25.02.06 00:56
Für alle die, die so wie ich
(für And're, oder nur für sich)
mal hin und wieder Lyrik schreiben,
kurzum, die "Dichterkunst" betreiben,
erschaff' ich ein Poeten-Eck
hier ganz allein zu diesem Zweck.
Mal sehen, ob's hier Dichter gibt,
die - gern ein wenig selbstverliebt - 
sich geistreich zu artikulieren
imstande sind, und mit Manieren
der höh'ren Sprachkultur vertraut.
Wer handwerklich zudem durchschaut
wie funktionert, das Wörterbasteln
mit Rhythmus, ohne zu verhaspelt
sich selbst, der darf wohl sicherlich,
schon einen "Dichter" nennen sich. 
Ich selbst will hier jetzt gleich beginnen,
mich einer Sache zu besinnen,
die mich fast in den Wahnsinn trieb 
und die ich deshalb niederschrieb,
soeben zügig gleich am Stück,
er geht um die Mathematik! 
Der Grund dafür war ein Erlebnis
mit echt skurilem End-Ergebnis,
das ich entschloss mal hochzuladen
hier auf med1, in diesen Faden:
25.02.06 01:00
Im Grunde hat die ganze Ma- thematik nur zum Ziele, abstrakt die Welt zu reflektier'n und zwar in hohem Stile.
Beginnen tuts mit Einmaleins mit Addition und Brüchen, wobei die letzt'ren Manchem schon den Kopf schön lassen zischen.
Geht es dann erst mit Wurzeln los mit Induktion, Vektoren, dann fliegt die Flinte schnell ins Korn, man fühlt sich echt verloren. 
Was soll's, es kommt viel Schlimmer noch, Ba-sis-austausch-verfahren, doch wenn's verstanden erstmal ist, bringt man's auch noch nach Jahren.
Dabei versteht man mit der Zeit, dass Mathematik ist, zum größten Teil nicht viel mehr als al-gorithmischer Mist.
Zuerst musst du es abstrahier'n! bring es mal schön in Form! Denk nach, was ist zu tun? Ein Al- go-rithmus wird gebor'n!
Der - wenn er frei von Spielraum ist für Interpretation - musst ausführ'n du nur fehlerfrei wirst seh'n, dann klappt das schon!
Doch wenn du einen Fehler nur machst in der Zahlenfülle, der Algorithmus crasht sofort!
Der ganze Spaß wird Gülle.
So sieht man, dass die hohe Kunst der Mathematik nur ist, auszuführen Vorschriften und zwar korrekt und stur.
Das funktioniert so weit auch gut, doch wird es zuseh'nds schlimmer, skuriler und absurder stets, fürs "Leben" brauchst du's nimmer!
Der Gipfel von dem Schwachsinn dann (und das ist mein Empfinden) ist die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Nie musst' ich mehr mich schinden... 
... als mit "Stochastik", die verhasst, mich ganze zwei Semester verfolgte! Und ihr Würgegriff der wurde immer fester...
... als ich die erste Prüfung dann gleich mal total vergeigte, und alles schon in Richtung Ex- ma-trikulation zeigte.
Ich nahm die Kriegserklärung an!
In fest verbiss'nem Streben fragte ich dennoch täglich mich: "Werd' ich das überleben?"
Denn nach der zweiten Fehl-Prüfung, so stet's in dem Gebot der Studienordnung, kommt der stu- dentische Vater Tod.
Doch aufgeben, das gab es nicht! Die Angst war mein Begleiter!
In aller Hoffnungslosigkeit kämpfte ich tapfer weiter.
Es gab Verteilung jeder Art, "binomial", "diskret" auch "stetig"! ... Wenn ich heut dran denk', mir noch der Hut hoch geht! 
"Normalverteilungs-Glocken" war'n der Start der Grausamkeit! Der Gauss erfands! Der Blödmann hatte wohl einfach zu viel Zeit!
Die Hölle war in meinem Kopf! Der Mist musste da rein! Kaum hatte ich begriffen was, "Vergessen" stellt' sich ein.
So ging das hin, und wieder her, ich hatte keinen Plan, ob ich das (wie ich schrieb bereits) wohl überleben kann.
Dann war er da, der schlimme Tag! Es kam zur großen Schlacht! Und siehe, in zwei Stunden Krieg hab ich sie fertsch gemacht...
... die Feindin, die für mich fast wurd' zum letzten Todesmarsch. "Stochastik" hieß sie, doch ich trat sie kräftig in den A... 
Schon lange ist das her und doch ist es noch gegenwärtig. Und nun - oh wahrlich wunderbar - mit Mathe bin ic
Denn auch den allerletzten Test (zur "Optimierung" nämlich) hatt' ich im Sack, noch eh ich's wusst. Oh Gott, was bin ich dämlich!
Ich saß schon dort zum Nach-Termin, und tat schon kräftig schreiben! Da wurd' mir plötzlich kundgetan, "Lassen Sie das mal bleiben!"
