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Große Erschöpfung, viele Zusammenbrüche und nichts hilft

A<137x7 hat die Diskussion gestartet


(Urspr. Titel: "Hilfe")


Hallo ich weiß nicht mehr weiter deswegen hab ich mir hier angemeldet. Zu mir ich bin W 19 175cm 69Kg. Damit man mein Problem verstehen kann muss ich weit ausholen.

Ich war schon immer ein ruhiges Kind blieb lieber im Haus schlief viel etc als Kind war es allerdings noch "normal" und ich galt jediglich als antisozial, wohl aber als hochintelligent (laut test IQ 142) falls das was mit meinen Problemen zu tun haben könnte. zu Beginn der Pubertät (ca 12 Jahre) wurde es allerdings schlimmer ich begann Schule zu schwänzen und lieber lange zu schlafen. War immer müde. Nach 6 Stunden Schulunterricht kam ich nach Hause und schlief erst mal den restlichen Tag. Zu der Zeit begann auch der Schwindel und ich wurde relativ oft ohnmächtig, morgens, abends nachts egal wann egal wo ich brach im bus zusammen ich brach zuhause auf dem Klo zusammen. Damals nahm meine Mutter das nicht ernst meinte das ist normal mich hat es allerdings schon stark beeinträchtigt. Ich ließ soziale Kontakte verkümmern, schlief lieber anstatt mich zu treffen oder was zu unternehmen. Jetzt wirds kompliziert meine Eltern trennten sich und über diese zeit rede ich eigentlich nicht damit meine ich über haupt nicht aber es ist ein wichtiger teil meiner "Krankheit? es mir peinlich ist aber ich verließ das Bett nicht mehr, vegetierte vor mich hin hatte Wasserflaschen neben dem Bett und wenn ich aufs Klo musste hatte ich nicht mal die kraft aufzustehen, ja ich habe in mein eigenes Bett gepisst und in meiner eigenen pisse gelegen, manchmal aß ich tagelang garnichts ging wochenlang nicht duschen Zähne putzen etc. Muss natürlich nicht erwähnen das ich das Haus nicht mehr verließ, weder für Schule noch sonst für was. Ich kann im nachhinein kaum noch drüber reden aber zu der Zeit war ich wie tot im Gehirn und hab nichts mehr wahrgenommen. Selbst meine Erinnerung ist beeinträchtigt, das ging von meinem 12 1/2 Lebensjahr bis zu meinem 14 Lebensjahr so, fühlt sich im nachhinein aber nur an wie ein paar Tage, wie ein schrecklicher Traum. Wie gesagt meine Mutter bekam das nicht mehr mit und mein Vater war kaum da, bekam das zwar mit aber wusste auch nicht was er machen sollte ich wollte ja niemanden sehen und war auch sehr aggressiv darüber. mit 14 schmiss mich mein Vater schließlich raus und ich landete in der Kinderpsychiatrie wo man erneut eine Hochbegabung feststellte aber sich uneinig war was ich haben könnte. Man vermutete Autismus Borderline ja sogar shitzophrenie aber am Ende wurden die Ideen wieder verworfen. Immerhin besserte ich mich in den paar Monaten meines Aufenthalts wieder, ging wieder aus dem Bett und auch wieder duschen aber dafür bekam ich eine heftige Angst und paranoia gegenüber gleichaltrigen die ich hinter falschen Aggressionen verbag. Damals wurde mir eine schwerwiegende Depression diagnostiziert, seltsamerweise schlug aber kein Medikament an und mir wurde einiges gegeben Citalopram Sertralin etc viele fallen mir garnicht mehr ein. Die Müdigkeit allerdings blieb. Danach kam ich ins Internat und es wurde schlimmer ich hungerte 10 kg runter nur um dann wieder 20kg anzufessen. Ich ging nicht in den Unterricht schlief die ganze Zeit so weit so gut. Nach dem Internat kam ich in mehrere wgs und hier war das erste mal das ich wirklich rausgehen und was machen wollte. Ich war 17 Jahre alt und merkte das ich keine kraft für den Alltag hatte. Ich hab versucht es zu verstecken damit keiner was merkt aber es fiel trotzdem auf, ich war auch ständig benebelt im Hirn, wusste manchmal nicht ob ich wach bin oder träume, hatte schwerwiegende paranoia. Nach Abschluss der Schule sollte ich mir Arbeit suchen und wurde immer wieder gefeuert weil ich den Tag nicht durchhalten konnte. Selbst die einfachste Arbeit ich konnte es nicht. Weder geistig noch körperlich. Ich fühlte mich extrem überfordert. Praktikum Friseur nach 4 tagen gefeuert da ich mich immer wieder hinsetzen musste wegen schwindel, immer wieder Sachen vergaß etc. Mit 18 Jahren schließlich verließ ich die letzte WG vom Jugendamt in der ich war und geriet für mehrere Monate in die Obdachlosigkeit, erneut hab ich kaum Erinnerungen an die Zeit hab auf Friedhofstoletten geschlafen Weils da warm und ruhig war etc. Dann bekam ich Hilfe und Arbeitslosengeld und ne kleine Kellerwohnung ein paar Städte weiter und fing dort nochmal komplett von vorne an. Neuer Freundeskreis etc aber meine Probleme waren schon massiv fortgeschrittenen. Körperlich ging es bergab. Ich brach immer häufiger zusammen, vor wenigen Monaten brach ich mittags beim einkaufen zusammen und wachte erst im Krankenwagen wieder auf. Ich wurde komplett wiederbelebt alle Körperfunktionen haben für kurze Zeit aufgehört und die Ärzte waren total panisch. Im Krankenhaus wurde schließlich starke Anämie, chronische bradiekardie (chronisch zu niedriger puls) und schlechte Blutwerte festgestellt. Ich lag 2 Nächte auf der Intensivstation, mein puls ging bis auf 28 runter und ich bekam zum ersten mal richtig Todesangst. Die Ärzte hatten allerdings keine Ahnung woran das liegt. Meine Blutwerte waren fast alle zu niedrig. Ich nehme weder Drogen noch Medikamente ein und hab auch keine bekannte Allergie. Seit dem wurde ich entlassen bin aber noch ein paar mal eingeliefert worden. Meine Werte haben sich nicht verbessert. Inzwischen bin ich so weit das ich ca 12-15 Stunden am Tag schlafe, kurz einkaufen gehe und danach meistens so schlapp bin das ich wieder Einschlafe. Wie ein zombie. Jeden Tag. Und das seit in zwischen fast 2

