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Sehr hoher Puls, der schnell steigt und lange bleibt

PIum)bano hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe med1-Community,

ich habe mich hier neu angemeldet und würde gerne eure Meinung zu einer Sache hören, die mich ein wenig beschäftigt und würde mich freuen, wenn sich das jemand bis zum Ende durchliest. :)^

Also dann fange ich mal an:

Wie bereits in der Überschrift angedeutet, geht es um meinen Puls.

Um euch einen ausreichenden Einblick zu verschaffen, erzähle ich deswegen vielleicht für den ein oder anderen zu ausführlich, aber nur, damit ihr einen guten Eindruck gewinnen könnt.

Ich bin männlich 22 und seit einem halben Jahr bin ich nun schon bei einem Fitnessstudio angemeldet und trainiere da auch fleißig.

Meistens mache ich bei Kursen mit, wie z.B Radfahren mit Pulsmessung oder Rudern mit Pulsmesseung, bei denen von sämtlichen Teilnehmern der Pulswert an die Wand gestrahlt wird.

So, nun ist mir also schon seit Beginn der Zeit im Fitnessstudio aufgefallen, dass mein Puls immer deutlich höher war als der meiner fast gleichaltrigen Freundin und der der anderen Kursteilnehmer.

Mein Puls war bis auf die ersten 2 Minuten der Kurszeit immer die gesamte Zeit um die 40-50 Pulsschläge höher. :-/

Hinzu kommt, dass schon bei geringer Anstrengung der Puls bereits sehr hoch ist, also locker über 160 Schlägen/Minute.

Beim Kurstraining gibt der Trainer an, mit wie viel Prozent des Maximalpulses trainiert werden soll, was sich die ganze Stunde hindurch natürlich ändert.

So kann ich die Vorgaben des Trainers bei der Einteilung des Pulses nach Prozent gar nicht einhalten, weil mein Puls höher geht als der errechnete Maximalpuls, der bei mir bei 198 (220-22) eigentlich liegen sollte.

Denn mein höchster Puls war bis vor kurzem bei 212 Schlägen/Minute, womit mein Maximalpuls also außergewöhnlich hoch ist.

Mich hat das aber nicht wirklich beunruhigt, bis auf, dass es mich gestört hat, immer danach gefragt zu werden, komisch angeschaut zu werden oder dass die Leute dachten, dass ich gleich umkippe. (was ich natürlich auch verstehe und gut finde, da sie sich ja nur Sorgen machen)

Ich muss dazu nämlich auch sagen, dass ich ein sportlicher Mensch bin und schon mein Leben lang Ausdauersport getrieben habe, wie z.b. Laufen oder ein paar Triathlons.

Demnach kann es nicht an der Fitness liegen.

Was mir aber noch in Erinnerung geblieben ist, ist, dass ich als Kind mit 11 Jahren auch schon einen Puls über 200 bei Belastung hatte, was bei Kindern jedoch normal ist und ich deswegen auch nie Nachforschungen angestellt habe.

Nun bin ich natürlich kein Kind mehr und meine Situation hat sich ein wenig geändert. :|N

Denn vor ca. einem Monat fing es dann an, dass ich manchmal spontane dumpfe teilweise auch nur leichte Schmerzen in der linken Brustgegend bekam oder einfach nur ein Druckgefühl hatte.

Deswegen bin ich zum Hausarzt gegangen, der auf dem EKG feststellte, dass ich Extrasystolen habe und hat mich zum Kardiologen verwiesen. Der wiederum hat auf seinem EKG keine Extrasystolen festgestellt, was jedoch nichts auszusagen hat, weil Extrasystolen ja nicht immer, sondern spontan auftreten. Anschließend wurde noch ein Belastungs-EKG gemacht, bei dem jedoch aufgrund technischer Störungen keine Schlüsse gezogen werden konnten, weil es nicht aufzeichnete. Der Kardiologe wiederholte das Belastungs-EKG bisher noch nicht.

