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Verschwörungen - Warum glauben Menschen an Chemtrails & Co?

MAo2ngexr


Mir kommt es so vor, dass solche Theorien immer dort auftauchen, und das teils völlig zurecht, wo den Menschen die Dinge und das Gesagte zu den Themen merkwürdig erscheinen und zusätzlich noch Intransparenz herrscht. Sei es bei 9/11, der Krieg gegen den Terror, Abschuss und Verschwinden von Flugzeugen, die Krimkriese, etc.

In der heutigen Zeit finden auch noch sachliche Dikussionen zu den Themen statt. Anstatt zu sagen Chemtrails sind was für Aluhutträger, könnte man doch mal über das Für und Wider zu dem Thema diskutieren. Der Stempel Verschwörungstheorie ist für manche sehr praktisch, um sich überhaupt nicht mit dem Thema auseinandersetzen zu müssen.

LFord qHxong


Anstatt zu sagen Chemtrails sind was für Aluhutträger, könnte man doch mal über das Für und Wider zu dem Thema diskutieren.

Im Prinzip schon, nur habe ich die Erfahrung machen müssen dass "Aluhutträger" sachlichen Argumenten nicht zugänglich sind und niemals eine ihrer Theorien als wiederlegt akzeptieren wenn diese wissenschaftlich wiederlegt ist. Daher nehme ich von solchen Diskussionen eher Abstand.

CMomrxan


Naja, Valhall ist schon eine nette Alternative.

Das meine ich ja. Althergebrachte und schlichtweg austauschbare Religionsbilder. Da werden mythische Muster übernommen, die vorgekaut und fertig in der Schublade liegen. So wie man sich ein Handy aussucht. Das Handy ist aber objektiv messbar und man kann ganz pragmatische Gründe dafür anführen. Wobei manche aber auch Personality damit verknüpfen.

Bei solchen Religionsbildern geht es glaube ich auch vor allem viel um Personality und "Markenbewusstsein". Ähnlich wie man sich bei Verschwörungstheorien interessanter machen kann. Gerade im nicht-objektiv-messbaren Glauben (egal ob Religionen oder VTs) kommt es ja in erster Linie darauf an, ob man sich einfach eine Fremdmeinung auf Basis geringen Wissens zu eigen macht, oder ob man sich eine eigene Version baut (oder eben gar keine). Ich meine, du bist ja nicht eines Morgens aufgewacht und hast dir überlegt, dass Odin irgendwo sitzt und sich von Raben was erzählen lässt - du findest die Geschichte einfach cooler als die anderer Religionen ((jetzt sag mir bitte nicht, dass du wirklich an Hugin und Munin glaubst).).

Lror8dH 2Honxg


Das meine ich ja. Althergebrachte und schlichtweg austauschbare Religionsbilder.

Das trifft eben auf jede Religion zu außer eine die man sich selbst ausgedacht hat.

Und es ist völlig klar dass man keine objektiv messen kann. Und gerade beim Handy habe ich manchmal den Eindruck es würde zu einem Gott erhoben.

Ich meine, du bist ja nicht eines Morgens aufgewacht und hast dir überlegt, dass Odin irgendwo sitzt und sich von Raben was erzählen lässt

Nein, ich habe mich über nordische und keltische Mythologie schlau gemacht da mir aufgefallen ist, dass dies zwar Teil der Geschichte Deutschlands ist, ich darüber aber in der Schule nie etwas gehört habe.

Ich vermute dies hat mit der Instrumentalisierung der nordischen Mythologie durch die Nazis zu tun.

Und um Zuge dessen erkannte ich, dass dies alles einfach besser zu mir passt. Und auch die Welt um mich rum erscheint mir eher wie eine wo Loki seine Hände im Spiel hat als eine wo ein unfehlbarer Gott das Sagen hat.

du findest die Geschichte einfach cooler als die anderer Religionen

Cooler nicht, aber für mich passender. Die Provokation in den Sternchen ignoriere ich mal weg.

M#uff P7otter


Comran, wenn Lord Hong an Brahma, Shiva, Vishnu glauben würde, wäre das für dich ebenso lächerlich?

Ccomraxn


Meine Bemerkung war keine Provokation, sondern eine Vermutung. Oder negativ formuliert: eine Unterstellung.

