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Ideen für die Welt von Morgen... .

GIrau^e S\ocke hat die Diskussion gestartet


Nachdem im Trump-Faden die Diskussion in Richtung "Zukunft der Menschheit" abgedriftet ist, hier der Faden über die mögliche Gestaltung der Welt von Morgen.

Also her mit Euren Untergangsszenarien und wie man sie vermeiden könnte! :)D

Antworten
BAlaczk Guxn


um mal die diskussion aus dem anderen faden hier aufzugreifen:

@ sensibelman:

und wie genau möchtest du trinkwasser von ländern mit einem überschuss, wie zb deutschland oder österreich, in länder mit einem mangel transportieren, zb niger, mali, namibia, indien?

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Solare_Meerwasserentsalzung Ich kenne da mehrere Möglichkeiten]] oder [[http://www.3sat.de/page/?source=/hitec/150355/index.html auch so]] oder [[http://www.zeit.de/2005/32/U-Indien auch so]]- dazu muss das Trinkwasser aber keineswegs aus reichen Industrienationen importiert werden.

und wie genau sollen meerwasserentsalzung, eisberge oder regenwasser bei der wasserknappheit in ländern wie mali oder niger helfen? davon abgesehen hört's beim wasser ja nicht auf. auch ackerböden sind bei zu intensiver bewirtschaftung irgendwann einfach ausgelaugt. das ist ein problem, das in indien und äthiopien bald zum tragen kommt.

ich bleibe dabei: die ressourcen der erde sind und bleiben endlich, daher gibt es ohne zweifel eine obergrenze für die anzahl an menschen, die die erde auf dauer ernähren kann. und wenn man nicht nur vom nackten überleben spricht sondern von einem halbwegs guten lebensstandard, ist dieser punkt mit 7 milliarden menschen auf der welt imho schon jetzt überschritten.

g8erndwerxn


ich bleibe dabei: die ressourcen der erde sind und bleiben endlich, daher gibt es ohne zweifel eine obergrenze für die anzahl an menschen, die die erde auf dauer ernähren kann. und wenn man nicht nur vom nackten überleben spricht sondern von einem halbwegs guten lebensstandard, ist dieser punkt mit 7 milliarden menschen auf der welt imho schon jetzt überschritten.

Man kann ja durchaus für eine Reduzierung der Weltbevölkerung sein, aber doch bitte nicht dadurch, dass Leute weghungern (oder Krieg geführt wird). in diesem Zusammenhang finde ich auch die Jammerei, dass die Deutschen aussterben, erstaunlich. 1) ist das vollkommen Schwachsinn und 2) who cares? Bzw. wie können wir bitte allen ernstes eine Reduzierung der Bevölkerung anderer Ländern fordern, aber hier rumjammern und sogar Gegenmaßnahmen ergreifen?

GJraue ASocxke


Bzw. wie können wir bitte allen ernstes eine Reduzierung der Bevölkerung anderer Ländern fordern, aber hier rumjammern und sogar Gegenmaßnahmen ergreifen?

Der Maßstab muss doch sein, wie viele Menschen ein Land ernähren kann - von daher hat das eine mit dem anderen nicht so viel zu tun. Abgesehen davon, dass die Forderung nach Fortpflanzungskontrolle in anderen Ländern auch eine Form von Imperialismus bzw. westlicher Arroganz ist.

Die Menschheit ist zwar unendlich dumm, aber die Menschen sind ja in diesen Ländern nicht doof - wenn man ihnen Perspektiven gibt, dann hat das sicherlich mehr Erfolg als wenn irgendwo am Runden Tisch irgendwelche Maßnahmen beschließt.

Ohne jetzt die Quellen parat zu haben, dort wo man Frauen als "Familienoberhaupt" etabliert hat (über direkte Förderung), sind wesentliche Erfolge sowohl in wirtschaftlicher als auch familiärer Hinsicht erzielt worden... .

s'en#sibielmaNnn9x9


und wie genau sollen meerwasserentsalzung, eisberge oder regenwasser bei der wasserknappheit in ländern wie mali oder niger helfen?