Hingegen hat er weiter ein Langzeit-EKG über 24 Stunden gemacht, bei welchem ich dann normal ins Fitnessstudio wie immer ging und den Puls auf seine gewöhnlichen Werte brachte, damit es auch repräsentativ ist.

Die Auswertung erhalte ich in ein paar Tagen.

Was mich ebenfalls jetzt seit neuestem stutzig macht, ist, dass mein Maximalpuls anscheinend immer höhere Werte erreicht. Da habe ich vor kurzem wie immer den Radkurs mit Pulsmessung belegt und kam plötzlich statt auf 212 auf 218 Schlägen/Minute :-o und während des Trainings war ich trotzdem nicht "niedergeschlagen" oder "kaputt" und auch nicht danach.

Doch später zuhause als mein Hals noch vom Training so pocherte, legte ich den Pulsgurt nochmal an und legte mich wieder aufs Bett, um fernzuschauen.

Dabei ruhte ich mich wirklich aus, sodass sich eigentlich mein Ruhepuls von 70-80 Schlägen/Minute wieder hätte einstellen sollen.

Jedoch war mein "Ruhepuls", also der Puls im Liegen von 19:30-24 Uhr (Der Kurs war um 19 Uhr fertig) bei 115-130 :-o . Dabei hatte ich sicher keine Angst oder sonstige Aufregung, die eine Pulserhöhung bei Ruhe rechtfertigen könnte- ich vergaß den Pulsmesser sogar und schaute aus Zufall drauf.

Das hat mich schon ein wenig irritiert.

Grundsätzlich geht mein Puls nie schnell runter. Beim Training, wenn es eine kurze 5 minütige Dehnphase am Ende gibt, ist der Puls meist beständig noch mindestens auf 180 und steigt selbst da noch manchmal unvorhergesehen an.

Dass der Puls jedoch nach einer halben Stunde nach dem Training immer noch nicht bei weniger als 85 Schlägen/Minute ist, ist was ganz Neues.

Und da frage ich mich natürlich, ob das mit dem plötzlich noch höheren Maximalpuls zusammen hängt, der schon vorher natürlich hoch war.

Die Schilddrüsen- und Hormonwerte wurden noch nicht überprüft.

Nun mache ich hier schluss und würde mich darüber freuen, wenn jemand den ganzen Text gelesen hat und mir womöglich sagen kann, ob er/sie Ähnliches bei seinem/ihrem Körper erlebt hat oder andere kennt, die das bei sich erlebt haben, ob das unbedenklich ist und welche Ursachen dahinter stecken könnten (und ob man damit einen Marathon laufen kann). ???

Vielen Dank schon mal im Voraus.

Liebe Grüße

Antworten
A-nka1~01


Versuche mal herauszufinden, on Dein Puls schlagartig ansteigt und auch schlagartig wieder zum normalen

Ruhepuls übergeht. Wenn dem so wäre, würde es sich um eine anfallsartige Tachycardie handeln,

bei der üblicherweise eine Elektophysiologische Untersuchung gemacht wird.

Ich hatte dieses schlagartige Ansteigen und Abfallen des Pulses insbesondere beim Sport.

Allerdings musste ich dann das Training immer absetzen, da ich mich unwohl fühlte.

Bei mir wurden dann bei der EPU Zellen im Herzmuskel festgestellt die zusätzlich "gefeuert" haben und

zu einer Reentry Tachycardie geführt haben. Sie wurden verödet und jetzt geht es mir wieder gut.

Aber warte erst mal Dein Langzeit-EKG und Deine Schilddrüsenwerte ab. Vielleicht hast Du ja eine

Überfunktion.

P<u6mbaxno


Danke Anka101, dass du dir für mich Zeit genommen hast.

Also bei mir steigt der Puls sehr schnell an, also ich mache nicht viel und er steigt hoch, aber auch nur bei der Belastung. Ob das jetzt als schlagartig bezeichnet werden kann, kann ich nicht sagen.

Der Puls sinkt auf jeden Fall nicht schlagartig wieder auf den Ruhepuls ab, denn das dauert lange.

