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Ehe für Alle

Ksulturtscha8fefendexr


musicus: :)^ Genauso meinte ich das auch.

*:)

DxieZ}aubeTrfee


übrigens: was meinst du wieviele kinder in früheren jahrhunderten ohne vater aufwuchsen, weil der in irgendeinem sinnlosen krieg verheizt wurde oder von einer seuche dahingerafft wurde oder ständig auf achse sein musste um die familie zu ernähren? die 60er jahre bilderbuchfamilie, die aus einem vater mit 9-to-5-job, einer mutter/hausfrau und zwei kindern besteht, ist eine neumodische erscheinung und hat nichts mit dem zu tun, wie kinder den großteil der menschheitsgeschichte über aufgewachsen sind.

Naja, in früheren Jahrhunderten mussten Kinder auch arbeiten oder wurden zur Erziehung geschlagen. Dass Kinder nicht arbeiten, sondern zur Schule gehen und dass Kinder gewaltfrei erzogen werden, ist auch eine neumodische Erscheinung. Ist es deswegen nun schlecht? Also das Argument finde ich nicht stichhaltig.

ich bleibe dabei: das mit weitem abstand wichtigste für kinder ist, dass sie erwachsene bezugspersonen haben, die ihnen liebe und aufmerksamkeit geben.

In dieser Pauschalität kann ich dem nicht zustimmen.

Wie gesagt, ich hatte eine liebevolle Mutter und liebevollen Grosseltern. Es mangelte mir nicht an Liebe oder Aufmerksamkeit. Aber ich hatte nunmal keinen Vater. Der fehlte einfach, da war eine Lücke, die nunmal nicht gefüllt werden konnte, egal wieviel Liebe meine Mutter mir gegeben hat. Und darunter habe ich gelitten. Natürlich nicht immer, aber insgesamt hat es mir schon geschadet nie einen Vater gehabt zu haben. Und von dieser Erfahrung ausgehend kann ich zumindest für mich ganz klar sagen, dass ich mir aus heutiger Perspektive für den Fall, dass ich Waise geworden wäre, eine neue Familie mit Mutter und Vater gewünscht hätte. Alles andere wäre aus meiner Sicht schädigend gewesen.

Wenn du aus deiner Erfahrung meinst, für dich wäre es super gewesen bei zwei Schwulen und ohne Mutter aufzuwachsen, ist das ja in Ordnung für dich.

Mich stören aber solche Pauschalurteile wie:"Bei zwei Schwulen aufzuwachsen ist genauso toll wie bei einem Ehepaar aufzuwachsen. Eine Mutter braucht man eh nicht, Hauptsache da sind irgendwelche Erwachsenen, die dich lieben." Das ist meiner Meinung nach in dieser Pauschalität definitiv falsch und geht einfach so über reale Gefühle von Menschen wie mir (und ich vermute ich bin da wirklich kein absoluter Einzelfall) hinweg.

TWatja[na64s72


Es gibt ganz unterschiedliche Studienergebnisse dazu. Und wahrscheinlich kommt es da auch immer darauf an, wer der Auftraggeber der Studie ist und welches politische Interesse jeweils dahintersteht. Wenn man ein gewünschtes Studienergebnis braucht um ein politisches Vorhaben zu untermauern, wird man das immer bekommen. ;-)

@ zauberfee

Hast du denn jetzt irgendwelche Studien die das widerlegen was hier geschrieben wurde?

KoulturNsc]ha'ffeMnxder


Zauberfee,

Ich bin der Meinung, dass es für Erwachsene überhaupt kein "Recht" zur Adoption geben sollte.

Das verstehe ich nun gar nicht mehr. Auf welchem Wege sollen denn dann Deiner Meinung nach Waisenkinder zu "neuen" Eltern kommen? (Das Mitspracherecht älterer Kinder lasse ich mal außen vor). ":/

*:)

Bula9ck vGun


der begriff "adoptionsrecht" ist zwar unsauber, aber eigentlich muss doch jedem klar sein, was damit gemeint ist: das recht, sich um die adoption eines kindes zu bewerben und dabei nach denselben kriterien bewertet zu werden wie alle anderen.

d~an4a,e87


Zauberfee

Ich hatte wie gesagt eine Mutter und in meinem Umfeld viele weitere Personen wie Omas, Opas, Tanten, Onkel etc. Einen Vater konnte mir davon aber niemand ersetzen. Selbst Männer in meinem sozialen Umfeld konnten mir nicht den fehlenden Vater ersetzen, die Frauen schon gar nicht.

Aber vielleicht hätte auch ein Mann dir gar nicht geben können was du dir von einem Vater erwartest? Ich habe bei Menschen die ohne Vater aufgewachsen sind häufig so ein Idealbild dann von gefunden wie es wäre einen Vater gehabt zu haben, dass aber bei den Leuten mit Vater nur in den allerseltensten Fällen auch nur annähernd verwirklicht wurde.

Paul Kling

Nicht ganz, ich stehe einerseits auf dem Standpunkt, dass das traditionelle Frauenbild nicht funktioniert hat, aber andererseits auch, dass mit dem traditionellen Rollenbild heute etwas anderes gemeint ist, etwas viel romatischeres, als es ursprünglich war. Da wird das 50ger Jahre Ideal irgendwie verklärt und so getan als wäre das mal Realität und nicht Werbung gewesen.