Das hat nichts damit zu tun, dass es ausgerechnet um nordische Mythologie geht, sondern einfach mit der statistischen Beobachtung, dass im Zuge der zunehmenden Aufklärung Religionen gerade bei jüngeren Menschen auf dem Rückzug sind. Daher habe ich mich gefragt, was die Motivation dahinter ist. Und ich habe unterstellt, dass es nicht der wörtliche Glaube an diese Dinge ist.

Und ja: diese Frage kann ich für alle anderen überlieferten Religionen genauso stellen. Auch ein Christ würde meistens sagen, dass er jetzt nicht davon ausgeht, dass Gott einen weißen Bart hat und Jesus immer auf der rechten Seite von ihm sitzt. Und dennoch hat er sich für den christlichen Glauben entschieden. Auch hier muss man die Motive hinterfragen - nimmt man es wörtlich, kann ich mich darüber wundern (egal ob Odin, Gott, Shiva oder sonst was), aber OK. Aber die Motivationen sind ja meist sekundären Ursprungs. Beim Christentum ist es z.B. die generelle Prägung unserer Kultur, oft auch der obligatorischen Erziehung. Nimm Buddhismus, da wurde es ja um die Jahrtausendwende zu einem regelrechten Hype, ein Anhänger zu sein (aber OK, das ist eher eine Philosophie und wenig Mythisches). Die Hippies sind in den 70ern alle wegen dem total angesagten Hinduismus als "Alternative" nach Indien gepilgert.

Letztendlich eine bewusste Entscheidung, was man sich rauspickt. Aber oft (nicht immer) nicht nur aus dem Antrieb eines echten Glaubens heraus, sondern auch wegen einer gewünschten Außenwirkung. Mal mehr, mal weniger.

Was hat das mit Verschwörungstheorien zu tun? Auch dabei nimmt man Glaubensformen an, mit denen man sich vom Mainstream abheben kann. Die einfach als Attribute willkommen sind und worin man es sich einrichten kann. Man individualisiert sich ein Stück weit.

Auch beim Glauben wird ja - leider - oft über den "richtigen" gestritten.

LWorda Hong


Ich denke das Individualisierung nur zu einem geringen Teil Motivation für einen Glauben ist.

Da denke ich dass insbesondere im Ausland ein sich des vorherrschenden Glauben anschließen eher an der Tagesordnung ist. Denn vielerorts müssen Menschen die einen anderen Glauben haben als andere Verfolgung fürchten.

Hierzulande mag der Anteil derer die sich durch den Glauben individualisieren wollen höher sein als anderswo, aber auch hier denke ich dass dies eher eine untergeordnete Motivation ist.

Vielmehr wächst man hier in einen Glauben hinein, so es sich denn um den christlichen Glauben handelt.

Manch einer ist vielleicht auch deswegen Gläubiger weil er oder sie einfach die Gemeinschaft der Gemeinde mag. Wiederum andere mögen irgendein Erlebnis in ihrem Leben gehabt haben welches sie glauben lässt.

Nicht ein jeder der einem Glauben anhängt hat sich bewusst für diesen entschieden. Zumindest nicht wenn es sich um die vorherrschende Glaubensrichtung handelt. Für einen abweichenden Glauben wird sich denke ich eher bewusst entschieden.

Bei den Verschwörungstheorien denke ich dass sich dort eher das Gros bewusst dafür entscheiden hat diese zu verfechten. Aber auch hier denke ich dass das abheben vom Mainstream eher eine untergeordnete Rolle für die Motivation einer Verschwörungstheorie zu folgen darstellt.

Auch beim Glauben wird ja - leider - oft über den "richtigen" gestritten.

Gerade da wird besonders intensiv darüber gestritten welches der richtige ist, und in der Regel wird dies durch die größere Masse bestimmt.

S\talMfxyr


Lord Hong

Asenheil und Wanensegen, Bruder! :-)

Naja, Valhall ist schon eine nette Alternative. Und auch Hel ist mir sympathischer als die Hölle.

