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Empörung über Björn Höcke

Wzal9kingG[hosxt


@ Comran

Ich finde den Vergleich, wenn man ihn präzise genug formuliert, schon zutreffend.

Du hattest ihn präzise formuliert, aber es wurde derart undifferenziert nachgequatscht, dass der ursprünglich richtige Gedanke dadurch pervertiert wurde.

Wohlweislich habe ich nicht von Verkehrsopfern gesprochen, die aktiv in einen Unfall verwickelt werden. Und habe erwähnt, dass sich alle Unfälle vermeiden lassen, wenn man stets so viel Vorsicht walten lässt, dass es nicht dazu kommt. Das heißt z.B. innerorts maximal 20 km/h zu fahren, wo jederzeit ein Kind aus einer Grundstückseinfahrt rauslaufen kann.

Wissen tut das jeder. Und dennoch handeln wir nicht danach. Ich nenne das schon "bewusstes Handeln" und Gefährdung durch Unterlassen. Um es in einfache Worte zu kleiden: wir nehmen es in Kauf. Und damit wird der Vergleich auch sonnenklar, den ich damit anregen wollte: wenn wir schon in Kauf nehmen, dass wir schon unter Ausreizung der gesetzlich erlaubten Höchstgeschwindigkeit vor Kindern nicht mehr bremsen können, warum können wir dann nicht in Kauf nehmen, dass unter Zugewanderten auch Risiken sind? Die Antwort aus meiner Sicht will ich auch mitliefern: weil wir uns hinter dem Steuer sicher fühlen. Aber im Hinblick auf Gewalttäter als potenzielles Opfer.

Es ist zweierlei Maß und rational kaum zu rechtfertigen.

Grundsätzlich ja, aber es gibt da ein kleines Problem: Entsprechende Verkehrsunfälle mit strafrechtlich relevantem Fahrverhalten sind ebenfalls in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Du wirfst hier also etwas in die Waagschale, das bereits drin ist.

Und in jeder Gesellschaft hast du diese heterogene Zusammensetzung von Personen, unter denen auch Straftäter sind. Es stellt sich nur die Frage, ob man sich das Destillat davon importieren muss, anstatt zu kontingentieren und dann den Schwerpunkt auf Familien oder Frauen mit Kindern zu legen. Dass aus den Herkunftsländern überwiegend "die Widerstandsfähigsten" (in welcher Auslegung auch immer) hierher kommen, ist ja nun hinlänglich bekannt. Unweigerlich verroht dadurch aber die Gesellschaft.

Sltalfiyr


Merkels "Wir schaffen das" war aber nicht ideologisch getrieben. Sondern hatte einen humanitären Hintergrund.

Glaube ich nie und nimmer. Wenn humanitäre Einstellungen ihre Beweggründe waren, hätte es x bessere Möglichkeiten gegeben, notleidenden Menschen zu helfen, als das eigene Land mit einer Flut illegaler, kulturfremder Einwanderer zu beglücken. :|N

Nee, da steht meiner Meinung nach ganz schlicht eine Interessenpolitik hinter, die den Menschen in möglichst bunt zusammengewürfelten Konstrukten sehen möchte, die sich nicht mehr auf irgendeine (nicht-käufliche oder materiell ausschlachtbare) Identität berufen (können).

"Sei bunt, sei alles mögliche, sei nicht Mann nicht Frau, nicht Fisch nicht Fleisch" ist das, was uns der Zeitgeist selbst in der Werbung schon entgegenbrüllt. Da ist es nur konsequent, das man sich natürlich auch nicht auf kulturelle oder nationale Identitäten berufen soll, und wie schwächst du selbige besser als wenn du eine Gesellschaft bastelst, deren diesbezügliche Basis immer kleiner wird? Was am Ende als verbindendes Element bleibt, ist der Konsum. Arbeiten und konsumieren, das wird die Identität, die die Menschen sich teilen. Und die politische Linke jubelt das hoch. Verrückte Zeiten.

