» »

Angst um meine Mutter, Copd?

N?el0ePexle hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

ich mache mir momentan große Sorgen um meine Mutter, die schon seit längerem Probleme mit der Lunge hat. Letzte Woche ist die Verdachtsdiagnose COPD gefallen und irgendwie hat mich das ziemlich aus der Bahn geworfen. Aber ich fange mal ganz vorne an:

Angefangen haben die Symptome bei meiner Mutter im August 2010 als wir in Holland im Urlaub waren. Sie klagte über Schleim im Hals und das ständige Gefühl sich räuspern zu müssen. Da das Wetter eher durchwachsen war, dachten wir zunächst an eine Erkältung, aber die blieb aus, die Beschwerden gingen aber auch nicht weg. Sowohl Haus- als auch HNO Arzt konnten damals nichts finden und so fing ein rumdoktern mit verschiedenen Mitteln mal schleimlösend, mal hustenstillend an. Alles jedoch ohne Erfolg.

Kurz vor Weihnachten hatte meine ganze Familie dann eine ziemlich starke Erkältung. Während wir nach 10 Tagen alle wieder gesund waren, blieb bei meiner Mutter ein ständiges Hustengefühl, ebenso wie der Schleim im Hals. Der Arzt verschrieb ihr ein Antibiotikum und so ein Asthma-Spray, ob es letztlich daran lag keine Ahnung, aber ca. 4 Wochen später waren die Beschwerden plötzlich verschwunden. Ein halbes Jahr später fingen die gleichen Symptome jedoch wieder an. Von da an war es ein ständiges auf und ab. Mal war es besser, mal wieder schlimmer und ganz weg war es nie.

Im Frühjahr 2013 wurde deswegen die Lunge geröntgt. Dort wurde festgestellt, dass die Bronchien ziemlich zu sitzen. Die Hausärztin vermutete, dass es wohl schon was chronisches wäre und verschrieb verschiedene Medikamente. Seitdem war es viel besser, aber ein gelegentliches Räuspern wegen dem Schleim ist geblieben.

Vor drei Wochen hatte meine Mutter dann wieder eine Erkältung und sehr schlimmen Husten dazu. Als dann auch noch starke Halsschmerzen dazukamen ist sie zum HNO Arzt, der stellte eine eitrige Mandelentzündung fest und verschrieb ein Antibiotikum. Außerdem meinte er, dass die Lunge wohl nicht ganz frei wäre und meine Mutter das doch bitte beim Hausarzt abklären lassen sollte. Der Hausarzt bestätigte den Verdacht des HNO Arztes, meinte aber man könne da nicht viel tun, da meine Mutter ja eh ein Antibiotikum verschrieben bekommen hat. Das würde gegen eine eventuelle Lungenentzündung mithelfen. In einer Woche sollte sie nochmal zur Kontrolle kommen. Beim Kontrolltermin war die Lunge immer noch nicht besser, deswegen wurde ein Lungenfunktionstest gemacht. Das Ergebnis waren nur 50%! Meine Mutter sollte deswegen noch am gleichen Tag zum Lungenröntgen um Lungenkrebs auszuschließen. Krebs konnte man auf dem Bild zum Glück nicht feststellen, allerdings sitzt die Lunge wohl ziemlich zu. Hab den Befund nicht zur Hand, aber der liest sich gar nicht gut. Da steht was von Raucherlunge und Lungenemphysem….Dabei hat meine Mutter nie geraucht.

Jetzt soll meine Mutter zum Lungenfacharzt, einen Termin hat sie aber erst für August bekommen. Und auf dem Überweisungsschein steht als Verdachtsdiagnose COPD. Ich habe gerade einfach nur wahnsinnig Angst, dass es wirklich was Schlimmes ist und bis August ist es noch so quälend lang. Außerdem weis meine Familie und auch meine Mutter noch nichts davon, die haben die Überweisung nicht gelesen. Deswegen kann ich leider gerade auch mit niemandem darüber reden…

Ich weis, ihr könnt mir nicht wirklich helfen, aber ich sitze hier seit einer Woche mit einem ziemlichen Kopfkino und mache mich einfach nur verrückt… :°(

Danke fürs Lesen,

Nele Pele

Antworten
HYypAerxion


Lies hier über COPD

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Chronisch_obstruktive_Lungenerkrankung]]

Raucht Mutter?

