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Donald Trump der nächste amerikanische Präsident?

D0ieZFaubeYrfxee


Viele US-Präsidenten haben es schon angekündigt, Trump hat es auch wirklich umgesetzt: Die USA erkennen Jerusalem als unteilbare Hauptstadt Israels an und verlegen ihre Botschaft.

Ich denke die Bilanz von Trump nach einem Jahr kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Natürlich wird es nicht allen gefallen, aber er hat schon einiges vorzuweisen, was er seinen Wählern im Wahlkampf versprochen hat.

Gqrpaue bSoc'kKe


Superman Trump!!!! Er bemüht sich mit wachsendem Erfolg an der Umsetzung seiner dämlichsten Wahlversprechen!

Wenn zunehmende internationale Isolierung seine Vorstellung von "great again" ist, befindet er sich auf einem guten Weg.

Ich bezweifle allerdings, dass er damit seine Wähler langfristig glücklich macht:

Die, die mit ihm ein "alles ist besser als ein weiter so" gewählt haben, sollten langsam Zweifel bekommen, die, die "blöde Ideen, aber kriegt er ja eh nicht durch" als Protest gewählt haben, sehen jetzt schon, was sie davon haben und selbst die, die Trumps Wahlversprechen toll fanden, werden mit der Umsetzung sehen, dass dadurch mitnichten ihre Probleme gelöst werden.

Aber er hat ja durchaus zählbare Maßstäbe gesetzt, was steuerliche Selbstbedienung betrifft, womit schon das "Trump First" in trockenen Tüchern ist, egal was sonst noch aus seiner Kiste der Pandora kriecht....

d?anPaxe87


Das macht nun nichtmal die liberalen Israelis glücklich. Wundervoll. Aber hey, woanders gegen Nationalismus und Orthodoxie sein, aber in Israel genau diese Anteile füttern, dass nenn ich konsequent. {:(

B"lackk GVun


Die USA erkennen Jerusalem als unteilbare Hauptstadt Israels an und verlegen ihre Botschaft.

genau das hat trump nicht gesagt:

[[https://www.nytimes.com/2017/12/06/world/middleeast/trump-israel-speech-transcript.html]]

In making these announcements, I also want to make one point very clear. This decision is not intended in any way to reflect a departure from our strong commitment to facilitate a lasting peace agreement.

We want an agreement that is a great deal for the Israelis and a great deal for the Palestinians. We are not taking a position of any final status issues including the specific boundaries of the Israeli sovereignty in Jerusalem or the resolution of contested borders. Those questions are up to the parties involved.

in der tat spricht sich trump hier, falls überhaupt für irgendetwas, dann eher für jerusalem als geteilte stadt aus denn für ein vollständig von den israelis kontrolliertes jerusalem.

Das macht nun nichtmal die liberalen Israelis glücklich. Wundervoll. Aber hey, woanders gegen Nationalismus und Orthodoxie sein, aber in Israel genau diese Anteile füttern, dass nenn ich konsequent.

dass die redakteure von haaretz darüber nicht glücklich sind, war zu erwarten. aber die sind halt schon seit langem das israelische pendant zur prantlhausener zeitung in deutschland. zzz

im endeffekt erkennt trump lediglich die realität an, nicht mehr, nicht weniger. und er setzt eine entscheidung um, die der amerikanische kongress, also die gewählten volksvertreter, schon vor 22 jahren (!!!) trafen.

man beachte ausserdem, was trump in seiner rede noch gesagt hat:

Without question, Jerusalem is one of the most sensitive issues in those talks. The United States would support a two-state solution if agreed to by both sides. In the meantime, I call on all parties to maintain the status quo at Jerusalem’s holy sites including the Temple Mount

er fordert also die israelis explizit auf, auch weiterhin den muslimen zugang zum tempelberg zu gewähren. ob das im sinne der nationalisten und ultraorthodoxen ist? wohl kaum.

auch dem folgenden abschnitt kann man nur zustimmen:

It is time for the many who desire peace to expel the extremists from their midsts. It is time for all civilized nations and people to respond to disagreement with reasoned debate, not violence. And it is time for young and moderate voices all across the Middle East to claim for themselves a bright and beautiful future.

imho haben trumps redenschreiber mit dieser rede eine ihrer bisher besten leistungen abgeliefert.

G#raue /Sbockxe


:)= Genau: Benzin auskippen, Streichholz anzünden und [[https://www.youtube.com/watch?v=vZvbhy5lDgY rein damit]] - dazu die lieben Worte "aber bitte nicht brennen!"


Ich habe einen regelwidrigen Beitrag plus Bezug entfernt.

B[elafoxnte


in der tat spricht sich trump hier, falls überhaupt für irgendetwas, dann eher für jerusalem als geteilte stadt aus denn für ein vollständig von den israelis kontrolliertes jerusalem.

Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an ohne auf den geteilten Status der Stadt zu verweisen. Er betont lediglich, dass das kein Abschied von der Zweistaaten-Lösung sei. "Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um eine Friedenslösung zu ermöglichen, die für Israelis und Palästinenser annehmbar ist" verkündete er am Mittwoch. Für dürfte für Netanjahu tröstlich sein, dessen Familie mit Trumps Schwiegersohn befreundet ist. Die Plästinenser müssen da wohl etwas mehr Geduld haben.

BPlackR Gun


:)= Genau: Benzin auskippen, Streichholz anzünden und [[https://www.youtube.com/watch?v=vZvbhy5lDgY rein damit]] - dazu die lieben Worte "aber bitte nicht brennen!"

ein souveräner staat beschließt, seine botschaft innerhalb eines anderen souveränen staates zu verlegen. und deshalb tickt eine bande von radikalinskis aus und droht mit gewalt, feuer und zerstörung - und fast die ganze welt hinterfragt nicht etwa diese gewaltandrohung sondern wirft dem anführer des souveränen staates vor, ein ganz ganz schlimmer zündler zu sein. irgendwie schon absurd.

Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an ohne auf den geteilten Status der Stadt zu verweisen.

Jerusalem IST de facto die hauptstadt israels, ganz gleich wie sehr das den palästinensern gegen den strich geht. trump erkennt nur die realität an. ausserdem habe ich bis heute kein überzeugendes argument dafür gehört, warum jerusalem nicht die hauptstadt beider staaten sein kann, die israels und die eines noch zu schaffenden palästinenserstaats.

zudem hat trump in seiner rede sehr wohl auf den geteilten status der stadt verwiesen:

We are not taking a position of any final status issues including the specific boundaries of the Israeli sovereignty in Jerusalem or the resolution of contested borders. Those questions are up to the parties involved.

das sind doch klare worte, oder? trump erkennt hier doch glasklar an, dass es in jerusalem offene fragen über den grenzverlauf gibt und dass das zwischen israelis und palästinensern geklärt werden muss. er erkennt doch klar an, dass es IN jerusalem eine grenze gibt, an der die herrschaft/hoheit israels endet. ":/

e%nig*maticx1606


Wenn zunehmende internationale Isolierung seine Vorstellung von "great again" ist, befindet er sich auf einem guten Weg.

Wenn man sich soweit zurückzieht, dass einem die Vergleichsmöglichkeiten ausgehen, dann kann man sich ohne irgendwelche Maßstäbe zur Einordnung leichter selbst zum Allertollsten erklären :-D

imho haben trumps redenschreiber mit dieser rede eine ihrer bisher besten leistungen abgeliefert.

Ist das der Grund, warum er zum Schluss der Rede hin klingt als könnte er sich nicht dazu überwinden, die Worte deutlich rauszulassen ? Aufrufe zu Vernunft, Mäßigung und friedlichen Lösungen sind ja nun nicht gerade seine Steckenpferde, aber dass er darauf so allergisch reagiert hätte ich bisher nicht für möglich gehalten.

d[anrae87


ausserdem habe ich bis heute kein überzeugendes argument dafür gehört, warum jerusalem nicht die hauptstadt beider staaten sein kann, die israels und die eines noch zu schaffenden palästinenserstaats.

Da frag mal die Israelis. Die Palästinenser wollen ja nur den Osten, aber Israel will nicht teilen.

Ansonsten ist es natürlich so, dass die Gewalt die nun zweifelsfrei kommen wird, schwer zu verurteilen ist, aber überraschend kommt sie halt auch nicht. Da gehts eben nicht nur um faktische ist-Zustände, sondern um Emotionen, um Ideale, Hoffnungen und und und.

Mich wundert, Black Gun, dass du in deinen Überlegungen offenbar vergisst wer, neben den direkt Betroffenen, am Ende die Zeche zahlen wird. Nach Amerika werden die Zivilisten im zweifelsfalle jedenfalls nicht fliehen (können).

B(la[ckC 2Gun


Mich wundert, Black Gun, dass du in deinen Überlegungen offenbar vergisst wer, neben den direkt Betroffenen, am Ende die Zeche zahlen wird. Nach Amerika werden die Zivilisten im zweifelsfalle jedenfalls nicht fliehen (können).

und wessen schuld ist das? die eines fernen staatsführers, der lediglich die botschaft seines landes von einer stadt zur anderen verlegt? oder etwa doch die der spinner, die nun wegen soetwas lächerlichem zur nächsten intifada aufrufen?

Da frag mal die Israelis. Die Palästinenser wollen ja nur den Osten, aber Israel will nicht teilen.

mag sein, aber diesbezüglich hat trump die israelis ja eben nicht bestätigt. dass jerusalem bei einer zwei-staaten-lösung auch die hauptstadt israels sein darf, steht ja wohl ausser frage.

d(a|naxe87


Aber es interessiert in solchen Gemengelagen eben nicht, was man wirklich gesagt oder getan hat, sondern oft genug das, was die anderen daraus machen, verstehen wollen. Nun kann man sich natürlich bequem auf "alles deren Schuld" zurückziehen und hätte, so grob betrachtet, sicher auch Recht. Allerdings sind die USA ja in vielerlei Hinsicht in Israel engagiert, sorgen mit ihrer Unterstützung auf vielerlei Ebenen auch für die Situationen so wie sie ist.

