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Ehe für Alle

M@uf?f jPoxtter


#[[http://cdn-static.denofgeek.com/sites/denofgeek/files/images/306529.jpg chetoo]]

LlovHxus


Dennoch hatte jeder der Kaffeetrinker ein paar Körnchen in der Tasse.

Und wer eine Verbindung zum Übernatürlichen hatte, konnte daraus die Zukunft ablesen. Jap, mit der Einführung des Filters ist das Wesentliche (von wegen nur das Besondere) des Kaffees verloren gegangen. Volle Konzentration auf Wellness, Geschmack, Wohlfühlen, nur nichts, was aneckt, aufstößt, irritiert. Nur noch rituelle Liturgie, die Essenz kommt in den Mülleimer.

Was war nochmal gleich die Essenz? Liebe zwischen zwei Menschen? Kann nicht sein, früher wurde auch aus Vernunftgründen geheiratet. Also dann doch, um Nachkommen zu zeugen? Hm...

Ich schätze, heiraten ohne Nachwuchswunsch (oder -möglichkeit) ist ein Missbrauch des Sakramentes, wie das Abendmahl einzunehmen, um satt zu werden, ein Missbrauch wäre, essenzbefreit, sozusagen. Aber halt, muss dann nicht eine Ehe wieder aufgelöst werden, wenn sie kinderlos bleibt? Nein, nein, Sakrament ist Sakrament. Das kann nicht zurückgenommen werden. Die Hostie wird nicht aus dem Magen gepumpt und die Ehe bleibt bestehen. So war es auch mit Isaaks Segen, den Jakob sich erschlichen hat. Alte Tradition.

Warum muss immer ich kommen, um Argumentationslücken zu schließen? Warum gelingt das den Befürwortern einer Position nicht selbst?.

Swhojxo


Falls ich also richtig gelesen habe und Belafonte mit Absicht gar keine Kinder hat - ist er dann quasi ein Ehe-Erschleicher?

B*elafvo,nxte


Jap, mit der Einführung des Filters ist das Wesentliche (von wegen nur das Besondere) des Kaffees verloren gegangen.

Das Procedere begann schon mit dem Mahlen, während der Wasserkessel säuselte. Die Kaffeemühle hatte etwas von einer tibetanischen Gebetsmühle, und jedem war klar: Achtung, jetzt wird es gemütlich!

Falls ich also richtig gelesen habe und Belafonte mit Absicht gar keine Kinder hat - ist er dann quasi ein Ehe-Erschleicher?

Nicht ganz richtig. Soll keiner sagen, ich hätte mir keine Mühe gegeben. In meinem ersten Leben gab es gar einen Treffer, auch wenn das Kind nicht lebendig zur Welt kam. Immerhin, Soll erfüllt!

LWoivHuxs


mit Absicht gar keine Kinder hat - ist er dann quasi ein Ehe-Erschleicher?

Ok, ich streiche "(oder -möglichkeit)" für die Fälle, in denen man das zum Zeitpunkt der Eheschließung nicht wissen konnte. Auch weil mir im Falle von Belafontes erstem Leben nicht zum Scherzen zumute ist.

Wenn mit "erstem Leben" zugleich "erste Frau" gemeint ist, ist die Ehe aufgrund dieser Erfahrung zerbrochen? Sorry, das ist jetzt sehr persönlich. Wenn es so wäre, fände ich das tragisch. Ich finde durchaus, dass Ehe heilig ist. Nur, dass in meinen Augen die Heiligkeit durch die Liebe gestiftet wird, die die Essenz Gottes ist (im Unterschied zu pathologischen Formen der Liebe), nicht durch die Verbindung von Mann und Frau mit der Begründung, es könnte Kinder geben.

mlondo+steBrnxe


@ LovHus

Ok, ich will mir die Mühe machen, mich auf Deine Gedankengänge einzulassen.

Ich hoffe, es wird mir ansatzweise gelingen.

Die Befürworter der "Ehe für alle" lehnen diese Unterscheidung überlicherweise ab.