Wie findet denn so eine EPU statt? Muss ich den Arzt selbst auf die Idee bringen?

Wie hast du Dich denn unwohl gefühlt?

Vielen Dank im Voraus :)^

P um/banxo


Und welche Pulse hattest du dann immer?

Aonka1x01


Wenn ich z.B. auf dem Fahrradergometer mit einem Puls von 120 trainiert habe, kam es vor, dass der Puls

ganz plötzlich auf 200 hochschnellte. Wenn ich nicht aufhörte, bemerkte ich zunächst ein Nachlassen

meiner Leistung, dann ein allgemeines Unwohlsein mit leichtem Schwindelgefühl.

Wenn ich mit dem Bike draussen fuhr und das Herz anfing zu rasen und ich trotzdem weiterfuhr

bekam ich , wenn es leicht bergauf ging einen Druck in der Brust und Schmerzen in den Armen

oder Schmerzen im Rücken, die bis in den Unterkiefer gestrahlt haben. Also ganz typische

Angina Pectoris Beschwerden. Die können bei einem völlig gesunden Herz dann auftreten, wenn der Puls

über 180 ist und man das Herz noch zusätzlich belastet. Das hat mir mein Kardiologe erklärt.

Meistens habe ich mich ins Gras gesetzt und habe gewartet, bis das Herzrasen vorbei war.

In der Regel war es so, dass der Puls von z.B. 200 zunächst mal langsam auf 130 absank, dann aber

ganz schlagartig auf 80 sprang.

Am Anfang hatte ich das Herzrasen nur gelegentlich. Dann aber bei jedem Training und zuletzt auch,

wenn ich mich im Haushalt körperlich belastet habe.

Mein Internist hat mich ins Krankenhaus überwiesen und dort wurde eine EPU gemacht.

Bei dieser Untersuchung werden ca. zwei Katheter ins Herz geschoben und es wird ein externer

Herzschrittmacher angeschlossen. Ziel ist, das Herzrasen auszulösen und zu sehen, in welchem Teil

des Herzens die Tachycardie ausgelöst wird.

Aber dazu gibt es viel Literatur.

Mein Herz war jedenfalls völlig gesund. Aber ich hatte zusätzliche feuernde Zellen im Herzmuskel, die

mit Hilfe einer Katheterablation verödet wurden.

Typisch für eine Reentry-Tachycardie ist eben das schlagartige Hochschnellen und Absinken des Pulses.

Geh nochmal zu einem Kardiologe und frage ihn, ob es sich bei Dir nicht um eine Reizleiterstörung

handeln könnte. Weiss grad nicht ob "Reizleiterstörung" das richtige Wort ist. Müsste erst mal in

meinem Buch nachschauen.

Aber vielleicht habe ich Dir etwas weitergeholfen.

o~nodixsep


Hallo! Mann hast Du ein Pech, wechsel bitte das Fitnessstudio und den Kardiologen. Ab einem Puls von 180 bist Du am Kammerflimmern und das Herz pumpt gar kein Blut mehr. Ein Puls über 200 ist lebensgefährlich und verlangt nach einer sofortigen reaktion des Trainingsleiters. Stattdessen projeziert er den Puls der teilnehmer an die Wand, wodurch es in Folge einer Art von "Rückkopplung" einen weiteren Pulsanstieg gibt. (Es gibt das vage Gerücht, dass man wahnsinnig wird, wenn man über Kopfhörer den eigenen Puls höhren muss). Und dann fällt bei Deinem Kardiologen auch noch die Aufzeichnung beim Belastungs-EKG aus. Wo war denn der Arzt während der Belastung? Der muss doch auch selbst sehen, was da aufgezeichnet werden soll! Hat er kein Stetoskop?

Also, Dein Puls bei Belastung sollte nicht über 130 gehen, sonst ist das Training falsch, ein Ruhepuls von 60 wäre normal. Die gemessenen Pulswerte sind astronomisch hoch. Klar kannst Du damit unbehandelt einen Marathon laufen (wozu soll das gut sein?), aber Du kommst damit nicht lebend am Ziel an.

