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g-Strophanthin

h@eikoZschlicxht hat die Diskussion gestartet


Das [[https://de.wikipedia.org/wiki/G-Strophanthin Strophanthin]] soll ja ein gut bekömmliches Kreislaufmittel sein. Lässt sich die Substanz auch einfach selbst aus der Pflanze gewinnen, bspw. indem Teile der Pflanze kaut oder es in Wasser oder Öl löst?

Antworten
tkhe}-mcav[exr


Es ist so gut bekömmlich, dass es von manchen Stämmen in Afrika benutzt wurde, um Elefanten zu töten...

Strophanthin ist in der Medizin völlig out: Erstens wird es bei oraler Gabe nur schlecht aufgenommen, es wurde früher gespritzt. Zweitens ist der Abbau im Körper relativ schnell und schlecht vorhersagbar. Und drittens verwendet man die ganze Gruppe der Herzglykoside kaum noch zur Behandlung von Herzschwäche, weil sie anscheinend zwar die Symptome verbessern, aber die Sterblichkeit erhöhen. Man verwendet sie noch zur Behandlung bestimmter Rhythmusstörungen (Frequenzkontrolle bei Vorhofflimmern), aber auch da gibt es Zweifel an der Sicherheit.

Kurz gesagt: Es gibt keinen halbwegs vernünftigen Grund, warum jemand Strophanthin zuführen sollte.

hBeikosCchlicxht


Berichten im Internet zufolge soll es das natürliche Herz-Kreislauf-Mittel sein.

Anwendungsgebiete waren alle Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz, Rhythmus-Anomalien, akute Myokardschäden durch z. B. Grippe und Diphtherie, Digitalis-Intoxikationen, Angina pectoris, Herzinfarkt und Bluthochdruck.

hMeikos.chlicxht


Wie glaubwürdig und nachhaltig ist denn die Geschichte vom Strophanthin?

Nachdem der Botaniker John Kirk während der Livingstone-Expedition 1859 die stark herzwirksame Wirkung von versehentlich eingenommenem pulverisiertem Strophanthus kombé-Samen entdeckt und der schottische Pharmakologe und Arzt Thomas Richard Fraser den wirksamen Bestandteil 1862 als k-Strophanthin isoliert hatte, wurde das g-Strophanthin von Arnaud, einem französischen Chemiker, im Jahr 1888 aus Strophanthus gratus und dem Ouabaio-Baum isoliert.

hOave<n't_%waitCed


Die einen preisen es als wahres Wundermittel, die Ärzte stehen dem eher ablehnend gegenüber.

Ich habe dazu auch schon ein Buch gelesen, in dem es geradezu als ein Verbrechen an der Menschheit dargestellt wird, dass an dieses Medikamten praktisch aus dem Verkehr gezogen wurde. Mein Arzt sagte, es gäbe heute weitaus Besseres. Offenbar gehen hier die Ansichten extrem auseinander.

Dass es sich irgendwie aus einer Pflanze gewinnen ließe, habe ich noch nicht gehört; ich glaube aber auch, dass das sehr gefährlich werden könnte, denn selbst wenn es möglich wäre: Wie will man die richtige Dosis erwischen? Solche Experimente würde ich lassen. Als homöopathisches Mittel lässt es sich übrigens noch beziehen.

tFher-cavxer


"Anwendungsgebiete waren alle Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz, Rhythmus-Anomalien, akute Myokardschäden durch z. B. Grippe und Diphtherie, Digitalis-Intoxikationen, Angina pectoris, Herzinfarkt und Bluthochdruck."

1. WAREN - und das hat seine Gründe. Mit dem Aufkommen von Digoxin und Digitoxin ist es in der Versenkung verschwunden. In den 50er Jahren gab es noch so manche Therapien, bei denen wir heute die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden...