WLalkingkGhosxt


@ Stalfyr

Glaube ich nie und nimmer. Wenn humanitäre Einstellungen ihre Beweggründe waren, hätte es x bessere Möglichkeiten gegeben, notleidenden Menschen zu helfen, als das eigene Land mit einer Flut illegaler, kulturfremder Einwanderer zu beglücken. :|N

Ja, eher war es ihre irrationale Angst vor unschönen Szenen. Dafür hat sie wiederum diese Sogwirkung in Kauf genommen, durch die Zigtausende erst in ihr Verderben gewandert sind. Und später, als die unschönen Szenen auf den Balkan "outgesourced" wurden, hat sie auch das hingenommen und nur noch verbal ihre Einwände gebracht, weil sie im Grunde genau wusste, dass das ihre politische Rettung war. Letzteres war die größte Heuchelei dieser Person.

CKomraxn


Ich vermag bei Merkel überhaupt keine Motive zu erkennen. Diese Person ist auf der einen Seite einfach nur entscheidungsschwach und neigt auf der anderen zu Kurzschlussreaktionen.

Es wird vermutlich als einer der tragischen Höhepunkte in Merkels Biografie stehen, dass ihre erste wirklich mutige Entscheidung (gegen europäisches Recht, gegen die anzunehmenden Bedenken der Partei) gleichzeitig die größte Wut auf sie projezierte.

der letzte Mensch, der mir Gewalt androhte, war ein rechter Skin vor einer Konzerthalle. :=o

Das muss aber schon recht lange her sein, wie Skinheads sehen die ja für gewöhnlich heutzutage nicht mehr aus. ;-)

Das stimmt in der Tat - das war irgendwann Ende der 90er. Aber da sieht man mal wieder, wie stark sich ein Gewaltpotenzial in Deutschland eigentlich auf Brennpunkte konzentriert.

B,lfa[ck Gxun


@ stalfyr:

Nee, da steht meiner Meinung nach ganz schlicht eine Interessenpolitik hinter, die den Menschen in möglichst bunt zusammengewürfelten Konstrukten sehen möchte, die sich nicht mehr auf irgendeine (nicht-käufliche oder materiell ausschlachtbare) Identität berufen (können).

"Sei bunt, sei alles mögliche, sei nicht Mann nicht Frau, nicht Fisch nicht Fleisch" ist das, was uns der Zeitgeist selbst in der Werbung schon entgegenbrüllt. Da ist es nur konsequent, das man sich natürlich auch nicht auf kulturelle oder nationale Identitäten berufen soll, und wie schwächst du selbige besser als wenn du eine Gesellschaft bastelst, deren diesbezügliche Basis immer kleiner wird? Was am Ende als verbindendes Element bleibt, ist der Konsum. Arbeiten und konsumieren, das wird die Identität, die die Menschen sich teilen. Und die politische Linke jubelt das hoch. Verrückte Zeiten.

:)=

was man auch immer bedenken muss: die basis für die soziale marktwirtschaft, der rahmen für jede form von sozialstaat, kann immer nur der nationalstaat oder eine andere klar nach aussen abgegrenzte entität sein. schon milton friedman hat seinerzeit festgestellt, dass man nicht zeitgleich offene grenzen und einen sozialstaat haben kann. meiner einschätzung nach ist das auch das haupt- bzw. endziel der von leuten wie soros finanzierten, von seinen NGOs vorgedachten und von merkel und konsorten exekutierten "zwangsverbuntung": den zusammenhalt der gesellschaft durch heterogenisierung und die mutwillige erzeugung von ungerechtigkeiten erodieren lassen, so dass man letztenendes den störenden sozialstaat schleifen kann. natürlich heizt eine "turboglobalisierte" welt auch schön den konkurrenzdruck der arbeitnehmer und steuermodelle an.