Peaul-(Kklixng


@ danae

Nicht ganz, ich stehe einerseits auf dem Standpunkt, dass das traditionelle Frauenbild nicht funktioniert hat, aber andererseits auch, dass mit dem traditionellen Rollenbild heute etwas anderes gemeint ist, etwas viel romatischeres, als es ursprünglich war. Da wird das 50ger Jahre Ideal irgendwie verklärt und so getan als wäre das mal Realität und nicht Werbung gewesen.

Ich denke eigentlich, dass die traditionellen Ideale und Leitbilder erstmal als solche ernstgenommen werden sollten. Dass sie im Leben nie wirklich erreicht werden, ist doch klar. Man verfehlt sich, sündigt und scheitert so durchs Leben, zum Glück kann das meiste verziehen werden. Eine konservative Haltung ist nicht, dass irgendwann früher alles gut war und wir dahin zurück sollten.

Meine eigene Haltung ist das übrigens schon gar nicht. Ich bin nur so leicht von Verständnis für Konservative angehaucht.

I3mNm}a


Hier wird ja oft in Richtung Kindeswohl argumentiert, insbesondere um das Fehlen eines männlichen/weiblichen Leitbildes.

Dann müsste ja eigentlich alles gut sein, wenn eine lesbische Frau und ein schwuler Mann eine Co Elternschaft eingehen?

Oder geht es (insgeheim) doch um die grundsätzliche Eignung von Homosexuellen als Eltern?

K,ulturfschatffenkder


Oder geht es (insgeheim) doch um die grundsätzliche Eignung von Homosexuellen als Eltern?

Ich befürchte, ja.

Der von mir oben erwähnte CSU-Mann griff ja sogar auf das katholische Kirchenrecht zurück, nach dem eine kath. Ehe "annulliert" (nicht geschieden!) werden kann, wenn der "Akt" nicht vollzogen werden wollte oder konnte.

*:)

Idmwma


Dann ist doch alles prima, der Akt wird ja vollzogen ;-)

Ist aber auch verwirrend... Was ist dann mit Eltern, die erst spät ihre Homosexualität ausleben, verlieren die dann mit Tag X ihre Eignung zur Elternschaft?

Bwel'afo:nte


Ich frage mich also wirklich von welchem Ehebild da gesprochen wird. Das verlärte Bild eines Ehepaares, welches sich romantisch liebt und begehrt und jedes Kind willkommen heißt ist erstens sehr jung und war zweitens niemals Realität sondern immer unerreichtes und unerreichbares Ideal.

Selbstverständlich gab und gibt es die romantische Liebe! Die hohe Minne war das Ideal der Ritter. An den Höfen sangen Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach davon. Schiller dichtete: "Die Leidenschaft flieht, die Liebe muss bleiben."

Kinder gehörten dazu, auch wenn es Abtreibungen gab! Sie waren die Lebensversicheung im Alter. Erst Bismarck hatte die Rentenversicherung eingeführt.

Randgruppen stehen plötzlich in der Mitte.

Die haben sich halt in die Mitte begeben. Die Gesellschaft hat sich viel weniger bewegt als die ehemaligen Randgruppen.

Ich hätte gestern im Bundestag gegen die "Ehe für alle" gestimmt, weil der Begriff Verwirrung stiftet; und bestimmt nicht, um Homosexuelle zu stigmatisieren. Positiv ist, dass es nun eine klare Kante gibt. Kinder können von ihnen adoptiert werden. Es gibt leider kein anderes Wort für Ehe. Ab jetzt bezeichnet das Wort auch den Lebensbund, der nicht der Formel "Mann + Frau = Kind" folgt. Trotz aller Euphorie in der Regenbogenszene sollte uns der Unterschied bewusst bleiben. Die Ehe zwischen Mann und Frau bleibt das "Sakrament des Lebens."

Lcaskaj6edna


Ab jetzt bezeichnet das Wort auch den Lebensbund, der nicht der Formel "Mann + Frau = Kind" folgt. Trotz aller Euphorie in der Regenbogenszene sollte uns der Unterschied bewusst bleiben. Die Ehe zwischen Mann und Frau bleibt das "Sakrament des Lebens."

Der Unterschied ist allenfalls für Christen von Belang, denn für alle anderen gibt es gar keine Sakramente.

B@ela:fonnte


Der Unterschied ist allenfalls für Christen von Belang

Er ist für jeden lebenden und künftigen Menschen von Belang. Er hat einen Vater und eine Mutter. Ich denke, das müssen wir nicht weiter vertiefen.

M*ilkax68


Interessanter Gedanke:

[[http://www.sueddeutsche.de/leben/partnerschaft-die-ehe-fuer-alle-ist-nicht-genug-1.3567043]]

Loaskajqedxna


Er ist für jeden lebenden und künftigen Menschen von Belang. Er hat einen Vater und eine Mutter.

Er hat einen weiblichen und männlichen Erzeuger, unabhängig davon, ob diese zum Zeitpunkt der Zeugung miteinander verheiratet waren oder bei welchen Eltern er im Anschluss daran aufwächst. Mit dem Begriff Ehe hat das alles herzlich wenig zu tun und mit einem Sakrament (heiliges Zeichen) erst recht. An sowas kann man glauben, muss man aber nicht.

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