Du hast damit wahrscheinlich eine Sinustachykardie (siehe oben Anka 101), die sehr gut mit unterschiedlichen Betablockern in sehr unterschiedlicher Stärke behandelt werden kann. Damit kannst Du ganz normal uralt werden. Mit Betablockern habe ICH immer noch einen Ruhepuls von 80, was mir dauerhaft keine Probs macht. Kauf Dir bitte ein Blutdruckmessgerät für den Oberarm (nicht Handgelenksuhr), falls nicht schon geschehen. Und ab 180 Puls brauchst Du dringend einen Arzt statt Marathon!

A$n#ka'1r0x1


Hallo onodisep,

bei einem Puls von 180 hat man kein Kammerflimmern. Und das Herz pumpt durchaus noch Blut.

Nur sollte man dann keinen Sport mehr machen und sollte diese Herzrythmusstörung abklären

lassen. Eine Sinustachykardie ist meist harmlos und führt nicht zum Tod. Schlimmstenfalls

wird man bewusstlos, was natürlich je nach Situation lebensgefährlich sein kann.

Lieber Pumbano, lass Dich nicht beunruhigen. Aber lass vorerst mal das Fitnessstudio sein.

Gehe zu einem guten Kardiologe und lass Dein Herz gründlich untersuchen.

Betablocker sind nicht in jedem Fall das Gelbe vom Ei. Zuerst muss festgestellt werden,

WARUM der Puls so in die Höhe schiesst.

Also, geh zum Facharzt. Und treibe derzeit keinen Sport mehr !!!!!

Gruss

Anka

wEhWoopi /63


Ich hatte heut während einem leichten Fitnesstraining mal einen Puls von 236 (laut dem Pulsmesser).

Mitgekriegt hab ich davon nix, mir ging's die ganze Zeit während dem Training gut.

Allerdings hab ich fast tägl. ES.

Einmal hab ich diese während dem Training gespürt und da ging dann der Puls auch schlagartig hoch.

Ich benutz meine Pulsuhr immer wenn ich trainier und meistens sind die Werte okay, hatte bisher vielleicht 4-5 mal enorme Abweichungen, von denen ich aber nie etwa spürte, kein Schwindel, Übelkeit oder so, erst nach dem Training, wenn ich meine Pulsuhr checke.

Wirkl beunruhigt bin ich nicht , nur als enorm überrascht, wenn ich so nen Wert seh

A>nkCa10x1


Mit Extrasystolen kommen Pulsuhren oft nicht klar und zeigen nach einer ES meist für kurze Zeit

eine falsche Pulsfrequenz an.

Mein Mann hatte das Problem umgekehrt. Die Pulsuhr zeigte beim Training im Fitnessstudio

plötzlich einen Wert von 60 an, obwohl mein Mann mit einer Frequenz von 130 trainiert hat.

Er war verunsichert und liess sich vom Kardiologe untersuchen. Der hat gemeint, dass mein Mann vermutlich

eine ES hatte, die das Pulsgerät fehlinterpretiert hat.

PBAsIpoprtxs


Was manche Leute für einen Blödsinn schreiben ist schon zum Kopfschütteln.

@ onodisep

Ab einem Puls von 180 bist Du am Kammerflimmern und das Herz pumpt gar kein Blut mehr.

Das ist falsch!

Ab einem Puls von 250 droht Kammerflimmern.

Bei einem Puls von 180 wird schon noch genug Blut durch den Körper gejagt, keine Sorge.

Ein Puls über 200 ist lebensgefährlich und verlangt nach einer sofortigen reaktion des Trainingsleiters.

Auch das entspricht nicht den Tatsachen.

Man muss unterscheiden welche Art von Tachykardie vorliegt und ob sie im Ruhe oder Belastungszustand auftreten.

Eine Belastungstachykardie mit einem Puls über 200 ist bei einem Herzgesunden Menschen nicht per se lebensbedrohlich, wäre dem so, wäre die Bevölkerungszahl der Erde um einiges geringer.