Es wäre ja durchaus möglich gewesen Zugeständnisse zugleich auf beiden Seiten zu machen, dass ganze strukturell einzubinden, vielleicht auch zu handeln, aber so ist es halt so, hau ruck und ma gucken wat bei rum kommt, die Rechnung zahlen am Ende halt im Notfall andere Leute die keinerlei Einfluß auf die Situation haben. Und da finde ich hat man als Staatenlenker, ob fern, ob nah, schon eine gewisse Verantwortung dafür, für jene, die nichts tun können und im Gazastreifen eingesperrt sind, mitzuhandeln.

Zudem sagt die Handlungsweise halt nur den starken Staaten: Schaffe Tatsachen, alle anderen fressen sie dann schon. Die Realität sind auch illegale Siedlungsprogramme. Wenn die Politik an der Stelle da fortgesetzt wird, dann ist die Botschaft die bei den Ultraorthodoxen ankommen wird: baut, früher oder später müssen alle dann die Tatsachen anerkennen. Find ich reichlich bedenklich, läuft es doch am Ende dann auf das Recht des Stärkeren hinaus. Und genau DAS wollten wir doch International und NAtional alle möglichst vermeiden oder?

eTnigmaLtic1x606


Du nimmst die Verlegung der Botschaft nur als das, was sie augenscheinlich ist - die Verlegung einer Botschaft. Dass dahinter aber durchaus eine Legitimation und sotheoretisch auch ein Parteiergreifen zugunsten der Israelis stecken oder zumindest ziemlich nachvollziehbarer Weise vermutet werden kann (ganz gleich, ob dem so ist oder nicht), das blendest du scheinbar aus. Also doch, Trump "zündelt" hier, und zwar ganz gewaltig.

euniJgJmawtic1x606


Ah, mein Beitrag ging natürlich an Black Gun, nicht an danae.

B*lackx Gun


Aber es interessiert in solchen Gemengelagen eben nicht, was man wirklich gesagt oder getan hat, sondern oft genug das, was die anderen daraus machen, verstehen wollen.

Du nimmst die Verlegung der Botschaft nur als das, was sie augenscheinlich ist - die Verlegung einer Botschaft. Dass dahinter aber durchaus eine Legitimation und sotheoretisch auch ein Parteiergreifen zugunsten der Israelis stecken oder zumindest ziemlich nachvollziehbarer Weise vermutet werden kann (ganz gleich, ob dem so ist oder nicht)

eben. die betonköpfe in nahost sehen sowieso alles wie sie es sehen wollen. die jüdischen hardliner fühlen sich bestätigt, die palästinenser in ihrem narrativ vom verrat der amis an ihren interessen ebenso.

Es wäre ja durchaus möglich gewesen Zugeständnisse zugleich auf beiden Seiten zu machen, dass ganze strukturell einzubinden, vielleicht auch zu handeln, aber so ist es halt so, hau ruck und ma gucken wat bei rum kommt, die Rechnung zahlen am Ende halt im Notfall andere Leute die keinerlei Einfluß auf die Situation haben. Und da finde ich hat man als Staatenlenker, ob fern, ob nah, schon eine gewisse Verantwortung dafür, für jene, die nichts tun können und im Gazastreifen eingesperrt sind, mitzuhandeln.

ich habe auch nie gesagt, dass ich trumps entscheidung für die anerkennung jerusalems als israelische hauptstadt toll finde. ich an seiner stelle hätte nicht so gehandelt. nur verwehre ich mich eben der interpretation, dass das eine ganz furchtbare und verantwortungslose und untragbare handlung von trump sei. objektiv betrachtet war es ein nachvollziehbarer schritt, der mit einer moderaten, versöhlichen erklärung und rhetorik unterfüttert wurde. ich sehe einfach nicht ein, warum selbst das nicht mehr ok sein soll, nur weil die holzköpfe da unten auf beiden seiten ständig schaum vorm mund haben.

Find ich reichlich bedenklich, läuft es doch am Ende dann auf das Recht des Stärkeren hinaus. Und genau DAS wollten wir doch International und NAtional alle möglichst vermeiden oder?

bei den wirklich wichtigen fragen gilt noch immer und wird auch bis in alle zukunft das recht des stärkeren gelten. wobei stärke nicht nur militärisch oder wirtschaftlich definiert ist. ich könnte mir gut vorstellen, dass die israelische gesellschaft in den nächsten sagen wir 50 jahren an ihren inneren widersprüchen zerbricht. in diesem sinne halte ich übrigens die ultraorthodoxen juden und das appeasement des israelischen staats ihnen gegenüber für eine größere bedrohung für israel als die palästinenser.

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