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Wie kann man Alter von Möbelstück herausfinden?

FEixG unwd Foxixe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Mutter ist nun in ein Heim umgezogen. In ihrem Besitz befindet sich noch ein massiver Holzschrank/Wäscheschrank, den ich aus Platzgründen gerne verkaufen würde. Leider weiß ich nicht genau, wie alt dieser Schrank ist. Meine Großeltern besaßen in schon, als ich noch Kind war (Opa Baujahr 1907). Kann aber durchaus sein, dass er noch aus der Zeit von meinen Urgroßeltern stammt. Auf alten Fotos taucht dieser Schrank leider nicht auf, lediglich auf einem Foto, auf dem ich ca. 16 Jahre alt bin. Also, schätze ich den Schrank schon mal so auf mindestens 60 Jahre. Meine Mutter kann ich leider nicht mehr fragen, da sie mittlerweile dement ist u. wahrscheinlich noch nicht mal weiß, welchen Schrank ich meine. Mit der Bildervergleichssuche bei Google komme ich leider auch nicht weiter. Es gibt Schränke ähnlicher Variationen, die man auf amerikanischen Seiten findet u. die tlwse. für über 9000,- $ verkauft werden. Der Schrank hat trotz seines Alters nur leichte Gebrauchsspuren u. ich möchte ihn natürlich ungern unter Wert verkaufen.

Wohin könnte man sich wenden? Evtl. an einen Antiquitätenhändler? Allerdings denke ich, dass solche Händler dann natürlich auch ihren eigenen Vorteil im Blick haben u. nicht unbedingt den Preis angeben, den man dafür noch verlangen könnte, da sie ja selbst auch noch Gewinn machen wollen. ":/ Mir rennt nur auch die Zeit langsam davon, da die Wohnung Ende April wohl gekündigt werden wird.

Antworten
BWelahfo4nxte


Schaue dich doch einfach mal in einem Ausstellungslager eines Antiquitätenhändlers um. Ja, die gibt es noch! Wenn du einen ähnlichen Schrank entdeckst, hast du eine Preisvorgabe. Natürlich sind das Leute, die auch neue Stücke auf Alt trimmen, was völlig in Ordnung geht. Im Übrigen muss dein Schrank nicht deshalb wertvoll sein, weil er älter als 60 Jahre ist. Billige Möbel gab es immer schon. Vielleicht kannst du den Holzwurm-Experten mal darauf ansprechen. Ich würde ein Foto mitnehmen.

F}ixO unds Foxixe


Okay, danke, dann schaue ich mal.

Klar, kann man neue Möbel auf alt trimmen. ;-) Dass der Schrank nicht neu ist, weiß ich ja und da er auch recht schwer ist, gehe ich mal davon aus, dass er auch aus Echtholz und nicht nur Furnier oder Pressspan besteht. Aber ich werde mich da mal erkundigen. An Antiquitätenhändler hatte ich ja ohnehin schon gedacht, aber war eben unsicher, ob das geschätzte Alter für eine Antiquität ausreichen würde... ;-)

Mit dem halbdigitalen Klavier meiner Mutter hat die Bildersuche hervorragend geklappt, da konnte ich herausfinden, um welches Modell es sich handelt u. wie viel andere Leute dafür heute noch so verlangen. Da hatte ich zumindest schon mal ne Richtung. Aber den Schrank gab' s leider nicht im Netz, nur eben ähnliche Modelle.

B+elaMfonte


gehe ich mal davon aus, dass er auch aus Echtholz und nicht nur Furnier oder Pressspan besteht.

In Etwa kannst du das abschätzen. Schaue dir bitte die Scharniere an. Wenn versenkt sind, ist das Holz vermutlich Spanplatte. Auch die Rückwand gibt eine Auskunft. Sie darf keine Pressplatte sein. Ob das Holz furniert ist, lässt sich manchmal an Kanten erkennen. Echtholz wurde in der Regel nicht furniert, auch das preiswertere Nadelholz nicht, aber das wurde manchmal bemalt, wie bei den Bauernschränken.

