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Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

Zyand%erxomi hat die Diskussion gestartet


Nach den vielen Diskussionen der letzten Wochen zu AfD, Flüchtlingen, Rechtsruck und co. möchte ich folgende Frage stellen:

Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen? Muss man davon ausgehen, dass LINKS ein immer positiv besetzter Begriff ist und RECHTS automatisch negativ betrachtet wird?

In meiner Weltsicht sind Links und Rechts politische Überzeugungen, welche ihre Positionen erstmal wertungsfrei vertreten. Extremistische oder sonstige Strömungen außen vor sind Linke und Rechte damit genauso zu behandeln und haben nichts anrüchiges ansich. Weiter ist LINKS nicht die bessere bzw. gute Seite der Macht und Rechts nicht die negative und dunkle Seite dieser.

Erstaunt mich immer mit welcher Vehemenz und mit welchem Sendungsbewusstsein selbsternannte Vertreter des linken Spektrums der Meinung nachhängen, LINKS wäre das alleinig seeligmachende und die automatisierte alleinige Herrschaft des Guten...

Antworten


Kannst du konkretisieren, was genau du unter "rechtem Gedankengut" verstehst? Was wäre denn ein "wertungsfreier rechter Gedanke/Inhalt"?


PS: Ich hätte gerne gewusst, was die Grundlage und was das Ziel für diese/dieser Diskussion sein soll.

PIurpnleli$ke


Es ist doch so: sobald man ein bisschen Pro Deutschland denkt, ist man rechts. Ganz automatisch....

Wobei ich mich deshalb nicht als rechts bezeichne...

ich will das unser Land für den deutschen Bürger wieder stabiler wird, das Familien wieder mehr Stabilität haben, dass man wirklich weiß, woran man ist und wähle deshalb entsprechende Partei.

Wenn ich das erwähne, dann werde ich als Rechts abgestempelt.

Dass ich aber gar keinen negativen Gedanken an "Ausländer" hege, spielt aber anscheinend keine Rolle.

Also, sobald ich als Rechts betitelt werde, weiß ich über entsprechende Person Bescheid..... Traurig, ist aber so.

Letztendlich denke ich mir, aus der logischen Konsequenz heraus gibt es immer so lange ein "rechts " wie es auch ein "links" gibt. Das ist Naturgesetz.......

Und witzig ist dabei ja: den linken lässt man sehr viel mehr Erklärungsfreiraum, als den rechten oder gar der AFD. Was daran demokratisch, also auch korrekt sein soll..... weiß ich nicht. Aber ich will nicht von jemandem regiert werden, der keinen Sinn für Demokratie hat und glaubt, dass der deutsche Bürger keine eigene Entscheidungen fällen kann (siehe Bürgerbefragung).

Inhaltlich....ja, gibt so ziemlich jeder die selbe Liste ab..... aber eine Rolle spielen Partei-Programme an sich längst nicht mehr. Deshalb finde ich jede Diskussion darüber auch irgendwie abstrus.

n]ever)theblKess


Extremistische Seiten sind immer schlecht, egal ob links, rechts, religiös oder was auch immer für eine Ideologie.

Allerdings sehe ich rechtes Gedankengut genauso immer kritisch. Die Kerngedanken einer konservativ-traditionellen nationalistischen Gesellschaft passen einfach nicht in die Welt. Ein egozentristisches Weltbild vermittelt immer die Idee eines Vergleichs von "höher- und minderwertigen" Menschen. Von einem "wir" und einem "die da".

Meiner Überzeugung nach sind aber alle Menschen auf der Welt gleichrangig und sollen somit auch Teil der ganzheitlichen Gesellschaft werden. Gleichrangig bedeutet: gleiche Rechte, Pflichten, Bedürfnisse, Gesetze, etc.

Da kann man nicht sagen "die dürfen hier leben, weil..." und "die müssen raus, weil...".

Nur weil ich das Glück hätte, in einem nationalistischen Staat geboren zu sein, wäre ich ja nicht automatisch etwas besseres als "die anderen". Genauso wie der eine Teil der Weltbevölkerung Reisefreiheit, Sozialversicherungen, Arbeit, Demokratie, etc. genießen darf, nehme ICH mir als Bürger eines egozentristischen Staates heraus, anderen genau diese positiven Dinge einer Gesellschaft zu untersagen?