2. Wie sinnvoll diese Anwendungsgebiete sind, erkennt man daran, das hier vorgeschlagen wird, eine Herzglykosid-Vergiftung (Digitalis) mit einem Herzglykosid zu behandeln...

h~eikosOchlixcht


@haven't_waited Genau das ist mein Problem, dass die Meinungen soweit auseinander gehen und kaum Erklärungen finde, welche die jeweiligen Meinungen begründen.

@ the-caver,

welche Gründe gibt es Strophanthin nicht bei akuten Myokardschäden oder Angina pectoris zuverwenden?

thhe-c^avexr


Eine ganze Menge (Arrhythmogene Wirkung, Energieverbrauch, potentiell Vergrößerung des Infarkts, schlechte Steuerbarkeit,...). Kardiologie ist ein komplexes Thema, über das du offenbar sehr wenig Bescheid weißt, sonst würdest du diese Frage gar nicht erst stellen. Ohne Hintergrundwissen mit einem potentiell tödlichen Wirkstoff herumzuspielen, wäre sicher keine gute Idee. Und ansonsten fehlt mir ehrlich gesagt die Zeit und Lust, um weiter über ein Oldie-Medikament zu diskutieren, dass irgendwelche Verschwörungstheoretiker wieder aus der Mottenkiste holen wollen - ich bin dann mal weg.

h5eiekoqschliBcxht


Wenn ich Bescheid wüsste hätte ich das Thema nicht gestartet. Ich stelle nicht in Frage das es ein komplexes Thema ist wie so vieles. Kennst du dich generell mit Medikamenten aus? Ich habe da mal eine generelle Frage: Warum wird verwendet man in manchen Medikamenten Aluminium und ist das wirklich gefährlich?

h2eikossc:hlixcht


Dieser "[[http://www.strophantus.de/ Verschwörer-Seite]]" nach zu urteilen ist das Hauptargument:

All die modernen Medikamente wie Betablocker, ACE-Hemmer und weitere sind zwar klinisch getestet, können aber eines nicht:

Den Sauerstoffbedarf des Herzens senken.

Für mich als Ahnungsloser stellt sich da die Frage ist das ein Argument?

Hbinatxa


Na, denk doch mal nach.

Das Herz ist ein Muskel, wie viele andere im Körper. Und um vernünftig arbeiten zu können, brauch es Sauerstoff, Energie, etc, also seine eigene Blutversorgung.

Den Sauerstoffbedarf des Herzens senken zu wollen hat was von "atme doch einfach weniger". So sinnvoll ist in etwa der Ansatz.

hVeikosNchelicxht


Hallo Hinata,

vorab, ich weiß nicht welchen Wert das von mir zitierte Argument hat. Deiner Meinung nach keinen. Aber leider verstehe ich deine Argumentation nicht. Gegenbsp. ich trainiere meine Muskeln darauf den Sauerstoffbedarf beim tauchen zu senken und schon kann ich unter Wasser länger überleben.

Hast du nicht ein besseres Argument?

HZasenrkeixch


Und drittens verwendet man die ganze Gruppe der Herzglykoside kaum noch zur Behandlung von Herzschwäche,

Mit dem Aufkommen von Digoxin und Digitoxin ist es in der Versenkung verschwunden.

Und was ist Digoxin und Digitoxin? - Und woher kommt es?

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Herzglykoside]]

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Fingerhut]]

[[http://www.navigator-medizin.de/herz_gefaesse/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-herz-kreislauf-medikamenten/digitalis-digitoxin-herzglykoside.html]]

H@as enreuich


Zitat aus Wikipedia zum Roten Fingerhut:

Alle Pflanzenteile sind hochgiftig. Bereits der Verzehr von zwei Blättern kann zu einer tödlichen Vergiftung führen. Der Rote Fingerhut wurde 2007 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Wenn also Strophanthin als Pfeilgift verwendet wurde, so ist dessen Verdrängung, weil es ja so giftig ist, kein Argument, denn der Rote Fingerhut, woraus das Dioxin und das Digitoxin gewonnen wird, ist nicht minder giftig...............

hHaveBn't_xwaited


Ist nicht Curare das Pfeilgift?

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