Meine Meinung, Hel als Ruhehort in Stille und Finsternis finde ich fast sogar ansprechender als Walhalla, wo man sich den ganzen Tag die Köppe einschlägt und doch noch mal in die Schlacht muss. 8-)

Comran

Ich meine, du bist ja nicht eines Morgens aufgewacht und hast dir überlegt, dass Odin irgendwo sitzt und sich von Raben was erzählen lässt - du findest die Geschichte einfach cooler als die anderer Religionen (((jetzt sag mir bitte nicht, dass du wirklich an Hugin und Munin glaubst).).).

Also was Hugin und Munin angeht, da hatte ich interessante Erlebnisse, aber das würde hier jetzt zu weit führen. ;-)

Nordische Religion wird vielleicht von vielen als Science-Fiction-Comic-Religion belächelt. Letztlich ist es eine Schöpfungs- und Weltengeschichte wie viele andere. Man kann sich mit ihr befassen und feststellen, dass sie zu einem passt. Sie ist auch wesentlich älter als das Christentum und andere monotheistische Religionen. Das sagt sicher nichts über deren Wahrheitsgehalt aus, aber es schien für sehr viele Menschen aus unterschiedlichsten Gegenden und Kulturkreisen passend zu sein, relativ "irdische" Götterbilder zu verehren. Das bedeutet im Übrigen auch nicht, dass man sich jetzt einbildet, irgendwo über den Wolken tobt ein unsichtbarer Mann mit einem Hammer rum o.ä.. Man kann diese Religion sehr modern, aufgeklärt und rational leben (bei Interesse empfehle ich das Werk "Aufgeklärtes Heidentum" von Andreas Mang).

Und ja, man kann natürlich auch persönliche Erlebnisse haben, die rational nicht nachvollziehbar sind und vielleicht auch gar keine tiefere Bedeutung haben, einem selber aber als Zeichen erscheinen, auf dem richtigen Pfad für einen selbst zu sein. Nichts anderes macht ein Christ oder ein Muslim im Gebet und zieht daraus Kraft, ohne dass das verspottet wird. Sagst du als Heide, dass du ein Zeichen von Odin empfangen hast, lacht man dich aus oder will dich einweisen - wieso eigentlich? Wo liegt der Unterschied? ":/ Die Auffassung, dass es irgendwann Knallbumspeng gemacht hat (trivial ausgedrückt) und das Universum da war, kann man z.B. ebenso lächerlich finden. ;-)

C=omr=an


Für einen abweichenden Glauben wird sich denke ich eher bewusst entschieden.

Sehe ich auf jeden Fall auch so.

Bei den Verschwörungstheorien denke ich dass sich dort eher das Gros bewusst dafür entscheiden hat diese zu verfechten.

Jepp.

Aber auch hier denke ich dass das abheben vom Mainstream eher eine untergeordnete Rolle für die Motivation einer Verschwörungstheorie zu folgen darstellt.

Da bin ich mir unsicher. Ich glaube eher das Gegenteil (nicht bei jedem, aber zu einem großen Anteil). Wie ich schon mal bemerkte, ist der Nachbarschaftstratsch ein schönes kleines Modell von VT und Fake-News als Massenphänomen. Für welche Meldung entscheiden sich die Menschen, wenn man Tratsch weiterträgt? Dass der Hase der Nachbarin Asthma hat? Sicher nicht, viel zu uninteressant. Dass die Frau Müller aber nach der Kirmes mit dem Herrn Schmidt geknutscht hat, das wäre auf jeden Fall ein Kandidat für "Ich-weiß was!". Egal, ob es stimmt, oder nicht. Es "passt" auf die Leute, die sich woanders damit wieder wichtig machen können.

Bei bewusst vom Mainstream abweichenden Religionen sehe ich die mögliche Motivation und Ausgangslage nicht unähnlich: genauso unwahrscheinlich, aber dafür spannender. Wenn du in Mitteleuropa abends zusammensitzt und sagst: "Hey, ich bin übrigens Christ!", dann hat das eine Aufmerksamkeitsspanne von 3 Sekunden. "Hmmm. Jo. OK.". Sagst du aber "Ich war in einem Ashram und bin Anhänger der Hindu-Lehre" oder "Meine Welt wird von Odin und Loki beeinflusst" kannst du davon ausgehen, dass es zum Thema wird. Entweder aus tatsächlichem Interesse, je nach sozialer Einfältigkeit der Gemeinschaft zum Lästern.