"Das Zeugnis, hier für dieses Fach, das haben Sie doch schon! Beim letzten Mal, da hats geklappt! Sie wussten nichts davon?"
So, plötzlich abfiel alle Last, die ich zu tragen hatte, ich habs besiegt und singe froh: "ICH HAB NIE WIEDER MATHE!"
Mit Mathe-Zeug konnt' ich noch nie was anfangen. Ihr seht, Im tiefsten Herzens bin ich ja in Wirklichkeit Poet. 
25.02.06 01:45
Soeben seh' ich, dass der "Gauß",
der Mann, den ich so hasse
(Im Übrigen genau so'n Grauß
ist "Euler", doch das lasse
ich jetzt mal so beiseite.)
Was wollt ich schreiben? Ach genau!
Der "Gauß", man kennt ihn alt und grau
von manchem alten Öl-Gemälde.
Denn Digicams gabs erst "in Bälde"
zu dieser ehrwürdigen Zeit,
als der da lebte und sich breit
machte mit seiner Wissenschaft,
und dank der eig'nen Geisteskraft,
der Schöpfung manch Geheimeniss
mal einfach nebenbei entriss.
Zur Sache nun! Ich merkte g'rad,
dass falsch ich ihn g'rad schreiben tat,
in dem Gedicht was ging voran,
hier diesem, von dem schlauen Mann.
Den schrieb ich oben nämlich "Gauss".
Doch schrecklich ist, fast schon ein Graus,
denn mit zwei "s" auf keinen Fall,
ist er zu finden überall.
Gerade fragt ich Wikipe-
dia, dass sie mir zu verste-
hen gäbe, wie es richtig sei.
Und siehe da, sie war so frei,
mir mitzuteilen, dass den Mann
man nur mit "sz" schreiben kann!
Drum korrigiere ich hier schnelle,
"Gauß" hieß der Mann, der schlaue, helle!
25.02.06 13:04
Die Gauß´sche Elimination,
die nervte mich vor Jahren schon
im Matheunterricht.
Dies Eliminationsverfahren,
das Gauß erfahnd vor vielen Jahren,
begeistert uns Schüler nicht.
Allerhöchstens Interessantes
am Gauß könnt sein, das sein bekanntes
Konterfei fast jeder kennt´.
Wer finden kann ´nen ALTEN Zehner
der Typ darauf ist eben jener
(bloss D-Mark wird nicht mehr verwand´!)
25.02.06 14:57
Da gings ihm wie den Brüdern Grimm!
Nein! Denen gings noch schlimmer!
Denn die traf's wirklich ziemlich schlimm,
ihr Häuschen fehlt für immer!
Sie wurden nicht nur "ausquartiert"
von anderen Gesellen,
ihr Platz ward gleich eliminiert,
von den Behördenstellen.
Den Tausender, den gibts nicht mehr,
nicht mal mehr noch "ein bissl",
nur bis "500" geht es noch,
beschlossen wurd's in Brüssel.
.
.
.
Oh weh, was And'res fällt mir auf,
und zwar am Text da oben!
Das Schicksal nahm wohl seinen Lauf,
hat meinen Text verschoben!
Das mathematische Gedicht
sieht gar nicht aus nach Reimen,
wie "Verse" ausseh'n tut das nicht,
tut mehr wie "Fließtext" scheinen.
Na sei es drum, es ist egal,
man kanns ja trotzdem lesen.
Und es behält auf jeden Fall,
sein sinngemäßes Wesen.
.
.
.
Ach was mir einfällt, Borbarad,
ich wollt' dir noch was sagen,
was gestern grad mir einfall'n tat,
wonach du mich tat'st fragen.
Es geht um meine Säumigkeit
beim Antworten auf Text,
mir tut das manchmal ehrlich leid,
doch manchmal ist's verhext.
Denn oftmals bin ich in der Tat
so reichlich meist beschäftigt,
dass ich mich da so manchmal frag:
'Ob dich das nicht entkräftigt?'
So kommts, dass die Konversation
von mir ist, mehr sporadisch
Und deshalb kommt so gar kein Ton
manchmal von mir. Dann frag ich...
...mich, ob ich nicht zuviel mir vor-
nehm und zuviel verspreche,
weil ich schon zuviel Zeit verlor
dabei und dann kam Dresche...
...von denen, die gewartet hatten
manche lange Zeit
und dann - und das kommt ganz von selbst - Ent-
täuschung macht sich breit.
So kommts, dass ich banales Zeug,
so wie das Wetter eben,
für mich geschickt zusammenbeug'
im Ent-schuldigungs-Streben.
Dazu noch obligate Pflicht
in Mengen sich gesellt
und mir so manches lust'ge Tun
schön in der Ferne hält.
Viel mehr Zeit, ja, die hätte ich gern
für menschliches Vergnügen,
die "Pflichten" jedoch, stets verwehr'n
mir das in vollen Zügen. 
So bin verzettelt ich recht oft,
in all dem bunten Treiben
und manche Sache unverhofft,
muss einfach liegenbleiben.