Also, Dein Puls bei Belastung sollte nicht über 130 gehen, sonst ist das Training falsch

Dann dürften untrainierte Menschen gar kein Sport machen, der Puls ist bei Belastung immer um einiges höher als 130 weil der Körper sich erstmal an das Training gewöhnen muss.

Klar kannst Du damit unbehandelt einen Marathon laufen (wozu soll das gut sein?), aber Du kommst damit nicht lebend am Ziel an.

Unsinn %-|

die sehr gut mit unterschiedlichen Betablockern in sehr unterschiedlicher Stärke behandelt werden kann. Damit kannst Du ganz normal uralt werden.

Achja? Weil Betablocker auch Gummidrops sind?

Betablocker sind auf Dauer eine Belastung für den Körper / für die Organe. Bei alten Leuten ist dieser Fakt meistens zu vernachläßigen da sie ihre Organe meist keine 40 - 50 - 60 Jahre mehr benötigen.

Da gilt es vorwiegend das geschwächte Herz zu therapieren, bei jungen Menschen sieht das ganz anders aus.

Ich bin kein Fan davon dass junge herzgesunde Menschen mit Betablockern vollgestopft werden.

Bin selber relativ jung (29) und weiß durch meine Herzerkrankung und Gesprächen mit Ärzten was Antiarrhythmika für eine Belastung für den Körper sind.

Mit Betablockern habe ICH immer noch einen Ruhepuls von 80

Der Durchschnittliche Ruhepuls eines Menschen liegt bei 60 - 80 (nicht bei 60 wie von dir behauptet), warum solltest du also mit einem Ruhepuls von 80 Probleme haben? Ist ein ganz normaler Wert.

Und ab 180 Puls brauchst Du dringend einen Arzt statt Marathon!

Das mag so sein wenn er im Ruhezustand einen Puls von 180 hat, ein Puls von 180 bei sportlicher Betätigung ist allein sicher noch kein Grund zu intervenieren für einen Arzt.

Da sollte dann eher darüber nachgedacht werden die sportliche Betätigung umzuplanen und langsamer zu machen.

P~Aspxorts


@ Pumbano

So, nun ist mir also schon seit Beginn der Zeit im Fitnessstudio aufgefallen, dass mein Puls immer deutlich höher war als der meiner fast gleichaltrigen Freundin und der der anderen Kursteilnehmer.

Manche Menschen haben von Grund aus einen erhöhten Puls ohne dass da ein Krankheitswert dahinter steckt. Der normale Ruhepuls beträgt 60 - 80, manche Menschen haben aber einen Ruhepuls von 100.

Man sollte sich da nicht an andere Leute messen, insbesondere nicht wenn man Belastungspulse sieht. Wie der Belastungspuls ist hängt auch vom eigenen Trainingszustand ab sowie vom Alter, Tagesform aber auch von anderen Attributen.

Hinzu kommt, dass schon bei geringer Anstrengung der Puls bereits sehr hoch ist, also locker über 160 Schlägen/Minute.

Gehen wir mal vom Fitness Studio weg, hast du deinen Puls mal gemessen wenn du normal Spazieren gehst? Oder mal zügiger auf der Straße läufst?

Und mess sowas bitte mit den Fingern und einer Uhr, ohne schnickschnack wie ne Pulsuhr oder sowas.

Ansonsten tippe ich darauf dass du sportlich einfach zu viel Power gibst und dich nicht rantastest.

So kann ich die Vorgaben des Trainers bei der Einteilung des Pulses nach Prozent gar nicht einhalten, weil mein Puls höher geht als der errechnete Maximalpuls, der bei mir bei 198 (220-22) eigentlich liegen sollte.

Denn mein höchster Puls war bis vor kurzem bei 212 Schlägen/Minute, womit mein Maximalpuls also außergewöhnlich hoch ist.

Dein Trainer hat nach meinem subjektiven Eindruck (ohne ihn zu kennen) keine Ahnung.