So ein Stück per Auktion zu verkaufen, dürfte nicht einfach sein. In der Regel will der Erwerber das Teil in Augenschein nehmen. Viel Erfolg jedenfalls! *:)

D`ie Sbeherxin


stell doch mal ein bild hier ein!?

d`anaZe87


Also ich würde das einen Antiqitätenhändler ansehen lassen, der sowas gegebenenfalls in Kommission verkaufen würde. Dann hat niemand einen Grund einen falschen Preis zu nennen und du kannst dich gleich informieren, wieviel ein entsprechender Händler als Verkaufsprovision nehmen würde. Wenn das Teil wirklich etwas wert ist, kann man da über so offizielle Kanäle einfach mehr machen, vorallem wäre Transport und soweiter dann versichert. Und professionell abgebaut werden würde er auch, denn das ist bei wirklich alten Schränken nicht ganz einfach.

F_ix un8d Foxixe


Danke für eure Tipps!

@ Danae:

Ich habe heute zwei Antiquitätenhändler per Mail angeschrieben u. Fotos des Schrankes mitgesandt. Habe leider nur diese zwei hier in der Stadt gefunden, die auch Möbel annehmen. Der eine hat gleich geantwortet: "Kein Interesse!" Keine Anrede, nichts. Das fand ich sehr unfreundlich. Ein bisschen mehr als zwei Worte hätte man ja dazu schreiben können. %-| Von dem anderen habe ich noch keine Nachricht bekommen.

@ Seherin:

Ich weiß nicht, ob mir hier einer Rat geben dürfte, wie viel so ein Schrank wert sein könnte. Aber ich kann ja mal Fotos einstellen, damit man einen besseren Eindruck davon hat, worum es geht.

[[http://www.directupload.net/file/d/4697/863bwx3h_jpg.htm]]

[[http://www.directupload.net/file/d/4697/mhzl9xob_jpg.htm]]

[[http://www.directupload.net/file/d/4697/zhtdsyvx_jpg.htm]]

[[http://www.directupload.net/file/d/4697/s96dklvh_jpg.htm]]

[[http://www.directupload.net/file/d/4697/6oeybz3k_jpg.htm]]

[[http://www.directupload.net/file/d/4697/bpp5iadv_jpg.htm]]

[[http://www.directupload.net/file/d/4697/fyqrwphj_jpg.htm]]

[[http://www.directupload.net/file/d/4697/invrot9g_jpg.htm]]

Von allen Seiten, außer der einen, da ich ihn nicht alleine weggerückt bekomme... ]:D

T:ariOas


Wenn man mit offensichtlichen Verkaufsabsichten zu Fachpersonal geht, bekommt man keinen realistischen Preis genannt. Vielleicht besser mit aussagekräftigen Fotos jemanden aufsuchen, der Restaurierungen durchführt und fragen, ob sich das Aufarbeiten denn überhaupt lohnt. Aus den Antworten kann man eventuell mehr ableiten.

Echtholz wurde in der Regel nicht furniert

Das würde ich pauschal nicht sagen. In Zeitperioden vor dem großflächigen Einsatz von Pressspan und Hartfaser waren die Blindholzkerne von furnierten Teilen durchaus aus Echtholzbrettern zusammengeleimt. Oder halt als Tischlerplatte ausgeführt. Wenn man große, nahtlos flächige Teile wie Türen und Panele hat, kann man von Furnier ausgehen. Bei offensichtlich gefügten Teilen erübrigt sich das natürlich.

ajug2x33


Die Bilder sind prima! Gute handwerkliche Arbeit. Verrate vielleicht noch in welcher Gegend der Schrank vermutlich hergestellt wurde. Jede Region hat so ihre Eigenheiten. Versuche ihn vorzurücken - manchmal steht etwas auf der Rückwand. Unter jeden Fuß einen alten Socken legen und dann rutscht er fast von selbst.

