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Dosierung Marcoumar

Gviottxo hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich nehme seit ca. 3 Wochen Maroumar (hatte einen tiefe Venentrombose im Unterschenkel) und mein INR-Wert schwankt immer noch stark, so dass die Dosierung ständig geändert werden muss. Ich gehe darum auch 1-2 Mal in der Woche zum Arzt, um den INR zu messen.

Ist das normal am Anfang der Bahndlung, oder mache ich wohl etwas falsch? Der Arzt fragt mich oft, ob ich alle Tabletten genommen habe, aber das mache ich wirklich immer zuverlässig!

Kann mir jemand der Erfahrung hat, meine Fragen beantworten?

Antworten
SwamoXna


Marcoumar

Es gibt personen bei denen gelingt es nie den INR korrekt einzustellen. Am Anfang ist es aber ganz normal das die Gerinnung etwas durcheinander geratet. Es ist ein ausprobieren welche Dosis die richtige ist. einige Patienten. brauchen tägli 1.Andere 1/4 oder sie wechseln ab 1/4, 1/4, und wieder 1/2. Da die Gerinnung hinterherhinkt ist es doppelt schwierig die richtige dosis zu finden. Das Medikament von Gestern wirkt erst in ca 3-4 Tagen.

wenn du noch fragen hast frag einfach.

grüessli Samoa

GGioNttxo


To Samona

Danke für deine Antwort. Das hat mich jetzt doch etwas erleichtert. Ich bin eben noch ein Neuling auf dem Gebiet...

Eine Frage hätte ich noch: wenn der INR dann doch mal eingestellt ist, wie oft muss man diesen dann kontrollieren? Weisst du, was ungefähr normal ist?

A8txta


@ Giotto

Hi Giotto, ich nehme seit drei Jahren Markumar. Anfangs war die Einstellung auch recht schwierig, aber mittlerweile hat sich alles eingependelt und ich mache die Gerinnungskontrolle selbst. Das mache ich so 1x die Woche. Ich brauche übrigens für einen INR von 3 - 3,5 eine Tagesdosis von 1 1/4 Tabletten. Aber die Meisten die ich kenne und den INR vom Arzt bestimmen lassen, gehen so alle 2-3 Wochen zur Messung.LG Atta

M~aratwhoni


@ Giotto

Ich stimme samona zu - gerade am anfang ist's nicht ganz einfach.

Wie dosiert denn dein Arzt? Also wenn er feststellt, dass dein Wert "schlecht" ist, wie ändert er die Dosis? Gibt er 1/4 Tablette mehr/weniger oder hantiert er gleich mit 1/2 oder mehr pro Tag? Ich habe nämlich bei mir festgestellt, dass bei 1/4 Tablette pro Woche(!) der Wert schon um 0,3 schwankt (ich nehme es jetzt seit 10 Monaten, von daher kann ich das sagen).

Wenn du einmal eingestellt bist, hängt es viel von deinen Lebensgewohnheiten ab, ob der Wert auch stabil bleibt, z.B. ob du gleichmäßig Vitamin K zu dir nimmst oder große Schwankungen hast (an eienm Tag sehr viel Kohl/Sauerkraut essen, dann eine Woche gar kein grünes Gemüse/Salat), ob du Alkohol trinkst (auch hier: dich mal betrinkst und dann lange abstinent bleibst) oder ähnliches. Und danach richtet sich auch der Kontrollzeitpunkt (grrr, ich habe letzte Woche einmal vergessen, meine Tablette zu nehmen - schon ist alles durcheinander und ich "darf" häufiger kontrollieren), bei manchen bleibt es bei jeder Woche, bei anderen sind es vier. Hängt auch von dem Arzt ab - es gibt welche, die lassen einen nur alle 4 Wochen kommen, auch wenn der Wert jedesmal voll daneben ist...

G$ioottxo


@ Marathoni

Ja mein Arzt aendert die Dosis meistens schon um eine halbe Tablette. Im Moment ist mein INR 1.8 und ich muss deshalb jetzt gleich 3 Tage 1 ganze Tablette nehmen und danach wider halbe...

Vor 2 Wochen fiel mein Wert von 2.3 auf 1.4 in 5 tagen, das hat mein arzt äusserts seltsam gefunden, ich musste dann auch wieder 1 tag Spritzen....ich habe schon das gefühl ich brauche eine eher hohe Dosis

nWadqixr


Nur Mut

Hi,

ja, die leidige Einstellung.....