Allgemein ist die Methotik eher lächerlich denn viele Ärzte werden dir bestätigen dass der eigene Puls beeinflußbar ist wenn man auf ihn achtet und den Pulswert ständig präsent hat (durch die projizierung auf die Wand).

D.h wenn du auf dein Puls achtest kann es leicht passieren dass er durch das bloße beobachten steigt.

Wenn du dann noch Sorgen hast dass dies zu hoch sei und ihn mit den Werten der anderen Personen vergleichst, sprich thematisierst kommt es leicht zum überschießen des Puls. Das ist keine Hexerei.

Mich hat das aber nicht wirklich beunruhigt, bis auf, dass es mich gestört hat, immer danach gefragt zu werden, komisch angeschaut zu werden oder dass die Leute dachten, dass ich gleich umkippe. (was ich natürlich auch verstehe und gut finde, da sie sich ja nur Sorgen machen)

Siehe oben, spricht dafür.

Denn vor ca. einem Monat fing es dann an, dass ich manchmal spontane dumpfe teilweise auch nur leichte Schmerzen in der linken Brustgegend bekam oder einfach nur ein Druckgefühl hatte.

Verspannungen und falsche Belastung.

Deswegen bin ich zum Hausarzt gegangen, der auf dem EKG feststellte, dass ich Extrasystolen habe und hat mich zum Kardiologen verwiesen. Der wiederum hat auf seinem EKG keine Extrasystolen festgestellt, was jedoch nichts auszusagen hat, weil Extrasystolen ja nicht immer, sondern spontan auftreten.

Extrasystolen hat fast jeder Mensch, bei den wenigsten sind diese gefährlich / behandlungswürdig.

Anschließend wurde noch ein Belastungs-EKG gemacht, bei dem jedoch aufgrund technischer Störungen keine Schlüsse gezogen werden konnten, weil es nicht aufzeichnete. Der Kardiologe wiederholte das Belastungs-EKG bisher noch nicht.

Kann dein Hausarzt kein Belastungs EKG machen? Machen heutzutage eig. fast alle Hausärzte. Den Ausdruck könntest du auch zum Kardiologen hinterher schicken.

Was mich ebenfalls jetzt seit neuestem stutzig macht, ist, dass mein Maximalpuls anscheinend immer höhere Werte erreicht. Da habe ich vor kurzem wie immer den Radkurs mit Pulsmessung belegt und kam plötzlich statt auf 212 auf 218 Schlägen/Minute :-o und während des Trainings war ich trotzdem nicht "niedergeschlagen" oder "kaputt" und auch nicht danach.

Das Puls Thema ist zu präsent, da liegt der Fehler. Ich denke du pusht den selbst ein wenig dadurch dass du ständig das Thema im Kopf hast beim Trainieren.

Jedoch war mein "Ruhepuls", also der Puls im Liegen von 19:30-24 Uhr (Der Kurs war um 19 Uhr fertig) bei 115-130 :-o . Dabei hatte ich sicher keine Angst oder sonstige Aufregung, die eine Pulserhöhung bei Ruhe rechtfertigen könnte- ich vergaß den Pulsmesser sogar und schaute aus Zufall drauf.

Das hat mich schon ein wenig irritiert.

Es gibt auch unterbewusste Sorgen...

Dass der Puls jedoch nach einer halben Stunde nach dem Training immer noch nicht bei weniger als 85 Schlägen/Minute ist, ist was ganz Neues.

Ein Körper verändert sich in laufe der Zeit und wird durch äußere und innere Einflüsse auch manchmal etwas tangiert. Pulswerte sind nicht in Stein gemeisselt, wo liegt denn das Problem wenn der Puls eine halbe Stunde noch bei 90 oder 85 ist?

Selbst wenn das ein neuer Umstand ist.

Wurde vom Kardiologen ein Ultraschall gemacht?

Die Schilddrüsen- und Hormonwerte wurden noch nicht überprüft.