Ich glaube schon, dass diese Aufmerksamkeit bei vielen Menschen - wenn auch unbewusst - eine mehr oder weniger große Rolle bei solchen "Wahrheitsentscheidungen" spielt.

Gerade da wird besonders intensiv darüber gestritten welches der richtige ist, und in der Regel wird dies durch die größere Masse bestimmt.

Allein die Tatsache, dass je nach Umfeld demokratisch über den richtigen Glauben entschieden wird, zeigt, wie abstrus und austauschbar diese Art der Wahrheitsdeutung ist.

C,omra~n


Letztlich ist es eine Schöpfungs- und Weltengeschichte wie viele andere.

Das sage ich ja.

Wo liegt der Unterschied? ":/

Es gibt keinen. Außer in der jeweiligen regionalen Exklusivität. Aber gerade das macht es ja so austauschbar. Wir haben ca. ein Dutzend Weltreligionen, die alle irgendwo Mainstream sind und woanders wiederum exotisch.

Die Auffassung, dass es irgendwann Knallbumspeng gemacht hat (trivial ausgedrückt) und das Universum da war, kann man z.B. ebenso lächerlich finden. ;-)

Nein, nicht lächerlich. Man kann ja für sich selbst ergründen, warum solche Deutungen entstanden sind, indem man sich in die Welt vor paartausend Jahren zurückversetzt. Man stellt fest, dass sich alle Kulturkreise ähnliche Gedanken gemacht haben, weil sie schlussendlich mehr Fragen als Antworten hatten. Und - wie bei VTs - wird irgendwann das Nicht-Wissen mangels Antworten durch Fiktion ergänzt. Für die damalige Zeit finde ich es völlig OK. Selbst in dem, was wir heute Wissenschaft nennen, gibt es unbewiesene Theorien. Sie können sich als wahr oder falsch erweisen. Aber in der Wissenschaft sind Theorien in sich schlüssig oder Annahmen werden klar als solche benannt. Religionen haben schon im offiziellen Kern gravierende akademische Schwächen. Ich kann z.B. nicht akzeptieren, dass man Gott als Schöpfer begründet, weil es sonst etwas wie das Universum nicht geben könnte - aber gleichzeitig die Frage ignoriert, wie denn dann Gott als Entität entstanden sein könnte.

Ähnliche logische Schwächen weisen auch diverse VTs auf (z.B. die Theorie der Thermitladungen im WTC, die man an tragende Bauelemente über Wochen hätte anbringen müssen, ohne dass paartausend Menschen im Gebäude davon nichts mitbekommen - nein, bitte nicht jetzt und hier darüber diskutieren).). Letztendlich sind es unbeantwortete Fragen, zu denen man seine persönliche Wahrheit konstruiert.

MJuff Ptottexr


Grundsätzlich halte ich die beidem EDDA nicht für ausführlich genug, um daraus eine Religion zu zimmern. Und da, soweit ich es verstehe, die Entstehung der Texte in die Zeit (nach) der Christianisierung fällt, gibt es da auch schon einige Überzeichnungen und auch dehalb eine Reihe von Widersprüchen in den Texten.

Im Übrigen sind Wodan, Thor und die ganze polytheistische Rasselbande ja auch nicht vom Himmel gefallen. Mir erscheint es plausibel, dass sich mit der Indogermanischen Sprachfamilie auch ein Indogermanischer Vielgötterglaube verbreitete.

Sbtalxfyr


Die Edda ist mit Vorsicht zu genießen, keine Frage, ebenso wie die Germania. Beide müssen vor dem Hintergrund ihrer Zeit und ihrer Verfasser gesehen werden. Originäre Schriftzeugnisse aus der Zeit gibt es halt nicht. Das schafft natürlich auch wieder ein relativ großes Spektrum an Möglichkeiten, diese Religion individuell zu leben. Allein schon der Walhalla-Mythos ist umstritten und auch vergleichsweise jung (was auch Sinn macht, denn warum sollte ein überwiegend mit Viehzucht und Ackerbau beschäftigtes Volk ausgerechnet ein Kriegerparadies als oberste Jenseitsvorstellung haben?). :-)

LCo:vHuxs


Eine Verschwörungstheorie behauptet etwas (angeblich oder real) Tatsächliches und sie kann mindestens im Prinzip bestätigt oder widerlegt werden, je nachdem, ob die behauptete Verschwörung existiert oder nicht.