_^PLar{v]ati_


Hallo NelePele,

mache dich bitte nicht verrückt. COPD ist erst mal nur ein Verdacht. Es kann auch eine chronische Bronchitis, Asthma oder was auch immer sein. Wenn deine Mutter nie geraucht hat, ist COPD schon recht unwahrscheinlich. COPD bekommen tatsächlich fast nur Raucher oder Personen, die beruflich Stäuben ausgesetzt sind oder waren. Trifft das eventuell auf deine Mutter zu?

Bis August ist es tatsächlich noch sehr lang. Das sollte schon etwas schneller abgeklärt werden. Deine Mutter wird ja auch Medikamente benötigen. Wie wird sie denn behandelt? Nur das Antibiotikum?

NXeleP8elxe


Danke für den Link Hyperion.

Mittlerweile habe ich einiges im Internet gelesen, aber das hat es nicht unbedingt besser gemacht... :-/

Meine Mutter hat nie geraucht und auch sonst raucht niemand bei uns in der Familie.

Meine Mutter hat eine medizinische Ausbildung gemacht, arbeitet aber schon lange nicht mehr. Belastung durch berufliche Staeube faellt also auch weg.

Bislang nimmt sie nur das Antibiotikum. Das mittlerweile seit 10 Tagen.

Was mich wundert ist, dass es meiner Mutter trotz dem sehr schlechten Lungenfunktionswert eigentlich sehr gut geht. Sie hat zwar andauernd Schleim im Hals und muss dadurch staendig husten und sich räuspern, aber Luftnot hat sie keine. Dabei finde ich als Laie einen Wert von 50% als sehr gravierend...

_5Par%vatxi_


Es könnte auch sein, dass die Messung fehlerhaft war. Ich gehe auch mal davon aus, dass der Lungenfunktionstest mit einem einfachen Gerät beim Hausarzt durchgeführt wurde und nicht in einer geschlossenen Kabine, wie es bei einem Lungenfacharzt üblich ist. Oder?

Bislang nimmt sie nur das Antibiotikum. Das mittlerweile seit 10 Tagen.

Man könnte es auch mal mit einer Cortisontherapie versuchen. Vielleicht mal mit dem Hausarzt darüber reden.

Und vielleicht gibt es noch die Möglichkeit irgendwo eher an einen Termin bei einem Lungenfacharzt zu kommen. Aber, dass sie schon mal keine Atemnot hat, ist ein gutes Zeichen. Falls eine Atemnot doch irgendwann mal eintreten sollte, ist es eh besser das Krankenhaus aufzusuchen.

Heyp_erioxn


Wie gesagt, man muss nun erst mal abwarten was der Lungenfacharzt sagt.

NYelePeQl?e


Danke für deine Antwort _Parvati_.

Ja, der Lungenfunktionstest wurde beim Hausarzt mit so einem einfachen Gerät gemacht.

Das mit dem Cortison werde ich weitergeben, vielen Dank!

Ich weis, dass ich eigentlich nichts anderes machen kann als abzuwarten...Aber bis August ist noch so wahnsinnig lang. Meine Mutter hat extra schon bei verschiedenen Ärzten angerufen, aber August war tatsächlich der frühste Termin.

Ich hatte schon vorgeschlagen bei der Krankenkasse nachzufragen, da gibt es diesen Service, dass man innerhalb von ein paar Wochen einen Termin bekommt. Meine Mutter wollte das aber nicht. Sie weis ja nichts von der Verdachtsdiagnose und glaubt bislang sie habe einfach nur ne Erkältung nicht richtig auskuriert oder so...

Cnindere:lla68


Wenn deine Mutter nie geraucht hat, ist COPD schon recht unwahrscheinlich.

Soo unwahrscheinlich aber auch nicht, ich habe von 30 % Nichtraucheranteil bei COPD gelesen.

Daran sind wohl die zunehmend schlechteren Umweltbedingungen (Feinstaub u.ä. Emissionen) schuld.

