schon verstehen dass der Arzt nicht direkt wieder ein Eingriff durchführen wollte.

Eben. Aber genau deshalb wundert es mich, dass man bei mir noch kein MRT oder ähnliches gemacht hat.

Als der Arzt im Krankenhaus meinte, dass es sein könne, dass man nochmal eine Katheteruntersuchung machen müsse, habe ich mich vor allem gefragt, ob das dann nicht in einen sinnlosen Teufelskreis führt. Denn anscheinend ist es ja dann so, dass man bei einer Katheteruntersuchung gar nicht alles restlos sehen kann. Könnte man das, hätte er ja nicht in Erwägung gezogen, nochmal reinzugehen. Geht man aber nochmal rein, kann man doch wieder nicht ausschließen, dass alles gut ist.

Da dachte ich mir: Es kann doch nicht sein, dass man jedes Mal nur auf Verdacht eine Katheteruntersuchung machen muss.

Genau deshalb finde ich den Gedanken eines MRT (o. ä.) ja so super. Weil man da ja anscheinend alles sehen kann. Und man dann sehen kann, ob eine Katheteruntersuchung nochmal sein muss oder nicht. Das ist mir doch hundertmal lieber, als noch 5 Verdachtskatheteruntersuchungen zu bekommen.

PIAsoports


Alle über das Handgelenk? Und in welchen Abständen?

Nein, die meisten über die Leisten.

Abstände sind verschieden, bei manchen liegen 12 Monate dazwischen, manche auch 4-5 Monate.

Hatte aber auch schon 5 Wochen später ein erneuten Herzkatheter. Genauso wie Doppeleingriffe.

Bei mir sieht man immer noch den Einstich als eine Art kleine Narbe.

Die wirst du auch noch lange sehen, ggf. je nach Größe auch dein Leben lang.

Würde man da einen erneuten Herzkathetereingriff auf der anderen Seite oder über die Leiste machen? Oder ist das kein Problem, nochmal an der gleichen Stelle reinzugehen?

Sofern die Arterie nicht Fehlpunktiert wurde kann man an der gleichen Stelle reingehen bzw. ein wenig versetzt. Wenn eine Fehlpunktion stattfand und ein medizinisches Verschlusssystem genutzt wurde kann es sein dass paar Monate dort nicht erneut punktiert werden darf.

Über welche Seite man geht hängt auch damit zusammen an welchen Teil des Herz man arbeiten will.

Ja. Aber den Eindruck habe ich leider vor allem bei meinem Hausarzt. Ich war ja drei Wochen vorher bei ihm, weil ich Belastungsabhängige Angina Pectoris hatte. Er war sich ganz sicher, dass das vom Bewegungsapparat kommt. Und selbst jetzt danach habe ich irgendwie nicht den Eindruck, dass er mich zu 100% ernst nimmt.

Das ist sehr sehr Ärgerlich, da würd ich ein ernstes Gespräch führen und meine Konsequenzen ziehen wenn sich der Zustand nicht ändert.

Oberarm

Sehr gut!

Aber es ist nicht so, dass mich das im Alltag irgendwie groß belastet. Ist nur ab und zu mal.

So wirkst du auch von den Postings her, sehr reflektiert und sachlich. Das ist gut so, solltest du auch so beibehalten. Nicht zuviel im Internet recherchieren (sofern du das machst).

Eben. Aber genau deshalb wundert es mich, dass man bei mir noch kein MRT oder ähnliches gemacht hat.

Verwunderlich ist es schon ein wenig da viele Kardiologen das MRT / CT dem Herzkatheter vorziehen da es nicht so belastend ist für den Patienten.

Hast du mal deinen Hausarzt gefragt wo das Problem liegt dir ne Überweisung zum MRT geben zu lassen?

Als der Arzt im Krankenhaus meinte, dass es sein könne, dass man nochmal eine Katheteruntersuchung machen müsse, habe ich mich vor allem gefragt, ob das dann nicht in einen sinnlosen Teufelskreis führt.

Man sollte aufjedenfall immer hinterfragen ob der erneute Herzkatheter sinnvoll ist, es gibt durchauß Kliniken die auch vorschnell zu einem Eingriff raten weil sie die Auslastung erhöhen müssen um die Kosten dieses Herzkatheterlabors wieder einzufahren.

Allein schon wegen dem Risiko sollte man da genau überlegen, ich hatte schon 2 Herzkatheter mit Lebensgefährlichen Komplikationen und Aufenthalte auf der Intensiv.