Eine Religion ist eher so eine Art Betriebssystem des Bewusstseins, die sensorischen Input mit Bedeutung auflädt, so dass sich daraus eine sinnvolle Reaktion/Antwort auf den erlebten Input ergibt.

Ich hoffe, diese beiden Formulierungen machen deutlich, dass für einen Menschen eine Verschwörungstheorie den Status eine Religion bekommen kann, während für andere Religionen als Verschwörungstheorien erscheinen. Gleichzeitig hoffe ich, dass der Unterschied zwischen beiden deutlich wird.

B6roderxick


Eine richtige Religion, nimmt garnicht für sich in Anspruch, irgendwas "beweisen" zu können.

Sie will einfach nur "geglaubt" werden.

Verschwörungstheorien dagegen sind ein komischer Mischmasch aus Wissen und Glauben.

Es wird zwar vorgeblich nach Fakten gesucht, aber trotzdem lassen sich Verschwörungstheoretiker durch Fakten nicht im geringsten beeinflussen. Außer natürlich durch die, die ihren Glauben zu unterstützen scheinen.

Sachliche Diskussionen sind daher von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

KTulwturs chaf4fender


Auweia. Hier ist wohl mal wieder ein "Vokabelabgleich" nötig.

@ LovHus

Eine Verschwörungstheorie behauptet etwas (angeblich oder real) Tatsächliches und sie kann mindestens im Prinzip bestätigt oder widerlegt werden, je nachdem, ob die behauptete Verschwörung existiert oder nicht.

Eine Verschwörungstheorie ist nicht per se eine solche, sondern wird als vormalige unbewiesene These dazu erklärt oder definiert, und zwar durch "Meinungsbildner", die in der betreffenden These eine Gefahr für die These sehen, die sie selbst gern als "öffentliche / allgemeingültige" Meinung sehen möchten, ohne dass diese deshalb besser oder überhaupt bewiesen sein muss. Wäre es nur eine These, dann würde man sie im wissenschaftlichen Diskurs widerlegen und gut ist es. Es geht also um die Brandmarkung der "falschen" These. Es geht also um nichts weiter als um Deutungshoheit, die mitunter nur durch Verunglimpfung der Gegenmeinung durchsetzbar ist, weil dem "einfachen Bürger" (als Unterstellung) die notwendige Bildung bzw. Fachkenntnis fehle (ich schrieb ja selbst, dass ich es besser fände, wenn die naturwissenschaftliche Allgemeinbildung der Bevölkerung besser wäre).

Die "behauptete Verschwörung" - tut mir leid - ist nun ein völliger Fauxpas. Eine "Verschwörung" entsteht, indem sich eine Gruppe von Menschen "verschwört", (da steckt das Wort "Schwur" drin), um irgendetwas zu erreichen, meinethalben eine Bank auszurauben. Heute hieße das eher "Bildung einer terroristischen Vereinigung". ]:D Hier geht es aber um Meinungsbildung und nicht um Bankraub.

Eine Religion ist eher so eine Art Betriebssystem des Bewusstseins, die sensorischen Input mit Bedeutung auflädt, so dass sich daraus eine sinnvolle Reaktion/Antwort auf den erlebten Input ergibt.

Auch dies ist m.E. nicht zutreffend. Eine "Religion" fußt auf Spiritualität, also den Glauben an übersinnliches Geschehen und der Existenz eines göttlichen Schöpfers, stellt aber selbst nichts anderes als einen Kanon von Glaubensgrundsätzen, Verhaltensregeln und Machtstrukturen dar, mit dem Zweck, eine Gruppe Gläubiger sowohl ein Gemeinschaftsgefühl zu geben als auch, diese zu organisieren und zu kontrollieren. Im Prinzip braucht man keine Religion, um ein gläubiger Mensch zu sein,

man sieht es aber recht gern, wenn dieses gleichgesetzt wird.

Grüße! *:)

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