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12.04.07 17:24
Hier ist er nun, der Faden nur für die Poesie, für Gedichte, Sprüche, Liebesbriefe, Liebesgeschichten und alles, was euch einfällt.
Eine kleine Bitte der Moderation: Bitte nur Texte hier hereinschreiben, die man entweder selbst geschrieben hat oder die als gemeinfrei zu werten sind, d.h. für die keine Copyright-Beschränkungen (mehr) bestehen.
Ich dachte mir, dass ein extra Faden hierfür besser geeignet wäre, da die Fäden ansonsten schnell in der Versenkung verschwinden und das finde ich schade. Da ich weiß, dass hier einige Liebhaber der Poesie zu finden sind, hoffe ich auf viele viele schöne Zeilen in diesem Faden. 
12.04.07 17:34
Ich kann ja mal wagen, den Anfang zu machen... 
//An dem Gestern kannst du nichts mehr ändern,
das Morgen ist dir ungewiss,
aber das Heute nütze.//
//Das Lachen ist,
wenn die Seele Purzelbäume schlägt.//
Und da sag noch mal einer, dass...
//Der Gabentisch ist öd und leer,
die Kinder schauen blöd umher.
Da lässt der Vater einen krachen,
und alle fangen an zu lachen.
So kann man auch mit kleinen Sachen
den Kindern große Freude machen!//
...Pupsen keinen Nutzen haben kann. 
Über "lustige" Poesie würde ich mich natürlich auch freuen. Egal, ob traurig, betrübt, glücklich, verliebt...wenn man es nieder schreiben kann, macht es das oft manchem leichter. 
12.04.07 18:13
Wenn du nicht bei mir bist ist jede Sekunde so lang
Als würde man alle Sterne am Himmel zählen
Sich durch Feuerfronten quälen
Über glühende Kohlen gehen
Ohne auch nur das Ziel zu sehen.
Wenn du nicht bei mir bist ist jeder Gedanke
Der Gedanke an dich
Der Gedanke: denkst du gerade an mich?
Dr Gedanke: ich würde dich so gerne sehen
Einfach wieder neben dir stehen.
Wenn du bei mir bist ist jede Sekunde so kurz
Als würde man ein Streichholz anzünden und der Wind würde die Flamme löschen,
Als würde jemand den Zeiger der Uhr schneller drehen
Sodass wir uns nur gan kurz sehen.
Wenn du bei mir bist ist jeder Gedanke
Der Gedanke daran, dich nie wieder gehen zu lassen
Dich immer wieder anzufassen
Immer in deinen Armen zu liegen
Am liebsten würe ich dir sagen :
Lass mich nicht allein!
Will immer bei dir sein!
Nie wieder Feiurefronten sehen
Nie wieder über Kohlen gehen.
Nie wieder die Sterne zählen
Wie sie sich am Himmelszelt quälen...
Ich will lieber tausende von Streichhölzern anzünden
Und mir die Hände daran verbrennen
Als dich nicht zu kennen...
Als nicht bei dir zu sein...
Ich will lieber die Zeiger aller Uhren hundert Mal im Kreise drehen
Als jemanls wider von dir weg zu gehen!!!
Das habe ich vor ca einem Jahr geschrieben, für meinen Freund 
12.04.07 18:25

Was eigentlich die Kleine will
//Was eigentlich die Kleine will,
Das mag der Teufel wissen!
Bald guckt sie mich gar glühend an,
Als wär sie hingerissen.
Wovon? Wozu? Ich ahn es nicht;
Der Teufel mag es wissen.
Dann aber wieder macht sie mir
Ein Lärvchen, furchtbar sauer,
Daß mirs durchs ganze Rückenmark
Hinfährt wie kalter Schauer.
Weshalb? Warum? Ich weiß es nicht,
Bin immer gleich beflissen.
Was eigentlich die Kleine will:
Der Teufel mag es wissen.//
Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910)
(zum thema,männer werden die frauen nie verstehen
)
12.04.07 18:48
Ein wirklich wunderschönes Gedicht. 
April, wie sie leibt und lebt. 
