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Über Gott reden, wo kann man das?

Exhemagliger Nu1tzebr (#a149187)


Oh je.

FRrau ErdBmännxchen


Mensch, du hast die Freiheit, nun komme nicht angejammert, wenn was nicht klappt, dir das Ganze über den Kopf wächst oder dir gar körperlich oder seelisch wehtut.

Doch natürlich dürfen wir mit unseren Sorgen, Nöten und Ängsten und auch mit Überforderung usw. zu Gott kommen. Für die, die nicht an Gott glauben, ist das vermutlich schwierig nachzuvollziehen. Ich persönlich habe schon eindeutige Zeichen von Gott erhalten und er hat mir in schwierigen Situationen geholfen (ich habe gebetet, dass er mir die richtige Entscheidung zeigt). Etwas später habe ich die Entscheidung treffen können mit einer unglaublichen Ruhe und Sicherheit. Klar, viele werden jetzt sagen, das war Einbildung. Auch die Zeichen, die ich erhalten habe, vermutlich Zufall. Für mich war es das eben nicht, eben weil ich an Gott glaube und ich um diese Dinge gebeten habe (ja, auch um ein Zeichen von ihm) und es dann so passierte.

B.elavfomnOte


Was ist mit dem Gott, der uns liebt und in dessen Arme wir fallen können?

Ja, da ist der berühmte Wald, der vor lauter Bäumen nicht gesehen wird. Es ist durchaus eine Schöpfung denkbar, ein Kosmos, der keine fühlenden Wesen hervorbringt, die sich die Welt in den Kopf holen können.

Ich habe dich in die Welt gesetzt, damit du von dort bequem um dich schaust, was es alles in dieser Welt gibt.

(Pico della Mirandola)

:-)

SLouGha


Die Telephonseelsorge kann ich hier auch nur empfehlen, klar sitzen da "Laien", aber eben auch nicht Hinz und Kunz, man wird schon speziell dafür ausgebildet und sollte ein großes Spektrum an Anfragen und Themen auffangen können.

Durchaus, ja. Aber mit allzugroßen Erwartungen sollte man da nicht herangehen. Als ich in der ganz schlimmen Phase dort angerufen habe, dauerte es schon mal ewig, bis überhaupt abgehoben wurde(scheinen nicht viele Leitungen zu haben und wenn man schwer depressiv ist, fehlt einem ohnehin die Kraft so lang am Hörer zu bleiben) und als es dann endlich geschah, kamen höchst einsilbige und nicht sehr aufbauende Antworten. Was natürlich nicht heißt, dass es ansonsten ganz anders laufen kann. Ich wünsche jeder und jedem soviel Unterstützung wie nur geht. Keine Möglichkeit sollte ungenutzt bleiben.

Was das Gespräch mit Gott angeht, das muss wirklich jedeR für sich selbst herausfinden. Oft braucht es kein "Zwischenglied" oder einen Mittler, sondern man führt sein eigenes Zwiegespräch, was oft schon Erleichterung bringen kann.

Luomxax


Gott fragen? Wer gibt mir da Antwort?

Ich glaube beten ist nur eine besondere Form der Konzentration, was ja auch nicht schlecht ist.

CzaramDalaF x2


Ich bin der Meinung, dass man das Gespräch in sich selbst starten kann, wenn man einige Bücher gelesen hat, z.B. von Menschen, die das ähnlich gemacht haben. Neale Donald Walsch hat das zum Beispiel gemacht. Du kannst auch seinen Film dir mal ansehen.

F<ramu EZrdmäxnnchen


Gott fragen? Wer gibt mir da Antwort?

Es tritt dann eben ein passendes Gefühl dazu ein. Oder man bekommt Zeichen: vielleicht erwähnt jemand in einem Gespräch etwas; man trifft auf Menschen, die einem gerade helfen können; man sieht bestimmte Dinge, die einem den Weg zeigen... Es gibt auch Menschen, die berichten, dass sie eine Begegnung mit Jesus oder Gott hatten. Man muss halt offen dafür sein, diese Dinge auch wahrzunehmen.

hdiklgeinexs


Man muss halt offen dafür sein, diese Dinge auch wahrzunehmen.

Ach ne, das wär zu einfach. Solche Aussagen sind doch total belastend für diejenigen, die sich wirklich bemühen und dennoch nichts wahrnehmen.

