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Eisensubstitution gerechtfertigt oder Alternativmedizin pur?

sxensibe[lmanxn99


aber für Abgeschlagenheit gibt es theoretisch 1000 Gründe

Ich würde dazu raten, dringend einen anderen Arzt aufzusuchen- z.B. einen Kardiologen oder Gastroenterologen.

tgheC-;ca1vSer


Hier geht ja mal wieder einiges durcheinander...

Wie schaut's bei Dir aus mit Vitamin B12 ?

irrelevant, da keine Anämie vorliegt - B12 braucht es für die Bildung roter Blutkörperchen, aber nicht für die Eisenresorption

Dass Hämoglobin normal ist, hat leider nicht viel zu heissen, denn normal heisst nur in der Norm. Die entscheidenen Frage wäre nämlich wo wäre der Wert bei dir persönlich, wenn dein Körper mit Eisen gut versorgt wäre und da ist es möglich, dass der Hämoglobinwert für dich persönlich schon zu niedrig ist.

Äääh - wie bitte? Das Hb ist bei *15*, das ist definitiv für jeden Menschen mehr als ausreichend - Himalayabergsteiger und Radprofis mal ausgenommen.

Bei einem Wert unter 30 spricht man von unzureichender Versorgung, bei unter 15 von Anämie

Nope, das ist eine Verwechslung. Eine Anämie liegt vor, wenn Hb zu niedrig ist, völlig unabhängig vom Ferritinwert (Ferritin sagt einem bei Vorliegen einer Anämie, ob diese durch einen Eisenmangel verursacht ist oder nicht)

Insgesamt ist umstritten, ob ein Eisenmangel auch ohne Anämie zu Erschöpfungszuständen führen kann. Es gibt ein paar Studien (allerdings alle an Frauen), die darauf hinweisen, dass das so sein könnte (weiß jetzt aber nichtmehr, wo da die Grezwerte lagen).

Wenn aber jemand Werte von 200 empfiehlt, hat das mit Wissenschaft nicht viel zu tun. Und wenn dann auch noch primär Infusionen empfohlen werden, kann man vermuten, dass dabei wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen (am Tablettenverschreiben verdient man ja kaum was). Zur Info: Eisenpräparate zur Infusion sind nur zugelassen für Eisenmangel, der mit Tabletten nicht behoben werden kann - u.a. wegen dem Risiko von Venenschäden (Thrombophlebitis) und Allergien. Vor nicht allzu langer Zeit gab es einen rote-Hand-Brief wegen des hohen Risikos von Allergieschocks (Gabe nur bei Reanimationsbereitschaft, 30minütige Überwachung nach jeder Infusion).

Xiir ain


Meinen erfahrungsbericht schrieb ich doch. :-/

Sogar eisenmangel mit anämie hab ich mit tabletten behandelt.

(Allerdings 3 mal täglich eine tablette...+ viel apfelsaft gegen verstopfung und orangensaft zur besseren aufnahme)

Das ist mein erfahrungsbericht.

Es dauerte ca ein halbes jahr bis ALLE werte wieder ok waren. Besserung gabs nach ca. Nem monat.

AUnCka1)01


Ich hatte einen Ferritinwert von 50. Aber meine Transferrinsättigung war zu nieder. Und diese

Transferrinsättigung ist viel aussagekräftiger. Bei einem Ferritinwert von 30 kannst Du darauf bestehen dass

die Transferrinsättigung ermittelt wird.

Mein Hausarzt wollte auch nichts tun. Hausärzte sind häufig gar nicht in der Lage, einen Eisenmangel

festzustellen. Ich war bei einem Internist, der mir 6 Eiseninfusionen verabreichte.

Meine Beschwerden waren extreme Erschöpfungszustände und Schmerzen in den Gliedmassen.

Übrigens, ich hatte restless legs, habe es aber dem Arzt gar nicht gesagt.

Nach den Infusionen ging es mir wieder super und die restless legs waren auch verschwunden.

Noch etwas, die GKV bezahlt die Infusionen, wenn man die Eisentabletten nicht verträgt.

Man muss also erstmal die Tabletten ausprobieren Das habe ich aber gar nicht getan, sondern

bin wieder zum Arzt und habe gesagt, es wäre mir auf die Tabletten übel geworden.

Der Arzt hat das sofort akzeptiert und gemeint, dass die Infusionen ohnedies besser wären,

weil sie den Eisenspiegel sehr schnell anheben würden und ich nicht noch monatelang erschöpft sein müsste.

Geh zu einem Internist. Niederer Ferritinwert und Beschwerden sind ein Grund für eine Behandlung.

Übrigens, über die Nahrung (auch bei den Tabletten) werden nur 10 % von dem enthaltenen Eisen

aufgenommen.