Das nehme ich so nicht wahr. Mir scheint es sich so zu verhalten:

Wer die "Ehe für alle" ablehnt, tut dies entweder, weil er es nicht richtig findet, dass gleichgeschlechtliche Partner heiraten dürfen.

Ob das auf mich zutrifft, kann ich Dir nicht sagen, weil wir eine unterschiedliche Sprache sprechen.

Denn Du unterscheidest nicht zwischen heiraten (Ehe eingehen) und "heiraten" (Homo-Ehe eingehen).

In meiner Sprache würde ich sagen, ein gleichgeschlechtliches Paar kann nicht heiraten. Damit stellt sich die Frage nach dem dürfen gar nicht erst. Es kann höchstens "heiraten".

Und selbstverständlich darf es das auch.

Die Frage, die ich in diesem Zusammenhang diskutieren würde: Welche Rechte bekommen gleichgeschlechtliche Paare?

Gleichstellungsbefürworter konstruieren aus dieser Gleichsetzung von heiraten und "heiraten" den Vorwurf, die Unterscheidungsbefürworter wären dagegen, dass Homosexuelle heiraten dürfen.

Oder__ sie lehnen die "Ehe für alle" ab, weil sie durch dieses Gesetz ihre Vorstellung von der "klassischen Ehe" in aus ihrer Sicht unzulässiger und nun nicht mehr akzeptablen Weise modifiziert sehen. Es sind vor allem diese, die die Unterscheidung ablehnen und nur den einen Ehebegriff kennen: ehemals "klassisch", nun "für alle". Und daraus dann schließen, dass eine Ehe zwischen Mann und Frau NACH dem Gesetz irgendwas anderes geworden sei, als sie VORHER war. Dass das nicht stimmt, zeigt die Begriffshierarchie.

(Das kann ich nicht nachvollziehen.)

Juristisch hat sich jedenfalls an der klassischen Ehe nichts geändert. Das stimmt.

Was ich kritisiere ist den Sprachwirwarr. Meiner Ansicht nach wäre es sinnvoll gewesen, wenn man das Gesetzeswerk der Rot/Grünen Koalition durch den einen Satz ersetzt hätte, dass für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften die gleichen Rechte gelten, wie für die Ehe.

Dann wäre das Wort Ehe in seiner ursprünglichen Bedeutung erhalten geblieben.

So wie das Gesetz jetzt beschlossen wurde hat der Staat die Diskussion schwierig gemacht, weil er das Wort Ehe in seiner ursprünglichen Bedeutung abgeschafft hat.

Welches Interesse mag der Staat wohl daran haben?

Wir haben jetzt jedenfallls teilweise wieder eine Sprache gefunden, indem wir von klassischer Ehe sprechen, wenn wir die Ehe in ihrer ursprünglichen Bedeutung meinen.

Danke für diese Wortschöpfung.

@:)

mnond&+s"terxne


@ LovHus

Jetzt noch etwas grundsätzlich Klärendes hinterher:

Ich habe im Verlauf dieses Fadens meine Meinung ausgehend vom Gleichstellungsprinzip dargelegt. Das hat vielleich etwas für Verwirrung gesorgt. Ich will es deshalb noch einmal andersherum versuchen:

Ich teile im Prinzip die Meinung des homosexuellen Bloggers, der hier verlinkt war. Er ist für eine eigenständige Minderheitenkultur. Er kritisiert es, wenn andere Homosexuelle ins kleinbürgerliche Familienidyll abwandern.

Was mich von diesem Blogger unterscheidet: Ich selbst bin nicht Teil dieser Kultur, und mir kann es im Prinzip egal sein, ob Homosexuelle "verspießern".

Meiner Ansicht nach ist es jetzt die Aufgabe des Staates, im Rahmen des grundgesetzlichen Minderheitenschutzes, die Sicherheit der verbliebenen Homosexuellenkultur (jenseits der Mehrheitsgesellschaft) zu garantieren.