Die Krux am Glauben ist ja nun, dass man es auch tut (tun muss?), wenn überhaupt nie im ganzen Leben irgendwann so ein "Zeichen" vorbei kam. Wenn Menschen nur besonders offen sein müssten, um die "Antworten" Gottes wahrzunehmen, das wär ja klasse. In der katholischen Theologie gibt es sog. Heilige, die sind nachher für ihren Glauben gestorben und haben doch ihr ganzes Leben lang keine einzige Antwort erhalten. Das ist total unterschiedlich, keiner kann es einem abnehmen und Garantien gibts auch nicht.

Glauben ist eben auch Risiko, total falsch zu liegen, nie das Gefühl zu haben, angekommen zu sein, sich nie bestätigt zu sehen, dass die eigene Überzeugung wahr ist.

S.ouhxa


Die Krux am Glauben ist ja nun, dass man es auch tut (tun muss?), wenn überhaupt nie im ganzen Leben irgendwann so ein "Zeichen" vorbei kam.

Vielleicht kam es ja vorbei, sie haben es aber eben nicht als solches wahrgenommen, weil sie möglicherweise zu sehr auf " ein bestimmtes Zeichen" fixiert waren. Frau Erdmännchen hat das sehr gut beschrieben. Es kann sehr mannigfaltig auftreten. Oft auch einfach nur ein Gefühl der Einigkeit, das Vertrauen, dass man sich "fallen lassen kann", das man die richtige Richtung einschlägt. Lässt sich schwer in Worte fassen.

Heilige, die sind nachher für ihren Glauben gestorben und haben doch ihr ganzes Leben lang keine einzige Antwort erhalten.

Vielleicht ja doch. Sonst hätten sie nicht bis zuletzt am Glauben festgehalten.

FJraBu Er,dmännEchxen


Ich habe nicht gesagt, dass man durch das Offensein automatisch zum Glauben findet. Also zuerst einmal sich überhaupt mit Gott auseinander setzen. Dann erkennt man auch eher seine Zeichen. Jemand der nicht glaubt, wird solche Zeichen vermutlich garnicht wahrnehmen...

Ich habe schon vor diesen Zeichen geglaubt, aber je mehr ich mich mit Gott beschäftigt habe, desto eher kann ich solche Dinge nun auch erkennen. Diese eindeutigen Dinge passierten auch erst viel später, aber eben zu einer Zeit, in der ich mich viel intensiver mit Gott beschäftigt habe als früher.

dEorfsztrxaße


Bezogen aufs Ausgangsposting: du bist nicht verrückt, du hast einfach nur Fragen an das Leben, die Liebe, die Kraft, die Hoffnung, Gerechtigkeit, Tod, Himmel, Hoelle - und an dein Gewissen.

Diese Fragen hat jedes Mensch. (Oder, grammatisch korrekt - jeder Mensch ;-D )

Ich bin tolerant, aber ich halte das Christentum, egal ob Katholen Polen oder ob Zeugen Jehovas, für eine zum Himmel stinkende ... , denn es macht so gefügig und will nicht, dass wir selbst denken, handeln, erfahren und erkennen. Jesus von N. muss schon ein kleiner fascho gewesen sein. "ICH bin alles, die Auferstehung und das Leben und und und."

Dazu wird er noch als schlanker, blonder Europäer dargestellt. Also auch noch rassistisch, obwohl er selbst vielleicht nix dafür kann. Was bringt es da, wenn man sich kein Bild vom Herrn machen soll, aber Bildnisse von seinem Sohn, damit wird die ganze Erde global zugerotzt.

Der Islam ist auch nicht viel besser, denn auch die haben dieses "Ein Gott... aehm, ... Prinzip. :-/ aber von Mohammed wird wenigstens konsequent kein Bild gemacht. Immerhin schon mal ein Fortschritt - was man 600 Jahre nach JvN auch erwarten kann :-|

LVomxax


Ich frage mich, wo Gott ist, wenn ich meine kaum zum aushaltenden Panikattacken habe. Ich leide seit Jahren darunter, und von nirgendwo gab es ein Zeichen, das mir half.

h~iklxeinxes


Ich habe schon vor diesen Zeichen geglaubt, aber je mehr ich mich mit Gott beschäftigt habe, desto eher kann ich solche Dinge nun auch erkennen. Diese eindeutigen Dinge passierten auch erst viel später, aber eben zu einer Zeit, in der ich mich viel intensiver mit Gott beschäftigt habe als früher.

