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Ehe für Alle

BKelaf2onte


@ paint-it

solange es Leute wie dich gibt, ist die Akzeptanz von Homosexuellen wohl Wunschdenken.

Erstens würde ich mir wünschen, dass du mal zwei oder drei weitere Beiträge von mir liest, bevor du deinen Senf über meine Person abgibst. Versuche zweitens mir nicht anzukreiden, dass ich keine Lobeshymnen über Homosexuelle singe. In diesen Genuss kommen die meisten meiner Nachbarn auch nicht, eben weil es irrelevant ist. Und unterlasse es drittens bitte in Zukunft, mich als Prototypen eines Homo-Ablehners hinzustellen. Es muss für dich genügen, dass mir Homos einfach nur wurst-egal sind. Kommst du damit zurecht?

mWondl+stIernCe


Akzeptanz bedeutet nunmal, dass man Homosexuelle bedingungslos annehmen (=Gegenteil von Ablehnen) soll, egal was sie machen.

Deshalb wird allgemeine Akzeptanz Wunschdenken bleiben.

@ Belafonte

Ich habe Deine Anekdote vom Plattenaufleger, der versehentlich Bier ins Mischpult gekippt hatte, gelesen. Ich konnte es mir gut vorstellen, und ich habe mir nichts weiter dabei gedacht.

Danach ist die heilige Inquisition der Gleichstellungsbefürworter gekommen, weil Du angeblich die falschen Gefühle gehabt hast. Du hättest nicht das Gefühl haben dürfen, die beiden hätten Dich am liebsten in ihre Blase aufgenommen.

Ja, ja, es gibt noch viel zu tun, bis der Wunsch nach Akzeptanz durchgesetzt ist: Zunächst einmal musst Du endlich einsehen, dass Du die falschen Gefühle hast, und anschließend musst Du umgepolt werden, damit Du die richtigen Gefühle hast.

hä? Was meinst Du?

B-elaftonte


Was ist schlimm daran, wenn sich zwei Männer lieben? Warum dürfen sie ihre Gefühle nicht öffentlich zeigen? Weil es dein Empfinden stört oder du Angst hast, dass du in den Fängen der Schwulen landest? Ist doch einfach lachhaft und zeigt von einem ganz begrenzten Horizont. [..] Lern mal dazu!

Zunächst darfst du mal etwas dazulernen: Konventionen bestimmen, wie wir uns öffentlich aufführen. In anderen Ländern (Japan, Indien, ...) reichen sie bis zum Verbot öffentlich gezeigter Liebeleien. Dein Fehlschluss ist, dass alles angesagt sein kann, was nicht untersagt ist. Das würde die Gesellschaft in Unberechenbarkeit und Chaos stürzen, weil wir keinen Vertrauensvorschuss mehr leisten können.

BGelafVonxte


Belafonte, haben sie Dir denn irgendwie Anlass dazu gegeben, das zu vermuten, oder hat Dich einfach die Situation sehr verunsichert? Wäre einer der beiden ein Mädel, wäre dann die Situation für Dich okay gewesen?

Shojo: Ich war auf diese Situation nicht vorbereitet. Als Kundendienstmensch kann man nicht zugepanzert an Kunden herantreten. Man muss auf sie eingehen und horchen, was sie erzählen. Erwartet hatte ich eine Sachauskunft oder Fehlerbeschreibung, aber nichts in der Art kam herüber, nur diese Süßholzraspeln. Diese gingen zwar nicht direkt an mich, aber eigentlich ging gar nichts direkt an mich. Das war das Schlimme.

Mit Frauen gab es auch solche Situationen :-). In der Regel waren sie im gesetzten Alter, und sie hatten Routine. Auch das erwischte mich jeweils auf dem falschen Fuß. Nur war mein Wunsch, auf Distanz zu bleiben, etwas geringer.

p9aint-6it-cAolour7fuxl


Weißt du Belafonte, mich interessieren die Konventionen in Indien oder Japan aus vielleicht auch dir nachvollziehbaren Gründen nicht so sehr.

Aber dass dich mein Beitrag so anpiekt...; das finde ich schon bemerkenswert ;-) .

s|enGsibelWmanxn99


Das würde die Gesellschaft in Unberechenbarkeit und Chaos stürzen

... wie am Maelström oder in Sodom und Gomorrha. ]:D

B3elafoxnte


Aber dass dich mein Beitrag so anpiekt...; das finde ich schon bemerkenswert ;-)

Aber bitte nichts drauf einbilden! :-) Manchmal antworte ich gründlich. Einfach nur so. :-|

S/hojxo


Die Antwort hat Belafonte auf Umwegen doch einen Absatz später schon gegeben:

Äh - nein? Ich wollte wissen, ob die beiden ihn in irgendeiner Weise angebaggert haben oder ob sein Unwohlsein vor allem darauf beruhte, dass sie beide männlich waren.

BHelafolnAtxe


Du hast recht, mein Vergleich mit der Diskriminierung dunkelhäutiger Menschen war nicht sehr glücklich. Sehr, sehr abstrahiert betrachtet gibt es zwar schon Parallelen, aber die lassen sich wohl zu jeder Form von Diskrimierung ziehen.

Chomsky

Ich verstehe jetzt, was du meinst. In dieser Situation sind Minderheiten wohl generell. Ich gehöre auch zu einer. Bis zum Twen-Alter stotterte ich, wenn ich aufgeregt war. Man wird da als Halbidiot angesehen, ich musste Stottererwitze und -sketche ertragen, u.s.w. Ich fragte mich, wann diese dämlichen Zeitgenossen endlich mehr Rücksicht nehmen. Diese Forderung gab ich auf. Die Lösung war die Änderung meiner Einstellung: Ich ging einfach darüber weg. Wenn sie über solche kindischen Witze lachen wollen - bitte, sollen sie! :)z

BBelafaonxte


Zunächst einmal musst Du endlich einsehen, dass Du die falschen Gefühle hast, und anschließend musst Du umgepolt werden, damit Du die richtigen Gefühle hast.

hä? Was meinst Du?

Umpolen ??? Manno, da hätte ich selber draufkommen können. Das ist die Lösung! Ich schmeiß ne Lokalrunde! *:)

s)ensinbe0lmannx99


[[http://www.rp-online.de/panorama/leute/eheglueck-mit-hund-und-katz-amerikaner-heiraten-haustiere-aid-1.2039458 den hab ich noch]]

m(irix80


Danach ist die heilige Inquisition der Gleichstellungsbefürworter gekommen, weil Du angeblich die falschen Gefühle gehabt hast. Du hättest nicht das Gefühl haben dürfen, die beiden hätten Dich am liebsten in ihre Blase aufgenommen.

In den Punkt hast du schon recht find ich, obwohl das echt etwas harsch rüberkommt. Gerade in diesem Faden sollte man die Möglichkeit haben seine Gefühle zum Thema offen wiederzugeben, auch wenn sie ein Stück weit gegen die Akzeptanz gehen. In Diskussionen oder wenn man explizit danach gefragt wird sollte eine Meinung nicht verurteilt werden. Stattdessen kann man der Sache ja auf den Grund gehen und darüber reden.

In der Öffentlichkeit sollte man sich mit seinen diversen Abneigungen aber zurücknehmen. Jeder ist ein gleichwertiger Teil der Gemeinschaft (=Gleichstellung) und hat deshalb die gleichen Rechte.

SVho&jo


Du hättest nicht das Gefühl haben dürfen, die beiden hätten Dich am liebsten in ihre Blase aufgenommen.

Es ist allerdings so, dass ich zum Beispiel es anders empfunden hätte, wenn er sagen würde: "Das war mir damals sehr, sehr unangenehm, ich wusste damit nicht umzugehen, und das hängt mir als Gefühl noch immer nach." Gefühle zu haben ist das eine, der Umgang mit den eigenen Gefühlen und die Reflexion dann noch mal was anderes.

eYnigmGatic16x06


@ Shojo

Äh - nein? Ich wollte wissen, ob die beiden ihn in irgendeiner Weise angebaggert haben oder ob sein Unwohlsein vor allem darauf beruhte, dass sie beide männlich waren.

Hm, vielleicht habe ich seinem Beitrag dann schlicht andere Informationen entnommen als du. Er hat ja geschrieben, dass er das Gefühl hatte, dass ... Das schließt für mich explizites Anbaggern schon irgendwie aus. Also zumindest meinem Verständnis nach, ich kann mich natürlich auch täuschen.

@ miri80

In den Punkt hast du schon recht find ich, obwohl das echt etwas harsch rüberkommt. Gerade in diesem Faden sollte man die Möglichkeit haben seine Gefühle zum Thema offen wiederzugeben, auch wenn sie ein Stück weit gegen die Akzeptanz gehen. In Diskussionen oder wenn man explizit danach gefragt wird sollte eine Meinung nicht verurteilt werden. Stattdessen kann man der Sache ja auf den Grund gehen und darüber reden.

Naja, ich denke schon, dass da eine Unterscheidung angebracht ist. Eine Meinung ist, zumindest meinem Verständnis nach, das Ergebnis eines wie auch immer gestalteten rationalen Prozesses.

Am Beispiel Ehe für Alle: Wenn jemand nach reiflicher Überlegung zu der Erkenntnis gekommen ist, dass er die Ehe für Alle beispielsweise mit seinem Verständnis von Ehe im Sinne seines Glaubens nicht vereinbaren kann, dann ist das eben seine Meinung und es kommt das zum Tragen, was du schreibt.

Wenn aber jemand andererseits die Ehe für Alle aus bloßer Homophobie heraus ablehnt und der von mir erwähnte "rationale Prozess" dabei nicht weiter reicht als "Igittigitt, Schwule und Lesben", dann sieht die Sache schon anders aus. Homophobie ist keine Meinung.

exnigmSatic16x06


Im letzten Satz würde ich noch gerne ein 'Unreflektierte' nachreichen. Unreflektierte Homophobie ist keine Meinung. Homophobie kann ja auch "begründet" sein, z.B. durch Religion. Die Gründe sind dann zwar auch doof, aber da ist wenigstens eine Grundlage da. Ich meinte stumpfe, unreflektierte Homophobie auf Grundlage von "Weil wegen is'nich'." und "Anders als ich, also bääh.".

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