hballQigalIilxeo


Ich würde das Möbelstück dem altdeutschen Stil zuordnen. Im günstigen Fall hergestellt zwischen 1850 und 1910, Nachbauten auch unter Gelsenkirchener Barock beim Kleinbürger bis 1970 beliebt. Im unrestaurierten Zustand keine bemerkenswerten Preise zu erzielen, bei Antiquitätenhändlern wahrscheinlich nur schwer unterzubringen. Aus Haushaltsauflösungen oft in ebay zu finden. Ich würde es auf deutlich unter 500 Euro schätzen. Die Leute fahren auch keine weiten Strecken dafür. Der Preisverfall ist so rasant wie bei altem Edelporzellan von Rosenthal & Co.

l'ona]lao


Ich würde das Möbelstück dem altdeutschen Stil zuordnen. Im unrestaurierten Zustand keine bemerkenswerten Preise zu erzielen, bei Antiquitätenhändlern wahrscheinlich nur schwer unterzubringen. Aus Haushaltsauflösungen oft in ebay zu finden.

der stileinschätzung schließ ich mich an. auch daß antiquitätenhändler sowas nicht nehmen. bei der verlassenschaft meiner oma waren auch so möbel dabei- o-ton des händlers: für sowas sind mir die lagerkosten zu hoch, gibt es massenweise und ist null gefragt am markt. (wir hatten mehrere händler da, nachdem es auch andere möbel und antiquitäten gab).

beim hiesigen caritas- lagerverkauf stehen immer wieder möbel in dem stil rum, da werden schränke in der art zwischen 50 und 100 euro (in top- zustand) verkauft. allerdings beziehen die ihre sachen aus spenden, und verkaufen sie dann für einen guten zweck.

ich würde zunächst schauen, ob es jemanden in der familie gibt, für den der schrank eine erinnerung darstellt, und der platz dafür hat. immerhin ist ein möbelstück, das auch die nächsten jahrzehnte noch funktional ist und halten wird- damals hat man noch auf langlebigkeit gebaut. aber in zeiten, wo die meisten sich alle paar jahre neu bei ikea einrichten wollen, ist sowas halt nicht mehr so gefragt. :-/

E8hemali#ger ONutBzer (#1X4918x7)


Ich würde es auf deutlich unter 500 Euro schätzen.

Ich halte den Schrank für nicht mal an Caritas oder Rotes Kreuz für verschenkbar. Früher haben die immer noch sowas genommen, um solch ein Möbel dann für ein paar Euro zu verkaufen. Aber Fakt ist, sowas kauft heute niemand mehr!

Die Lösung mit dem geringsten Aufwand: entweder behalten oder auf den Gehweg stellen. Irgendein Doofer findet sich immer, der denkt "mitnehmen und verkaufen".

hSikPleinxes


Man muss sich ja auch nur mal selbst fragen, ob und wieviel man für sowas bezahlen würde. Oftmals sind die Möbel für den Alltagsgebrauch auch total unpraktisch und dann stellt man sie sich wirklich nur hin, wenn sie unglaublich wertvoll/schön (oder unglaublich emotional belastet) sind.

Ich würde ihn, wenn du und ein Sozialkaufhaus das wollen, spenden. Dann hast du wenigstens nicht das Problem, ihn selbst abtransportieren zu müssen. Flohmarkt wäre auch noch eine Idee, wenn er nicht zu schwer dafür ist.

EBhemalige6r Nut\z=er (#14918x7)


Ich habe letztes Jahr mit einem Sozialkaufhaus geliebäugelt, um den Scheiß wenigstens nicht selbst abtransportieren zu müssen. Keine Chance, die wollen sowas nicht.

hXiDkleixnes


Naja. Deswegen sagte ich ja, "wenn die es auch wollen".

So meinte ich das nicht und das find ich auch nicht in Ordnung. Etwas, was ich als Scheiss empfinde, würde ich auch nicht auf andere abladen wollen. Diese Sozialkaufhäuser sind ja kein Sperrmüll-Sammlungs-Unternehmen.

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