Es gibt die Möglichkeit, Rohrleitungen zu verlegen (mit solar betriebenen Wasserpumpen)- die solare Meerwasserentsalzung dürfte in den trockenen Wüstengebieten besonders gut funktionieren. Das Wasser könnte am einfachsten in Zusammenarbeit mit Mali aus Marokko/Westsahara über Mauretanien kommen (alternativ Lybien). Wenn alle beteiligten Länder sich an dem Projekt beteiligen, können (Wassermitnutzung) diese auch mitprofitieren, weil es die relativen Kosten verringert.

Eine mit der Bewässerung verbundene Aufforstung bei gleichzeitiger Verringerung der Viehbestände (Ernährung stärker auf pflanzlicher Basis) dürfte nach und nach auch die Wüstengebiete zurückdrängen und das regionale Klima verbessern.

Niger könnte auch den Monsunregen im Süden auffangen und in großen Seen/unterirdischen Speichern speichern und über Rohrleitungen nach Norden pumpen. Vielleicht mal alte Braunkohlentagebaubagger dafür abstauben.

BHlacQkI Gun


in diesem Zusammenhang finde ich auch die Jammerei, dass die Deutschen aussterben,

also von mir kommt diese jammerei jedenfalls nicht. ich hätte kein problem damit, wenn sich deutschland auf zb 40 mio runterschrumpft. es darf halt nicht zu schnell gehen, weil man sonst probleme mit zb dem rentensystem bekommt. klagen darüber, dass die deutsche sprache und/oder kultur zurückgedrängt und verwässert werden, sind noch mal was anderes. klagen über bevölkerungsschwund kommen aber meinem eindruck nach hauptsächlich von wirtschaftsvertretern, die angst haben, dass ihnen die konsumenten und die arbeitskräfte zum lohndruck entfachen ausgehen. :=o

Abgesehen davon, dass die Forderung nach Fortpflanzungskontrolle in anderen Ländern auch eine Form von Imperialismus bzw. westlicher Arroganz ist.

man muss ja nicht nach gutsherrenart hergehen und (wie die KP chinas damals bei der einkindpolitik) den menschen zuweisen, wieviele kinder sie bekommen dürfen. es wäre ja schon ein fortschritt, wenn man in ländern wie dem niger die nächste generation dazu bringen könnte, nur noch 3 kinder pro frau zu bekommen statt wie bisher 6.8. die generation darauf dann nur noch 2 kinder pro frau, und dann sieht man mal weiter. über kriege, krankheiten und hunger würde eine geburtenrate von 2 kindern pro frau auf dauer eh zu einem leichten rückgang der bevölkerungszahl führen. wenn man mit solchen schritten die bevölkerungsexplosion der dritten welt zum stehen bringt, könnte man die weltbevölkerung (aufgrund des demographischen lags) in ~ 2 generationen bei rund 9 milliarden stabilisieren und von da an mit deutlich weniger "druck im kessel" an einem schrittweisen, sanften abbau der überbevölkerung arbeiten. wenn gleichzeitig die ressourcenverschwenderischen industriestaaten ihre bevölkerung bis 2100 ungefähr halbieren, wäre die menschheit imho aus dem schneider und hätte eine rosige zukunft.

GEr;au>e \SGocvkxe


Ich sehe die Probleme in Afrika weniger in den klimatischen Bedingungen oder fehlenden technischen Möglichkeiten sondern eher in instabilen politischen Verhältnissen und Korruption.

s(ens@ibeSlmannx99


die ressourcen der erde sind und bleiben endlich, daher gibt es ohne zweifel eine obergrenze für die anzahl an menschen, die die erde auf dauer ernähren kann. und wenn man nicht nur vom nackten überleben spricht sondern von einem halbwegs guten lebensstandard, ist dieser punkt mit 7 milliarden menschen auf der welt imho schon jetzt überschritten.

Wie hoch die Grenze tatsächlich liegt, ist schwer abzuschätzen.

Man könnte aber mal darüber nachdenken, ob hoher Lebensstandard tatsächlich bedeutet, alle zwei Jahre ein neues Smartphone oder Computer oder Auto oder andere technische Geräte kaufen zu könnnen (und dafür wie Idioten von morgens bis abends zu malochen). Ist hoher Lebensstandard tägliche Fleischberge auf die Essenstische stellen zu können und einen großen Teil ungenutzt zu vernichten ...

Energie (solar) und Wasser ist jedenfalls überreichlich vorhanden- das lässt sich technisch gesehen aufbereiten (auch zu überblickbarem Kosten- und Arbeitsaufwand). Wenn es Mensch gelingt, auch mit wesentlich weniger Fleisch seine Ernährung zu realisieren- dann ist sowohl das Wasser- als auch das landwirtschaftliche Flächenproblem erheblich reduzierbar bzw. beseitigt.

BClaEc%k Guxn


Ich sehe die Probleme in Afrika weniger in den klimatischen Bedingungen oder fehlenden technischen Möglichkeiten sondern eher in instabilen politischen Verhältnissen und Korruption.

das kommt hinzu, beides bedingt einander aber auch. je schwieriger die bedingungen und je rückständiger die gesellschaft, desto schwerer ist es, good governance zu implementieren. auch darf man bei thema korruption in afrika das clandenken nicht ausser acht lassen. die menschen in den meisten ländern afrikas haben kein nationalgefühl sondern fühlen sich ausschließlich ihrem eigenen clan/stamm/volk verpflichtet. viele anführer afrikas fühlen sich eben nicht für das wohlergehen aller bewohner ihres landes zuständig sondern bereichern nur sich selbst und die ihren. der rest soll sehen wo er bleibt. für die langfristigen entwicklungsperspektiven ist das natürlich fatal. und wenn dann als nachfolger jemand vom anderen stamm an die macht kommt, hat er natürlich aufgrund dieser erfahrungen erst recht keinen grund, nun mit dem stamm seines vorgängers fairer umzugehen.

sJens"ibeVlman)n99


sondern eher in instabilen politischen Verhältnissen und Korruption.

Das ist aber kein eigentliches Problem der Bevölkerungsentwicklung.

Ich halte Fortpfanzungskontrolle für vollkommen überflüssig. Genaugenommen werden nicht soviele Kinder geboren, weil die Menschen alle so glücklich mit den Kindern sind, sondern weil sie die Kinder für das eigene Überleben benötigen (soziale Absicherung). Zudem gibt es nach wie vor vollkommen bekloppte religiöse Einflüsse, die Verhütungsmaßnahmen verhindern.

Gwraue ?Socke


Von daher sehe ich momentan die größten Chancen darin, bei der Entwicklungshilfe die staatlichen Stellen zu übergehen und direkt die Bevölkerung zu fördern - über diese relative Unabhängigkeit kommt dann vielleicht auch das entsprechende Selbstvertrauen, um sich politisch zu engagieren und gegen Ausbeutung und Korruption aufzubegehren... .

sNensiblel=manxn99


darf man bei thema korruption in afrika das clandenken nicht ausser acht lassen. die menschen in den meisten ländern afrikas haben kein nationalgefühl sondern fühlen sich ausschließlich ihrem eigenen clan/stamm/volk verpflichte

Ein großes gemeinsames Ziel zum Nutzen aller, können durchaus auch das Clandenken/Korruption mindern und Gemeinschaftsgefühl erzeugen bzw. erhöhen- insbesondere wenn von Anfang an darauf gedrängt wird, dass alle beteiligten Parteien in Entscheidungen mit einbezogen werden- das gilt auch dann, wenn manche Entscheidung langwieriger dauern kann.

Mensch wächst mit seinen Aufgaben.

Belac]k HGun


Ein großes gemeinsames Ziel zum Nutzen aller, können durchaus auch das Clandenken/Korruption mindern und Gemeinschaftsgefühl erzeugen bzw. erhöhen

Mensch wächst mit seinen Aufgaben.

du bist ein unverbesserlicher optimist ;-D

sxensi5belmaxnn99


du bist ein unverbesserlicher optimist

Das ist mein Erfahrungswert ;-D

s3eonsibelxmann99


sehe ich momentan die größten Chancen darin, bei der Entwicklungshilfe die staatlichen Stellen zu übergehen und direkt die Bevölkerung zu fördern - über diese relative Unabhängigkeit kommt dann vielleicht auch das entsprechende Selbstvertrauen, um sich politisch zu engagieren und gegen Ausbeutung und Korruption aufzubegehren... .

:)z

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