... und die linken parteien beklatschen das ganze lauter als alle anderen; und "den rechten" wie der afd wirft man zugleich soziale kälte und neoliberalismus vor. :|N diese blauäugige verbrüderung der linken mit den neoliberalen ist imho die größte gefahr für unseren wohlstand und unsere lebensweise seit dem zweiten weltkrieg.

auch passend ist ein bekanntes zitat des linksgrünen vordenkers und globalisierungs- sowie multikulti-befürworters daniel cohn bendit:

Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch, sie ist von beträchtlichen sozialen Ungleichgewichten geprägt und kennt Wanderungsgewinner ebenso wie Modernisierungsverlierer; sie hat die Tendenz, in eine Vielfalt von Gruppen und Gemeinschaften auseinanderzustreben und ihren Zusammenhalt sowie die Verbindlichkeit ihrer Werte einzubüßen.


wer auch immer aus guten gründen gegen bestimmte formen von zuwanderung argumentiert, hat natürlich das problem, sich gegenüber denen abgrenzen zu müssen, die wie björn höcke und konsorten tatsächlich aus fremdenfeindlichen gründen gegen diese zuwanderung sind. insofern halte ich es für keinen zufall, dass das epizentrum der entwicklung in deutschland liegt, denn aufgrund unserer geschichte ist in keinen land der erde eine auch nur unterstellte nähe zu fremdenfeinden schon derart stigmatisierend und disqualifizierend wie bei uns. nirgendwo sonst sitzt die nazikeule lockerer und nirgendwo sonst ist sie so ein scharfes schwert wie in deutschland.

das vakuum in der deutschen parteienlandschaft hat zudem zur folge, dass bei jeder parteineugründung rechts der union ein gewisser bodensatz an wirrköpfen und nazis aus den löchern gekrochen kommt und versucht das projekt zu kapern; oder es zumindest in erklärungsnöte bringt. genau das kann man aktuell bei der afd beobachten, und dadurch ist die afd für viele menschen weiterhin keine alternative. insofern hielte ich es langfristig strategisch für sehr vorteilhaft, wenn die afd höcke rausschmeissen oder kaltstellen würde. ganz gleich ob seine äusserungen nun aufgebauscht wurden oder ob man sich zu recht empört ist klar, dass er der partei schadet.

S.chr?uxnd


Letzteres war die größte Heuchelei dieser Person.

Ich bin kein Parteigänger dieser "Person". Ich habe sie nie gewählt und habe auch nicht die Absicht, das zu korrigieren. Ich stelle aber fest, dass die überwiegende Mehrheit meiner Landleute offenbar die Absicht im Herzen wälzt, ihr eine weitere Amtszeit zuzugestehen. Warum wohl? Sind die alle blöd? Oder ist es tatsächlich noch nicht mal halb so schlimm, wie alle möglichen rechten Schreihälse es gerne hätten? Die weitaus überwiegende Mehrheit der Deutschen lässt sich jedenfalls von den paar Flüchtlingen nicht närrisch machen.

B#enet ton


Gebe es diesen Türkei-Pakt nicht und weiterhin diese großen Migranten-Zuströme wie 2015, dann gäbe es auch nach der nächsten Bundestagswahl keine Kanzlerin Merkel mehr.

Bjla7ck Guxn


Ich stelle aber fest, dass die überwiegende Mehrheit meiner Landleute offenbar die Absicht im Herzen wälzt, ihr eine weitere Amtszeit zuzugestehen.

ich denke nicht dass das die absicht einer überwiegenden mehrheit ist. eher ist merkel "alternativlos". wählt man linke, grüne, spd, fpd, afd oder union bekommt man am ende merkel als kanzlerin. im grunde ist es also für die kanzlerfrage egal wen man wählt, man bekommt in jedem fall merkel. die einzige frage ist die nach der stärke und ideologischen ausrichtung der opposition.

da sind wir übrigens wieder beim von mir oben angesprochenen "versagen" der linken: sie haben sich aus ideologischen gründen in der zuwanderungsfrage, aber auch bei EU-themen mit den methoden der neoliberalen gemein gemacht. das ist der hauptgrund für merkels alternativlosigkeit, das ist der hauptgrund warum sie mit ihren "alternativlosen" volten wie dem bruch der no-bailout-klausel, der faktischen aufgabe der deutschen grenze oder auch der energiewende immer wieder durchkommt.

