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Atemnot / Aufschrecken nachts

M&altex94 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe meine Atemnot zwar vor einigen schon mal als Unterpunkt bei meinen Rückenbeschwerden aufgeführt, aber da ich mir nicht sicher bin ob diese wirklich durch meinen Rücken verursacht wird, schildere ich hier nochmal alles ausführlich:

Vor ca. 1 Monat hatte ich diese Atemnot das erste mal, als ich beim Versuch einzuschlafen immer wieder "aufgeschreckt" bin um nach Luft zu schnappen, da ich einen leichten Druck im Brustkorb verspürte und das Gefühl hatte, ich bekomm nicht genug Luft in meine Lunge. Hat sich bis jetzt auch noch nicht gebessert und habe beim einschlafen fast täglich immer noch das gleiche Problem.

Zusätzlich wache ich schon seit etwas längerer Zeit alle paar Tage / Wochen (unterschiedliche Abstände) nachts auf, schnappe nach Luft und habe extremes Herzrasen. Am Tag danach fühle ich mich meist richtig, richtig müde und kaputt und ein Gefühl, als ob ein Kloß in meinem Hals stecken würde.

Seit einigen Wochen äußert sich diese Atemnot auch tagsüber, vorallem in Räumen mit stickiger Luft und geschlossenen Fenstern. In einem Moment ist noch alles in Ordnung, und eine Sekunde später spüre ich wie alles sich langsam verengt, und ich beginne immer schneller und flacher zu atmen. Bei jedem Versuch tief Luft zu holen wird mir schwindelig und ich habe das Gefühl wenn ich versuche noch mehr Luft einzuatmen platzt meine Lunge und der Brustkorb schmerzt. Manchmal fangen dazu zusätzlich meine Hände und meine Stirn an zu kribbeln, und auf dem Weg an die frische Luft wird mir mehrmals schwarz vor Augen, und das Herz schlägt immer schneller.

Vor 2-3 Wochen war ich im Kino, und musste den Saal nach den ersten 15 Minuten verlassen, da ich wieder diese Atemnot mit starkem Herzrasen hatte. Am nächsten Tag mit dem Auto auf die Autobahn, und sofort ging es wieder los. Also, einige Minuten am Standstreifen gestanden bis ich mich wieder beruhigt hatte, und danach sofort ab ins Krankenhaus.

--> EKG, Röntgenbild, Blutabnahme ohne Befund. Vermutung: Stressbedingt, was auch sonst %-|

Mehrere Besuche beim Doktor, ebenfalls mit Blutabnahme ohne Befund. Einnahme von "Pascoflair" und "Baldrian" führt auch zu keiner Beruhigung.

Heute in einer Prüfung das Gleiche, für 20 Minuten hyperventillierend in die Luft gestarrt, zum Glück wurde es nach einigen Minuten nach Einnahme von diesen "Bachblüten Notfalltropfen" einigermaßen besser. Habe schon Angst das es bei der nächsten wieder passiert..

Ich traue mich aktuell kaum mit nem Bus oder der Bahn zu fahren, aus Angst ich könnte wieder eine solcher Panikattacken bekommen. Ich hoffe dass ich nichts vergessen habe, und vielleicht hat ja noch jemand eine Idee an was das ganze liegen kann, bzw. wie sich das ganze beheben lässt?

Was ich vielleicht noch dazu sagen kann ist, dass ich momentan auch relativ schnell außer Atem bin wenn ich mich nur in irgendeiner Form bewege. Teilweise schon leichtes Herzrasen wenn ich nur vom Sofa zum Kühlschrank laufe..

