Poesiefaden

Hier ist er nun, der Faden nur für die Poesie, für Gedichte, Sprüche, Liebesbriefe, Liebesgeschichten und alles, was euch einfällt. Eine kleine Bitte der Moderation: Bitte nur Texte hier (...)   >>>

R/egnina4-912  am 12.04.07  17:24

27.04.10  14:40

Sorry, wegen der Sache mit "der Faden in der Versenkung verschwinden".

Da waren meine Finger mal wieder schneller als der Rest und ich hab völlig übersehen, dass Seite 1 ja noch weiter geht |-o

n5eko;chanx92

29.06.10  09:19

von meinem Lieblingsdichter

Paul Celan - Corona

.

Aus der Hand frißt der Herbst mir sein Blatt: wir sind Freunde.

Wir schälen die Zeit aus den Nüssen und lehren sie gehen:

die Zeit kehrt zurück in die Schale.

Im Spiegel ist Sonntag,

im Traum wird geschlafen,

der Mund redet wahr.

Mein Aug steigt hinab zum Geschlecht der Geliebten:

wir sehen uns an,

wir sagen uns Dunkles,

wir lieben einander wie Mohn und Gedächtnis,

wir schlafen wie Wein in den Muscheln,

wie das Meer im Blutstrahl des Mondes.

Wir stehen umschlungen im Fenster, sie sehen uns zu von der Straße:

es ist Zeit, daß man weiß!

Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt,

daß der Unrast ein Herz schlägt.

Es ist Zeit, daß es Zeit wird.

Es ist Zeit.

scomme-rduxft

29.06.10  11:32

@ sommerduft

wirklich schönes Gedicht! Und gerade bei Paul Celan fällt mir immer wieder die Todesfuge ein, da bekomme ich heute noch Gänsehaut...

hier mal von meinem Lieblingsdichter und -autor:

Hermann Hesse – Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.


Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegensenden,

des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde !

PKaul157x6

29.06.10  13:04

:-D :)=

MTayx341

29.06.10  18:53

@ sommerduft

wirklich schönes Gedicht! Und gerade bei Paul Celan fällt mir immer wieder die Todesfuge ein, da bekomme ich heute noch Gänsehaut...

Danke, Paul576 @:) Ja, Paul Celan schreibt wirklich ergreifende Gedichte. Im Moment lese ich gerade seinen Briefwechsel mit Ingeborg Bachmann - eine Geschichte für sich... :°( x:)

Hermann Hesse mag ich auch sehr gerne, gerade das Gedicht, das du ausgesucht hast, ist ein tolles Beispiel!

s oImVmeMrdufxt

29.06.10  19:27

Die Strömung gegen die er schwimmt, ist so rasend,

dass man in einer gewissen Zerstreutheit manchmal verzweifelt ist

über die öde Ruhe, inmitten welcher man plätschert,

so unendlich weit ist man nämlich in einem

Augenblick des Versagens zurückgetrieben worden.

(Franz Kafka)

M,ay3M41

29.06.10  19:37

Sehr schön, May341 :)* Woraus ist das? kennst du denn Titel?

Ein weiteres Lieblingsgedicht von mir:

Rilke: Duineser Elegie I


Wer, wenn ich schrie, hörte mich denn aus der Engel

Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme

einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem

stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts

als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen,

und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht,

uns zu zerstören. Ein jeder Engel ist schrecklich.

Und so verhalt ich mich denn und verschlucke den Lockruf

dunklen Schluchzens

s;ommerKduft

27.07.10  21:09

Das verlorene Glück

Das Glück das ist ein flüchtig Ding

Es gilt, es zu erhaschen

ein schöner, kurzer Augenblick

Wie kostbar doch

so will´s uns überraschen

Dann halt es fest und greif danach

Denn fort will es bald wieder eben

Kehrt nimmermehr zurück zu Dir

Bist fürderhin dann ohne es

Dein ganzes weitres Leben.

N6ullxbock

02.09.10  02:52

Hallo an alle!!

ich habe alle Eure Gedichte gelesen und muss sagen...die sind alle echt herzzerreissend...ich kann zwar net so gut Gedichte schreiben...aber ich schreibe manchma so Texte...werde demnächst mal einen von mir hier rein setzen...damit Ihr mal seht..was ich meine...sind wie so art Raptexte fast...kann man sagen...also respekt an alle..die so Gedichte schreiben können...macht weiter so und ich freue mich jetzt schon...wenn ich wieder was neues lesen würde von irgendjemanden...

Gruß an alle Dichterinnen und Dichter @:) *:)

LBawazz'a23

17.09.10  19:30

Hallo an alle...

tut mir leid..wenn es etwas länger gedauert hat...aber wie schon versprochen...mal ein kleiner text von mir...möchte von euch mal wissen...wie ihr den so findet....

lg

L8awaGzUza2x3

17.09.10  19:30

Du bist mein Engel

Manchmal auch ein Bengel.

Du siehst die Welt mit Deinen Augen,

meist kann ich es kaum glauben.

Der Rap ist Dein Leben,

da kann ich Dir nichts geben.

Ich gebe Dir meine Liebe,

die meisten waren Diebe.

Du hast mein Herz geheilt,

nun ist es verweilt.

Der Schmerz ist verschwunden,

die Trauer überwunden.

Bin ich bei Dir, fühle ich mich frei.

Freiheiten hast Du mir gelassen,

so konnte ich nichts verpassen.

Das Leben ist schön mit Dir,

bleibst du bitte bei mir?

Du bist so lustig,

ohne Dich verdurst ich.

LCawazz~a2T3

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