» »

Fieber unter Immunsuppression?

cIarVm&enf112119x70 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich nehme seit etwa 2 Jahren (genau weiß ich es gar nicht mehr ":/ ) Azathioprin zur Immunsuppression.

Zunächst jeweils 50 mg Azathioprin Morgens und Abends plus etwas Prednislon. Letztes Jahr dann für 4 Monate Cyclosporin, was ich aber überhaupt nicht vertragen habe.

Jetzt nehme ich seit etwa einem Jahr jeweils 75 mg Azathioprin Morgens und Abends.

Meine Frage ist nun, wie ist es mit Fieber unter Immunsuppression?

Kann das unterdrückte Immunsysthem Im Fall der Fälle nicht mehr oder nicht angemessen mit Fieber reagieren, oder hat das keinen Einfluss?

Viele Grüße

Carmen

Antworten
SQaNik


wäre noch interessant zu wissen, warum du Immunsuppressiva nimmst ?

kwleiwner"_dracMhensterxn


Hast du eine CED? Die Behandlung klingt nämlich danach.

Wenn du gut eingestellt bist, sorgt das Immunsuppressivum dafür, dass dein Immunsystem nicht mehr überreagiert, sondern sich "normal" benimmt, also sich nicht mehr gegen deinen Körper richtet.

Wenn du Pech hast, bist du infektanfälliger und wirst öfter und stärker krank und hast z.B. öfter Fieber oder höheres Fieber als früher.

Ich vertrage überhaupt keine Immunsppressiva, daher werde ich mit einer Erhaltungsdosis Cortison behandelt und seitdem ich das nehme, bekomme ich nie einfach ne Erkältung sondern immer mit richtig hohem Fieber, mindestens 2 x im Jahr. Cortison fährt ja auch das Immunsystem runter.

Früher hatte ich sehr selten Fieber.

cSarmlen11H21197x0


Hallo,

danke für Eure Antworten.

Ich habe eine systhemische Mastozytose, hauptsächlich mit Befall des Magen und Darmes. Ich kann ohne Immunsuppression nichts essen oder trinken, ohne sofort - und das heißt 10-15 min nachdem ich es gegessen habe - Durchfall wie Wasser bekomme. Kleiner Drachenstern, Du hattest also die richtige Vermutung.

Wie kommst Du mit dem "nur" Cortison zurecht? Wieviel mg nimmst Du?

Ich vertrage das Azathioprin sehr gut, merke keinerlei Nebenwirkungen. Damit kann ich jetzt auch unterwegs mal eine halbe Bratwurst essen und schaffe es bis zur nächsten Toilette.

Dann ist es also so, das man Fieber bekommt, das Immunsysthem es aber nicht mehr so bekämpfen kann?

Ich dachte immer, das Fieber eine Reaktion des Immunsysthems auf Erkrankungen ist. Da war ich ja auf dem völlig falschen Weg.

p-el7ztxier86


Ich dachte immer, das Fieber eine Reaktion des Immunsysthems auf Erkrankungen ist.

Das ist auch so.

In einem immunsupprimierten Zustand ist es tatsächlich so, dass der Patient bei einer akuten Infektion kein Fieber, sondern sogar Untertemperatur entwickeln kann (muss nicht, aber kann...). Auch die weißen Blutkörperchen steigen nicht so an, gar nicht oder fallen sogar.

kRlei3ner_drac&henstexrn


Das ist aber nicht bei einer gut eingestellten immunsuppresiven Therapie bei einer Autoimmunerkrankung der Fall, jedenfalls nicht nach der Erklärung meines Gastros.

Da wird das Immunsystem ja nur gedrosselt, damit es wie bei gesunden Menschen funktioniert.

Was du, pelztier, schreibst, gibt es laut meinem Gastro bei Menschen, die wegen Transplantationen Immunsppressiva bekommen, da deren Immunsystem ja eigentlich normal funktioniert und nur wegen des fremden Organs gedrosselt werden muss. Auch ist in diesem Fall die Dosis wesentlich höher als z.B. bei einer CED.

Bei immunsuppressiver Therapie bei CED und Co funktioniert also das Immunsystem ganz normal (im besten, gut eingestelleten Fall natürlich) oder ist etwas runtergefahren, was sich dann meist in mehr Infekten mit höherem Fieber zeigt.

pielzt.ierx86


Das ist aber nicht bei einer gut eingestellten immunsuppresiven Therapie bei einer Autoimmunerkrankung der Fall, jedenfalls nicht nach der Erklärung meines Gastros.

Da wird das Immunsystem ja nur gedrosselt, damit es wie bei gesunden Menschen funktioniert.

Das stimmt natürlich, dass bei einer gut eingestellten Therapie das nicht passieren sollte.

cCri2ech)arlixe


Das ist auch so.

In einem immunsupprimierten Zustand ist es tatsächlich so, dass der Patient bei einer akuten Infektion kein Fieber, sondern sogar Untertemperatur entwickeln kann (muss nicht, aber kann...). Auch die weißen Blutkörperchen steigen nicht so an, gar nicht oder fallen sogar.