Antworten
Mgalte*94


Noch zusätzlich eine Frage:

Habe im Krankenhaus 2x Travor 1.0 mg Tabletten mitbekommen. Kann ich diese unbedenklich vor den Prüfungen einnehmen? Wenn ja, würde auch schon eine halbe davon ausreichen?

uiser25x0


Du bist also gerade im Prüfungsstress? Dann ist doch der Zusammenhang eigentlich klar. Tavor sollte nur nicht über einen längeren Zeitraum (ein paar Tage) genommen werden. 0,5mg können in der Tat bereits was bringen.

aXutumn:-lXikAe


Lass die Atemnot von einem Lungenfacharzt abklären. Mein Exmann hatte damals nachts immer Atemnot und bei ihm war es allergisches Asthma. Das wussten wir nur die ersten 2 Jahre noch nicht. Das Herzrasen hat damit allerdings nichts zu tun.

MyalVte9:4


@ user250

Das mit dem Prüfungsstress würde ich eben nicht verstehen. Ich hatte bisher noch bei keiner meiner Prüfungen Stress, noch mache ich mir, zumindest nicht bewusst, bei meinen jetzigen Stress. Ja, stehen nur noch 2 Prüfungen an, und da ich gestern eben wieder Probleme hatte, würde ich einfach vorsichtshalber jeweils die Hälfte der Tablette nehmen. Weiß nur nicht wie genau das ganze wirkt, da mir im Krankenhaus gesagt wurde man wird davon leicht "benebelt" und darf dann auch kein Auto mehr fahren, deshalb wusste ich nicht ob ich dann in der Prüfung damit klar denken kann ;-D

@ automn-like

Habe beim Lungenfacharzt in 3 Wochen einen Termin, sowie auf Rat des Hausarztes auch mal einen beim Neurologen ausgemacht.

Diese Atemnot nachts tritt bei mir eben nur sporadisch auf. Mal habe ich es 2 Nächte hintereinander, mal tritt es für mehrere Wochen gar nicht auf.

MYalOtex94


Oh man, hier fehlt echt eine Edit-Funktion ;-D

Da mir bisher auch jeder gesagt hat es kommt mit ziemlicher Sicherheit von der Psyche, und mit meinem Körper ist laut allen bisherigen Untersuchungen alles in Ordnung, dachte ich eigentlich wenn ich die Einstellung beibehalte, und mir selbst einrede es ist alles in Ordnung, dass es dann von selbst aufhört. Hat aber bisher nicht funktioniert, und sobald ich nur minimal meine Atmung manuell regle, steiger ich mir wieder in das ganze hinein.

I!sabelOl


Kommt mir relativ bekannt vor Deine Beschreibungen - ich litt selbst lange unter einer Angststörung. :-/

Ich hatte bisher noch bei keiner meiner Prüfungen Stress, noch mache ich mir, zumindest nicht bewusst, bei meinen jetzigen Stress.

Das ist das Fiese an dem Ganzen: Stress merkt man oft nicht bewußt. Hinzu kommt, was noch fieser ist, dass sich derartige Symptome oftmals erst zeigen, wenn eine größere Stressphase vorbei ist. Davor hat man sich zu viel auf die Stresssituation konzentriert, die Psyche war zu sehr damit beschäftigt das Alles hinzubekommen.

Kommt man dann langsam immer mehr zur Ruhe, das erschreckt Einen dann noch mehr, die Gedanken "aber ich habe doch gar keinen Stress/nicht mehr soviel Stress, also muß es doch körperlich sein? Sonst hätte ich die Symptome doch vorher, im schlimmsten Stress, schon gehabt? Vielleicht hat es mir ja geschadet, dass ich so viel gearbeitet (oder was auch immer) habe?" manifestieren sich und schüren das Ganze noch mehr an.

Ich traue mich aktuell kaum mit nem Bus oder der Bahn zu fahren, aus Angst ich könnte wieder eine solcher Panikattacken bekommen.

Das nennt man "Erwartungsangst", die zu einem "Vermeidungsverhalten" führt und ist der Einstieg in den "Teufelskreis" - siehe [[http://www.neuro24.de/a7.htm hier]], da ist das sehr gut erklärt.

Ich hoffe dass ich nichts vergessen habe, und vielleicht hat ja noch jemand eine Idee an was das ganze liegen kann, bzw. wie sich das ganze beheben lässt?