Sind die alle blöd?

die mehrheit der deutschen wähler halte ich in der tat für blöd. :=o ]:D

aber gut, es gibt sicher auch viele, die mich im gegenzug wegen meiner ansichten für blöd halten. ;-D

CKomXra~n


Verrückte Zeiten.

:)=

Jetzt muss ich das doch mal laut sagen, was mir seit langer Zeit auf der Zunge liegt: was beklatscht ihr eure Beiträge denn laufend? Immer wieder Klatsch-Smiley und Daumen-Hoch. Mich erinnert das irgendwie an die DDR-Volkskammer, wo man sich reihum immer gefeiert hat. Oder die Szenen aus Nordkorea, wenn der dicke Kim was sagt und sofort alle linientreu in Beifall ausbrechen.

Wir sind doch nicht hier, um Beifall zu bekommen. Sondern um zu diskutieren. Oder verstärkt das irgendwie das Gruppengefühl? ;-) (Ja, ich zwinkere, weil das eine sympathische Geste ist und den Ernst aus meinem Beitrag hier nehmen soll - Beifall bekommt man hingegen nur für außergewöhnliche Leistungen).

die mehrheit der deutschen wähler halte ich in der tat für blöd. :=o ]:D

Ich halte sie nicht für Blöd und es wäre auch arrogant, das überhaupt in Erwägung zu ziehen (und sogar auf deutsche Wähler zu beschränken, als ob andere viel cleverer wären). Ich glaube, Bequemlichkeit wäre ein besserer Ausdruck. Und Bequemlichkeit resultiert in der Tat auch daraus, dass es den Leuten recht gut geht und sie sich lieber um andere Dinge kümmern als politische Meinungsbildung. Wohlstand schwächt demokratische Teilhabe.

npobbi1x00


Umso wichtiger dass es ein paar kluge Wähler gibt.

E+volumzzer


Umso wichtiger dass es ein paar kluge Wähler gibt.

nobbi100

Die gibt es doch, längst und schon immer. Das Problem ist nur, dass sie nie eine Mehrheit werden, werden können.

Warum? Ganz einfach, Gauß'sche Verteilungskurve.

Mit Restrisiken und Restdummheit an den Rändern muss man leben lernen, alles andere ist ein Kampf gegen Windmühlen, realitätsfern und wahrlich dumm.

Und warum Verkehrstote bei der Wertigkeit von Todeszahlen immer die Arschkarte haben, will mir nicht einleuchten. Wir reden doch von Sicherheit für Leib und Leben. Womit wird eine "Sonderrolle" für die Verkehrssicherheit denn begründet? Selbst wenn bei Verkehrstoten niemand von einem Vorsatz der Tötung ausgeht, ist nicht die absolute Zahl der Toten, Verletzten, Schwerbeschädigten, Folgekosten etc. etc. dass was zählt?

Bei Zuwanderung geht es doch auch um eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Was bringt ein Zuwanderer, was kostet er, welche Risiken bringt er mit? Vielleicht einfach mal genau nachrechnen und all die Gefühlsduselei weglassen und wir landen womöglich bei einer ganz neuen Sachlichkeit.

Vielleicht hieße es dann: Zuwanderung mögen wir zwar eigentlich gar nicht gern, aber sie rechnet sich unheimlich gut. Was dann?

Und weil's für mich noch nicht deutlich genug hier steht: Sicherheit ist zum großen Teil eine Personalfrage. Personal kostet Geld, qualifiziertes Personal noch mehr Geld. Woran wurde in den letzten Jahren am meisten gespart? Richtig. :=o

T'ourixst


Evoluzzer

Und warum Verkehrstote bei der Wertigkeit von Todeszahlen immer die Arschkarte haben, will mir nicht einleuchten. Wir reden doch von Sicherheit für Leib und Leben. Womit wird eine "Sonderrolle" für die Verkehrssicherheit denn begründet? Selbst wenn bei Verkehrstoten niemand von einem Vorsatz der Tötung ausgeht, ist nicht die absolute Zahl der Toten, Verletzten, Schwerbeschädigten, Folgekosten etc. etc. dass was zählt?