Denn anscheinend ist es ja dann so, dass man bei einer Katheteruntersuchung gar nicht alles restlos sehen kann. Könnte man das, hätte er ja nicht in Erwägung gezogen, nochmal reinzugehen. Geht man aber nochmal rein, kann man doch wieder nicht ausschließen, dass alles gut ist.

Jaein, Katheteruntersuchungen decken schon vieles auf und der Vorteil ist halt im Gegensatz zu MRT und CT das man halt wenn was gefunden wird sofort rangehen kann. Manches entdeckt man wirklich erst bei erneuten Herzkathetern, da spielt aber auch immer die Erfahrung der ausführenden Ärzte rein und ja auch der Zufall spielt da teilweise eine Rolle.

Aber das ganze hast du bei einem MRT auch, manchmal ist die Bildgebung dürftig und wenn der auswertende Arzt nicht sehr Erfahren ist kann da auch viel durch die Lappen gehen. Ich hab auch gehört das kleinere Problemzonen im Herz mit dem Herzkatheter besser lokalisiert werden können.

Da dachte ich mir: Es kann doch nicht sein, dass man jedes Mal nur auf Verdacht eine Katheteruntersuchung machen muss.

Behalt dir das bei, immer schön hinterfragen. Obwohl man wie gesagt fairerweise beachten muss dass Katheteruntersuchung häufig ihre Indikation wegen Verdacht haben.

Ich kann dir nur empfehlen dich mit Herzproblemen an Herzzentren zu wenden. Natürlich machen Allgemein Krankenhäuser mit Kardiologischen Abteilungen auch einen guten Job, aber ich hab in laufe der Zeit gemerkt dass Herzzentren auf einen völlig anderen Level arbeiten. Als junger Patient fühlte ich mich dort auch ernster genommen.

Kann dir das Herzzentrum Bad Oeynhausen nur wärmstens empfehlen.

kPatha/26


Das mit CT oder MRT verwirrt mich jetzt etwas... ich habe mehrere Stents in den Nierenarterien und der Bauchaorta. Ich war seither unzählige Male im CT, auch mit Kontrastmittel bzw. als CT-Angiographie, und nie waren die Stents ein Problem. Es stand auch nie im Befund etwas von Stör-Artefakten oder dass man die Bilder wegen der Stents nicht richtig beurteilen konnte. Dagegen musste ich einmal zum MRT und konnte deutlich fühlen, wie es an der Stelle des (damals nur einen) Stents sehr sehr warm wurde (kam nicht vom Konrastmittel, da keines verwendet wurde). Man hat mir zwar versichert, dass das völlig ungefährlich ist, die Bilder waren allerdings unbrauchbar, da man kaum was erkennen konnte.

Lass dich bitte zu einem Angiologen überweisen, das ist der Spezialist für Gefäßerkrankungen.

Wegen dem LDL hab ich nur gefragt, weil ich hier auf meiner Dialyse-Station einige Patienten kenne, die an familiärer Hypercholisterinämie leiden und bei denen das LDL mittels Apherese aus dem Blut gefiltert wird. Aber dein LDL ist mit der Therapie ja eh schon super (dass dir dein Arzt bei deiner familiären Vorgeschichte nicht schon früher Lipidsenker verschrieben hat, finde ich eigentlich ziemlich unverantwortlich). Der Rekord war hier übrigens mal ein 4-Jähriger mit einem LDL von fast 600...

V;ig3ilanSte


Also nur noch mal zur Info: Die Kardiologin meinte, dass CT oder MRT keinen Sinn macht, weil es einerseits eine unnötige Strahlenbelastung bedeutet und andererseits keinen Unterschied für die Therapie macht. Selbst wenn man noch mehr enge Stellen finden würde, würde das erst mal nicht an der Therapie ändern. Also so lange keine akuten Engstellen da sind. Und wenn die da wären, würde ich das ja merken.

Hinsichtlich der Möglichkeit anderer Gefäßerkrankungen wurde eine Untersuchung gemacht, bei der mir Manschetten an Hand- und Fußgelenken angelegt wurden und der Blutstrom so in den Gefäßen gemessen wurde. Aus dieser Untersuchung lässt sich wohl sagen, dass ich in anderen Gefäßen abseits des Herzens keine Verengungen habe.

Meine Halsschlagadern sehen soweit auch ganz gut aus. Wenig überraschend sind da zwar auch (weiche) Ablagerungen vorhanden, aber keine Engstellen. Und da das nur weiche Ablagerungen und noch keine harten Verkalkungen sind, können die durch die Cholesterinsenker sich sogar zurückbilden.

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