Gesellschaft bedeutet Fortschritt. Und diese Entwicklungsdynamik sehe ich in konservativen Ideologien nicht.

k.leinxer_draxchenstxern


Bei den Diskussionen, die du ansprichst geht es meist nicht um rechts, im Sinne von konservativ, sondern sehr rechts/ rechtsextrem im Sinne von herabsetzend, erniedrigen, ausgrenzen.

Wenn jemand klassisch rechts (von der Mitte) ist, ist das für mich ein (sehr) konservativer Mensch, der z.B. sehr auf klassische, althergebrachte Rollenvertreilunge etc. steht. Das ist für mich persönlich nicht nachvollziehbar, aber jetzt nichts was ich als schlimm empfinde.

Geht das aber in Richtung sehr rechts, rechtsextrem, werden also Menschen abgewertet, z.B auf Grund ihrer Religion, sexuellen Orientierung etc., wird das eigene Volk, die eingen Nation, Hautfarbe, "Rasse" erhöht und als was besseres angesehen, dann ist das für mich allerdings schlimm, böse und verdammenswert.

nneqvernthelexss


deutschen Bürger

Was soll das sein? ":/

P<urplePlike


Zitat

deutschen Bürger

Was soll das sein? ":/

Was verstehst du daran nicht?

nFevertVhelexss


Na was ist für dich ein deutscher Bürger? Ab wann ist man "deutsch"? Laut Stammbuch? Und wie weit geht es dann zurück?

T'atjanas647x2


ich will das unser Land für den deutschen Bürger wieder stabiler wird, das Familien wieder mehr Stabilität haben, dass man wirklich weiß, woran man ist und wähle deshalb entsprechende Partei.

Probleme ansprechen ist eine Sache, wirklich Lösungen anbieten eine andere.

S7hoxjo


Es ist doch so: sobald man ein bisschen Pro Deutschland denkt, ist man rechts. Ganz automatisch....

Was genau ist denn "Pro Deutschland"?

Diese ruckartig aufgerissenen Schubladen, in denen der Mitmensch verstaut werden soll, gibt es andersrum übrigens genau so. Ich hab keine Ahnung, wie oft mir inzwischen die Worte "naiver Gutmensch" um die Ohren geflogen sind, ganz egal, was ich geschrieben habe, sobald mein "wütbürgerisches" Gegenüber mich im "Lager" der "Linken" verortet hatte. Wenn die Diskussionsteilnehmer in diesen Kategorien denken und nicht über Inhalte reden, sondern um Positionen streiten, geht der Unsinn quasi schon los, ehe auch nur das erste Wort geäußert wurde.

PRurp,leblxike


Das was im Gesetzbuch steht? Was denn sonst.

UCta4x5


Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

JA!

nPevert<helexss


Das was im Gesetzbuch steht? Was denn sonst.

Na darum frag ich ja, weil es nicht automatisch klar, ist, dass du von der deutschen Staatsbürgerschaft ausgingst. Viele Migranten haben diese ja und gelten trotzdem nicht als deutsche Bürger. :=o

Und warum soll unser Land nur für den deutschen Bürger stabiler werden? Ist es eigentlich instabil? Das frage ich mich schon seit Monaten. Habe ich den Tag verpasst, wo es bergab ging? ;-D

PWurpleldike


Naja, unter Pro Deutschland verstehe ich z.B. dass die Kinder besser versorgt werden: Z.B. mehr Kindergartenangebote oder Möglichkeiten, wenn beide Elternteile arbeiten wollen, dass es auch hierfür mehr Möglichkeiten gibt.

Oder das die Rente eben nicht noch weiter angehoben wird (bitte so lassen, 67 ist schon mehr als genug oder wieder runter).

Oder dass einer, der über 40 Jahre gearbeitet hat, nur höchstens 1 Jahr Arbeitslosengeld erhält und anschließend Harzt4-Leistungen beantrage muss, auch das kann man verbessern.

Mit Pro Deutschland meine ich, dass man das viele Geld, was vorhanden ist, sehr viel sozialer bei uns einsetzen könnte und damit diese soziale Scherer wieder eher zusammenschieben könnte.

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