Woran es liegt kann ich Dir nicht sagen. Die Ursachen dafür sind nicht klar definiert. Warum also der Eine solch eine Störung entwickelt und der Andere, der vielleicht in einer ähnlichen Situation ist, eben nicht. In meiner schlimmsten Panikzeit habe ich immer gesagt "Eine Angststörung ist der Krebs der Psyche".

Was bei Dir positiv ist, ist, dass Du noch ganz am Anfang stehst. Und was noch positiver ist, bzw. eigentlich der wichtigste Schritt überhaupt: Du erkennst an, dass es psychisch sein kann. Viele Betroffene suchen sehr (zu) lange nach einem organischen, bzw. greifbaren Grund, in der Hoffnung, es sozusagen mit einem Fingerschnipp wieder beheben zu können. Und rutschen so immer tiefer in diese Spirale (Teufelskreis der Angst) hinein.

Was Du tun kannst:

Das ist etwas, was (wir) Angstpatienten als allerletztes hören wollen (ich habe meine Therapeutin damals dafür gehasst am Anfang ;-)) - Halte die Angst aus. Fliehe nicht aus der Situation. Sondern lerne, dass Dir nichts passiert. - der Lieblingsspruch meiner Therapeutin "Lassen Sie die Angst zu"....ich meinte damals "Sehr witzig, wie denn?".

Die Antwort war sinngemäß: "Indem Sie erkennen, dass die Angst (diese Attacken) nicht ihr Feind ist. Sondern Sie nur darauf hinweisen will, dass Sie mehr auf sich (ihre Psyche, Ihr Wohlbefinden) achten sollen. Dass Sie irgendetwas tun oder getan haben, womit sie sich selbst schaden/geschadet haben. Wobei Sie nicht genug auf sich achten/geachtet haben." Das klingt erst mal prima - aber ja, es ist kein einfacher Weg rauszufinden was genau das nun ist. Denn wir Menschen neigen sehr stark zur Verdrängung und Selbstbetrug.

...(...)...dachte ich eigentlich wenn ich die Einstellung beibehalte, und mir selbst einrede es ist alles in Ordnung, dass es dann von selbst aufhört.

Leider oftmals nicht. Unsere Psyche (unser Unterbewußtsein) ist da nämlich gnadenlos, die will nicht immer mit unserem Verstand/unserer Ratio zusammenarbeiten. Das kennt man doch von vielen anderen Situationen, die nur harmloser sind, uns nicht so erschrecken ;-).

Ich würde an Deiner Stelle mal schauen, ob Du es mit einer Therapie versuchst oder suche Dir Selbsthilfegruppen, Erfahrungsgruppen etc. pp. - frag da mal Deinen Hausarzt. Die meisten Hausärzte haben da heutzutage auf jeden Fall Stellen zur Hand an die Du Dich wenden kannst. Oder eben das Internet. Auch hier gibt es viele Seiten die zwar auch (vor allem Bücher) verkaufen wollen, aber meistens ohne dies tun zu müssen schon sehr tolle Infos und Tipps bieten.


Das Alles was ich geschrieben habe gilt natürlich nur, wenn Du organisch wirklich gesund sein solltest (wonach es ja bisher aussieht) - ich bin kein Fachmann, nur eine (weitestgehend Ex) Selbstbetroffene @:)

MqaltFe94


@ Isabell

Bei dem letzten Vorfall habe ich mir auch eingeredet "Das geht vorüber" und versucht das ganze auszuhalten. Ging aber nicht vorüber, trotz Versuch bewusst tief und gleichmäßig ein und auszuatmen.

Glaube irgendwelche Sebsthilfegruppen sind eher nichts für mich, habe bei sowas immer Probleme und wüsste auch nicht großartig was ich sagen soll. In 2 Tagen sind meine Prüfungen vorbei, und warte einfach mal ab ob es sich bessert oder nicht, zumal ich sowieso noch den Termin beim Lungenfacharzt und Neurologen habe.