Bdade]bär


Insgesamt ist umstritten, ob ein Eisenmangel auch ohne Anämie zu Erschöpfungszuständen führen kann. Es gibt ein paar Studien (allerdings alle an Frauen), die darauf hinweisen, dass das so sein könnte (weiß jetzt aber nichtmehr, wo da die Grezwerte lagen).

Um den Punkt geht's mir ja - aber ich denke das lässt sich nur ausprobieren. Diese Seite hier ([[http://www.eiseninfo.de/symptomemangel.htm)]] spricht dafür und scheint an die Uniklinik Hamburg angelehnt zu sein. Aber who knows.

Meinen erfahrungsbericht schrieb ich doch. :-/

Ich hab Dich natürlich nicht überlesen *:) Du hast aber eine "richtige" Anämie gehabt, wenn ich das richtig lese. Damit hast Du ja eine andere Ausgangssituation.

Wenn aber jemand Werte von 200 empfiehlt, hat das mit Wissenschaft nicht viel zu tun. Und wenn dann auch noch primär Infusionen empfohlen werden, kann man vermuten, dass dabei wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen (am Tablettenverschreiben verdient man ja kaum was).

Das verstehe ich auch nicht. Die entsprechenden Ärzte behandeln alle nach einem Herrn Dr. Schaub. Ich hab mir mal ein paar Websites angesehen. Das sind nicht nur fragwürdige Heilpraktiker sondern auch ganz "normale" Frauenärzte, Allgemeinmediziner und Co. Wieso die dann direkt mit Infusionen arbeiten, wenn diese gefährlicher sind, erscheint mir etwas unlogisch. Ein Argument könnte Zeit sein. 6 Monate plus ohne gesichertes Ergebnis sind schon lang. Oder es geht schlicht um den höheren Verdienst. Aber ich glaube nicht, dass ein paar Dutzend Ärzte sich das nur als lukrativen Zusatzverdienst angeeignet haben, ohne von der Wirkung überzeugt zu sein. Vielleicht ist das aber auch nur meine post-kindliche Naivität.

AYnkaC10x1


Natürlich verdienen die Ärzte an Infusionen mehr. Aber sie belasten damit auch ihr Budget.

Die Infusionen sind heutzutage nicht mehr gefährlich. Es sei denn, dass man allergisch darauf reagiert.

Aber dann können auch Erdnüsse, Erdbeeren, Nüsse usw. usw. gefährlich sein.

Ich jedenfalls hasse es, mich mit Schmalspur-Medizin zu behandeln. Ich will nicht 6 Monate warten,

bis ich wieder fit bin. Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.

B[e$nBitaxB.


Warum läßt Du Dich nicht einfach an die nächste Eisenambulanz einer Uniklinik überweisen. Da ist dann nix mit Schweizer Schnickschnack, da wird der Sache noch mal auf den Grund gegangen.....

Und bei einer Überweisung, kann ja der Endokrinologe ausstellen, zahlt das auch die Krankenkasse....

:)D :)D :)D

N~ala8x5


Die Packungsbeilage verrät deutlich mehr Nebenwirkungen als nur allergischen Schock.

mZusicu<s_x65


Hier geht ja mal wieder einiges durcheinander...

Wie schaut's bei Dir aus mit Vitamin B12 ?

irrelevant, da keine Anämie vorliegt - B12 braucht es für die Bildung roter Blutkörperchen, aber nicht für die Eisenresorption

Die letzten beiden Tatsachen waren mir durchaus bewusst. Jedoch: laut verschiedenen Quellen (z.B. [[http://flexikon.doccheck.com/de/Vitamin-B12-Mangel hier]]) kann B12-Mangel schon dann zu diversen Symptomen (u.a. Müdigkeit) führen, wenn noch keine Anämie besteht.

Deshalb finde ich die Frage nicht so irrelevant - zumal der TE schon seit 20 Jahren vegetarisch lebt...

Pdlanet(en)wind


Dass Hämoglobin normal ist, hat leider nicht viel zu heissen, denn normal heisst nur in der Norm. Die entscheidenen Frage wäre nämlich wo wäre der Wert bei dir persönlich, wenn dein Körper mit Eisen gut versorgt wäre und da ist es möglich, dass der Hämoglobinwert für dich persönlich schon zu niedrig ist.

Äääh - wie bitte? Das Hb ist bei *15*, das ist definitiv für jeden Menschen mehr als ausreichend - Himalayabergsteiger und Radprofis mal ausgenommen.

15 ist genau dann für ihn als Individuum ausreichend, wenn dies sein normaler vom Körper unter optimalen Bedingungen gewollter Wert ist. Stell dir einfach mal vor er hätte eigentlich einen Wert von 16 bei optimaler Eisenversorgung. Nur mal theoretisch, wissen können wir das natürlich nicht. Jetzt hat er aber Eisenmangel und Hämoglobin rutscht auf 15 runter - aber ist ja noch in der Norm, also alles perfekt? Wirklich? Das ist es was ich sagen will. Weisst du ich habe Schilddrüsenprobleme und einer der häufigsten Fehler der Ärzte ist zu sagen, dass die Werte ja in der Norm liegen, also muss alles ok sein. Dem ist aber nicht zwingend so, da es individuelle Wohlfühlwerte gibt. Kann sein dass ein Hämoglobin von 15 für ihn perfekt ist. Aber sicher wissen kann man das einfach nicht.

Die letzten beiden Tatsachen waren mir durchaus bewusst. Jedoch: laut verschiedenen Quellen (z.B. [[http://flexikon.doccheck.com/de/Vitamin-B12-Mangel hier]]) kann B12-Mangel schon dann zu diversen Symptomen (u.a. Müdigkeit) führen, wenn noch keine Anämie besteht.

Deshalb finde ich die Frage nicht so irrelevant - zumal der TE schon seit 20 Jahren vegetarisch lebt...

Genau. :)^ Außerdem geht Eisenmangel meist Hand in Hand mit Vitamin B12 Mangel.

S(u:nflow9er_x73


Bei den Werten würde ich es auch erstmal mit Tabletten probieren. Schauen, wie Dein Magen-Darm-Trakt reagiert. Nach ein paar Wochen erneut die Werte prüfen lassen.

Ich habe über längere Zeit immer wieder Infusionen benötigt; da lag mein Ferritin aber unter 10 und mit Tabletten (wo ich nur eine einzige Sorte vertrage) hätte es ewig gedauert.

Geldschneiderei würde ich es nicht nennen; eher Erfahrungswerte. Meine HÄ hat immer gesagt, dass ein Wert unter 50-100 nicht so dolle ist, auch wenn die Referenzwerte bei 33 anfangen. Von ihr habe ich auch die Infusionen (die wirklich nicht unriskant sind!) bekommen; alles Kassenleistung (in D). Nach meinem Umzug sahen es andere Ärzte aber anders: "Grundsätzlich keine Infusionen, zu riskan/ zahlt die Kasse nicht". :(v

Versuche es mit Tabletten; ist die einfachste Variante. Und achte mal auf Deine Eisen-Zufuhr (nicht nur Menge an sich, sondern auch ob Du eisenhaltige Lebensmittel zu stark mit milchhaltigen Produkten kombinierst, was die Aufnahme hemmt). Denn ein Eisen-Mangel beim Mann ist eher ungewöhnlich.

Aqnvka1x01


Die Eiseninfusionen waren früher !!!!! riskant, aber mittlerweile hat sich einiges geändert. Und der Ferritin-Wert allein genügt nicht, eine Eisenmangelanämie auszuschliessen. In den Eisenzentren wird immer die

Transferrinsättigung gemessen. Das macht ein Hausarzt in der Regel gar nicht. Und dass die GKV die

Infusionen nicht bezahlt, ist einfach nicht wahr.

Zudem kann man nicht alle Menschen über einen Kamm scheren. Manche fühlen sich mit einem Ferritin-Wert von 30 wohl und andere haben bei einem Wert von 50 Beschwerden.

t#he-Tcavexr


15 ist genau dann für ihn als Individuum ausreichend, wenn dies sein normaler vom Körper unter optimalen Bedingungen gewollter Wert ist.

nein. 15 ist für *jeden* Menschen ausreichend, solange er keine Extremleistungen bringen muss oder sich in extremen Höhen aufhält. Das ist keine Frage von "gewollt", sondern von Sauerstofftransportkapazität.

Und dass die GKV die Infusionen nicht bezahlt, ist einfach nicht wahr.

Jedes Medikament ist nur dann Kassenleistung, wenn es innerhalb der Zulassung angewendet wird. Daran würde es beim TE schon mal scheitern, weil sein Wert ja noch im Normbereich des Labors ist. Und es ist nur dann zugelassen, wenn orale Gabe nicht möglich oder nicht wirksam ist. Mit anderen Worten: Wenn ein Kassenarzt i.v. Eisen zu Lasten der GKV gibt, obwohl es oral möglich wäre, wird er im Fall einer Wirtschaftlichkeitsprüfung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Regress genommen.

Wenn tatsächlich ein ausgeprägter Eisenmangel vorliegt und orale Gabe nicht möglich ist, dann ist es natürlich Kassenleistung, weil innerhalb der Zulassung.

P latnertenxwind


nein. 15 ist für *jeden* Menschen ausreichend, solange er keine Extremleistungen bringen muss oder sich in extremen Höhen aufhält. Das ist keine Frage von "gewollt", sondern von Sauerstofftransportkapazität.

Du berücksichtigst individuelle Unterschiede nicht. Dass damit niemand tot umfällt und der Wert auch ungefährlich ist, bestreite ich ja nicht. Aber er muss nicht ideal sein.

tKhe-dcavxer


Vom Wiederholen wird's auch nicht wahrer - aber egal, ich geb's auf und bin weg.

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