​​​​​jahren. Ich kann so nicht mehr weiter machen. Ich hatte zwischenzeitlich Psychotherapie angefangen, hat mir nichts gebracht, ich hatte mich im Fitnessstudio angemeldet um meine körperleistung wieder zu steigern und bin trotz speziell angepasstem leichten training beim 3. mal zusammengebrochen und wieder ins Krankenhaus gekommen und die meinten auch das ich mit meinen Problemen da nicht hingehen soll. Ich bin ein bisschen wie in einem hamsterrad. Die wenigen Leute zu denen ich noch Kontakt habe wissen nichts von meinem jetzigen leben oder meiner Vergangenheit.

Eigentlich war Selbstmord für mich nie eine optiont da ich immer irgendwie noch Hoffnung hatte das sich was verändert aber inzwischen hab ich die Hoffnung fast schon aufgegeben. Ich bin gefangen in meinen eigenen kleinen vier Wänden, körperlich zu schwach um irgendwo hinzugeben, die einzige routine ist mein täglicher Einkauf im 200m entfernten laden. Ich will so nicht leben. Ich bin jung ich will raus gehen und die Welt sehen ich will was erleben was aus meinem leben machen aber mir fehlt die kraft, körperlich und psychisch. Manchmal habe ich das Gefühl ich verliere den verstand. Wieso ich mich noch nicht in Alkohol oder Drogen ertränkt habe ist mir selber ein Rätsel. Womit habe ich das verdient? Wieso kann mir keiner helfen? Wie kann es sein das Moderne Medizin keine Antwort auf meine Probleme hat?

Ich weiß nicht ob einer von euch mir helfen kann, warscheinlich nicht. Ich will aber das ihr wisst das ich da draussen bin.

Antworten
P;lüschbDiest


Hallo,

zunächst einmal, Hilfe ist eine denkbar ungeeignete Überschrift.

Bitte die Moderatoren um einen andere Überschrift.

[[http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/umr_zuk/27241.html]]

Das ist die Webseite des Zentrums für unerkannte und seltene Erkrankungen.

Vielleicht kann dein Hausarzt dich dort unterbringen?

P{lüsbchbixest


Ehrlich, ich bin erschüttert, dass deine Mutter so wenig Interesse an deinem Wohlergehen hat.

Hast du schon einmal Antidepressiva eingenommen?

PJlüscDhbixest


Sorry, steht ja im Text. |-o Bin wohl schon zu müde.

Wenn du tatsächlich schwerst depressiv bis und Medikamente nicht helfen könntest du es mal mit der Elektrokrampftherapie oder einem Hirnschrittmacher versuchen.

[[http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Elektrokrampftherapie-Strom-gegen-Depression,elektrokrampftherapie100.html]]

[[http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21278-2017-03-21.html]]

pEel3zti,erx86


Welche Blutwerte genau waren denn auffällig/schlecht?

Du hattest offensichtlich eine Anämie, aber sicherlich hat man noch mehr Werte bestimmt...

Weißt du vll., wie deine Leberwerte sind?

Ist eigentlich einmal ein MRT des Gehirns gemacht worden?

Sollten die schlechten Werte nicht einfach Resultat einer Essstörung bzw. mangelnder Nahrungsaufnahme sein, könnte man in der Kombination mit den psychiatrischen Auffälligkeiten und den anderen Symptomen und Befunden, die sich für mich durchaus nach möglichen somatischen Problemen anhören, an Morbus Wilson denken. Der kann eine hämolytische Anämie und andere Veränderungen in den Blutwerten machen, und psychiatrische Symptomes sind eine mögliche Manifestation der Erkrankung in der Jugend bzw. im jungen Erwachsenenalter.

[[https://www.aerzteblatt.de/archiv/35289/Diagnostik-und-Therapie-des-Morbus-Wilson]]

[[http://www.eurowilson.org/data/pdf/DE-adults-Leitfaden-zu-Morbus-Wilson.pdf]]

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