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Certoparin Natrium wegen OP

s7horptZexn hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Ich habe mal eine Frage. Ich muss wegen meiner Künstlichen Herzklappe Falithrom einnehmen. Nun habe ich demnächst eine OP. Für diese musste ich nun das Falithrom absetzen und stattdessen Certoparin Natrium in den Bauch Spritzen.

Dies ist ja anscheinend ein Heparin. Was mich nun zum grübeln bringt. Dies verdünnt doch auch das Blut und sorgt dafür das es schlechter gerinnt. Also macht es doch eigentlich genau das gleiche wie Falithrom? Das wäre doch für die OP genau so schlecht oder nicht?

Gruß Max

Antworten
q*ua:cksaUlberxei


Der Unterschied liegt in der Halbwertszeit. Ziel ist, das Blutungsrisiko bei der OP niedrig zu halten und Dich gleichzeitig hinsichtlich Deiner mechanischen Herzklappe gut zu schützen. Würdest Du nur Falithrom mehrere Tage vor der OP absetzen, ohne Heparin zu spritzen, wäre der Schutz, den Du wegen der Klappe brauchst, mehrere Tage reduziert (INR sinkt deutlich unter den Zielbereich), das Risiko für eine Thrombenbildung also zunehmend erhöht. Mit der "Überbrückung" mit Heparin behältst Du den Schutz, und dadurch, dass die Halbwertszeit des Heparins im Gegensatz zu Falithrom nur im Stundenbereich liegt, also auch die Wirkdauer deutlich kürzer ist, wird zugleich das Blutungsrisiko bei der OP möglichst niedrig gehalten, wenn Du die letzte Heparinspritze in ausreichendem Abstand zur OP bekommst (Größenordnung 12 bis 24 Stunden vorher).

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