"Am 27. Juli 2015 gab das BMI an, dass seit 1990 75 Personen bei 69 Anschlägen mit rechtsextremem Hintergrund ermordet worden seien." [1]
Dem stehen über 3000 Verkehrstote pro Jahr gegenüber. [2]

Du meinst also, der Kampf gegen rechts sei "Gefühlsduselei" und das in den Kampf gegen Rechts investierte Geld gehört nach der "neuen Sachlichkeit" in die Verkehrssicherheit gesteckt. Das überrascht mich.

Und wenn in Deutschland mehr Ausländer von Ausländern getötet werden, als von Neonazis (ich vermute mal, das ist so) und mehr Schwule bei Autounfällen sterben, als von Neonazis ermordet werden? Wie was sagt dann die "neuen Sachlichkeit" dazu?

"Was soll diese Angst vor Neonazis? Gefühlsduselei ist das. Oder haben Schwule etwa Angst Auto zu fahren?"

Natürlich nicht.

Wie man sieht sind solcher Vergleiche sind zwischen Unfallopfern und Terroropfern immer Blödsinn.


[1] [[https://de.wikipedia.org/wiki/Todesopfer_rechtsextremer_Gewalt_in_der_Bundesrepublik_Deutschland]]

[2] [[https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstod]]

SCchruZnd


ich denke nicht dass das die absicht einer überwiegenden mehrheit ist. eher ist merkel "alternativlos". wählt man linke, grüne, spd, fpd, afd oder union bekommt man am ende merkel als kanzlerin. im grunde ist es also für die kanzlerfrage egal wen man wählt, man bekommt in jedem fall merkel. die einzige frage ist die nach der stärke und ideologischen ausrichtung der opposition.

Blackgun

Ich habe das gelesen und verstehe es nicht. Das heißt, ich verstehe es schon, in dem Sinn, dass es grammatikalisch und orthographisch korrekte deutsche Sätze sind. Aber ich verstehe den Inhalt nicht. Wieso bekommt man Merkel, egal was man wählt? Willst du damit sagen, dass Schulz, Lindner, Wagenknecht oder Petry alle = Merkel sind? Das würden die betroffenen Damen und Herren samt ihrer jeweiligen Anhänger wahrscheinlich mit Abscheu und Empörung zurückweisen. Deshalb vermute ich, dass du was anderes meinst, weiß aber nicht was.

Und im übrigen beklatschen "die Linken" erst mal gar nichts. Es ist durchaus möglich, mit einer ganz bestimmten Entscheidung der Regierung Merkel aus humanitären Gründen d'accord zu sein, ohne dabei das gesamte Paket gutzuheißen. Wenn es denn ein solches Paket überhaupt gibt und das ganze nichts anderes als ein Substrat rechter Verschwörungsphantasien ist. Von wegen nützliche Idioten der großen Puppenspieler Soros & Co.

das ist der hauptgrund warum sie mit ihren "alternativlosen" volten wie dem bruch der no-bailout-klausel ....immer wieder durchkommt.

Dann schau dir die Konditionalitäten (tolles Wort, nicht wahr) der sog. Bailouts mal an und du wirst unschwer erkennen, dass es bis dato noch keinen einzigen Bailout im strengen Sinn gegeben hat. Mit Ausnahme eines begrenzten Forderungsverzichts privater Investoren im Falle Griechenlands sind bisher alle Verbindlichkeiten aus Eurorettungspaketen von Lisboa bis Dublin und Athen bedient worden. Und zwar restlos. Weder du noch ich noch sonst einer, der hierzulande Steuern zahlt, hat bisher bei dieser Geschichte auch nur einen Pfennig verloren. Mit Ausnahme vielleicht einer verpeilten Aktion der FMS Wertmanagment, die sich keinen Besserungsschein auf nicht nach EU-Recht begebenen Griechenbonds hat geben lassen. Dumm gelaufen, aber verkraftbar.