Meine Erfahrung ist: auf Vitamin K muss man gar nicht so achten, nur vielleicht auf das Sauerkraut, denn das hat wirklich viel, aber ein großer "Schwanker" ist der Alkohol!

Ich habe ganz auf Alkohol verzichtet, weil wir das einfach sonst nicht in den Griff bekommen hätten. Naja, ich kann dir schlecht raten, darauf zu verzichten, wenn du mal gern ein Bierchen trinkst, aber es erleichtert eben die Einstellung und das Halten, so war es zumindest bei mir.

Ich drück dir die Daumen!

GWiottxo


Einstellung Marcoumar

Ich trinke auch gar nicht, weil ich mir von Anfang an gedacht habe, dass das einen grossen Einfluss haben kann! Aber ganz leicht fällt es einem schon nicht zu verzichten. Doch langsam gewöhne ich mich dran.

Mein Arzt hat mir gesagt ich müsse Marcoumar nur 6 Monate nehmen, danach wahrscheinlich nicht mehr. Ist das tatsächlich so, dass man wenn man eine tiefe Venentrombose hatte, nach 6 Monaten sozusagen "Ruhe" hat? Ich frage mich, ob ich mir dann nicht die ganze Zeit Sorgen mache, dass ich wieder eine Trombose bekomme...

sZtud}e;nt


ad 1. nimmst Du nebenbei noch andere Medis? Könnte nämlich auch damit zusammenhängen.

ad 2. ist bei dir getestet worden, ob Du vom Gerinnungssystem her an einer sog. Thrombophilie leidest (z.B. Faktor V Leiden etc.)?

Wenn das nämlich der Fall wäre, müsstest Du weiterhin gerinnungshemmende Medis nehmen!

MRaVratxhoni


@ student

State of the art ist, dass bei einer heterozygoten Faktor V Leiden Mutation kein Anlass besteht, länger zu antikoagulieren. Nicht bei allen Thrombophilien wird lang bzw. lebenslang Marcumar gegeben!

@giotto

Es ist wohl sehr individuell, wie man auf Alkohol bzw. Vitamin K reagiert - bei mir (im Genesatz zu Nadir) hat Alkohol kaum Auswirkungen, während die Ernährung schon eine Rolle spielt.

Die Angst wird sich im Laufe der Zeit abschwächen - hat man denn eine Ursache (Pille, lange Ruhezeiten z.B. durch OP, starkes Übergewicht, Thrombophilie oder ähnliches) für die TVT gefunden? Dann kann man ja dagegen etwas tun. Du kannst immer wieder eine Thrombose kriegen. Die Wahrscheinlichkeit, eine Thrombose zu bekommen, wenn man bereits eine hatte, ist sogar höher als wenn man noch keine hatte. Aber bei einer Thrombose, die auf den Unterschenkel beschränkt war, sieht es eigentloch sehr gut aus. Und du musst stärker vorbeugen als bisher: viel trinken, Kompressionsstrumpf immer bei langen Fahrten/Flügen/Krankheiten anziehen (momentan natürlich immer), viel Bewegung.

sstuFdent


@Marathoni

erstens habe ich nicht von einem heterozygoten Faktor V Leiden gesprochen sondern lediglich Faktor V Leiden als Beispiel angeführt.

zweitens kommt es jeweils auf die Ausprägung der Thrombophilie an.

State of the art ist nämlich die jeweilige individuelle Risikobeurteilung.

MfG

HTVK1


Weshalb nicht Vitamin K1 ?

Ich bin erstaunt wieviele Menschen orale Antikoagulantien vom Typ der Vitamin-K-Antagonisten einnehmen.

In Lehrbüchern kann man über 3 Bereiche des Blutgerinnungssystems lesen: Gerinnungssystem, Antigerinnungssystem und fibrinolytisches System !

In allen 3 Bereichen findet man vitamin-K-abhängige Proteine, also Proteine die durch Vitamin K "aktiviert" (= gamma-Carboxylierung) werden.

Vitamin K (K1/K2-Formen) aktiviert also eine Reihe von "Blutproteinen", von denen einige die Blutgerinnung fördern, während andere den Gerinnungsprozess verlangsamen. Außerdem ist Vitamin K wichtig für die Finbrinolyse (= Auflösung von Blutgerinnseln).

Auf diese Weise hält die richtige Funktion (und Menge) von Vitamin K (Vitamin K1 - z. B. Kanavit K1 von medphano aus der Apotheke ) die beiden entgegengesetzten Seiten des Blutgerinnungssystems im Gleichgewicht und sorgt somit dafür, dass das Blut - umgangsprachlich ausgedrückt - "weder zu dünn noch zu dick ist".