Zuhause vorm PC hatte ich das Problem mit der Atemnot allerdings noch NIE, was wahrscheinlich daran liegt dass ich da ziemlich abgelenkt bin.

M alte9x4


So, meine Prüfungen sind seit letzter Woche vorbei, aber bisher hat sich noch nichts gebessert.

War am Sonntag mit meinem Dad im Auto unterwegs, als plötzlich dieses Gefühl in mir hochkam, da wusste ich gleich geht's wieder los. Ein paar Minuten drauf wieder Atemnot, Herzrasen, Panik.

Gestern um 12 ins Bett und bis 2 Uhr nicht eingeschlafen. Sicherlich vorher 10x aufgeschreckt, Druck im Kopf, ungutes Gefühl im ganzen Körper. Heute morgen dementsprechend unausgeruht und mit einem Stechen in der Brust aufgewacht.

Ich versteh einfach nicht woher das ganze plötzlich kommt, ich hatte vorher nie auch nur ansatzweise ähnliche Probleme, und auf einmal geht es mir nun seit Wochen so dreckig, ich könnte den ganzen Tag heulen.

INsa1bxell


Ich versteh einfach nicht woher das ganze plötzlich kommt, ich hatte vorher nie auch nur ansatzweise ähnliche Probleme, und auf einmal geht es mir nun seit Wochen so dreckig, ich könnte den ganzen Tag heulen.

:°_ - kann ich so gut nachvollziehen, es schränkt die Lebensqualität massiv ein. Deshalb ist es um so wichtiger, dass Du jetzt was unternimmst und nicht Dich selbst mit einem "ach, das wird schon von alleine wieder besser werden...." zu beschwichtigen.

Ich würde Dir jetzt raten, Dich an einem (Haus)Arzt Deines Vertrauens zu wenden und bei ihm mal das Thema "Angststörung" anzusprechen. Die meisten Ärzte (auch in verschiedenen Fachrichtungen) kennen sich heute mit dem Thema mindestens einigermaßen aus und können Dir da weiterhelfen (haben Adressen von Therapeuten in der Nähe, können zunächst medikamentös aushelfen etc. pp.).

MSalte#94


@ Isabell

Sowas in die Richtung hat er mir schon vorgeschlagen, da er auch meinte es könnte irgendwie mit "Erlebnissen aus der Vergangenheit" zusammenhängen, Scheidung der Eltern etc..

Weiß nicht, es gibt nichts "aus meiner Vergangenheit" was mich irgendwie beschäftigt oder bedrückt, und ich hätte auch keinen Plan über was ich mit einem Therapeuten alles unterhalten soll.

ILsQahbelxl


Weiß nicht, es gibt nichts "aus meiner Vergangenheit" was mich irgendwie beschäftigt oder bedrückt,...(...)....

Ging mir damals auch erst so - ich wußte nicht, was es da geben sollte. Und in der Tat war es auch nichts direkt greifbar Gravierendes, es waren einfach viele Umstände die dazu geführt hatten. Und wie schon weiter oben gesagt: Manche Menschen entwickeln eine Angststörung - andere nicht.

...(...)....und ich hätte auch keinen Plan über was ich mit einem Therapeuten alles unterhalten soll.

Das ergibt sich ganz von selbst ;-). Der Therapeut wird Dich erst mal fragen was Dich zu ihm führt - das ist ja recht leicht zu beantworten. Und dann wird sich eine Gesprächsdynamik entwickeln, dafür ist der Therapeut ja der Fachmann. Wichtig von Deiner Seite aus ist "nur", dass Du bereit (offen) bist, Dich mit Deiner Problematik auseinanderzusetzen und was dafür zu tun.

uxserx250


@ Malte94:

Hat denn das Tavor bei dir angeschlagen? In welcher Dosierung hast du es genommen?

M/altxe94


@ user250

Habe es bisher nicht genommen, in den letzten Prüfungen hatte ich keine Probleme, und wenn ich Zuhause oder Unterwegs bin kann ich an die frische Luft, da geht's auch ohne.

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