Hast Du das aus dem I-Net geklaut?

Bitte beachte doch den Kontext.

Ich bin auch immunsupr. und klar bekomme ich Fieber; der Unterschied ist halt nur, dass man SCHNELLER zum Arzt gehen sollte, wenn man sich z.B. eine Mandelenzündung oder eine offene, sich entzündende Wunde zugezogen hat. Immunsupr. Leute haben tatsächlich eine höhere Sterberate, das liegt aber eben daran, dass ein Husten schneller zur Lungenentzündung wird etc..

Ansonsten hatte ich vor drei Nächten eine Nierenkolik und kam notfallmäßig in's Krankenhaus. Und klar hat man da ganz normal CRP, Leukos und Temperatur gecheckt und danach gehandelt,

obwohl ich am Montag der gleichen Woche erst die Infusion mit den Immunsuppr. hatte.

pbelzt6ierx86


Was soll'n dieser Seitenhieb?

Aber ich will deine "Frage" sachlich beantworten: Nein, habe ich nicht. Solche Seiten, die du meinst, besuche ich nie.

Ich schrieb (und lesen und verstehen sollte man schon, bevor man kritisiert), dass es passieren KANN (und nicht muss), dass man unter moderater Immunsuppression statt Fieber Untertemperatur entwickelt.

Es gibt keine Regel, wie ein Mensch auf eine moderate Immunsuppression reagiert. Der Organismus des einen kommt damit gut klar, und sein Immunsystem funktioniert wieder (fast) normal, ein anderer Patient entwickelt mit der gleichen Dosis ein Antikörpermangel oder einen Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen, und entwickelt dann mglw. auf eine akute Infektion kein Fieber, sondern Untertemperatur.

Das lässt sich nicht verallgemeinern. Jedenfalls ist eine Reaktion mit Fieber immer besser als ein ausbleibenden Fieber, sofern es nicht über 40 Grad steigt.

Und sorry, aber dein Problem und deine Immunsuppression sind jetzt auch wirklich nicht mit der Problematik von Carmen und ihrer Immunsuppression zu vergleichen.

P9eddxi


Meine Tochter bekommt seit etwas über drei Jahren Immunsppris und hat oft übertemperatur, was uns oft verunsichert. Die Werte aber werden oft genommen, wegen des Spiegels.

Wenn Fieber, dann sind wir sofort im HTX Zentrum, Antibiose.

Also, mehr kann ich dazu nicht schreiben. Interessant wäre für mich, warum Du diese Frage stellst. Hast Du Deine Docx gefragt?

Denn bei Immunsuppris wird doch oft das Blut kontrolliert, um frühzeitig Erkrankungen erkennen zu können. Machst Du Dir Sorgen?

t,atDuxa


Ich glaube, dass das gar nicht pauschal zu beantworten ist.

Ich hatte mal unter Hochdosisikortison einen Verdacht auf eine Darmentzündung. Damals hat man mir in der Notaufnahme gesagt, dass durch die starke Immunsupprimierung sowohl Fieber ausbleiben kann als auch Entzündungsmarker im Blut unauffällig sein können.

Im Moment bin ich immunsupprimiert mit einem Medikament, was als B-Zellen im Blut erledigt. Habe tatsächlich wenig bis kein Fieber, ausser wenn ich das Medikament selber bekomme... dass macht Fieber.

Es gibt unterschiedliche Grade von Immunsupprimierung und dann gibt es ja auch noch Immunmodulation, wo das Immunsystem beeinflusst aber nicht generell stark heruntergefahren wird.

Ich weiß auch nicht, ob es in jedem Fall möglich ist das Immunsystem so weit herunter zu fahren, dass es normal funktioniert, aber nicht mehr.

Mein Wissenstand ist, dass das Immunsystem so weit gedrosselt wird, dass die problematischen Prozesse unterdrückt werden, sei es Autoimmunreaktionen oder Abstossung von transplantiertem Gewebe.

Bei manchen Patienten reicht da eine milde Immunsuppression, bei anderen werden harte Geschosse aufgefahren.

In jedem Fall muss man etwas wachsamer sein... wenn man aus dem letzten Loch pfeift, ist es nicht sinnvoll auf Fieber zu warten, weil man glaubt ohne Fieber ist das alles noch nicht schlimm.

c%armVen:112119,7x0


Hallo,

ich danke Euch für Eure Antworten.

So leicht wie ich dachte, ist das dann wohl doch nicht zu beantworten. ":/

Ja ich frage weil ich mir etwas Sorgen mache. Ich habe unter anderem diese chronisch virale Herzmuskelerkrankung (mehrmaliger Nachweis von Parvo- und Enteroviren, Anstieg der Viruslast mit Vermehrungsnachweis 2012, aber normale EF). Die Viren wurden ewig nicht kontrolliert, zuletzt glaube ich 2012. EF und Herzfunktion bei Echos, letztes vor etwa einem Jahr, grob in Ordnung.

Ich war in den letzten beiden Monaten mehrmals erkältet, darunter, vor 2 Monaten, eine eitrige Angina, wo ich richtig flach lag. Habe da aber AB genommen. Nun merke ich, seit einer Woche,einen Leistungseinbruch, mehr Luftprobleme, muss Nachts 3-4 mal zur Toilette....

Zu meinem Hausarzt brauche ich damit nicht. Da gehe ich genauso wieder nach Hause wie ich gekommen bin. Er verschreibt die Tabletten, kontrolliert viele Blutwerte und macht auch EKG und LUFU, aber er sagt mir immer, er ist kein Kardiologe, kennt sich nicht so aus. Einen Kardiologen, der alles kontrolliert, der mich betreut, habe ich aber nicht. Wartezeit auf einen Termin lange.

Als Notfall sehe ich mich nicht. Was ist, wenn gar nichts ist? Also hoffte ich wirklich, solange kein Fieber auftritt, ist alles noch nicht so schlimm. Deshalb meine Frage wegen dem Fieber.

Die Immunsuppression mit Blutwerten kontrolliert niemand mehr. Ich vertrage die Tabletten gut und das reicht meinem Hausarzt. Die normalen Blutwerte sind, bis auf erhöhte Entzündungswerte, normal.

Bis letztes Jahr hatte ich noch einen Hämatologen, der in größeren Abständen einen Immunstatus gemacht hat. Bei diesem waren unter 50 mg Azathioprin, besonders die natürlichen Killerzellen zu niedrig. CD16+R 0,9 % (7,0-31) und CD16+ 8 /µl (90-600)

Einschätzung des Labors: Rückgang aller Lymphozytenpopulationen, insbesondere der NK-Zellen. Der Befund spricht für eine deutliche Verminderung der NK-Zell-assoziierten Abwehr.

Weil die Zellen dann kurze Zeit später noch weiter sanken, wurde das Azathioprin abgesetzt.

Der Hämatologe konnte mich dann nicht mehr betreuen. Er sagte, er würde seine Zeit für die Krebspatienten brauchen. Die Praxis ist hoffnungslos überlaufen.

Da es mir von Magen und Darm her aber immer schlechter ging, hat der Hausarzt das Azathioprin wieder angesetzt. Immunwerte kontrolliert keiner.

Ich war nichtmal krank, als die Immunabwehr so am Boden war. Nur jetzt kommt es halt auf einmal und ich habe etwas Sorge, das es sich wieder auf's Herz legt.

Liebe Grüße

Carmen

cLri^ech\arlixe


liebes pelztier,

das war kein Seitenhieb, sondern die Klarstellung, dass das so, wie Du es schreibst, nicht richtig war. Auch Dein Einlenken nach dem Hinweis der anderen Posterin hat das nicht rausgerissen;

Dein Versuch mich klein zu halten mit dem Verweis, dass meine story der TE nicht hält, ist erstens etwas unglücklich und zweitens unhaltbar -

sie wollte Infos jeglicher Art.

pEelzftPierx86


das war kein Seitenhieb, sondern die Klarstellung, dass das so, wie Du es schreibst, nicht richtig war.

Das war keine Klarstellung, sondern eine Unterstellung.

Und das, was ich geschrieben habe, war nicht falsch, sondern auch richtig. (...meine Aussage über die Blutwerte bezog sich auf die zuvor angesprochene Situation mit ausbleibendem Fieber). Wenn du aus meiner Aussage Falsches herausgelesen hast, kann ich weder dafür etwas, noch ist das mein Problem.

Dein Versuch mich klein zu halten mit dem Verweis, dass meine story der TE nicht hält, ist erstens etwas unglücklich und zweitens unhaltbar -

Auch das ist eine Fehleinschätzung deinerseits. Das war kein Versuch dich klein zu halten, sondern eine Feststellung, dass du dein persönliches Beispiel nicht als Basis für eine verallgemeinernde Aussage über Fieber bei Immunsuppression und im Spezifischen für eine Beurteilung von Carmens Situation verwenden kannst.

Ich hatte ein Zeitlang hinreichend Kontakt mit Carmen um abschätzen zu können, dass ihre gesundheitlichen Probleme und ihre (Auto)Immunprobkenatik deutlich größer als die deinigen sind.

ptel5ztiexr86


Und um das vorwegzunehmen: ja, ich hätte den Bezug der Aussage bzgl. der Blutwerte auf die Situation mit ausbleibenden Fieber mit einem "dann" verdeutlichen sollen

Dass "dann" habe ich mir offenbar nur gedacht, aber schlicht vergessen zu schreiben.

Aus dem Kontext geht aber m.E. auch so hervor, wie es gemeint war.

Und selbst wer es nicht verstanden hat - das rechtfertigt noch lange nicht deine Unterstellung, ich hätte mein Wissen aus fraglichen Internetseiten. Sollte der Auslöser dafür dein Problem mit meiner kritischen Aussage über den von dir so hochgehaltenen IQ-Test gewesen sein, dann solltest du das in dem entsprechenden Thread sachlich thematisieren.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH