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Frage zur Lungenfunktion: Peakflow und Fev 1

Cwinde&reTlla68 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich messe wegen meines Lungenemphysems (plus asthmatischem Anteil, also "ARCOS") schon seit Jahren meine peakflow-Werte, seit 2 Jahren auch den FEV1 mit einem digitalen Messgerät.

Pf und FEV1 gehen über die Jahre hinweg gemeinsam bergab.

Jetzt gab es aber im Sommer einmal eine Phase von ca 5, 6 Wochen, in denen ich glatt 30% weniger PF hatte, während FEV 1 in seiner üblichen Bandbreite blieb. Pf erholte sich dann wieder. Jetzt geht das gleiche Spiel von vorne los: mein PF sackt drastisch ab und FEV 1 bleibt gleich.

Ich dachte immer, die beiden Werte müssten miteinander korrelieren?? Sie messen doch beide die Verengung in den Bronchien? Wie kann da nur einer rauf- oder runtergehen und der andere gleich bleiben?

Messfehler sind es eher nicht, da ich ein digitales und ein mechanisches Gerät für den Pf habe - dass beide gleichzeitig kaputt gehen bzw. Nonsense messen, ist unwahrscheinlich ...

Antworten
t:he-cQavxer


Da Du seit Jahren misst, können wir die häufigste Ursache für schlechte PeakFlows, nämlich mangelnde Mitarbeit, wohl ausschließen. Ich glaube trotzdem, dass der schlechte PEF nichts mit deinem Bronchialsystem zu tun hat: Wenn eine Obstruktion so stark ist bzw. so zentral sitzt, dass sie den PEF (also die maximale Stärke des Ausatemstroms) beeinflusst, müsste eigentlich auch die FEV1 (also das in der ersten Sekunde ausgeatmete Volumen) erniedrigt sein, das siehst du völlig richtig. Ergo müssen wir vermuten, dass die Ursache außerhalb der Lunge liegt.

Der PEF misst ja nicht direkt die Obstruktion, es handelt sich nur um die maximale Stärke des Atemstroms (in liter pro sekunde), vergleichbar der der Durchflussmenge durch ein Wasserrohr. Normalerweise wird dieser Durchfluss durch den Rohrquerschnitt (die Weite der Bronchien) bedingt, deswegen nmmt man den PEF als Maß dafür (eigentlich kein sehr gutes Maß, aber er ist halt technisch sehr einfach zu messen und deswegen für die Selbstkontrolle geeignet).

Aber natürlich wird der Durchfluss durch ein Wasserrohr nicht nur von der Dicke des Rohrs bestimmt, sondern auch vom Wasserdruck (so mancher Bewohner von Hochhäusern kann da ein treuriges Lied singen). Übertragen auf die Lufu heißt das: Der Druck, mit dem Du ausatmest, bestimmt den PEF mit. Der ist zum Beispiel abhängig von der Körperposition und vor allem von der Kraft mit der Du ausatmest. Waren das vielleicht Phasen, in denen Du einfach nicht so fit warst? Oder hattest Du irgendwelche Schmerzen, die Dich an der maximal kräftigen Ausatmung gehindert haben?

Ansonsten fiele mir nur ein, eine große Lufu (Bodyplethysmographie) zu machen und zu schauen, was die anderen werte (vor allem die Widerstände) machen.

C]inde%relrla6x8


Hallo the-caver,

danke für deine ausführliche Antwort *:)

Nein, ich konnte/ kann bei diesen Phasen keinen Zusammenhang entdecken zu irgendwelchen Fitness-Einbußen, eher im Gegenteil: Oft messe ich gerade dann grottenschlechte Werte, wenn ich (für MEINE Verhältnisse!!) atemtechnisch gut beieinander bin. Und umgekehrt. Das ist auch etwas, was mir Rätsel aufgibt. (Das Gleiche gilt für den FEV 1).

Nur in Extremfällen, zusätzliche Asthmaattacke oder Exazerbation wegen irgendwas, stimmen Werte und Befinden überein.

Tja, und Körperhaltung, falsche Anwendung der Geräte oder die Geräte selbst als Fehlerursache: All das wäre ja, so falsch wie es auch sein mag, über die Jahre hinweg "gleich falsch". Aber diese starken Sprünge im pf von 30 % (momentan sogar am gleichen Tag) hatte ich zuvor nicht.

Hättest du sonst vielleicht noch eine Idee ...?

Welche Widerstände meinst du?

RAWtot oder MEF?

C*indereClla6x8


achso, und hierzu

Der Druck, mit dem Du ausatmest, bestimmt den PEF mit. Der ist zum Beispiel abhängig von der Körperposition und vor allem von der Kraft mit der Du ausatmest. Waren das vielleicht Phasen, in denen Du einfach nicht so fit warst?

Ich bekomme seit ca 3 Monaten Krankengymnastik am Gerät, sprich Gerätetraining speziell für den Oberkörper. Meine Muskulatur und Beweglichkeit ist um einiges besser geworden, und ich trainiere dabei auch die Atemhilfsmuskulatur.

Schon von daher versteh ich die miesen PEF-Werte erst recht nicht.

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