Das ist sehr viel schwieriger geworden, weil die Homosexuellen, die nicht Teil der Mehrheitskultur sein wollen, weiter ins Abseits gedrängt wurden und zahlenmäßig auch weniger werden.

Deshalb meine ich, es hätte zeitgleich mit der "Ehe für alle" auch ein Gesetz zum Schutz der homosexuellen Minderheitskultur geben müssen.

So, wie es jetzt beschlossen wurde, setzt das vermeintliche "Angebot" der "Ehe für alle" die Homosexuellen unter Druck, davon auch Gebrauch zu machen, um nicht weiter marginalisiert zu werden.

Das war jetzt also noch einmal zusammenfassend meine Meinung zum Thema "Ehe für alle" unter dem Aspekt der Rechte Homosexueller.

E|voluzxzer


@ mond+sterne

Deshalb meine ich, es hätte zeitgleich mit der "Ehe für alle" auch ein Gesetz zum Schutz der homosexuellen Minderheitskultur geben müssen.

Ich habe die leise Befürchtung, dass jedes mal, wenn du etwas klären willst, es danach noch viel verwirrender klingt.

Was ist denn deiner Meinung nach bitteschön eine "homosexuelle Minderheitskultur" und was genau soll da per Gesetz geschützt werden, was nicht bereits durch das GG geschützt ist?

Sdh'ojxo


Die Frage, die ich in diesem Zusammenhang diskutieren würde: Welche Rechte bekommen gleichgeschlechtliche Paare?

Gleichstellungsbefürworter konstruieren aus dieser Gleichsetzung von heiraten und "heiraten" den Vorwurf, die Unterscheidungsbefürworter wären dagegen, dass Homosexuelle heiraten dürfen.

Aber es geht doch genau darum, dass auch gleichgeschlechtliche Paare die GLEICHEN Rechte bekommen wie nicht gleichgeschlechtliche Paare. Exakt ganz genau das ist das zentrale Anliegen. Das muss nicht diskutiert werden, das ist das, worum es bei der ganzen Sache geht.

So, wie es jetzt beschlossen wurde, setzt das vermeintliche "Angebot" der "Ehe für alle" die Homosexuellen unter Druck, davon auch Gebrauch zu machen, um nicht weiter marginalisiert zu werden.

Quatsch mit Soße. Die Ehe setzt da Leute unter Druck, wo es heißt, "kein Sex vor der Ehe". Wenn Leute ein Kind adoptieren wollen, setzt es sie gewissermaßen unter Heirats"druck". Das kann man kritisieren, aber das ist halt nichts, was nur Homosexuelle beträfe.

Ich teile im Prinzip die Meinung des homosexuellen Bloggers, der hier verlinkt war. Er ist für eine eigenständige Minderheitenkultur. Er kritisiert es, wenn andere Homosexuelle ins kleinbürgerliche Familienidyll abwandern.

Es geht diesen Blogger ganz schlicht einen Scheißdreck an, was andere Leute privat tun oder lassen und wie sie leben wollen, falls er das wirklich so gesagt hat (ich müsste 141 Seiten nach dem Link durchsuchen, ich habe es nämlich offenbar nicht gelesen, deshalb nur unter Vorbehalt - ich weiß nicht, ob deine und meine Interpretation dessen, was er gesagt oder nicht gesagt hat, übereinstimmen).

CNhoe


Che kriegt keinen, der hat mich per PN schmutzig angebaggert!

Liebe shojo, ich glaube, Dein nettes Angebot an mich wäre für einige hier recht interessant zu lesen. ;-D

Aber für PN gelten strenge Regeln, an die ich mich natürlich halte.

@:) *:)

Sjhojxo


Hihi, sehr brav! ;-D

Cxhe


Der Gentleman genießt und schweigt 8-)

d9anae.87


Ich will nen irish Coffee

MVuff dPottxer


Und will irgendjemand auch noch ne Zigarette?

ddan7aIe87


Ganz so ähm überweltigend war es dann auch nicht, auch wenn ich die Texte ganz gelesen habe, aber danke fürs Angebot. @:)

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