13.04.07 14:50
Hey, das Gedicht, welches April geschrieben hat is auch lustig 
So, hier noch mal eins von mir.
Manchmal ist es nur eine Kleinigkeit,
die einem das Herz entzweit.
Manchmal ist es etwas Nichtiges,
aber man denkt, es wäre wichtiges.
Doch woher soll man wissen, wann es wichtig ist,
wenn man interpretiert die Zeichen nicht richtig 
Wie soll man die Wahrheit sehen,
Wenn man die Lüge schon nicht kann verstehen 
Und wenn man stellt die Fragen
Deren Antwort einem die Wahrheit könnten sagen...
Antwortet auf die Fragen nur eine Lüge...
Mit der ich mein Gewissen betrüge.
Manchmal will man die Wahrheit nicht sehen
Will auch die Lüge nicht verstehen.
Will lieber eine Kleinigkeit, die einem das Herz entzweit
Als eine Wahrheit, die einen nie und nimmer vom Kummer befreit.
Doch irgendwann kommt alles ans Licht
Wenn das Licht durch die Fenser bricht.
Dann kann man die Lüge verstehen
und die ganze Wahrheit sehen...
13.04.07 14:56
//Ich wünschtŽich könnte drehen am Rad
welch stillt die Zeit. Ich würdŽnur Dich noch sehen
in unserer Welt der Zärtlichkeit//
13.04.07 15:19
Das finde ich sehr schön, was du da geschrieben hast. Kurz, aber prägnant. 
13.04.07 18:22
Allah ist mächtig, Allah ist groß,
1,68 und arbeitslos.

(Von einem Polizisten aus der Pro 7-Serie "Dr. Psycho" mit Christian Ulmen.)
.
.
.
So nen Thread wie diesen hatte ich hier übrigens auch mal.
Wurde aber nicht unter hoheitlichen Schutz gestellt.
Massenhaft selbstgebastelte Gedichte (von diversen med1-Usern).
13.04.07 19:11
Tja... mal etwas von mir.
Diese Zärtlickeit in deinem Blick,
ist es das was mich erschreckt?
Dieses Funkeln in deinen Augen,
es lässt mich glauben
das du mehr für mich fühlst
als du zugeben willst.
Ich traue mich nicht dich anzusehn.
Bei jeder kleinen Berührung bleibt für mich die Zeit stehn.
Die Tatsache das mich jenes Spiel nicht glücklich machen kann,
unterstützt noch den Drang,
deine Lippen auf meinen spüren zu wollen.
Selbst wenn sie es nicht sollen.
Du bist gebunden an die Macht
die dich fern von mir hält.
Und genau dadurch zerstörst du meine Welt!
Geschrieben am 28.12.2006
13.04.07 20:38
Ein See voller Tränen
erfüllt mein Herz
mein unsagbares Leiden
endloser Schmerz
alles ist anders
alles ist still
ich kann nicht mehr klar denken
alles was ich will
dich noch einmal sehen
noch einmal berühren
deinen Herzschlag, deine Nähe
nur noch ein einziges Mal spüren
ach wenn ich nur könnte
ich wünschte,
ich drehte die Zeit kurz zurück
zu dem Tag als du noch hier warst
das letzte Mal hier was
kurzverweilendes Glück
grausame Qualen
lassen mich leiden
in mir stets die Angst
die wächst und gedeiht
in Erinnerung ewig
für immer und immer
in meinem Herzen verweilt
unsere Zeit
du bist in meinen Träumen
so nah , so real
jede Nacht bist du da
kaltes Erwachen
qualvolle Schreie
erstickt von der Trauer
die ewig währt
träne um Träne
endloses weinen
ich ertrinke in diesem Meer voller Traurigkeit
einsam und Verlassen
in der Welt die du liebtest
doch wir sehen uns wieder in einer anderen Zeit
ganz tief in mir drin
fühle ich deine Nähe
höre dich lachen
spüre deinen Schmerz
der Gedanke daran
das du nie wieder zurück kommst
nie wieder mit mir lachst
zerreisst mir mein Herz

Das habe ich letztes Jahr im August geschrieben für meinen Papa der am 03.08.06 mit 59 Jahren an Krebs gestorben ist.