Mehr noch! (Und da wirds echt fatal!)
machmal passiert es mir,
dass ich bei all dem kolosal
den Überblick verlier'!
Und manchmal bin ich so verpennt,
dass obige Legende
mit Titel "dussligster Student"
dabei herauskommt. Ende. 
26.02.06 01:14
Es ist mitunter zweifelhaft,
wie "technische Errungenschaft"
verwendet wird zu Zwecken,
die sich so gar nicht decken,
mit dem, wofür man es erfand.
Ich geb' ein Beispiel, wohlbekannt:
Ich mach't g'rad an die Glotze.
Was seh' ich? ... Eine F... 
von einer Frau, der sie gehört
und die sich schiebt, ganz umgekehrt,
von unten, und auch möglichst nah,
an eine Fernseh-Kamera.
Ich glaub, sie ist nur dafür da,
dass Jeder beim TV-Programm
sich nachts schön einen rubbeln kann.
26.02.06 19:35
Wie lange? Ach, das kommt drauf an.
Ne Stunde wird's nicht sein.
Ne halbe eher. Dann und wann,
geht's fast wie von allein.
Dann ist es einfach reiner Spaß,
wie'n Bildhauer, der klopft,
aus rohem Stein (und nicht aus Glas!
)
ne Statue, die tropft.
Ach nein, wenns tropft, dann ist's kein Stein!
Glas auch nicht, denn ich weiß,
dass beides nicht tropft. So kanns sein,
nichts and'res wohl als Eis.
26.02.06 19:36
Ich habe eine Freundin hier
die öfters tat schon schreiben mir,
was sie so manchmal machen tut.
Das schreibt sie mir. So weit so gut.
Vor kurzem fuhr sie zügig hin
von München durch, bis nach Berlin.
Dorthin, so schrieb sie mir in Briefen,
die Pflichten des Berufs sie riefen.
Na, streng genomm' wars nur ein Brief!
Doch glücklich übern Weg mir lief
der Plural! Ohne diese Pflicht-
verletzung reimt's sich nämlich nicht!
Verdammt! Jetzt zwingt mich mein Gewissen,
euch alles wissen lassen müssen!
In Wahrheit war's (weil's gar nichts kost')
kein Brief, sondern Computer-Post!
Zur Sache jetzt, bevor ich hier
noch ganz den Überblick verlier'!
Besagte Freundin also fuhr
im Zug, auf ihrer Zugfahrtour.
Und zwar in einem ICE.
Weils Winter war, lag reichlich Schnee
und dadurch fuhr er gleitend eben
durchs Winterland, als tät er schweben.
Sie schrieb mir, dass es ihr fast schien
als wär's ein großes Hermelin!
Denn weiß die Landschaft, weiß der Zug
da passt das Sinnbild wirklich gut!
Und meine Freundin zudem nannte,
"Ein Wintermärchen" es. Das kannte
ich aus der Schulzeit. Keine Bange!
Was Heine kann, kann ICH schon lange!
Sieh' da! In meiner Fantasie
gings krass zur Sache gleich, und die
Geschichte tat mich animieren,
sie lyrisch zu protokollieren:
**Die technische Errungenschaft,
der Eisenbahn, die märchenhaft,
in dieses Winters Antlitz fährt,
als ob sie ganz dazu gehört,
fast wie ein Tier im Winterfell
nur aber eben ziemlich schnell.
Verbindet Städte, Kontinente,
- na letzt're nur bis zu ihr'm Ende -
bis dahin wo das große Meer,
dem Weg der Bahn kommt in die Quer.
Doch bis dorthin fährt sie gemütlich
durchs Winterland, es sieht ganz friedlich
aus, wenn es schneit und leise weht.
Es jubelt in mir der Ästhet.
**
27.02.06 23:37
Ach Quatsch! Was schreib ich hier für'n Scheiß
von "tropfenden Figuren"!?
Es werden doch, wie Jeder weiß
mit Sägen stets geboren...
...Skulpturen die aus Eis gemacht!
Da braucht man - keine Fräge -
kein' Hammer, sondern viel Bedacht
und eine Motorsäge! 
12.03.06 22:16
//völlig schwerelos
schweben zu den sternen
frei von den bändern aus stahl
die das herz umschlingen
feuer in der seele
daß zu zerfressen droht
so glühend heiß
daß der tod recht nah erscheint
bittere tränen um süße erinnerungen
die scheinbar für immer verloren
krallen
die das innerste nach außen zerren
auf das es dort vergehe elendlich
doch zarte schimmer der hoffnung
lichten das düstere tal im herzen
nie zu hoffen gewagt
das glück nochmal käme
aber doch waren es nur illusionen
böse streiche
die die gedanken gespielt
schlachtfeld im herzen
blutüberströmt
doch immer noch kraft
ein letztes mal aufzubegehren
im sinnlosen kampf//
asmodina
12.03.06 23:15
merke grad, daß mein gedicht nicht zum rest des fadens passt..
hoffe, die schwermütigkeit darin stört euch nicht 
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