Als Linker kann man in dieser ganzen Chose nur einen einzigen Standpunkt einnehmen und das ist der, dass die Folgen der von Banken und Regierungen verursachten Beinahezusammenbrüche einiger Mitglieder des Eurowährungsgebiets nicht auf dem Buckel der kleinen Leute in diesen Ländern und anderswo abgeladen werden. So viel zu dem, was Linke angeblich beklatschen.

ToouUrxist


Dann schau dir die Konditionalitäten (tolles Wort, nicht wahr) der sog. Bailouts mal an und du wirst unschwer erkennen, dass es bis dato noch keinen einzigen Bailout im strengen Sinn gegeben hat. Mit Ausnahme eines begrenzten Forderungsverzichts privater Investoren im Falle Griechenlands sind bisher alle Verbindlichkeiten aus Eurorettungspaketen von Lisboa bis Dublin und Athen bedient worden.

Inwiefern sind die Eurorettungspakete durch den Maastrichter Vertrag gedeckt?

Die No-Bailout-Klausel verbietet 1. die Staatsfinanzierung durch die EZB und 2. die gemeinsame Haftung der Euroländer für die Schulden der Eurostaaten. So wurde es jedenfalls kommuniziert.

"Nach den vertraglichen Regelungen gibt es keine Haftung der Gemeinschaft für Verbindlichkeiten der Mitgliedstaaten und keine zusätzlichen Finanztransfers." (Helmut Kohl vor dem Bundestag)

Hat Kohl den Bundestag über den Inhalt der Verträge belogen, oder wurden die vertraglichen Regelungen gebrochen?

SJchru%nd


Hat Kohl den Bundestag über den Inhalt der Verträge belogen, oder wurden die vertraglichen Regelungen gebrochen?

Es gibt zu dem Thema verschiedene Gerichtsurteile, u. a. des EUGH und des deutschen Bundesverfassungsgerichts. Danach wurden keine Verträge gebrochen. Das ist die einfache Antwort. Ich will mich allerdings nicht dahinter verschanzen und durchaus grenzwertige und diskussionswürdige Aktivitäten der Europäischen Zentralbank keineswegs schönreden.

Die EZB rechtfertigt ihre Anleihenkäufe bekanntlich damit, dass a). die Liquidität des Bankensystems sichergestellt werden soll und b). der diagnostizierte Kredit- und Investitionsstau aufgelöst werden soll. a) scheint zu funktionieren, b) lässt nach wie vor auf sich warten. Ob Anleihenkäufe am Sekundärmarkt, also formal gesehen der Handwechsel bereits emittierten Materials, schon Staatsfinanzierung ist, sei mal dahingestellt. Die EZB ist so oder so der zentrale Spieler insbesondere am Eurogeldmarkt. D.h, was immer sie tut, beeinflusst das Zinsniveau im Eurowährungsgebiet und damit zwangsläufig auch die Finanzierungskonditionen der dem System angeschlossenen Staaten. So gesehen ist die Zentralbank immer an der Staatsfinanzierung beteiligt, egal was sie tut.

Was den Bailout betrifft, so muss man schon sagen, was darunter verstanden werden soll. Ist damit Schuldenerlass, Forderungsverzicht, Schuldenvergemeinschaftung etc. gemeint, so hat es bisher im Eurowährungsgebiet keinen Bailout gegeben. Ist damit bereits die verzinsliche Bereitstellung von Finanzmitteln für klamme Staaten gegen strenge Auflagen zur Sanierung der jeweiligen Staatsfinanzen gemeint, dann gibt es im Eurowährungsgebiet Bailouts. Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass diese Sorte Bailout gegen die Verträge von Maastricht verstößt.

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