13.04.07 20:38
Wirklich ein sehr schönes Gedicht. 
Man, hier schwirren richtig viele kleine Poeten rum. 
@Maschinenkanone, ich hatte vorher gefragt wegen eines Forums für Poesie. Da wurde dann der Vorschlag gemacht, dass man solch einen Faden ja "oben anheften" könnte, weil diese eben meist zu schnell in der Versenkung verschwinden. Und das ist doch schade, oder nicht? 
13.04.07 20:42
Das habe ich letztes Jahr im August geschrieben für meinen Papa der am 03.08.06 mit 59 Jahren an Krebs gestorben ist.

Das ist wirklich wunderschön. Meine Mama ist auch sehr früh verstorben, mit 56 Jahren und ich vermisse sie sehr. 
Mein Vater ist 10 Jahre nach ihr verstorben. Die beiden fehlen mir und sind in meinem Herzen meine ständigen Begleiter.
13.04.07 20:59
Noch mal was von mir... Hab ich am 5 januar 2007 geschrieben.
Zwei Kerzen auf einem Tisch
Wann sie erlöschen weiß man nicht.
Diese Kerzen, eine schwarz, eine rot
symboliesieren Liebe, Kummer und Tod.
Selbst in größter Not wirst du Liebe erhalten,
sie wird sich entfalten
und dich auf vielen Wegen leiten.
Doch was geschieht wenn die Kerze der Liebe
langsam erlöscht
und dich alleine lässt in deiner Qual?
Wenn du merkst das du warst trunken und blind.
Du hast dich verhalten wie ein naives Kind.
Die Kerze der Liebe spendet keine Wärme mehr.
Sie ist nun glanzlos und du vollkommen leer.
Das einzige was übrig bleibt,
ist die schwarze Kerze
die mit eiskaltem Licht immernoch scheint.
Du stürzt dich in den Kummer,
in den aussichtslosen Kampf.
nach all den Schmerzen in deinem Leben
scheint es als würde es nicht anderes mehr geben.
nach und nach merkst du das deine Seele
keine Freude mehr besitzt.
Alleine schaffst du es nicht aus deiner Not.
Deine Seele ist tod.
Doch plötzlich siehst du ein Licht.
Ganz weit dort hinten.
Dort steht ein Mensch der genug Liebe in sich trägt
um deine Seele aus neue zum Leben zu erwecken.
Nun bist du bereit die Liebe neu zu entdecken.
Tja... das ist es halt.... 
14.04.07 00:22
Hi GreenEyes!
Dein gedicht lässt mich unweigerlich an den Eros/Thanathos trieb Freuds denken (die zwei Kerzen), ein bisschen so als hättest du die Psychoanalyse illustriert. Interessant! Thematisch is wohl das gedicht, dass ich dranfüge seehr sehr nahe an deinem vorangehenden dran. Seltsam dass einen Männer, die wenig bedeutet haben zu brauchbaren Gedichten inspirieren können wohingegen die die viel bedeuten... uns als Inspirationsquellen nehmen.. 
Schwimmen lernen
In die Stromschnellen der Zeit geraten
Schlingern wir umeinander, aufeinander zu.
treiben in diesem Strudel umeinander,
treiben und sind unfähig, uns zu fassen
und ein Stück des Weges gemeinsam auf den Abgrund zuzuschlittern
Taumeln wie um einen ungewissen Mittelpunkt
einander entgegen und aneinander vorbei.
Ich strecke meine Hand nach dir aus,
doch du treibst an mir vorbei,
mitgerissen vom Strom der Zeit
Und auch ich fühle den Sog, er zieht mich fort
In dieser tosenden Flut muss jeder sich alleine über Wasser halten.
Doch wir lernen zu schwimmen,
jedes Mal wenn wir erkennen,
dass es nichts gibt an das wir uns auf Dauer klammern können
lernen wir wieder schwimmen.
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