Oder eben nicht. Muss man als Gläubiger akzeptieren lernen, dass es anderen - durchaus auch glaubenden Menschen - anders geht. Glauben heißt eben auch, von etwas bis ins tiefste überzeugt zu sein, was man nicht beweisen oder auch nur argumentativ herbeiführen kann. Wer Zeichen Gottes im Miteinander mit anderen Menschen wahrnimmt, darf das doch auch. Aber das ist eben eine Interpretation. Man sagt sich selbst: So und so interpretiere ich das, so und so nehme ich das wahr. Genauso kann ein gläubiger Mensch aber sein Leben lang zweifelnd und auch verzweifelt nach Antworten suchen und rufen. Da gibts eben kein richtig oder falsch. Die Geschichte von Jona im Bauch des Walfisches ist ja nur ein Beispiel davon, dass es auch Menschen gibt, die sich extrem gegen alles wehren und dennoch von Gott angesprochen werden. Da gibt es keine Konstellation unter der Sonne, die es nicht gibt.

Heilige, die sind nachher für ihren Glauben gestorben und haben doch ihr ganzes Leben lang keine einzige Antwort erhalten.

Vielleicht ja doch. Sonst hätten sie nicht bis zuletzt am Glauben festgehalten.

Ohne meine persönliche Meinung einbringen zu wollen: Die katholische Theologie nennt einige davon sogar genau deshalb Heilige, weil sie eben trotzdem am Glauben festgehalten haben. Und Christus schreit im Moment seines Todes "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?". Mehr Zweifel und Unsicherheit gibt es wohl kaum.

aber ich seh schon, das wird ne theologische Diskussion. Muss nicht sein!

TE

Hast du es mal mit Internetseelsorge versucht? Da gibt es ausgebildete Ansprechpartner, die allerdings oftmals direkt für bestimmte Anliegen zur Verfügung stehen, ohne dass du irgendwohin gehen musst oder dich für irgendeine Gemeine/Konfession/Person entscheiden können müsstest. So persönliche Gespräche mit jemandem führen, den man gerade das erste mal trifft, das fiele mir auch schwer. Ein bisschen Abstand und Anonymität kann es leichter machen. Und ganz ehrlich: Wer irgendwas mit diesen Themen beruflich zu tun hat und aber nicht offen über die Theodizee sprechen kann/will, der wäre da einfach falsch.

SXouhxa


Du solltest schon aktiv auf ihn "zugehen". Von allein kommt nichts.Ein wenig Eigeninitiative hat noch nie geschadet.

Oder eben nicht. Muss man als Gläubiger akzeptieren lernen, dass es anderen - durchaus auch glaubenden Menschen - anders geht. Glauben heißt eben auch, von etwas bis ins tiefste überzeugt zu sein, was man nicht beweisen oder auch nur argumentativ herbeiführen kann.

Ja, natürlich. Deswegen gibt es da keine allgemeingültigen Regeln. Da muss jedeR den passenden Weg für sich finden. Ich hab auch meinen eigenen ganz persönlichen Zugang, der wohl nur für mich geeignet ist. Hab durch meine zwei Männer wieder so wirklich zum "Glauben" gefunden.

Genauso kann ein gläubiger Mensch aber sein Leben lang zweifelnd und auch verzweifelt nach Antworten suchen und rufen.

Aber das ist doch scheiße. Davon hat keiner was. Da läuft dann irgenfwas schief. Da muss man sich irgendwann fragen, ob man diesen speziellen Weg wirklich weiterverfolgen will oder Alternativen in Betracht zieht.

Ich bin tolerant, aber ich halte das Christentum, egal ob Katholen Polen oder ob Zeugen Jehovas, für eine zum Himmel stinkende ... , denn es macht so gefügig und will nicht, dass wir selbst denken, handeln, erfahren und erkennen.

Aber auch nur, wenn man sich derart zum Schaf machen lässt. Glauben bedeutet ja nicht, dass man seinen Verstand an der nächsten Ecke abgeben muss.

Dazu wird er noch als schlanker, blonder Europäer dargestellt. Also auch noch rassistisch, obwohl er selbst vielleicht nix dafür kann. Was bringt es da, wenn man sich kein Bild vom Herrn machen soll, aber Bildnisse von seinem Sohn, damit wird die ganze Erde global zugerotzt.

Dann musst du aber nur Dogma gucken. Da ist Gott eine Frau. Yeah.

Stouxha


Sorry, das

Du solltest schon aktiv auf ihn "zugehen". Von allein kommt nichts.Ein wenig Eigeninitiative hat noch nie geschadet.

war für Lomax gedacht.

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