Solltest du anstreben, das ist normalerweise keine größere Sache. Sprech deinen Arzt mal gezielt darauf an. Die Schilddrüse kann da wirklich viel unfug treiben.

Nun mache ich hier schluss und würde mich darüber freuen, wenn jemand den ganzen Text gelesen hat und mir womöglich sagen kann, ob er/sie Ähnliches bei seinem/ihrem Körper erlebt hat oder andere kennt, die das bei sich erlebt haben, ob das unbedenklich ist und welche Ursachen dahinter stecken könnten

Ich denke nicht dass etwas mit deinem Herz (organisch) etwas nicht stimmt, du bist noch relativ Jung. Du gibst an dass der Puls nicht von jetzt auf gleich so übertrieben hoch ist sondern es sich aufbaut und auch ne Zeit brauch um sich abzubauen.

Das spricht also gegen eine On/Off Tachykardie.

Die EKG's waren ja auch in Ordnung und ich vermute der Kardiologe hat auch ein Ultraschall gemacht, so gehe ich eher davon aus dass organisch alles Ok ist.

Nun bin ich nicht Anka aber auf diese Frage will ich dennoch Antworten:

Wie findet denn so eine EPU statt? Muss ich den Arzt selbst auf die Idee bringen?

Du selbst musst einen Arzt nicht auf die Idee bringen denn falls eine EPU notwendig ist, wird der Kardiologe / Internist selbst die notwendigkeit sehen.

Dieser wird den Patienten dann entweder selbst in einer geeigneten Klinik für eine EPU anmelden oder er muss sich selbst eine Klinik suchen.

Die Kliniken prüfen die Unterlagen vom Kardiologen und machen dann meist (so hab ich es erlebt) die selben Untersuchungen nocheinmal erneut. Herzkatheteruntersuchungen sind zwar Routine und das Risiko überschaubar aber dennoch versucht man invasive Eingriffe wenn möglich zu vermeiden.

Wie Anka schon sagte werden bei einer EPU spezielle Drähte zum Herz geschoben. Dies kann man entweder über kleine Schnitte in den Leisten, den Armen oder der Halsschlagader bewerkstelligen wobei letzeres eher selten gemacht wird.

Normalerweise nimmt man die Leisten, von dort schiebt man über die Arterien die Drähte zum Herz hoch.

Durch Impulse und/oder intravenös verabreichte Medikamente versucht mach Tachykardien auszulösen und zu sehen wie sich das Herz verhält und wo es eventuell Probleme gibt.

Falls man beispielsweise zusätzliche Reizbahnen sieht (welche durch die zusätzliche Impulse Tachykardien auslösen können) kann man diese Abladieren. Hierzu werden die Reizbahnen sozusagen bspw. mit Kälte deaktiviert sodass keine zusätzliche Impulse mehr gegeben werden können.

Eine EPU ist wie gesagt ein invasiver Eingriff und dauert in der Regel 90 - 120 Minuten. Das unangenehmste ist hinterher das ruhige Liegen im Bett denn die Zugänge in den Leisten werden mit einem Druckverband versorgt und man darf erstmal für mindestens 4 Stunden (manchmal auch 8-12 Stunden, bei meiner letzten OP waren es ganze 20 Stunden) nicht aufstehen oder seinen Oberkörper nach oben beugen.

Um sich nun Gedanken über eine EPU zu machen ist es noch zu früh find ich.

@ Anka

Betablocker sind nicht in jedem Fall das Gelbe vom Ei. Zuerst muss festgestellt werden,

WARUM der Puls so in die Höhe schiesst.

:)^

whhoo|pi 6x3


@ Anka

Mit Extrasystolen kommen Pulsuhren oft nicht klar und zeigen nach einer ES meist für kurze Zeit eine falsche Pulsfrequenz an

Das denk ich mir auch, (meine Durchschnittsfrequenz lag im übrigen bei 97 Schlägen/min.)

Vielleicht spür ich beim nächsten Training mal ne ES, dann guck ich gleich mal auf meine Pulsuhr ;-)

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