Schon in angesehenen Tageszeitungen kann man dazu wichtige Aussagen finden. So schreibt z. B. die "Frankfurter Allgemeine (FAZ)" in ihrer Ausgabe vom 11. Frbruar 2004 in einem Artikel mit der Überschrift "Wenn das Blut Klumpen bildet" :

"Die Bedeutung von Vitamin K für gesundes Blut, das weder unstillbar aus Wunden fließt noch in den Geweben verklumpt, ist kaum zu überschätzen!"

Ich mache das inzwischen 9 Jahre so und habe bisher mit diesem Weg (kontrolliert natürlich durch entsprechende Blutuntersuchungen) gute Erfolge. Und habe in dieser Zeit "mit dieser Methode" z. B. auch keine Thrombose oder Vergleichbares erleben müssen.

Viele Grüße

Herbert

WRinlmAsi


Hallo Herbert,

also ich nehme ja auch Vitamin K1,

hast du dann, vor neun Jahren, auf Marcoumar verzichtet?

Also ich denke, daß ich durch Vorbeugen mit Vitamin K1 gar nicht in die Situation komme, ASS oder Marcoumar anwenden zu müssen.

Ich finde es eh sehr fatal, wenn man durch ein Medikament auf ein so wichtiges Vitamin wie Vitamin K fast verzichten muß.

Liebe Grüße

Melanie

HeVK1


Warum nicht Vitamin K1 ?

Hallo Wilmsi,

es ist tatsächlich schon fast 1 Jahrzehnt zurück, als ich vor dieser Frage stand:

A n s t e l l e der "herkömmlichen Blutverdünner" auf eigene Verantwortung (allerdings kontrolliert durch Blutuntersuchungen) "Umstieg" auf Vitamin K1, weil ich mit den Nebenwirkungen (der "Blutverdünner") nicht klar kam.

Natürlich wurde ich "gewarnt" und mir wurde auch "gehörig Angst gemacht", aber auf die wissenschaftliche Literatur, auf die ich zurückgreifen konnte, war Verlass und so hat sich für mich der Verzicht auf herkömmliche Blutverdünner (wie z. B. Marcumar bzw. ASS oder Thrombozytenaggregationshemmer) und die Verwendung von Vitamin K1 als sehr vorteilhaft erwiesen.

Nicht nur im Bereich des Blugerinnungssystems (mit den 3 Bereichen Koagulation, Antikoagulation und Förderung der Fibrinolyse).

In vielen Bereichen ergaben sich positive Nutzwirkungen, als ich die Verwendung von Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe - Mengen- und Spurenelemente) optimiert habe.

Aber speziell dann durch Vitamin K1, weil vitamin-K-abhängige Proteine in fast allen Zellsystemen bzw. Geweben vorkommen.

Es gab im Laufe der Zeit eine Reihe von "Reparaturvorgängen", so habe ich die Geschehnisse erlebt, und viele positive Nutzwirkungen habe ich erst im Laufe der Zeit erkennen können.

Gemeinhin kennt "man" als Wirkung von Vitamin K1 - leider - nur den Bereich Blutgerinnung und vielleicht noch Wundheilung.

Das überrascht mich im täglichen Leben immer wieder aufs Neue, obwohl es genügend wissenschaftliche Literatur und sogar behördliche Veröffentlichungen gibt.

Absolut erstaunt bin ich stets auf Neue, dass z. B. der Bundesanzeiger Nr. 59 vom 29. März 1989 (herausgegeben von der Gesundheitsoberbehörde in Deutschland) "bei Arzt und Apotheker" in aller Regel völlig unbekannt ist !

Natürlich muss man sich die persönliche Situation im Einzelfall anschauen. Aber ich bin inzwischen nicht mehr die einzige Person, die die vielfältigen Funktionen von Vitamin K zum gesundheitlichen Wohl nutzen.

Habe ich damit Deine Frage beantwortet ?

Gruß

Herbert

W\ilmxsi


Hallo Herbert,

ja, danke!

Ich habe da aber wieder eine Frage dazu:

Wie ist es heute? Deine Ärzte müsstest du doch bis heute mit den Ergebnissen überzeugt haben.

Mich interessiert das sehr, denn mein Schwiegervater muß ASS nehmen, und meine Tante Marcoumar, obwohl sie deswegen schon beinahe mal verblutet wäre, da ihr eine Ader im Oberschenkel "geplatzt" war.

Liebe Grüße

Melanie

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