Oder ihre Mutter könnte an einem (vererblichen) Alpha1-Antitrypsin-Mangel leiden, der die COPD verursacht. Daraufhin sollte schnell getestet werden, da man ihn behandeln kann.

_+Parvxati_


Soo unwahrscheinlich aber auch nicht, ich habe von 30 % Nichtraucheranteil bei COPD gelesen.

Daran sind wohl die zunehmend schlechteren Umweltbedingungen (Feinstaub u.ä. Emissionen) schuld.

Die schlechten Umweltbedingungen sind eher in Ländern wie China oder Indien ein Problem. Da sind höhere COPD Fälle unter Nichtrauchern tatsächlich möglich. In Deutschland sind es eher bestimmte Berufe, die COPD bei Nichtrauchern begünstigen. Heißt aber nicht, dass Umwelteinflüsse komplett auszuschließen sind.

pBi+nkneico7x5


Ein Arzt hat vor kurzem zu einem Freund gemeint, dass lange unbehandelte oder schlecht im Griff zu haltende Allergien (Hausstaubmilben, Tierhaare u. ä.) irgendwann auch zu einer chronischen Krankheit weiterentwickeln können, auch zu einer COPD??

Das habe ich wie gesagt, nur gehört über eine 3. Person, die kein Arzt ist.

MHeerl(i13


Hallo:

Da es mit dem Schleim im Hals anfing, dachte ich gleich daran, ob es das selbe ist wie bei meiner Mutter.

Der Grund nach langem suchen, ob Allergie usw,

ES war wohl der Schwarz Schimmel: der sich bei ihr in der Küche hinter dem Schrank verbergt hat.

N4ele|Pe@le


Vielen Dank für all eure Antworten. Wie sehr wünsche ich mir, dass eine völlig harmlose oder zumindest heilbare Krankheit als Ursache gefunden wird :�(

Momentan schwanke ich immer wieder zwischen "mach dich nicht verrückt" und völliger Angst. Einerseits ist es bislang nur eine Verdachtsdiagnose, noch ist nichts bestätigt, noch kann es auch eine völlig andere Ursache haben. Andererseits ist die Diagnose nicht durch wilde Googelei und Panikmache entstanden, sondern immerhin von einem Arzt gestellt worden. Und umso mehr ich über COPD lese umso mehr muss ich leider feststellen, dass es sehr gut passen würde. Ach, ich habe ein ungutes Gefühl :�(

_hParGvatxi_


Selbst, wenn es COPD ist, kann man, je nach Schweregrad, gut damit leben. Mein Schwiegeropa hat es auch schon seit Jahren. Die Erkrankung hat sich nicht wesentlich verschlechtert. Er hat COPD 1 oder 2. Genau weiß ich das jetzt gar nicht ":/

CnindJere,llax68


@ Parvati

Die schlechten Umweltbedingungen sind eher in Ländern wie China oder Indien ein Problem. Da sind höhere COPD Fälle unter Nichtrauchern tatsächlich möglich.

Naja, das ist etwas, was uns unsere Politiker gern weismachen wollen ...

Seit den 70ern hat die Anzahl der Raucher kontinuierlich abgenommen. Da passt es auch nicht so ganz, dass rund 45 Jahre später die Anzahl der COPD-Kranken geradezu explodiert. Bald wird COPD in Deutschland (!) die dritthäufigste Todesursache sein.

@ NelePele

Ruhig Blut :-)

Dass deine Mutter keine der klassischen Symptome hat, ist schonmal sehr gut. Das heißt, dass sie - wenn überhaupt - ein geringes Stadium der COPD hat. Ich glaub das ja auch irgendwie nicht. Gerade bei COPD sind Fehldiagnosen sehr häufig.

mRus?ic?us_x65


Oder ihre Mutter könnte an einem (vererblichen) Alpha1-Antitrypsin-Mangel leiden, der die COPD verursacht. Daraufhin sollte schnell getestet werden

Ja, guter Hinweis. Infos z.B. [[https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/weitere-lungenerkrankungen/alpha-1-antitrypsin-mangel/index.html HIER...]]

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH