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Donald Trump der nächste amerikanische Präsident?

d]aRnaGe8x7


Ah ne, ich glaube der Weg für einen Trump, der wird in den USA schon ganz lange bereitet. Undzwar nicht nur in der Politik, sondern in der kompletten Medienlandschaft, im extrem defizitären Schulsystem und in einem gnadenlosen Wirtschaftssystem.

Das Trump sich von einem schwarzen Präsidenten provoziert fühlte, seine Äußerungen hinsichtlich Obamas Herkunft sind da ziemlich eindeutig, ist halt dann der letzte Stein. Und das ist dann doch ein lange lange unbearbeiteter latenter Rassismus in den Staaten.

B0lackx Gun


mag sein danae, aber ohne obama hätte es wohl dennoch keinen trump gegeben. und dass es in den usa einen latenten rassismus gibt und dass dieser beim widerstand gegen obama eine rolle gespielt hat, bestreite ich wie schon gesagt gar nicht.

was ich aber - siehe die argumente auf der letzten seite - absolut ablehne ist schrund's these, der widerstand gegen obama wäre weniger von einer ablehnung seiner politik getragen als viel mehr von einer ablehnung seiner hautfarbe:

Es hat zumindest in der neueren amerikanischen Geschichte kaum einen Präsidenten gegeben, dem vom Tag des Amtsantritts an mehr Knüppel zwischen die Beine geworfen wurden als Obama. Das hatte weniger mit den von ihm verfochtenen Vorstellungen zu tun, als mit dem Umstand, dass er halt ein Schwarzer war.

diese these macht einfach keinen sinn, wenn man mal näher darüber nachdenkt.

d|anaxe87


Mh, ich bin mir nicht sicher, einfach weil man dazu genau angucken müsste wer was wann wie blockiert und kritisiert hat und aus welcher Motivation heraus.

Und vielleicht hätte es diesmal keinen Trump gegeben, aber irgendwann wäre sicher einer gekommen. Dafür haben sie zu konsequent daraufhin gearbeitet.

B>lac.k Gxun


Mh, ich bin mir nicht sicher, einfach weil man dazu genau angucken müsste wer was wann wie blockiert und kritisiert hat und aus welcher Motivation heraus.

ich habs doch schon erläutert: für viele angehörige der unteren mittelschicht war obamacare schlecht. aussenpolitisch konnte obama keiner reinreden und dennoch hat er dort viel murks gemacht. seine linksliberale identitätspolitik kam abseits der urbanen küstenstreifen nicht gut an. und die schwindsucht der demokratischen partei auf bundesstaatsebene während seiner präsidentschaft lässt sich auch nur schwerlich mit seiner hautfarbe erklären.

d5anaex87


Wie gesagt, ich bin da vorsichtig. Ich weiß nämlich nicht wer wann wo weshalb Stimmung gemacht hat und werde es nie rausfinden.

Für den großen Systemwechsel hat es jedenfalls nicht gereicht, aber drunter wird es in amerika weder für die Unter- noch für die Mittelschicht in absehbarer Zeit erträglicher. Aber nachdem schon die ursprüngliche Form der Gesundheitsreform nicht durchsetzbar war, war ein Systemwechsel wohl noch weniger zu erwarten oder durchzusetzen. Ich glaube nicht, dass der Mann hätte viel richtig machen können. Weder aussenpolitisch noch innenpolitisch. Der Kahn sinkt, da kann man nur noch flickschustern oder endlich das Schiff wechseln.

SUchrunxd


dennoch kann man meiner meinung nach kaum abstreiten, dass es obama mit seiner moralischen überheblichkeit, seinem zur schau getragenen bildungsbürger-habitus und seiner linksliberalen identitäts-politik war, der den weg für trump bereitet hat.

Ja, achgottchen. Wenn das eine Analyse sein soll, dann ist sie an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten. Im übrigen ist die Amtszeit des Barack Obama hinreichend dokumentiert, so dass ich hierzu nichts mehr schreiben will, zumal das auch hier im Faden schon des Langen und Breiten ausgewalzt wurde. Wenn man bei Obama nach einem roten Faden sucht, dann sieht der, grob gesprochen, so aus, dass er versucht hat, in allen wichtigen Fragen einen parteiübergreifenden Konsens herzustellen. Das war vermutlich ein Fehler. Jedenfalls gab es dafür von den Reps vor allem eins, nämlich auf die Fresse und zwar von Anfang an. Und selbstverständlich sind dort rassistische Töne gespuckt worden. Kann man alles nachlesen.

D]ieZaunberxfee


Es hat zumindest in der neueren amerikanischen Geschichte kaum einen Präsidenten gegeben, dem vom Tag des Amtsantritts an mehr Knüppel zwischen die Beine geworfen wurden als Obama.

Wer hat ihm denn Knüppel zwischen die Beine geworfen?

Dass die Opposition den Präsidenten hart kritisiert und immer gegen seine Vorhaben zu stimmt ist jetzt nicht ungewöhnlich. Das ergeht Trump doch nicht anders.

Obama hatte auch die ersten zwei Jahre seiner Amtszeit die Mehrheit in beiden Kongresskammern.

D[ieZaunberfee


diese ganze "alles schuld der rassisten"-these klingt für mich nach einer dieser "einfachen antworten", vor denen mich heribert prantl in der süddeutschen seit jahren warnt. :)D

Mir kommt es allgemein so vor, dass seit Obamas Regierungszeit in den Medien überall "Rassismus" gegen Schwarze gewittert wird und sehr oft weissen US-Bürgern automatisch Rassismus unterstellt wird. Ob weissen Polizisten im Dienst, weissen Richtern und Staatsanwälten etc.

Das ist sozusagen Rassismus gegen Weisse. Oder kommt mir das nur so vor?

C'hXomsxky


Oder kommt mir das nur so vor?

Ja.

S^chrKund


Ich wollte noch eine Anmerkung zu den ersten beiden Obama-Jahren machen, in denen er die Mehrheit im Kongress hatte. Es war mitnichten so, dass er während der zwei Jahre am Drops gelutscht und nichts gemacht hat. Es ist in diesen zwei Jahren tatsächlich ziemlich viel gemacht worden. Unter anderem sind zwei gigantische Konjunkturprogramme aufgelegt worden, ohne die in den USA wahrscheinlich die Lichter ausgegangen wären. Dazu gab es noch den ersten Teil der Gesundheitsreform und ein paar Sachen mehr. So moronig wie der Trump ist er jedenfalls nicht rumgehockt. Kann man alles nachlesen. So, jetzt isses aber definitiv gut.

BMlackh Guxn


Ja, achgottchen. Wenn das eine Analyse sein soll, dann ist sie an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten.

das ist nicht meine analyse gewesen sondern das fazit, das ich aus einer ganzen reihe an von mir dargelegten argumenten zog. wenn du diese argumente allesamt ignorierst, und dann auch die chuzpe hast, mir oberflächlichkeit vorzuwerfen, ist in der tat hopfen und malz verloren. glaub von mir aus ruhig weiter an deine these, dass vor allem obamas hautfarbe und nicht etwa seine politik abgelehnt wurde.

eeniYgm]ati2c1x606


Mir kommt es allgemein so vor, dass seit Obamas Regierungszeit in den Medien überall "Rassismus" gegen Schwarze gewittert wird und sehr oft weissen US-Bürgern automatisch Rassismus unterstellt wird. Ob weissen Polizisten im Dienst, weissen Richtern und Staatsanwälten etc.

Du bist ja eine richtige Medien-Expertin, Zauberfee ... die ganzen (angeblichen) Hypes, die du zu wittern glaubst, sapperlot. Homo-Hype, Rassismus-Hype ...

Nur so eine Frage - konsumierst du denn auch Medien ? Also, irgendwelche ? Weil wer zB leugnet, dass gerade die Polizei in den USA ein extrem großes Problem mit Rassismus hat, der guckt vielleicht viel, aber keine Nachrichten.

Will sagen:

Oder kommt mir das nur so vor?

Ja.

Ja2

Obama hatte auch die ersten zwei Jahre seiner Amtszeit die Mehrheit in beiden Kongresskammern.

Joa, zwei von acht. Wuppdiduu.

Ich wollte noch eine Anmerkung zu den ersten beiden Obama-Jahren machen, in denen er die Mehrheit im Kongress hatte. Es war mitnichten so, dass er während der zwei Jahre am Drops gelutscht und nichts gemacht hat. Es ist in diesen zwei Jahren tatsächlich ziemlich viel gemacht worden. Unter anderem sind zwei gigantische Konjunkturprogramme aufgelegt worden, ohne die in den USA wahrscheinlich die Lichter ausgegangen wären. Dazu gab es noch den ersten Teil der Gesundheitsreform und ein paar Sachen mehr. So moronig wie der Trump ist er jedenfalls nicht rumgehockt. Kann man alles nachlesen. So, jetzt isses aber definitiv gut.

Das sollte man vielleicht nicht vergessen. Obama hat das Ruder ja nicht gerade bei ruhiger See und blauem Himmel übernommen.

Für den großen Systemwechsel hat es jedenfalls nicht gereicht, aber drunter wird es in amerika weder für die Unter- noch für die Mittelschicht in absehbarer Zeit erträglicher. Aber nachdem schon die ursprüngliche Form der Gesundheitsreform nicht durchsetzbar war, war ein Systemwechsel wohl noch weniger zu erwarten oder durchzusetzen. Ich glaube nicht, dass der Mann hätte viel richtig machen können. Weder aussenpolitisch noch innenpolitisch. Der Kahn sinkt, da kann man nur noch flickschustern oder endlich das Schiff wechseln.

Da stimme ich zu. Aber Systemwechsel sind halt schwer zu machen, wenn schon eine Gesundheitsreform als Anfang des Abrutschens in den Kommunismus verteufelt wird %-|

D.ieZsauberfxee


Weil wer zB leugnet, dass gerade die Polizei in den USA ein extrem großes Problem mit Rassismus hat, der guckt vielleicht viel, aber keine Nachrichten.

Ja ich konsumiere viele Medien. Und natürlich lese ich auch ständig Artikel wie "Weisser Polizist erschiesst Schwarzen."

Alleine solche Überschriften finde ich schon seltsam. Niemand würde z.B. schreiben "Schwarzer Polizist erschiesst Hispanic" oder "Hispanischer Polizist erschiesst Asian American". Nur wenn ein Weisser einen Schwarzen erschiesst, ist das offenbar eine Schlagzeile wert.

Und in solchen Artikel wird dann auch immer sofort unterstellt, dass der weisse Polizist ein Rassist ist und der Schwarze ein Opfer dieses Rassismus, obwohl noch kein Mensch die näheren Umstände zu dem Fall kennt.

Neulich sah ich eine TV-Reportage über die USA. Dort wurde die These aufgestellt, dass die USA ein rassistisches Land seien. Als Beweis dafür wurde genannt, dass der Anteil der Schwarzen in den US-Gefängnissen sehr viel höher sei als ihr Anteil an der Bevölkerung. Erklärt wurde das nicht etwa damit, dass Schwarze in den USA (aus welchen Gründen auch immer) im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil einfach mehr Straftaten verüben, sondern damit, dass weisse Polizisten, weisse Richter und weisse Staatsanwälte in den USA angeblich rassistisch wären, die schwarze Bürger aus rassistischer Motivation zu Unrecht festnehmen, anklagen und verurteilen würden. :|N

Bslac0k Guxn


Da stimme ich zu. Aber Systemwechsel sind halt schwer zu machen, wenn schon eine Gesundheitsreform als Anfang des Abrutschens in den Kommunismus verteufelt wird %-|

viele amerikaner verteufeln obamacare vor allem deshalb, weil sie dank obamacare wesentlich mehr für ihre krankenversicherung zahlen müssen und teilweise schlechtere leistungen als zuvor bekommen. dass obamacare für viele eine große verbesserung war, kann man nicht bestreiten. es gab bei dieser reform im gegenzug aber auch viele verlierer. wie ich schon oft schrieb: es war eine umverteilung von der (mehrheitlich weißen) mittelschicht hin zu den (mehrheitlich nicht-weißen) armen.

natürlich ist es leichter, sein bild von den usa unter der prämisse zu bilden, dass die amis eh alle ein bischen dumm und rassistisch sind und nicht wissen was gut für sie ist. ob das der realität entspricht, oder ob diese herangehensweise konstruktiv ist, sei mal dahin gestellt.

eUnigm4atic1x606


viele amerikaner verteufeln obamacare vor allem deshalb, weil sie dank obamacare wesentlich mehr für ihre krankenversicherung zahlen müssen und teilweise schlechtere leistungen als zuvor bekommen. dass obamacare für viele eine große verbesserung war, kann man nicht bestreiten. es gab bei dieser reform im gegenzug aber auch viele verlierer.

Hast du da vielleicht eine Aufschlüsselung an der Hand ? Zahlen, Belege, Verteilungen irgendwas ? Ich zweifle nicht daran, ich finde nur gerade selbst keine wirklich zufriedenstellenden Quellen dafür.

wie ich schon oft schrieb: es war eine umverteilung von der (mehrheitlich weißen) mittelschicht hin zu den (mehrheitlich nicht-weißen) armen.

Naja, so läuft das halt mit der Solidarität, nicht wahr ? Die, die mehr leisten können, leisten mehr, damit die, die nicht so viel leisten können, nicht unter die Räder kommen. Idealerweise würde sich ein Staat ja so entwickeln, dass die, die nicht so viel leisten können, irgendwann aufholen und sich das ganze irgendwann normalisiert und ausgleicht.

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