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Eisen-/Ferritinwert und Befinden - Eure Erfahrungen

E,hemalige.r Nutzer O(#608010x) hat die Diskussion gestartet


Hallo,

da ich seit längerem schon unter sehr unspezifischen Beschwerden leide

(ständige Müdigkeit, Einschlafprobleme, Restless Legs, Libidominderung, Unkonzentriertheit, Frieren, Reizungen der Schleimhäute inkl. Vaginalpilzanfälligkeit, Anfälligkeit für Blasenentzündungen, dünner werdendes Haar, Appetitmangel und ungewollte Gewichtsabnahme aber Wassereinlagerungen),

wurde mir von einer anderen Ärztin nun geraten meinen Ferritinwert erst einmal etwas aufzufüllen, weil der etwas unten ist... Zwischen Ärzten und in diversen Studien herrscht meiner Erfahrung nach auch diesbezüglich eine echte Uneinigkeit. Die einen empfehlen Ferritinwerte von 50 um sich gut zu fühlen, andere Ärzte handeln erst bei Werten unter 10 :-/ ...

Ich hatte bei meiner letzten Messung vor 2 Monaten einen Ferritinwert von 21. (B-Vitamine, HB und anderes waren unauffällig)

Meine Symptome, so sagte man mir, weil noch uneindeutig ist was ich habe, können, müssen aber nicht damit zusammenhängen und ein Substitutionsversuch kann erstmal gemacht werden. In ein Paar Wochen lass ich nochmal einen umfangreicheren Hormonstatus machen inkl. Progesteron, weil meine Zyklen auch Megakurz sind (um die 19 - 23 Tage). Die Schilddrüse ist gut eingestellt (nur ne leichte UF die mit LT50 behandelt wird und kein Haschimoto).

Jetzt nehm also ich seit ner Woche Ferrosanol 100 2* am Tag wie es mir empfohlen wurde. Ich bilde mir ein besser die Treppe hochzukommen :)z aber ich weiß jetzt nicht inwieweit das der Placeboeffekt sein kann... Naja ich werde mal schauen. Bisher ist noch nicht viel passiert.

Mich würden eure Erfahrungen bzgl. Eisensubstitution und den Werten interessieren, hat sich durch die Einnahme was verbessert, wie hoch ist der Wert jetzt und wann habt ihr euch wieder gut gefühlt?

LG Venus *:)

Antworten
K_astenibrgot


Ich habe seit 10 Jahren einen unbehandelten Eisenmangel. Mir geht es super, also warum dann Medikamente nehmen?

Sounf%lowe}r_r7x3


Weil Eisen ein wichtiger Suaerstoffspeicher im Blut ist und fehlender Sauerstoff sich eben auf diverse Art und Weise bemerkbar macht.

Ich hatte vor einigen Jahren einen massiven Eisenmangel mit einem Ferritin unter 10. da bin ich derart zusammengeklappt, dass ich wochenlang krankgeschrieben war und Infusionen bekam, weil ich mit Tabletten nicht schnell genug fit gewesen wäre. Diese Behandlung war dann über Jahre immer mal wieder erforderlich. Unter einem Ferritin von 40 bin ich nicht fit; meine damalige Hausärztin hat sogar einen Wert von >50 als Grenze erachtet.

Es gibt sicherlich leichte Mängel, die nicht akute behandelt werden müssen. Aber es gibt eben auch Mängel, die SYMPTOME machen. Und DARAUF kommt es an. Und Normbereiche haben durchaus ihre Daseinsberechtigung!

E}hemDal iger Nut{zer (#6608010x)


@ Sunflower73

Ok deine Erfahrung ist echt interessant und hat mir zu denken gegeben. Also bei mir war es so, dass ich schon immer ein aktiver Mensch bin, aber seit einem Jahr ca. kann ich mich kaum noch zum Sport motivieren und die Leistung geht Berg ab...

Ich weiß nicht wie meine Eisenwerte waren wo es mir gut ging hab sie da nie messen lassen :-(

Unter der Kupferkette, die ich seit Ende'14 habe, bekam ich auch stärkere Blutungen aber erst seit einem Jahr habe die die gennanten Beschwerden... Also ist es wohl wahrscheinlich, dass sich die Eisenwerte mit der Zeit reduziert haben und das meine Symptome zT erklären kann

Das mit der Infusion habe ich meiner Ärztin auch schon vorgeschlagen (als Privatleistung halt und weil es ja schneller geht wie du sagst) aber Sie meinte daraufhin es sei zu riskant, weil ein allergischer Schock auf Eisenifusionen doch wohl recht häufig vorkäme und sie es selbst schonmal gesehen hatte und deswegen macht sie das in ihrer Praxis nicht mehr. Und ich halte sie schon für Kompetent weswegen ich ungern woanders hingehen würde nur wegen den Infusionen...

Haben die Ferrosanol denn echt nichts bei dir gebracht?

RkoItueRosxa


Ich hatte/habe aktuell auch aufgrund recht starker Blutungen eine tiefen Ferritinwert und ebenso ein tiefes Hb.

Meine Symptome waren starke Müdigkeit, massiv verschlechterte körperliche Leistungsfähigkeit (eine Etage Treppen gehen hat mir brennende Waden und Atemnot verursacht), hoher Ruhepuls den ich bei tiefem Blutdruck im Ohr wahrnehmen konnte, Kopf-/Nackenschmerzen, generell keine Energie/Motivation ich kam von der Arbeit nach Hause und habe mit nur noch aufs Sofa gelegt und gewartet, dass es Zeit wird ins Bett zu gehen.

Seit nicht ganz zwei Wochen nehme ich täglich 2*100mg und vertrage diese zum Glück gut. Seit gestern habe ich den Eindruck es geht bergauf. Ich komme wieder deutlich besser die Treppen hoch, spüre meinen Puls nicht mehr und hatte endlich wieder Energie mich auch anständig um meinen Haushalt zu kümmern ;-D

R0ot?eRoxsa


Kleiner Nachtrag: es ist mir sch...egal ob es Placeboeffekt ist oder nicht, Hauptsache mir geht es besser! 8-)

S9unflQowerx_73


Bei mir war es auch ein schleichender Prozess: Kupferspirale und stärkere Blutungen, mehrere OP's, Magen-Darm-Probleme wg. Schmerzmitteln,...

Bzgl. der Infusionen:

Ich habe das FerroSanol überhaupt nicht vertragen (wohl auch wg. Schmerzmittel-Schäden). Daher blieb nicht allzuviel - und meine HÄ machte das mit den Infusionen (Ferrlecit, eine Ampulle auf 1/2 Liter Kochsalzlösung, Laufzeit der Infusion anfangs eine Stunde) durchaus häufiger. Ich war anfangs in sehr enger Überwachung (quasi alle 2 Min. eine Arzthelferin, die nach mir sah). Am Ende der 3-4 Jahre, wo ich immer wieder Infusionskuren brauchte, lief die Infusion dann in 20 Min. durch. Probleme bis auf leichtes Wärmegefühl hatte ich nie. Aber sehr direkt eine Besserung bzgl. Erschöpfung. War bei mir alles Kassenleistung; habe nicht einen Cent zahlen müssen.

SLunrfl6ower_x73


@ RoteRosa:

So ging es mir auch... konnte hinterher morgens kaum noch im Stehen duschen, weil mir unter der warmen Luft schlichtweg die Luft wegblieb.

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